vorgestellt. Ich habe seit einigen Monaten Beschwerden, die leider immer schlimmer werden. Ich weiß nicht mehr weiter. Würde mich über Erfahrungsautausch bzw. Tipps sehr freuen. Hier meine (lange) Geschichte:
Wurde bereits 1989 in Cuxhaven (Sahlenburg) von einem Dr. Edelmann operiert:
Diagnose: Schmerzhafte Spondylolisthesis L-5/S-1 Typ Meyerding II bis III mit flacher dorsolumbal rechtskonvexer statischer WS-Seitverkrümmung.
Therapie: Fusion in Situ mittels dorsolateraler Spondylodese L-4 bis S-1 bds. mit Beckenspänen von rechts dorsal. Postoperative Nachbehandlung mit schrittweiser Mobilisation
Also für mich ist das alles "Fachchinesisch". Bis heute hat mir keiner erklärt, was das alles eigentlich bedeutet. Ich hab vor einiger Zeit die Unterlagen und Röntgenbilder vom Krankenhaus angefordert. Bis dato wusste ich gar nichts darüber, was da eigentlich gemacht wurde. Auch das Thema Skoliose war mir eigentlich fremd. War damals noch ziemlich jung (8 Jahre alt).
Ich bin nach einer Rehamaßnahme und diversen Nachuntersuchungen Anfang 1991 als "gesund" entlassen worden. Bislang hatte ich nie Rückenbeschwerden wie Schmerzen oder dergleichen. Habe mir vor einiger Zeit mal aus dem Krankenhaus alle Unterlagen angefordert und die Röntgenbilder von 1989-1991. Verstehe die Fachbegriffe jedoch nicht bisher. Auf dem Röntgenbild von damals erkennt man eine leichte Skoliose und der Winkel ist mit 7° eingezeichnet.
Im Mai diesen Jahres hatte ich plötzlich Atembeschwerden und Druck im Kopf sowie Nase zu wie bei einer Nebenhöhlenentzündung. Zunächst dachte ich, ich hätte eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung entwickelt da ich seit Jahren Probleme damit habe. Zudem hatte ich Angst, das was mit der Lunge ist. Das Luft holen viel mir sehr schwer. Mein Arzt untersuchte Lunge (nur abhören) und Nebenhöhlen (durchleuchtet), doch hier war alles frei. Er schickte mich wieder weg mit meinen Beschwerden. Dann brachte mich eine Bekannte darauf, zum Osteopathen zu gehen. Meine Krankenkasse erstattet mir 80% der Kosten. Gesagt getan. Also es war eine Blockade in der Brustwirbelsäule. Diese wurde gelöst und es ging mir wieder sehr gut. Im Juli diesen Jahres bin ich mit Sport im Fitness-Studio angefangen. Und zwar gibt es dort einen elektronischen Kraft-Ausdauer-Zirkel., an dem man doppelt so effektiv trainieren kann wie an normalen Geräten. Das Training hat großen Spaß gemacht und ich habe gemerkt, wie meine Muskeln sich innerhalb kürzester Zeit aufgebaut haben. Jedoch hatte ich hier und da immer wieder Verspannungen, besonders auf der linken Seite meines Rückens.
Im August kam das Atemnot-Problem zurück, welches mir mein Osteopath wieder beheben konnte. Wir waren danach auf Mallorca im Urlaub. Wieder zu Hause hatte ich wieder Atemnot und pochende Schmerzen im Oberschenkel vorne. Diese sind eines Tages, als ich den ganzen Tag auf der Kirmes gestanden habe, hinten über den Po in die Wirbelsäule gezogen. Ich hatte ziehende stechende Schmerzen und im Oberschenkel seitlich fühlte es sich an wie eine Entzündung. Also bin ich zum Arzt gegangen. Aber ich hab mir einen neuen Arzt gesucht nachdem mich mein vorheriger einfach weggeschickt hatte. Mein neuer, sehr netter Arzt vermutete eine Sehnenentzündung, gab mir Schmerztabletten, nahm Blut ab und ordnete sofort ein Röntgenbild der gesamten Wirbelsäule an. Zwei Tage später war ich wieder dort. Diagnose des Hausarztes: "Schwere Skoliose". Blutbild war super auch Blutdruck etc...
Ich bin ersteinmal in Tränen ausgebrochen und war völlig aufgelöst. Mein Arzt hat mich sofort beruhigt, mir etwas zu Trinken bringen lassen und mich bei seinem Hauseigenen Orthopäden hingesetzt mit der Bitte, sich das Röntgenbild genau anzusehen und Maßnahmen vorzuschlagen. Der Orthopäde war jedoch nicht sehr motiviert und teilte mir nur mit, ich hätte Skoliose von ca. 22°, da müsste ich jetzt mit Leben, würde ab und zu mal Schmerzen haben. Meine operierte Stelle im Lendenwirbelbereich sei im Moment jedoch stabil. Er verschrieb mir Physiotherapie. Und löste mir meine Blockade in der BWS damit ich wieder Luft bekommen konnte. Das aber ziemlich ruckartig. Danach ging es mir jeden Tag schlechter und schlechter, bis ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Hatte höllische Schmerzen, konnte meinen Kopf kaum noch auf der Wirbelsäule halten, hatte eine taube Wange, Kribbeln in Füßen und Händen, Atemnot etc. Mein Arzt, zu dem ich dann wieder ging, fragte wie es beim Orthopäden war. Ich hab ihm alles erzählt und er meine, ein Ortophäde wäre jetzt nicht der richtige für uns. Er wollte jemanden der neutral eine Diagnose stellt und verschiedene Möglichkeiten der Behandlung aufzeigen kann. Mein Arzt ist davon überzeugt, dass ein Orthopäde das nicht kann. Er setzte mich vorher nur dort hin damit ich sofort eine Diagnose erhalte und nicht wochenlang warten muss. Also habe ich jetzt einen Termin im Wirbelsäulenzentrum in Meppen (ich arbeite fast nebenan, deswegen praktisch) beim Chefarzt Dr. Lübbers in der Neurochirugie. Kennt den jemand? Von Operation soll keine Rede sein versicherte mir mein Hausarzt. Wir wollen nur wissen wie es aussieht und was man machen kann. Den Termin habe ich leider erst am 05.12.2012.
Wegen meinem gesundheitlich schlechten Zustand tastete mein Arzt noch die Halswirbel ab und schickte mich sofort zu meinem Osteopathen. Der obere Halswirbel stehe schief und drückt wahrscheinlich auf einen Nerv, daher die Beschwerden und taube Wange etc. Tatsächlich konnte mein Ostheopath meine Beschwerden weitestgehend beseitigen. In 3-4 Wochen soll ich wiederkommen.
Mittlerweile bin ich zum Physiotherapeuten gegangen. Hauptproblem sind Schmerzen im BWS-Bereich (Rippen) mit Blockaden in der Wirbelsäule, weiterhin immer noch Atemprobleme. Druck im Kopf, Nacken und Stirnhöhle, die Nase fühlt sich an als sei sie verstopft, ist sie aber nicht. Druck in den Ohren habe ich auch ab und zu. Scheinbar steht immer noch der obere Halswirbel S1 leicht schief laut meinem Physiotherapeuten. Weiterhin habe ich zeitweise Kribbeln in Füßen, Beinen und Händen. Wird jedoch besser, wenn ich nicht zu viel darüber nachdenke. Könnte auch psychisch bedingt sein. Manchmal hilft mir eine Atemübung zur Beruhigung, aber richtig tief Luft holen klappt dann immer noch nicht. Scheinbar, das glaubt auch mein Arzt, hat das mit den Rippen zu tun
Kann ich denn irgendetwas tun gegen die Atemprobleme?
Zum Fitness-Studio bin ich bisher nicht wieder gegangen. Habe sehr Angst was falsches zu tun. Ich gehe jetzt mehr spazieren. Ab und zu schwimme ich aber selbst da glaube ich, dass ich das falsch mache. Kann irgendwie nur Brustschwimmen und im Wasser habe ich das Gefühl, dass es nur noch mehr Druck auf meinen Brustkorb ausübt, bekomme noch schlechter Luft solange ich im Wasser bin. Ich weiß nicht wie ich sitzen, liegen, stehen soll. Alles fühlt sich falsch an.
Dazu kommen psychische Probleme. Ich fühle mich krank und leer und eingeschränkt
Hatte in der Vergangenheit (letzten 1-3 Jahren) ein paar Mal schwere Schwindelanfälle und stand kurz vor einer Ohnmacht, worauf vom alten Arzt ein Langzeit-EKG gemacht wurde, ohne Befund. Zur Sicherheit hat mein neuer Arzt jetzt noch Halsschlagadern und Herz untersuchen lassen sowie ein MRT der HWS angeordnet. Mit dem Herzen ist alles ok und den Befund des MRT bespreche ich am Montag mit meinem Arzt. Aber vielleicht hatdas alles nichts mit der Skoliose zu tun. Hatte das in Stress-Situationen. Das letzte Mal war es Anfang des Jahres.
Habe von der Schroth-Therapie gelesen. Ich glaube das würde mir gut tun. Ich würde gerne eine Kur beantragen. Meine Tante (Arzthelferin) sagte, bester Zeitpunkt für so einen Antrag wäre Anfang des Jahres wenn die Töpfe der Kassen wieder voll sind. Kann ich die Kur auch zusammen mit meinem Hausarzt beantragen?
Des Weiteren habe ich für die Arbeit einen höherverstellbaren Tisch und einen Gesundheitsstuhl beantragt. Ich sitze den ganzen Tag und das staucht meinen Oberkörper ganz schön zusammen. Hier habe ich aber noch keine Rückmeldung erhalten.
Habe Röntgenbilder hochgeladen. Kann jemand was dazu sagen? Ist das wirklich eine schwere Skoliose wie mein Arzt meint?
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Liebe Grüße, Julia


