Nach Arzttermin...

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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Keici
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Nach Arzttermin...

Beitrag von Keici »

Gestern war es soweit:
Ich hatte meinen Arzttermin bei Dr. Fenk-Mayer in Bogen.

Raus kam, dass sie mir zu einer OP riet.

Sie meinte, dass ich ohnehin eine OP benötigen werde, wenn ich es vermeiden möchte, in späteren Jahren mal an Organschäden zu leiden.
Natürlich möchte ich dies vermeiden und mir ist klar, was eine OP so mit sich bringt. Wobei, das ist gelogen.
Ich habe mich hier im Forum etwas durchgestöbert und ein paar Bericht gelesen und so und weiß halt auch ein wenig was über das, was meine Ärztin mir gestern gesagt hat.

Sie war sehr gesprächig, erklärte mir gleich, wie sie vorgehen würde - beim erste Termin bei ihr! Ich finde es im nachhinein etwas komisch, dass sie mir gleich erörtern wollte, wie sie operieren würde, aber sie meinte doch immer wieder, ich solle es mir gut überlegen, mit meiner Familie darüber reden, da es doch ein sehr großer Eingriff wäre.

Sie meinte, dass sie bei meiner OP von vorne reingehen würde, also Bauch.
Hat jemand damit erfahrung?

Sie gab mir auch gleich so einen OP Bericht mit, wo alles noch mal über eine Skoliose-OP erklärt wurde. Unschöne Dinge, die man da so ließt...

Meine Eltern graute es, als sie (vor allem mein Papa) davon gelesen haben, dass ich einen Halo-fixateur (oder so) bekommen würde, um die WS zu strecken.
Er meinte, dies sei sehr schmerzlich.
Zudem wird in den Blatt sehr ausführlich beschrieben, dass ich sehr lange mich wohl nicht richtig bewegen kann.

Wie dem auch sei. Ich wollte betroffene, die eine solche OP hinter sich haben, fragen, wie es für sie war?
Wie ist das genau mit der OP von vorne?
Wie lange wird es dauern, bis man wieder einigermaßen funktionsfähig ist? (ok, werd vermutlich unterschiedlich sein ;))
Wie ist das mit dem Halo-fixateur?

Ich weiß, ich hab viele Fragen, die ich vermutlich eher meine Ärztin fragen sollte, aber ich hab ja jetzt noch Zeit, zu überlegen, muss jetzt erst mal im März wieder hin, nachdem ein MRT gemacht wurde. Ich werde sie dann die Fragen auch selbst noch stellen, aber von Betroffenen zu hören ist doch besser, als von einer Ärztin, die mit dieser OP ihr Geld verdient!

Übrigens: Ich habe eine Verkrümmung von 30°
Im Befund hieß es, dass Thanenr 4. C7 über rima ani nach re 2 cm aus dem Lot. und nen deutlichen Rippenbuckel re ca 5 cm PM teif-thorakal.

Natürlich sagt mir dass jetzt nicht so viel, sie hat es mir aber gestern selbst noch mit Worten erklärt, die ich auch verstehen XD

würde mich freuen, wenn sich hier ein paar Melden!
LG
Keici
Lady S
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Re: Nach Arzttermin...

Beitrag von Lady S »

Keici hat geschrieben: Übrigens: Ich habe eine Verkrümmung von 30°
Im Befund hieß es, dass Thanenr 4. C7 über rima ani nach re 2 cm aus dem Lot. und nen deutlichen Rippenbuckel re ca 5 cm PM teif-thorakal.
Hallo Kelci,
in Deinen Befund haben sich wohl einige Schreibfehler eingeschlichen, so dass er kaum mehr lesbar ist :D
Erzähl doch mal ein bisschen mehr: Wie alt bist Du, wann wurde die Skoliose erstmals festgestellt, was wurde bisher unternommen und wie hat sich die Krümmung entwickelt?
(Sag nicht, dass das die Erstdiagnose war und die OP der einzige "Therapievorschlag... :/ )

Warum um alles in der Welt will Deine Ärztin Dich mit 30° operieren? Gibt es dafür besondere Gründe (weitere Krankheiten o.ä.)?
Warum rechnet sie im Alter mit Organschäden??

Grüsse, Lady S
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sloopy
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Re: Nach Arzttermin...

Beitrag von sloopy »

Hallo Keici,

dein Bericht klingt als hätte deine Ärztin überhaupt gar keine Erfahrung in der Behandlung von Skoliosen. Eine 30° Skoliose ist je nach Alter dringend behandlungsbedürftig, muss aber nicht operiert werden. Du brauchst ein gut korrigierendes Korsett und solltest Krankengymnastik nach Schroth machen, die du bestenfalls in einer Reha erlernst.

OPs mit Halo-Fixateuer werden nur bei hochgradigen Skoliosen durchgeführt, niemals aber bei einer so geringen Skoliose. Die offizielle OP-Indikation beginnt erst bei höheren Gradzahlen.

Ich kann dir nur raten, dich nochmal von einem wirklichen Skoliose-Spezialisten untersuchen zu lassen.

Liebe Grüße,
sloopy
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Re: Nach Arzttermin...

Beitrag von uspe »

Hallo Keici,

ich kann dir auch nur raten, geh zu einem Skoliose-Spezialisten,
das hört sich nicht gut an!!!!

Meine Tochter vor einem Jahr 2 Bögen mit je 40°, und da wurde nicht von OP geredet
(nur von einem Arzt, und das auch nur als Möglichkeit.....)
Sie hat ein Korsett, es korrigiert super, und wir sind inzwischen bei bisschen mehr als 30° runter,
und das nach einem Jahr!!! das Korsett macvht eine Super Korrektur, da ist sie unten fast auf Null, oben bei ca 15°

Also überstürz nichts, les dich hier ein, und geh erstmal zu einem Spezialisten!!!!!

viele grüße!

uspe
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Keici
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Re: Nach Arzttermin...

Beitrag von Keici »

Also, ich bin jetzt fast 19 Jahre, daher würde das Korsett nichts mehr bringen... das haben mir schon mehrere Ärzte gesagt.
Und das tolle an der Sache ist, das sie als Wirbelsäulenspezialistin arbeitet...

Meine Skoliose wurde mit etwa 12 Jahren festgestellt... jedoch hat der Arzt damals nichts großes dazu gesagt und so...

Krankengymnastik hab ich auch schon öfters gemacht und so...
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Re: Nach Arzttermin...

Beitrag von Dolphingirl94 »

Hallo Keici,
Keici hat geschrieben:Also, ich bin jetzt fast 19 Jahre, daher würde das Korsett nichts mehr bringen... das haben mir schon mehrere Ärzte gesagt.
Und das tolle an der Sache ist, das sie als Wirbelsäulenspezialistin arbeitet...
Es gibt nur sehr, sehr wenige wirkliche Spezialisten für Skoliose. Diese sitzen in Bad Sobernheim, Stuttgard und Berlin und ich würde dir raten, dass du vor einer OP einen von ihnen aufsuchst!

Auch mit 19 Jahren kann man noch Verbesserung durch ein Korsett bekommen, vor allem bei so einer vergleichsweise kleinen Skoliose wie deiner. Lies dich doch ein wenig durch das Forum und die Erlebnisberichte (besonders von sloopy, minimine, Socke, Schokononne usw.) - da gibt es genug Gegenbeispiele.

Die Frage ist zunächst, ob du überhaupt weitere Therapie brauchst, denn mit 30° kann man eigentlich gut leben, vor allem, wenn deine Skoliose sich in deiner Pubertät nicht so groß verschlechtert hat (oder?). Hast du denn Beschwerden? Aber auch hier zu solltest du einen Spezialisten für Skoliose konsultieren.

Was für KG hast du denn gemacht? Die besten Ergebnisse werden mit der dreidimensionalen KG nach Katharina Schroth erzielt. Hast du davon schon mal etwas gehört?

LG, Dolphingirl
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Re: Nach Arzttermin...

Beitrag von socke »

Keici hat geschrieben:Also, ich bin jetzt fast 19 Jahre, daher würde das Korsett nichts mehr bringen... das haben mir schon mehrere Ärzte gesagt.
Und das tolle an der Sache ist, das sie als Wirbelsäulenspezialistin arbeitet...
Hallo,

Das Thema Korsett bei Erwachsenen ist einer der häufigsten Punkte hier im Forum. Es gibt hier einige erwachsene UserInnen mit hochgradigen Skoliosen, die mit einem Korsett noch echte Erfolge hatten und haben.

Bevor du dich operieren lässt, solltest du dich hier quer durchs Forum lesen und ein Korsett wenigstens in Erwägung ziehen.
Krankengymnastik hab ich auch schon öfters gemacht und so...
Die Frage ist ja, ob es die richtige KG war. Hier nochmal der Ratschlag, dir ein paar Stunden Zeit zu nehmen und das Forum zu durchstöbern.

Eine OP ist kein Erfolgsgarant und lässt sich auch nicht mehr rückgängig machen, die Entscheidung solltest du erst treffen wenn du dir eine gewisse Eigenkompetenz angeignet hast.

LG
Sylvia
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Re: Nach Arzttermin...

Beitrag von Sylvia »

Hallo Keici,
herzlich Willkommen hier im :forum:

deine Orthopädin scheint null Ahnung von einer Skoliose zu haben.
Eine Verkrümmung von 30Grad und 19 Jahren, muß doch nicht operiert werden.
Und noch dazu mit einem Halo-fixateur. Unglaublich!
Ich würde sofort den Orthopäden wechseln, nur wenige verstehen was von Skoliosen.

Gruß Sylvia
Lady S
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Re: Nach Arzttermin...

Beitrag von Lady S »

Eine 30°-Skoliose bei einer 19-jährigen operieren zu wollen, ist schon abenteuerlich
(mal vorausgesetzt, es gibt keine zusätzlichen "Leiden", die das erfordern).
Selbst wenn Du deswegen dauernd Schmerzen haben solltest, wäre eine konservative Behandlung die 1. Wahl.

Zur Vermeidung von späteren Organschäden... :rolleyes: Nach einer OP hast Du auf jeden Fall einen Organschaden, nämlich eine Versteifung und spätere Verknöcherung eines Wirbelsäulenabschnitts.

Grüsse, Lady S
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Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade

Re: Nach Arzttermin...

Beitrag von Raven »

Hallo Sylvia,
Sylvia hat geschrieben:Eine Verkrümmung von 30Grad und 19 Jahren, muß doch nicht operiert werden.
Und noch dazu mit einem Halo-fixateur. Unglaublich!
Ich würde sofort den Orthopäden wechseln, nur wenige verstehen was von Skoliosen.
dem kann ich mich nur anschließen - gerade auch, weil ich operiert wurde (zum OP-Zeitpunkt jünger, höhere Gradzahlen).
Passende Physiotherapie (Schroth) und ggf. die Verordnung eines Korsetts wären hier zunächst angebracht; hiermit lässt sich teils auch in ihrem Alter entsprechende Verbesserung (Cobb-Winkel) oder Schmerzbehandlung erzielen.

Viele Grüße,
Raven

-----

@Keici
Gut, dass du dich hier im Forum angemeldet hast. Die Diagnostik und Behandlung von Skoliose und anderen Wirbelsäulendeformitäten (wurdest du auch auf diese untersucht?) lässt leider häufig sehr zu wünschen übrig.

Viele Grüße,
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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