dr.Hoffmann

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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tannia
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dr.Hoffmann

Beitrag von tannia »

Hallo ,
habe eine kurze Frage.Ich habe nächsten Monat meinen ersten Termin bei Dr. Hoffmann in Stuttgard und weiß nicht wieviel Zeit ich da einplanen muss ,da ich mit dem Zug aus Düsseldorf anreise und gerade meine Rückfahrt buchen möchte. Hat jemand von Euch da vielleicht schon eine Erfahrung zeitlich und auch was da an Untersuchungen auf mich zukommt?
Vielen Dank und liebe Grüsse
Tanja
Joy
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Joy »

Hey,

ich schätze mal, dass du einen Termin bei Rahmouni hast und ihr dann mit dem Shutle-Bus nach Leonberg zu Dr. Hoffmann geht?

Also ich wurde geröntgt, dann wurde alles besprochen. Weil ich in der Nähe von Leonberg wohne, haben wir einen extra Termin bei Rahmouni ausgemacht: dawurde ich eingegipst und durfte mir ein Muster aussuchen -sonst war da nicht so großartig viel...

Aber ich denke das dauert evt. so 3h? Aber da bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher, vielleicht weiß ein anderer user noch mehr über die Dauer.

Viel Erfolg bei deinem Termin,
Joy
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Pseudonym71
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Pseudonym71 »

Ich verstehe es so, dass das Dein erster Termin zur Einschätzung überhaupt ist.?

Vielleicht ist es da ganz sinnvoll Du nimmst einen späten Zug zurück von Stuttgart und verbummelst eventuelle überschüssige Zeit in der Königstrasse.
Als ich bei Dr Hoffmann war kam ich fast eine Stunde zu früh dort an (war eh ein früher Termin), gewartet hab ich aber genau gar nicht, sondern wurde gleich geröntgt, dann Gespräch und schwupps war ich fertig zu der Zeit als ich eigentlich Termin gehabt hätte. Allerdings war ich Korsett Kandidat und durfte gleich noch nach Stuttgart zu Rahmouni fahren, so dass doch ein paar Stunden insgesamt angefallen sind.
Ich glaube dass bei Dr. Hoffmann so viel los ist dass Dir keiner sagen kann wie lange es dort dauert.
Aber bevor Du nochmal extra zu Rahmouni fahren musst (keine Ahnung ob das bei Dir überhaupt Thema ist), nimm Dir lieber Zeit.
tannia
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von tannia »

Vielen Dank schonmal,
es ist tatsächlich mein allererster Termin .Ich habe kein Korsett und weiß auch nicht, ob das eine Option für mich wäre.Ich bin 43 und habe seit meiner Jugend Probleme mit der Bws, es blockieren die Rippenwirbelgelenke und bekomme dann ganz schlimme Herzstiche .Anfangs habe ich dann
Herztabletten bekommen weil keiner rausgefunden hat ,daß es eigentlich vom Rücken kommt (als Jugendliche echt traurig)
Habe die ganzen Jahre viel ausprobiert, KG an Geräten, MT , Osteophatie ,Chiro....
Beim MRT wurde mir dann nur gesagt, das ich einen Scheuermann habe mit den Deckplatteneinbrüchen und sich dardurch die Statik so verändert, daß in der Bws immer eine Überbelastung habe.
Habe aber einen Flachrücken und Übungen gehen nach hinten los ,bekomme dann schnell Endzündungen in den Gelenken.Ich finde es sehr schwierig, wenn man selbst nicht so viel machen kann.Aber finde Für Dauerschmerzen ist es noch zu früh :)
Deshalb fahre ich zu Dr Hoffmann ,um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, meine Situation zu verbessern.Es ist so ein Termin ,wo ich 65euro selber zahlen muss aber weiß nicht genau, was dort für Untersuchungen gemacht werden .
Überlege ob ich dann eine Nacht dort bleibe, sonst sitze ich 8 std im Zug und bin erst Nachts wieder zu Hause.
Hoffe nicht, das es nur ein normaler 10min Termin ist für den ganzen Aufwand.
Bin schon sehr gespannt wie es wird viele Grüsse Tanja
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Klaus
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Klaus »

Hallo tannia,
Beim MRT wurde mir dann nur gesagt, das ich einen Scheuermann habe mit den Deckplatteneinbrüchen und sich dardurch die Statik so verändert, daß in der Bws immer eine Überbelastung habe.
Habe aber einen Flachrücken und Übungen gehen nach hinten los
Auch wenn Du einen Termin beim Spezialisten hast, macht es viel Sinn, sich vorher mit der Situation konkret zu beschäftigen.

Der Scheuermann ist nur ein abgelaufener Auslöser für Veränderungen der Wirbelsäule. Bei Morbus Scheuermann hat man es in der Regel mit BWS Hyperkyphose (Rundrücken), LWS Hyperlordose (Hohlkreuz) und oft geringer begleitender Skoliose zu tun. Wenn hier aber von Flachrücken die Rede ist, wäre meine Frage, wie denn die gesamte Wirbelsäule nach Deiner Meinung aussieht?
Es ist so ein Termin ,wo ich 65euro selber zahlen muss aber weiß nicht genau, was dort für Untersuchungen gemacht werden .
Ausser der Röntgen-Wirbelsäulen-Ganz-Aufnahme von vorn und von der Seite wird auch festgestellt wie beweglich Du bist bzw. wie groß der Anteil von Fehlhaltung an der Fehlstellung ist. Das ist ein wichtiger Faktor für die Einschätzung von konservativen Behandlungsoptionen, wie Schroth KG oder auch Korsett. Ein Korsett sollte allerdings nach entsprechender Indikation gut überlegt sein.
Hoffe nicht, das es nur ein normaler 10min Termin ist für den ganzen Aufwand.
10 Minuten sollten es nicht sein, aber es könnten gefühlte 10 Minuten werden, wenn man unvorbereitet die Sprechstunde aufsucht.

Gruß
Klaus
tannia
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von tannia »

Hallo Klaus,
wie meinst Du das, unvorbereitet in eine Sprechstunde zu gehen ?
Wüsste nicht, wie ich mich mehr auf so einen Termin vorbereiten sollte.
Mir wurde erklärt, dass je nachdem in welchem Bereich die Einbrüche der Deckplatten sind (also eher Richtung hinten Rücken oder eher vorne Richtung Brust) sich die Bws zum Rundrücken entwickelt oder eher zum Flachrücken.
Durch den Fachrücken stehen meine Schulterblätter sehr hervor , ansonsten habe ich eine leichte Skoliose und ein leichtes Hohlkreuz .
Bin sehr gespannt, ob Dr. Hoffmann eine Idee hat, wie ich meine Situation verbessern kann weil ich eben nicht die typischen Merkmale habe.
Ich hoffe es sehr.
Viele Grüsse Tanja
Pseudonym71
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Pseudonym71 »

Ich drücke Dir ganz arg die Daumen dass Dir geholfen werden kann.
Sicher bist Du bei Dr. Hoffmann bei einer der besten Adressen dafür.

Gruß
Andrea
Saphira
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Saphira »

Hallo tannia,

mit auf den Termin vorbereiten meinte Klaus wahrscheinlich zum einen, dich zu informieren (was du ja bereits tust) und zum anderen, dir Fragen zu notieren und diesen Fragezettel mit zu Dr. Hoffmann zu nehmen. Sonst vergisst man in der Aufregung in der Sprechstunde gerne mal einiges, wo einem hinterher, wenn man draußen ist einfällt, ach, das wollte ich ja auch noch fragen. Und deshalb vorher einfach deine Fragen auf einem Zettel notieren und den mitnehmen, damit du nichts vergisst und dir dann auch während der Sprechstunde stichwortartig Notizen machen zu deinen Fragen ;) . Damit solltest du eigentlich gut vorbereitet sein und der Termin hoffentlich effektiv für dich verlaufen ;) . Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und viel Erfolg bei deinem Termin.

Grüßle,

Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.
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Klaus
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Klaus »

Hallo tania,
wie meinst Du das, unvorbereitet in eine Sprechstunde zu gehen ?
Wüsste nicht, wie ich mich mehr auf so einen Termin vorbereiten sollte.
Saphira hat das schon gut beschrieben.
Ich meinte allerdings auch die aktuelle bekannte Situation.
Durch den Fachrücken stehen meine Schulterblätter sehr hervor , ansonsten habe ich eine leichte Skoliose und ein leichtes Hohlkreuz .....weil ich eben nicht die typischen Merkmale habe.
Du bist Dir also klar darüber, dass es tatsächlich nicht typisch ist.
Rundrücken, Hohlkreuz und geringe (leichte) Skoliose wäre eher die Regel.
Dazu muss man wissen, dass die Wirbelsäule immer den Ausgleich versucht (was nicht immer gelingt). Also in der Regel zur "leichten" Hyperlordose die "leichte" Hyperkyphose. Wenn es die nicht gibt und sogar ein Flachrücken (Hypokyphose) vorhanden ist, könnte z. Bsp. in der HWS eine Fehlstellung vorhanden sein. Es gibt da nämlich das Prinzip, dass der Kopf im Lot zum Knie stehen möchte. Danach kann man vieles erklären. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, dass man nicht im Lot steht, dann wird es kompliziert. Genauso kompliziert, wenn der Scheitel der normalen BWS Kyphose nicht in der Mitte (ca.) der BWS liegt.

Bei Deiner Situation muss man sich wohl mit diesen Zusammenhängen zumindest gedanklich vorweg beschäftigen. Ich jedenfalls verstehe nicht nur meine eigene komplizierte Situation so besser, sondern generell unterschiedliche Situationen. Bei meinem ersten Spezialisten Besuch bei Dr. Steffan, damals in Bad Salzungen, hätte mir das jedenfalls sehr gut geholfen, um aus den gefühlten 15 Minuten auch tatsächliche gute 30 Minuten zu machen. ;)

Gruß
Klaus
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Lego66
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4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil

Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Lego66 »

Hallo Tannia,

mach dich nicht verrückt vor dem Termin, es werden sicher noch einige folgen! Kein Mensch kann schon als Superprofi in das erste Gespräch gehen. Außer Klaus natürlich... (kleiner Scherz, Klaus ;) ).

Allerdings würde ich es auf jeden Fall so machen wie Saphira es empfohlen hat. Damit hast du die Chance wenigstens deine wichtigsten Fragen anzusprechen. Das kann nämlich in der Tat alles ganz schön fix gehen.
Ich hatte mich vor dem ersten Termin gut ins Forum eingelesen und soweit möglich in das Thema atypischer Scheuermann. Danach sieht es bei dir wegen des Flachrückens ja in der Tat auch aus. Leider liest man sehr wenig darüber und es geistert auch immer noch viel Blödsinn im Netz rum, wie etwa dass der Scheuermann nach der akuten ersten Phase in der Jugend keine Probleme mehr bereitet. Ich selbst bin das beste Gegenbeispiel.

Aus meiner Sicht wäre es ratsam, dass du dir schonmal vorab die Frage stellst, ob ein Korsett für dich in Frage käme. Bei meinem ersten Termin stand für mich fest, dass ich es versuchen würde, wenn Dr. Hoffmann eine Chance sieht dass sich meine Schmerzen dadurch verringern lassen. Ich wusste, es hatten absolut alle anderen Therapien nichts gebracht und habe das im Gespräch auch sehr deutlich gemacht. Ich wollte endlich mal ein Ergebnis, eine echte Verbesserung.
Dr. Hoffmann fing dann von einem Korsett an und der Möglichkeit, dass die Versicherung die Kosten nicht trägt. Da ich von dem Problem schon im Forum gehört hatte, war ich darauf vorbereitet und habe ihm gesagt, dass mir egal ist, was die Versicherung sagt und dass ich im Notfall die Behandlung selbst zahle. So hatte ich mich entschieden, denn wichtig war mir was Dr. Hoffmann empfiehlt! Und so kam es, dass ich eine halbe Stunde später im Shuttle nach Stuttgart saß und zum Eingipsen fuhr. Und obwohl ich dachte , ich wäre gut vorbereitet in den Termin gegangen, stand ich echt unter Schock.

Inzwischen trage ich seit zweieinhalb Jahren Korsett und habe es bislang nicht bereut.
Also nimm dir genug Zeit wenn das für dich eine Option ist und plane eine Übernachtung ein. Damit sparst du dir ggf. eine neue Anreise zum Eingipsen. Übrigens lohnt es sich mal die Preise der Bahn mit denen für Flüge zu vergleichen. Ich fliege von Hannover für etwa 130,- Euro hin und zurück. Inzwischen morgens um 8:30 hin, 11:00 Termin bei Dr. Hoffmann, mit dem Shuttle zu Rahmouni und um 18:30 mit dem überarbeiteten Korsett wieder zurück. Trotz der Entfernung zum Flughafen nach Hannover von einer Stunde ist das die preiswerteste und schnellste Verbindung.

Ich wünsche dir einen erfolgreichen Termin und eine nicht allzu anstrengende Reise! Berichte mal wie es dir ergangen ist.

LG, Gaby
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Sandy_96
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Sandy_96 »

Darf ich meine Frage mal anhängen?

Wie lange hat denn das Gespräch mit Dr. Hoffmann ansich gedauert? Also das 1. ?
Also mal ohne Rahmouni und Röntgen usw.
Und wie rechtfertigen die diesen hohen Betrag den man zahlen soll?
Grüßle
Sandra
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Klaus
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Klaus »

Hallo Lego66,
Kein Mensch kann schon als Superprofi in das erste Gespräch gehen. Außer Klaus natürlich... (kleiner Scherz, Klaus ;) ).
Was ist ein Scherz, dass ich Superprofi bin ? :lach:

Aber Du hast schon Recht, es dauert schon eine Weile bis man sein eigener Superprofi wird. Die User sind schon so unterschiedlich, dass man nie weiß, wie schnell und gern konkrete Informationen aufgenommen werden. Ich denke ja immer, dass man bei einem 1. Gespräch wenigstens die grundsätzlichen Definitionen von Fehlstellungen kennen sollte. Also hier in diesem Unterforum die Tatsache, dass es eine natürliche LWS Lordose und BWS-Kyphose gibt, die sich verstärken und dann in eine Hyperlordose und Hyperkyphose übergehen können. Und dass man auch an Veränderungen in der natürlichen HWS Lordose denken muss.
Sicherlich auch noch die Tatsache, dass daraus ganz unterschiedliche bzw. atypische Situationen entstehen können. Du bist ja das beste Beispiel dafür.

Gruß
Klaus
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Klaus »

Hallo Sandy,
Und wie rechtfertigen die diesen hohen Betrag den man zahlen soll?
Gehe mal davon aus, dass die Krankenkasse eine Beratungszeit von ca. 8 Minuten bezahlt. Alles was darüber geht, muss also privat abgerechnet werden, wenn der Arzt nicht durch andere private zusätzliche Leistungen einen Ausgleich schafft.
Bislang haben wohl die wenigsten genau auf die Uhr geguckt, aber in den meisten Fällen war von ausführlichem Gespräch die Rede.

Gruß
Klaus
minimine
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von minimine »

Hallo Sandy,

ergänzend zu Klaus ist sicher noch zu sagen, dass bei "normalen" Orthopäden eben sehr viele verschiedene Erkrankungen auftauchen, mal mit mehr und mal mit weniger intensiven Beratungen/Diagnosen, so dass es sich bei diesen wieder ausgleicht. Dr. Hoffmann hat aber anscheinend sehr viele Skoliose-Patienten (woran das Forum ja nicht ganz unschuldig ist :) ) und gerade bei Erst-Diagnosen dauert die Untersuchung bzw. das Gespräch doch bestimmt länger.

Du hattest nun ja schon mal ein Korsett, warst schon zur Reha und weißt bestimmt auch schon, was denn eine Skoliose überhaupt ist - unterstelle ich jetzt mal. ;) Von daher dauert so ein Gespräch bestimmt nicht ganz so lange, wie wenn jemand das allererste Mal überhaupt das Wort Skoliose hört und die nächsten Jahre seines Lebens in einem Plastikpanzer verbringen soll.
Außerdem kommt es sicher auch immer darauf an, was man selbst an Fragen hat bzw. wie "ernst" die Diagnose ist.

Bei mir war es ähnlich wie bei dir, ich hatte schon ein Korsett von einem anderen Techniker, war bereits 2 mal zur Reha, hatte allerdings eine OP-Empfehlung vom vorherigen Behandler. Das war vor allem der Wechselgrund. Bei mir musste er daher auch nicht bei Adam und Eva anfangen. Ich würde daher sagen, die Behandlungsdauer war normal. Allerdings waren nun mal alle Fragen geklärt, warum hätte es dann länger dauern sollen.
Mittlerweile war ich schon ziemlich oft bei ihm, mal hat er sich mehr Zeit genommen, mal weniger. Aber ich bin noch nie mit offenen Fragen raus gegangen. Ja, ich war schon bei Ärzten, die sich mehr Zeit genommen haben, die z.B. länger gebraucht haben, das Röbi zu vermessen, die sich rein auf die mitgebrachten Berichte gestürzt haben und die erstmal gelesen haben anstatt sich selbst ein Bild zu machen (hat ja immer Vor- und Nachteile) etc. pp. Letztendlich spielt doch die eigentlich genommene Zeit keine Rolle, solange man mit einer ordentlichen Diagnostik, einer vernünftigen und logischen Behandlung rausgeht und zumindest für den Moment keine Fragen mehr offen hat.

Mensch, du hast einen der besten Skoliose-Spezialisten überhaupt direkt vor der Haustüre. Andere fliegen dafür einmal um den ganzen Globus. Die 65 Euro sind einmalig. Vielleicht kannst du das Geld ja doch irgendwie auftreiben.
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Sandy_96 »

Huhu Minimine,

danke für deine Antwort :) Ich schreibe mal in meinem Thread weiter, habe das Gefühl langsam hier alles zuzuspamen^^

viewtopic.php?p=1082557#p1082557
Grüßle
Sandra
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Klaus
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Klaus »

Sandy_96 hat geschrieben:Ich schreibe mal in meinem Thread weiter, habe das Gefühl langsam hier alles zuzuspamen^^
Es ist wirklich schwierig mit Dir, wenn Du mittlerweile in 3 Threads gleiche Themen erörterst.

Ich habe keine Lust, überall gleich zu antworten. Was Dr. Hoffmann angeht, ist man natürlich neuer Patient, wenn man das erste Mal dort ist.
Wäre für mich verständlich, dass 65 € fällig werden, wenn er sich mit Deiner Situation erst einmal ausführlich auseinander setzen muss, um Dir z. Bsp. ein Korsett zu verordnen. Immerhin hat er eine Mit-Verordnung dafür.
Kannst ja dort nachfragen, ob bei einem ausschliesslichen Wunsch nach einem neuen Korsett auch die Zuzahlung zu leisten ist.

Gruß
Klaus
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Lego66 »

Hallo Klaus,

Nie würde ich es wagen... ;D Du bist DER Superprofi! Und du machst einem so ein herrlich schlechtes Gewissen, wenn man die eigene Diagnose betreffend noch etwas im Dunkeln tappt. Ich bin durch dich inzwischen zumindest auf dem Weg mein "eigener Superprofi" zu werden. Den Job kann nämlich kein Anderer für mich machen! :ja:

Gruß,
Gaby
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von tannia »

Also ,
mein Zug nach Stuttgart ist gebucht mit Übernachtung!
Dann muss ich mir zumindest keine Gedanken mehr über den Zeitfaktor machen.Ehrlich gesagt habe ich gar nicht so viele Fragen, weil ich mich die letzten 10 Jahre ziemlich intensiv mit meinem Rücken beschäftigen musste,und somit meine Situation ganz gut kenne.
Meine größte Frage ist eigentlich, ob in meinem Fall ein Korsett Sinn machen könnte um Schmerzen zu lindern , oder ich dafür nicht geeignet bin ,und dass kann mir Dr. Hoffmann sicher sagen, hoffe ich.

Gaby, kennst du denn auch solche Herzstiche oder hast du ganz andere Auswirkungen ?
Soll dein Korsett denn entlastend wirken, oder was hat es für eine Aufgabe wenn es nicht korrigiert ?
Bin sehr gespannt
viele Grüsse
Tanja
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Re: dr.Hoffmann

Beitrag von Lego66 »

Hallo Tanja,

der Springende Punkt für Dr. Hoffmann ist sicher auch, wie hoch dein Leidensdruck ist. Ohne den entsprechenden Leidensdruck bei dir zu erkennen, wird er dir kein Korsett empfehlen. Der Flachrücken ist sehr schwer mit einem Korsett zu therapieren und man darf keine Wunder über Nacht erwarten. Man muss schon wild entschlossen sein etwas an seiner Situation verbessern zu wollen. Sonst schafft man die harte Zeit der Eingewöhnung nicht.

Die Wirbelblockaden lösen bei mir, je nachdem wo sie gerade Sitzen, heftige Herz-Rhythmus-Störungen aus. Auch ist der Schmerz, wenn die Wirbelgelenke mit Beteiligung der Rippen blockieren, Herzstichen (bis hin zum Infarktverdacht) sehr ähnlich.
Außerdem lösen die Blockaden in der oberen BWS und der HWS Kopfschmerzen, Schwindel, Kiefergelenkschmerzen und Ohrengeräusche bei mir aus. Je nachdem wo sie gerade toben.

Mein Korsett soll in erster Linie stabilisieren und entlasten. Da wo das Korsett hinkommt, ist die Anzahl und die Schwere meiner Blockaden inzwischen nach über zwei Jahren (mit 22 Stunden Tragezeit und extrem viel guter Physio) deutlich zurück gegangen. Und das Thema Entlastung (der vorderen Wirbelkanten, die aufeinander scheuern) funktioniert inzwischen auch. Das war nämlich der zermürbende Dauerschmerz.
Das Korsett korrigiert im Übrigen sehr wohl. Ich stehe ganz anders im Lot, mein Brustkorb hat sich geweitet, das Brustbein hat sich gehoben, die Wirbelzwischenräume sind wohl auch etwas größer etc.. Eben nur alles nicht so konkret nachzumessen wie bei einer Skoliose oder einer Hyperkyphose.

Das Korsett befreit mich von einem Großteil der Schmerzen (und damit vom Voltaren-Konsum) und hat mich wieder "alltags-tauglicher" gemacht. Außerdem kann es wohl die degenerativen Prozesse (Osteochondrose, BS-Vorfälle, Gleitwirbel) in der WS verlangsamen oder aufhalten, wenn auch nicht rückgängig machen.

Klaus hat mich zu dem Thema in meinem ersten Beitrag (unter "andere WS-Deformitäten", "konkrete Diagnose") schonmal ziemlich auseinander genommen (stimmts, Klaus? :lach: ). Ist eventuell für dich ganz interessant.

Ich drück dir die Daumen für den Termin.

LG,
Gaby
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