Vielen Dank Dr.Trobisch für ihre Sichtweise.
Ich verstehe nur das mit der Querschnittslähmung gerade nicht. Die User hier sprechen hier von Querschnittslähmung nach Operation und Sie von generellem Risiko einer Querschnittslähmung bei Skioliosen und auch nach Oparationen. Habe ich das richtig gelesen/verstanden?
Mich würde interessieren, wie nach einer Operation es mit der "Beweglichkeit" der Rippen aussieht. Einige Patienten haben danach Beschwerden (Kurzatmigkeit, Engegefühl), der Grund sei die Einschränkung der Beweglichkeit der Rippen durch die Versteifung. Diesen Punkt habe ich bisher am häufigsten gelesen, neben Gefühlsstörungen (auch bleibende) an den Narbengegend. Dazu kommen Schmerzen, die häufig auf die Muskulatur zurückzuführen sind. Und darauf folgen späteren Zeitpunkts Beschwerden mit den Bandscheiben im nichtversteiften Bereich.
Was mich am meisten an dem OP-Thema stört ist, dass es keine Langzeiterfahrungen (mir ist bewusst dazu muss es auch Patienten mit solchen Operationen geben und es muss einige Zeit vergangen sein) gibt. Wie sieht es mehrere Jahrzehnte nach der Operation aus? Ich habe gelesen es soll auf Dauer eine Art Kartei angelegt werden zu Wirbelsäulenoperationen für Langzeitoperierte, um zu sehen wie es genauer aussieht zu den Unoperierten, da es dazu keine flächendeckende Erfahrungen gibt. Und ich spreche hier nicht von 10-15 Jharen, sondern mehr.
Komplikationen wie Infektion, etc...: Kommt vor - in ca. 5% (früh- und spätinfektionen), lassen sich aber in der Regel relativ gut behandeln und haben keine Auswirkung auf den Langzeiterfolg.
Naja, als Patient nach einer Operation egal welcher Art will ich sowas nicht noch als Zusatzbelastung haben. Ich will hier keine Hygiene-Diskussion beginnen, hier in Deutschland ist aber Krankenhaushygiene-Management immernoch ein Thema in Kinderschuhen (nicht nur bei multiresistenten Keimen).
Schroththerapie: Häufig als ein MUSS hier im Forum erwähnt. Schroth schadet bestimmt nicht, aber für eine nachhaltige Verbesserung gibt es keinen adäquaten wissenschaftlichen Nachweis. Böse Zungen behaupten, dass man durch Schroth nur lernt, beim Röntgen gerade zu stehen.
Manche Dinge denke ich lassen sich nicht wissenschaftlich belegen, dennoch haben sie Erfolg. Erfahrungswerte.
Gute Operateure betreuen ihre Patienten auch nach der OP. Bei Skoliosepatienten häufig sogar ein Leben lang.
Können Sie hierfür Gründe nennen bei Operierten?
Meine letzten Gedanken, häufig wird eine solche Operation als Spaziergang hingestellt. Nach einer Woche Krankenhaus ist die Sache rum. Allerdings hat man, besonders im ersten Jahr viele Einschränkungen hinzunehmen. Wenn alles gut geht kann man anschliessend ein fast normales Leben (Einschränkungen der Beweglichkeit je nach Versteifungsstrecke) führen in meinen Augen, Frauen können Kinder bekommen usw.
Als letzter Punkt, wie sieht die OP-Empfehlung aus bei bestimmten Vorerkrankungen in der Familie, inwieweit gibt es dazu Erkenntnisse, darauf ist bei mir noch kein Arzt weitereingegangen.