Argumente für Widerpspruchsbegründung Krankenkasse
Argumente für Widerpspruchsbegründung Krankenkasse
Guten Tag,
ich bin 22 Jahre alt und stoße nun auch zu euch und ich hoffe ihr habt nichts dagegen wenn mich hier einbringe. Nachdem ich Ende September einen Termin bei Dr. Hoffmann hatte, und er zu der Diagnose kam, dass ich
-zwei Plattfüße habe
-verschiedene Länge der Beine
-Beckenschiefstand
-Scheuermann und daraus resultierende Kyphose von 69° nach Stagnara (kann mich selbst auf 56° aufrichten) und einer Begleitskoliose von 13°
befand Dr. Hoffmann die Behandlung meiner Wirbelsäule mit einem Korsett für am wichtigsten und verschrieb mir eines von Rahmouni. Soweit so gut.
Bedauerlicherweise lehnte die Krankenkasse meinen Antrag auf Kostenübernahme ab, da bei meiner Diagnose allgemeine Krankengymnastik die bessere Behandlungsmethode darstellen würde. Dagegen habe ich Widerpruch eingelegt. Von Dr. Hoffmann bekam ich auf Anfrage noch ein Attest zugeschickt um meinem Widerspruch mehr Aussagekraft zu verleihen. Dieses wollte ich nun einreichen, doch meine Krankenkasse möchte auch noch eine Begründung von mir.
Nun wollte ich fragen, ob Ihr noch geeignete Argumente kennen würdet, die man hervorbringen könnte, außer dass ich noch sehr jung bin, ich diese Therapie durchziehen möchte und ich mir deshalb sogar die Mühe mache durch ganz Deutschland zu einem Spezialisten zu fahren ?
Für verwendbare Argumente wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße
ich bin 22 Jahre alt und stoße nun auch zu euch und ich hoffe ihr habt nichts dagegen wenn mich hier einbringe. Nachdem ich Ende September einen Termin bei Dr. Hoffmann hatte, und er zu der Diagnose kam, dass ich
-zwei Plattfüße habe
-verschiedene Länge der Beine
-Beckenschiefstand
-Scheuermann und daraus resultierende Kyphose von 69° nach Stagnara (kann mich selbst auf 56° aufrichten) und einer Begleitskoliose von 13°
befand Dr. Hoffmann die Behandlung meiner Wirbelsäule mit einem Korsett für am wichtigsten und verschrieb mir eines von Rahmouni. Soweit so gut.
Bedauerlicherweise lehnte die Krankenkasse meinen Antrag auf Kostenübernahme ab, da bei meiner Diagnose allgemeine Krankengymnastik die bessere Behandlungsmethode darstellen würde. Dagegen habe ich Widerpruch eingelegt. Von Dr. Hoffmann bekam ich auf Anfrage noch ein Attest zugeschickt um meinem Widerspruch mehr Aussagekraft zu verleihen. Dieses wollte ich nun einreichen, doch meine Krankenkasse möchte auch noch eine Begründung von mir.
Nun wollte ich fragen, ob Ihr noch geeignete Argumente kennen würdet, die man hervorbringen könnte, außer dass ich noch sehr jung bin, ich diese Therapie durchziehen möchte und ich mir deshalb sogar die Mühe mache durch ganz Deutschland zu einem Spezialisten zu fahren ?
Für verwendbare Argumente wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße
Re: Argumente für Widerpspruchsbegründung Krankenkasse
Du könntest noch argumentieren, dass Du bei Verschlechterung Deiner Gradzahl in den OP-Bereich kommen könntest/würdest und in diesem Fall (abgesehen von den hohen Kosten&Risiken einer OP) wohl sehr lange am Arbeitsplatz ausfallen würdest. Zusätzlich ist es durch das Korsett ja wohl gegeben, dass sich deine Wirbelsäule offensichtlich noch positiv in Richtung Korrektur bewegen kannst - das spricht auch für die konservative Behandlung.
Weiters ist ein Pluspunkt, wenn man behaupten kann, dass man mit dem Korsett schmerzfrei(er) ist, das ist für den Patienten ja auch ein wichtiger Faktor.
Weiters ist ein Pluspunkt, wenn man behaupten kann, dass man mit dem Korsett schmerzfrei(er) ist, das ist für den Patienten ja auch ein wichtiger Faktor.
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Shulk
- treues Mitglied

- Beiträge: 253
- Registriert: So, 01.04.2012 - 23:02
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Fehlhaltung durch Sehschwäche
Schmerzen im Lendenbereich
Schmerzen Schulter-Halsbereich - Therapie: KG + Heimübungen,
1) Rahmouni-Korsett 22.10.2013 (ohne Reklimation)
2) Rahmouni-Korsett 07.05.2018 (mit Reklimation)
3) Rahmouni-Korsett 11.06.2019 (mit Reklimation, entfernt 2022)
4) Rahmouni-Korsett 18.12.2023 (ohne Reklimation)
Reha Bad Sobernheim Februar 2015
Re: Argumente für Widerpspruchsbegründung Krankenkasse
Ich finde es eine Unverschämtheit, wenn sich eine Krankenkasse, deren Mitarbeiter ja keine Ärzte, schon gar keine Fachärzte sind sich rausnehmen zu beurteilen, was die bessere Behandlung ist. Darf man fragen bei welcher Krankenkasse du bist?
Also ich bin bei der TK (Techniker Krankenkasse) und da kam binnen weniger Tage die Kostenzusage. Das ließt man hier auch relativ oft, dass die TK sehr kooperativ ist und einem keine unnötigen Steine in den Weg legt.
Ansonsten würde ich sagen, dass du medizinischer Laie bist und auf das Urteil des Arztes vertraust der in Sachen Wirbelsäule weit über Leonberg / Stuttgart hinaus einen ausgezeichneten Ruf genießt und die Leute von ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland anreisen um sich bei ihm behandeln zu lassen. Argumentieren kann man wohl sonnst nur mit zu vermutenden Langzeitfolgen die dann noch mehr Kosten verursachen und dass er Arzt dir das Für und Wider zum Korsett dargelegt hat und du die Argumentation schlüssig findest.
Also ich bin bei der TK (Techniker Krankenkasse) und da kam binnen weniger Tage die Kostenzusage. Das ließt man hier auch relativ oft, dass die TK sehr kooperativ ist und einem keine unnötigen Steine in den Weg legt.
Ansonsten würde ich sagen, dass du medizinischer Laie bist und auf das Urteil des Arztes vertraust der in Sachen Wirbelsäule weit über Leonberg / Stuttgart hinaus einen ausgezeichneten Ruf genießt und die Leute von ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland anreisen um sich bei ihm behandeln zu lassen. Argumentieren kann man wohl sonnst nur mit zu vermutenden Langzeitfolgen die dann noch mehr Kosten verursachen und dass er Arzt dir das Für und Wider zum Korsett dargelegt hat und du die Argumentation schlüssig findest.
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marieschen
- Vielschreiber

- Beiträge: 781
- Registriert: Di, 10.11.2009 - 14:44
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Rechtskonvexe BWS Skoliose 60°
Linkskonvexe LWS Skoliose 30°
Coxa valga et antetorta - Therapie: Erwachsenen Korsett seit 2011
Sanomed Korsett seit 2015
Kg nach Schroth
Rehas in Bad Sobernheim - Wohnort: Hamburg
Re: Argumente für Widerpspruchsbegründung Krankenkasse
Hallo,
ich würde einfach deine Situation schildern und was du dir von dem Korsett erhoffst. Wie eben Schmerz und Beschwerdefreiheit im Alltag. Und eben dass sich deine Situation nicht verschlechtert, dass du alles versuchen möchtest ohne eine Op. Zum Erhalt deiner arbeitsfähigkeit bzw. Vermeidung krankheitsbedingter längerer Arbeitsausfälle.
Wenn du deine Beschwerden/Schmerzen beschreibst, tu das ruhig ein wenig "doller", also selber deine Problme nicht klein reden.
Liebe Grüße und viel Erfolg
Marieschen
ich würde einfach deine Situation schildern und was du dir von dem Korsett erhoffst. Wie eben Schmerz und Beschwerdefreiheit im Alltag. Und eben dass sich deine Situation nicht verschlechtert, dass du alles versuchen möchtest ohne eine Op. Zum Erhalt deiner arbeitsfähigkeit bzw. Vermeidung krankheitsbedingter längerer Arbeitsausfälle.
Wenn du deine Beschwerden/Schmerzen beschreibst, tu das ruhig ein wenig "doller", also selber deine Problme nicht klein reden.
Liebe Grüße und viel Erfolg
Marieschen
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15227
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Re: Argumente für Widerpspruchsbegründung Krankenkasse
Hallo Sherlock,
Ein Erwachsenen-Korsett ist schon eine besondere Sache. Man sollte hier genau wissen, auf was man sich einläßt.
Es gibt unter den Fehlstellungs-Spezialisten schon Kritiker dieser Therapie (Bad Salzungen, Bad Sobernheim), aber in erster Linie deswegen, weil deren praktische Erfahrung häufig von einer nicht ausreichend konsequenten Therapie des Patienten ausgehen muss. Dazu kommt die Vernachlässigung der gezielten aktiven Muskelpflege, die immer dazu gehören sollte. Allerdings wird da auch nochmal unterschieden, was das Alter angeht. Mit 22 Jahren gehörst Du dort noch zu den jungen Erwachsenen bis ca. 29 Jahre, bei denen je nach Indikation ein Korsett erfolgreich sein kann.
Mit diesem Hintergrundwissen solltest Du gezielt gegenüber der Krankenkasse argumentieren:
Mit Deinen 22 Jahren bist Du sicher, dass Du mit einer konsequenten Korsett-Therapie noch viel erreichen kannst und Dich über die Folgen in der täglichen Praxis ausführlich informiert hast. Ausserdem strebst Du eine Schroth-REHA an, um damit eine möglichst optimale konservative Therapie zu erreichen. (Unabhängig davon, dass es noch andere zusätzliche Therapien gibt)
Du hast Angst nicht nur vor dem Risiko der OP selbst, sondern auch vor den langfristigen Folgen einer versteiften Wirbelsäule.
Gruß
Klaus
Im Augenblick gibt es wohl noch ein Sonderkündigungsrecht, wenn Deine Krankenkasse nicht die Techniker sein sollte und ab 2015 einen Zusatzbeitrag erhebt. Die Techniker erhebt zwar auch 0.8 %, ist aber nicht nur aus eigener Erfahrung eine gute Wahl. Hier liest man tatsächlich öfter davon.Shulk hat geschrieben:Also ich bin bei der TK (Techniker Krankenkasse) und da kam binnen weniger Tage die Kostenzusage. Das ließt man hier auch relativ oft, dass die TK sehr kooperativ ist und einem keine unnötigen Steine in den Weg legt.
Wenn es um eine ganz persönliche Begründung gehen sollte:Sherlock hat geschrieben:....doch meine Krankenkasse möchte auch noch eine Begründung von mir.
Ein Erwachsenen-Korsett ist schon eine besondere Sache. Man sollte hier genau wissen, auf was man sich einläßt.
Es gibt unter den Fehlstellungs-Spezialisten schon Kritiker dieser Therapie (Bad Salzungen, Bad Sobernheim), aber in erster Linie deswegen, weil deren praktische Erfahrung häufig von einer nicht ausreichend konsequenten Therapie des Patienten ausgehen muss. Dazu kommt die Vernachlässigung der gezielten aktiven Muskelpflege, die immer dazu gehören sollte. Allerdings wird da auch nochmal unterschieden, was das Alter angeht. Mit 22 Jahren gehörst Du dort noch zu den jungen Erwachsenen bis ca. 29 Jahre, bei denen je nach Indikation ein Korsett erfolgreich sein kann.
Mit diesem Hintergrundwissen solltest Du gezielt gegenüber der Krankenkasse argumentieren:
Mit Deinen 22 Jahren bist Du sicher, dass Du mit einer konsequenten Korsett-Therapie noch viel erreichen kannst und Dich über die Folgen in der täglichen Praxis ausführlich informiert hast. Ausserdem strebst Du eine Schroth-REHA an, um damit eine möglichst optimale konservative Therapie zu erreichen. (Unabhängig davon, dass es noch andere zusätzliche Therapien gibt)
Du hast Angst nicht nur vor dem Risiko der OP selbst, sondern auch vor den langfristigen Folgen einer versteiften Wirbelsäule.
Gruß
Klaus

