PDA & Facetteninfiltration

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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seniorin
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PDA & Facetteninfiltration

Beitrag von seniorin »

Hallo liebe Leute,

vorgestellt hatte ich mich bereits vor ein paar Tagen :halloatall: ...meine sich gerade nicht einstellenwollende Müdigkeit lässt mich jetzt, zu nachtschlafender Zeit (ich hoffe, dass viele von Euch momentan in süssen Träumen schwelgen :angel: ), meine ERSTE Frage stellen.

Vor 2 Wochen wurde mit mir in unserer ORTHOPÄDISCHEN KLINIK ein Informationsgespräch über diese PDA plus Facetteninfiltration geführt. Eine Oberärztin teilte mir mit, dass ich zusätzlich zu meinen ausgeprägten Spondylarthrosen und meinem Facettengelenk-Syndrom auch noch einen aktuellen Bandscheibenvorfall an der LWS habe. Und da sich ausser meiner chronischen Beschwerden nun auch noch im Dezember 2012 dieser zusätzliche akute Schmerz hinzugesellt hatte, würde sie mir sehr zu dieser Schmerztherapie raten.

Vor dem Arztgespräch wurde mal wieder von mir bei Wiki gegoogelt. Da heisst es, Voraussetzung einer PDA wäre eine intakte Wirbelsäule!

Meine Bedenken, hinsichtlich der Skoliose, teilte ich ihr mit. Da sähe sie kein Problem...auch nicht wegen meiner partiellen Ankylose am li. ISG. Meine Ängste liegen bei den eventuell mehrfach unnötigen Versuchen, die Nadel zwischen den starken Verknöcherungen richtig setzen zu können :gruebel:

Vielleicht kann mir ja jemand von Euch ein wenig weiterhelfen? Das wäre toll :)

Herzliche Nacht-Grüsse
Seniorin
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Silas
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Re: PDA & Facetteninfiltration

Beitrag von Silas »

Erfahrene Ärzte können auch bei Deinem Krankheitsbild eine adäquate Behandlung durchführen.

Die Frage ist nur, ob PDA und Facetteninfiltration Dein Problem löst. Sicher wird das eine vorübergehende Erleichterung bringen, aber wahrscheinlich hält das nur eine begrenzte Zeit an.

Ich denke, da muss ein ganzheitliches Programm her, dass ein Schmerztherapeut zusammenstellen kann.
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
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Re: PDA & Facetteninfiltration

Beitrag von seniorin »

Ob ich mit meinem Bauchgefühl richtig liege, weiss ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, jedenfalls hatte ich mich, nachdem ich 2 Nächte drüber schlief, vorerst dagegen entschieden.

Da ich, wie bereits an anderer Stelle schon erwähnt, im April bei Dr. Verres vorstellig werde, möchte ich eigentlich nur noch bis zu diesem Zeitpunkt, schmerztechnisch gesehen, durchhalten.
Das mag sich vielleicht dumm lesen...nun ja, das ist eben so 'ne Sache mit dem Bauchgefühl :nixweiss:

Deine Antwort traf auch so in etwa meinen Bauch, liebe Silas - Danke :)
Elresi
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Re: PDA & Facetteninfiltration

Beitrag von Elresi »

Herzlich willkommen seniorin,
ich gehöre auch zu den Oldies, wurde aber mit 13 Jahren operiert. Die Schmerzen in den vergangenen Jahren ( diverse Diagnosen im LWS-Bereich) konnte ich bisher gut mit KG reduzieren, ich war auch 2006, noch berufstätig, in Bad Salzungen und erlernte KG nach Schroth.Vor 2 Jahren hatte ich noch eine amb. Reha an meinem Wohnort.
Vielleicht kannst Du die Schmerzen noch ohne minimal-invasiven Eingriff behandeln, ich wünsche es Dir!
Hier im Forum bist Du jedenfalls gut aufgehoben.
Liebe Grüße, Elresi
seniorin
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Re: PDA & Facetteninfiltration

Beitrag von seniorin »

Liebe Elresie,

ich möchte auch Dir von Herzen für Deine Antwort danken :)

Es tut gut, gerade jetzt, da mir als !älterer Mensch! noch gar nicht lange bewusst ist, zu den Skoliotikern zu gehören, solch aufbauende Worte zu lesen.

Dann wären wir ja sowas wie eine Familie ;) ...und die sollte wohl auch zusammenhalten :trost: :unterhalt: :handshake: :laola2:

Allerdings ist die Rollenverteilung, was meinen Wissensstand über das Leben mit Skoliose bereits schon in sehr jungen Jahren und all den damit verbundenen Sorgen & Ängsten angeht, als NEU - OLDIE - Familienmitglied, sehr mager.
Nun, ich bin lernfähig und habe mir von den Küken und Teenies und deren Eltern, während der vergangenen Wochen, viele wertvolle Informationen angelesen, die natürlich auch die unterschiedlichsten Emotionen in mir ausgelöst haben.

Im Gegensatz zu mir, Elresie, bist Du als ganz junges Mädel mit dieser Erkrankung und den dazugehörigen Notwendigkeiten konfrontiert worden...wir stammen aus einer Generation...doch Du bist die Weise, die mir Küken Mut macht. :kleeblatt:
Ani88
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2013: BSV L5/S1; Osteochondrose L5/S1 > L4/5;
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Therapie: OP 08/2011 in Neustadt i.H.: Korrekturspondylodese TH4-L4
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jetzt: KG,MT,Schmerzmedis,Tapes,
Infiltrationen, 2014:Stufendiagnostik+Nervenverödung, 01/2015:Reha
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Re: PDA & Facetteninfiltration

Beitrag von Ani88 »

Hallo Seniorin!
Ich wurde im August 2011 operiert und bekam im Juli 2012 mehrere Facetteninfiltrationen und PRT (Periradikuläre Injektionen). Das alles wurde unter einem Bildwandler durchgeführt. Die Nadeln für die Facetteninfiltrationen saßen anfangs nicht auf Anhieb aufgrund der Restkrümmung und der recht ausgeprägten Rotation. War aber kein größeres Problem. Allerdings war die Wirkung des ganzen auch nicht von langer Dauer. Hat sich eigentlich nicht gelohnt...
Liebe Grüße!
seniorin
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Re: PDA & Facetteninfiltration

Beitrag von seniorin »

Hallo Ani :hallo:

Sehr interessant, was Du da geschrieben hast. Meine Gedanken zu dieser Facetteninfiltration kreisten ständig um die Frage : In welchem Verhältnis stehen Aufwand und Nutzen zueinander...?

Deine damit gemachte Erfahrung passt nun wieder zu meinem vorher erwähnten Bauchgefühl :(... obwohl diese Art von Therapie sicherlich bei anderen Patienten auch schon erfolgreicher verlaufen ist.
Es tut mir sehr leid, dass die Schmerzlinderung bei Dir nur von kurzer Dauer war. Wie kommst Du denn jetzt klar?

Ein herzliches Danke an Dich :)
Elresi
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Re: PDA & Facetteninfiltration

Beitrag von Elresi »

Hallo seniorin,
ich bin nicht die "Weise", das Kompliment gebe ich gerne an die Admins und Moderatoren weiter. Im Kindesalter habe ich alles, was die Skoliose-Behandlung betraf, meinen Eltern überlassen. Erst nach vielen Jahren bekam ich dann Schmerzen im LWS-Bereich und die versteifte Wirbelsäule brauchte dringend meine Beachtung. Ich bin zufrieden mit meinem Orthopäden und froh dieses Forum und auch das OP-Forum gefunden zu haben.
Elresi
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Re: PDA & Facetteninfiltration

Beitrag von Ani88 »

Hallo Seniorin!
seniorin hat geschrieben:Wie kommst Du denn jetzt klar?
Ich bin im Moment (seit Juli 2012) auf eine Dauermedikation eingestellt. Ich nehme 2mal täglich 100mg Palexia (ein Opiat), abends eine Katadolon S long, bei Bedarf Novaminsulfon Tropfen oder Tabletten. Dazu KG, MT, Tapes und aktuell noch Akupunktur. Damit versuch ich halbwegs gut über die Runden zu kommen. Aber schon mein Studium bringt mich arg an meine Grenzen - und das, obwohl ich es sehr langsam angehen lasse. Mein Orthopäde meinte vor 2 Wochen, man könne nicht mehr machen. Jetzt im Studium könne ich es mir ja noch einteilen und nach dem Studium müsse man mal gucken. Was sind denn das für Aussichten??
Ihn habe ich auch gefragt, ob man die Infiltrationen wiederholen kann. Er meinte, ja, sie machen dann meist ne Serie aus bis zu 6 Sitzungen. Dazu muss man halt jedes Mal ins CT...Er sieht es im Moment aber auch nicht als wirklich sinnvoll an, da es mir ja auch nicht wirklich geholfen hat. Da wären wir bei Aufwand und Nutzen...Ich hab auch seit einiger Zeit wieder meine Schmerzen im rechten Bein voll (bis Mitte Wade), die von L5 ausgehen. Also auch das hielt nicht an. Ich kenne auch jemand, dem die Infiltrationen sehr geholfen haben und zwar anhaltend - er hat jedoch keine Verkrümmung o.ä. Er bekam die PRT aufgrund von Bandscheibenproblemen, also das kann ich jetzt mit mir auch nicht wirklich vergleichen. Er hatte sonst eine gesunde Wirbelsäule im Gegensatz zu uns.
Halte uns bitte auf dem Laufenden!
Ganz liebe Grüße und gute Besserung!!
seniorin
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Re: PDA & Facetteninfiltration

Beitrag von seniorin »

Liebe Elresie,

als 17-jährige wurde ich von meinem Hausarzt zur Kur nach Bad Oeynhausen geschickt, Morbus Scheuermann war der Grund. Diese Kur hat mir richtig gut getan und ich war dem Onkel Dok sehr dankbar. Leider verstarb dieser Arzt kurze Zeit später...und das nahm Einfluss auf mein späteres Leben. Aus heutiger Sicht weiss ich es nun.

Anstatt auf meinen Rücken zu achten, vergass ich einfach, dass da irgendetwas mit mir nicht stimmte...mir war überhaupt nicht bewusst, dass diese Ignoranz sich eines Tages rächen könnte.

Meine Eltern wussten nur wenig über diese Erkrankung und da ich keine nennenswerten Beschwerden hatte, wurde auch nicht drüber geredet. Wenn ich aber jetzt an den Rücken meiner verstorbenen Muddel denke, bin ich mir doch recht sicher, dass sie eine Skoliotikerin war, ohne dass sie dies selber wusste.

Dass Du mit Deinem Orthopäden zufrieden bist, liest sich richtig gut und ich wünsche mir sehr, dass ich sowas Schönes auch bald schreiben kann :ja:

Alles Gute Dir :flower:
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Re: PDA & Facetteninfiltration

Beitrag von seniorin »

Liebe Ani,

lass Dich bitte nicht runterziehen von der Aussage Deines Orthopäden :nein:

Was Dein Studium angeht, interessiert mich, ob Du Dein Pensum noch ein wenig mehr runterschrauben könntest und auch willst, um den Druck zu reduzieren, der Dich, wie Du geschrieben hast, an Deine Grenzen führt? Hätte dies irgendwelche schlimmeren Auswirkungen auf Dein Studium, ausser, dass es dadurch länger dauert?

Aber weisst Du, ich finde es so wichtig, dass Du Freude an und bei dem spürst, was Du gerade tust. Wenn man aber über seine Kräfte hinweg wirkt oder arbeitet, dann bleibt die Freude doch auf der Strecke ;(

Ich schick Dir auch einen ganz lieben Gruss und drück die Daumen, dass es Dir bald wieder besser geht...Lilli
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