ich habe mich grade hier angemeldet, weil ich langsam echt verzweifle und mich nun gerne mal mit Gleichgesinten austauschen möchte. Vielleicht habt ihr noch neue Ideen oder gute Ratschläge für mich...
Meine Skoliose-Geschichte ist recht lang aber vielleicht hat ja der Eine oder Andere die Ausdauer alles zu lesen?
Ich fang mal ganz vorne an:
1995 wurde ich zum ersten Mal an meiner idiopathischen Skoliose operiert. Ich hatte im Brustwirbelbereich eine Krümmung von ca. 48 Grad und im Lendenwirbelbereich... ich meine es waren um die 30 Grad. Ich hatte keinerlei Einschränkungen oder Schmerzen dadurch aber in der Werner-Wicker-Klinik in Bad Wildungen wurde mir gesagt, dass das auf jeden Fall zügig operiert werden müsse. Gesagt, getan.
Ich wurde im Bereich Th 6-12 versteift (dorsale transpedikuläre Fusion Th6-12).
Seitdem habe ich nun Schmerzen. Die Wundschmerzen gingen bald weg doch es blieb ein dumpfer Schmerz im operierten Bereich. Erst war er kaum wahrnehmbar, doch er ging nicht weg und wurde ganz schleichend stärker... 1997 überaschte mich dann mein Orthopäde bei einer Kontrolluntersuchung mit dem Satz: "War die Stange vorher auch schon gebrochen?"
Also ging es wieder zurück zur Klinik. Zunächst hieß es, dass wir daran erstmal nichts machen müssten, solange ich keine Beschwerden damit hätte.
2003 war der dumpfe Schmerz jedoch fast unerträglich geworden und zusätzlich bekam ich immer öfter auch noch einen fiesen Nervenschmerz im Bereich meiner Seitennarbe... und so kam ich schließlich zu meiner 2. OP.
Die gebrochene Stange blieb drin da sie damals dorsal (also quasi "von Vorne") eingesetzt wurde und das wieder einen großen Eingriff bedeutet hätte. Also setzten sie einfach von Hinten zwei neue Stangen über den Bereich (Th 6-9) ein, wo die alte Stange gebrochen war.
Leider war (vor allem) eine der Stangen an den Enden so scharfkantig, dass sie mir ständig in den Rückenmuskel schnitt (seeehr schmerzhaft). Ich musste es 1 Jahr ertragen, bis die Ärzte dann endlich auch einsahen, dass die Schmerzen tatsächlich von dieser Stange kommen könnten. 2004 wurde mir die "böse" Stange endlich wieder rausgenommen und diese wirklich fiesen Schmerzen gingen praktisch sofort weg.
Doch der dumpfe Schmerz blieb... und wurde weiter, langsam aber sicher immer ein bisschen stärker. Und dieser noch gemeinere Nervenschmerz streckte mich immer öfter nieder
Ich suchte noch mehrfach Rat in der Klinik, stieß aber bald nur noch auf Unverständnis. Das operierte Gebiet sah auf dem Röntgenbild toll aus. Alles war schließlich gut verknöchert und die Stangen hielten ja jetzt auch. Also was wollte ich denn noch?!?
Jap, irgendwann ließ ich es bleiben
Und seitdem versuchte ich dann irgendwie so klar zu kommen. OK. Ich hatte ja noch meinen Orthopäden. Dem konnte ich zumindest gelegentlich noch ein KG-Rezept entlocken und er versuchte es mit Akkupunktur (keine Besserung) und Schmerzmittelinfusionen (hielten nur für den Moment). Er wusste bald nicht weiter und gab mir das Gefühl lästig zu sein... Hörte garnicht mehr zu und fertigte mich in 2 Min. ab... Seeehr frustrierend. Vor allem, wenn man wegen den Schmerzen schon die ersten beiden Jobs verlohren hatte...
Schließlich trennte ich mich von ihm (vielleicht etwas zu lautstark
Doch dann musste sie ihre Praxis aufgeben...
Mein Hausarzt übernahm natürlich die Medikamentenverschreibung und es lief erstmal alles weiter wie gewohnt. Bis Katadolon für die Dauermedikation gesperrt wurde
Seitdem nehm ich Ibuprofen als Ersatz für das Katadolon. Je nach Schmerzart und Intensität, mal die 400er, die 600er oder die 800er. Und natürlich was für den armen Magen. Mit Katadolon hatte ich nie Magenprobleme. Mit Ibu hab ich sie kennen gelehrnt
Seit der Umstellung geht es mir zunehmend schlechter. Die Schmerzen werden schlimmer und ich hab das Gefühl, dass mein Körper allgemein abbaut. Solange ich in Action (Bewegung) bleibe geht es, komme ich zur Ruhe (sitzen/liegen), werde ich fast wahnsinnig.
Ich habe einen neuen Orthopäden getestet. Er machte zunächst einen guten Eindruck, wirkte interessiert und verschrieb mir gleich KG (GAB)... Dann, bei meinem 3. Besuch, nachdem ich ihn bat, sich doch mal um meine zunehmenden Schmerzen und taubheitsgefühle im Lendenwirbel-Bereich zu kümmern, erklärte er mir unverhofft, dass er nichts mehr für mich tun könne und ich eigentlich auch nicht wieder kommen müsse, solange sich nicht massiv was an meinen Rückenproblemen ändern würde
Seitdem habe ich noch keinen neuen Orthopäden "getestet". Anscheinend wird man als "chronischer Schmerzpatient" bei denen gleich abgeschrieben... Momentan mache ich demnach quasi eine Orthopäden-Pause
Mein Hausarzt hat wieder notdürftig übernommen. Aber irgendwie treten wir momentan echt auf der Stelle. Er hat keine neuen Ideen... Ich habe keine Ideen... der Rücken schmerzt, die Lendenwirbel machen massiv Ärger und meine Halswirbelsäule fängt nun auch an... Ja, langsam kriege ich Angst. Früher ging es zwischendruch nochmal etwas besser aber momentan wird es immer nur schlimmer...
Ich hatte weiter nur gelegentlich befristete Jobs bekommen, die dann nie verlängert wurden, weil ich entweder wegen den Schmerzen zu oft krank war oder weil ich mich deswegen nicht richtig konzentrieren konnte und somit zu langsam arbeitete oder zu viele Fehler machte... Momentan mach ich eine Weiterbildung zur Personalfachkauffrau. So habe ich wenigstens was zu tun und verlängere mein Arbeitslosengeld damit ich nicht gleich wieder in H4 lande
Nun denn. Das bin also ich. Ist leider etwas ausführlich geworden. Ich kann mich so schlecht kurz fassen. Sorry.
Ich hoffe, dass ich hier wieder auf neue Ideen stoße und vielleicht auch weider neuen Kampfgeist gewinne.
Meine erste Frage ist bestimmt Standart hier


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