Wie o. beschrieben sei ein Dank auf unser Gesundheitssystem. Auch wenn vieles im Argen ist - gibt es mehr U - Untersuchungen (Kinderarztuntersuchungen nach Alter) als früher. Ich bin neu im Forum und habe einige Beiträge und Diagnosen gelesen. Viele Mitglieder haben leider nicht die Kindervorsorgeuntersuchungen mitmachen können - weil sie es einfach damals nicht gab. Oder auch das Augenmerk der Kinderärzte und Eltern nicht so aufmerksam war.
Wir (d. h. meine Tochter) wurden 04/2009 von einer guten Kinderärztin und eine Blick darür mit Skoliose entdeckt. Als sie mir damals erklärte an was man Skoliose sieht ist es auch mir aufgefallen. Es war entsetzlich für mich, das ich es nicht selber gesehen habe. Leonie hat lange Haare, somit fiel uns es nie am Rücken auf, das er krumm ist - nur der Rippenvorstand war uns ersichtlich - hat soweit uns aber keinen Kummer bereitet. Heute wissen wir mehr.
Eigentlich möchte ich nur sagen, es werden zumindest in unserem Umfeld immer mehr Kinder in den U-Untersuchungen mit dieser Krankheit erkannt und haben bei einer frühen Diaginose Hoffnung auf ein aufrechtes Rückrad und wenn es ein bisschen krumm ist - ist das auch nicht schlimm - wer hat denn schon im echten Leben eine 0/0 Würbelsäule?
Unsere Krankenkasse bezahlt alle U´s - ich weiss auch das es Kassen gibt die nicht alle bezahlen. Warum auch immer? Vorsicht ist besser - als Nachsicht!!!
Grüße
U-Untersuchungen und gute Kinderärzte
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daggi
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- Diagnose: Diagnose am 28.05.2009 (Leonie 7 J.) TH: 26 C°/LU: 17 C°
Diagnose am 16.01.2012 (Leonie 10 J.) TH: 11 C°/LU: 12 C° - Therapie: Hatten zuerst den falschen Orthopäden und kamen dann durch die Krankengymnastin zum richtigen Orthopäden.
Sie trägt seit 09/2009 ein Korsett mit vollem Erfolg! - Wohnort: Stuttgart
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minimine
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Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015 - Kontaktdaten:
Re: U-Untersuchungen und gute Kinderärzte
Hallo,
ihr hattet da echt Glück, dass bei euch die Skoliose soo früh festgestellt wurdet und ihr dann auch gleich zu einem guten Behandlungsteam gekommen seid.
Bei mir wurde die Skoliose auch relativ früh festgestellt, zwar nicht bei einer U-Untersuchung, aber bei der Schuleingangsuntersuchung im Alter von 5/6 Jahren. Ich hatte damals "nur" 12°, bin aber leider an einen katastrophalen Orthopäden gelangt, der der Meinung war mit 6 mal KG und einer Schuherhöhung bekommt man das wieder weg.
Von daher, was nützt die beste Früherkennung, wenn dann nicht die richtige Behandlung eingeleitet wird.
Es ist noch einiges im Argen in der Skoliosebehandlung, aber ich denke jetzt mit dem Internet sind viele Betroffene auch aufgeklärter und gehen auch oft den Empfehlungen nach, so dass zumindest ein Teil in gute Hände gelangt.
LG
Minimine
ihr hattet da echt Glück, dass bei euch die Skoliose soo früh festgestellt wurdet und ihr dann auch gleich zu einem guten Behandlungsteam gekommen seid.
Bei mir wurde die Skoliose auch relativ früh festgestellt, zwar nicht bei einer U-Untersuchung, aber bei der Schuleingangsuntersuchung im Alter von 5/6 Jahren. Ich hatte damals "nur" 12°, bin aber leider an einen katastrophalen Orthopäden gelangt, der der Meinung war mit 6 mal KG und einer Schuherhöhung bekommt man das wieder weg.
Von daher, was nützt die beste Früherkennung, wenn dann nicht die richtige Behandlung eingeleitet wird.
LG
Minimine
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Minimine
Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
Minimine
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- Raven
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- Beiträge: 1530
- Registriert: Fr, 21.01.2011 - 21:33
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- Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
- Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade
Re: U-Untersuchungen und gute Kinderärzte
Hallo Leonies Eltern,
gut, dass die Skoliose eurer Tochter so früh festgestellt wurde!
Die U-Untersuchungen, Schuleingangsuntersuchungen etc. halte ich für ganz wichtig, wennauch leider - wohl insbesondere früher - trotz Teilnahme an diesen etliche Skoliosen nicht festgestellt wurden.
Bei mir war dies der Fall: Meine Eltern sind mit mir zuverlässig zu allen Untersuchungen gegangen, hatten auch darüber hinaus immer ein Augenmerk auf meine Gesundheit, haben sogar im Alter von um die 7 Jahren bestimmte Auffälligkeiten bemerkt (beim gerade nach vorne strecken der Arme kam ich mit einem Arm deutlich weiter nach vorne als mit dem anderen, ein Hosenbein war kürzer zu nähen als das andere, immer ein Stückchen mehr...) die man im Nachhinein ziemlich gut als durch die Skoliose verursacht deuten könnte. Ärztlich hingegen ist nichts aufgefallen, bzgl. der ungleichen Beinlänge wurde abgewiegelt ("hat ja keine Schmerzen, ist ja ein so quicklebendiges Kind und immer draußen in Bewegung, Beinlänge hat nichts zu bedeuten"). Einer solchen Aussage eines Hausarztes, der einen guten Ruf hatte, vertrauten meine Eltern natürlich, auch, da sich im Alltag keine Einschränkungen oder Beschwerden zeigten und sich meine Entwicklung immer im mindestens altersgerechten Bereich befand (früh gelaufen etc.).
Tatsächlich diagnostiziert wurde die Skoliose mit Ende neuntes, Anfang zehntes Lebensjahr ausgehend von einer Schuluntersuchung, bei der zunächst ein Beckenschiefstand vermutet wurde. Die Röntgenuntersuchung beim Orthopäden zeigte die Skoliose, die damals um die 20 Grad betrug. Die daraufhin stattfindende Behandlung war, nach heutigen Maßstäben, leider nicht optimal: Zwar über Jahre hinweg regelmäßig Physiotherapie, aber (wie ich im Nachhinein weiß) keine spezielle sondern nur "Rückengymnastik", und ein Korsett, das viel zu wenig korrigierte (nach heutigen Wissen würde ich sagen: die "Korrektur" war innerhalb der Messtoleranz). Schließlich musste doch operiert werden - was im Prinzip bei eigentlich nicht stattgefundener Behandlung nicht wundert.
Dass hier etwas im Argen lag, konnten meine Eltern - nicht medizinisch gebildet, noch kein Zugang zum Internet, selbst keine anderen Skoliosepatienten kennend - leider nicht feststellen. Wenn es sowas wie dieses Forum bereits gegeben hätte, ich bin mir ziemlich sicher, meine Mutter hätte sich hier umfassend informiert und sich "dahintergeklemmt", um mir die optimalste Behandlung zu ermöglichen. Gerade deshalb bin ich für die heutigen jungen, aber auch älteren Skoliosepatienten sehr froh um die Existenz von Foren wie diesem hier
Viele Grüße,
Raven
gut, dass die Skoliose eurer Tochter so früh festgestellt wurde!
Die U-Untersuchungen, Schuleingangsuntersuchungen etc. halte ich für ganz wichtig, wennauch leider - wohl insbesondere früher - trotz Teilnahme an diesen etliche Skoliosen nicht festgestellt wurden.
Bei mir war dies der Fall: Meine Eltern sind mit mir zuverlässig zu allen Untersuchungen gegangen, hatten auch darüber hinaus immer ein Augenmerk auf meine Gesundheit, haben sogar im Alter von um die 7 Jahren bestimmte Auffälligkeiten bemerkt (beim gerade nach vorne strecken der Arme kam ich mit einem Arm deutlich weiter nach vorne als mit dem anderen, ein Hosenbein war kürzer zu nähen als das andere, immer ein Stückchen mehr...) die man im Nachhinein ziemlich gut als durch die Skoliose verursacht deuten könnte. Ärztlich hingegen ist nichts aufgefallen, bzgl. der ungleichen Beinlänge wurde abgewiegelt ("hat ja keine Schmerzen, ist ja ein so quicklebendiges Kind und immer draußen in Bewegung, Beinlänge hat nichts zu bedeuten"). Einer solchen Aussage eines Hausarztes, der einen guten Ruf hatte, vertrauten meine Eltern natürlich, auch, da sich im Alltag keine Einschränkungen oder Beschwerden zeigten und sich meine Entwicklung immer im mindestens altersgerechten Bereich befand (früh gelaufen etc.).
Tatsächlich diagnostiziert wurde die Skoliose mit Ende neuntes, Anfang zehntes Lebensjahr ausgehend von einer Schuluntersuchung, bei der zunächst ein Beckenschiefstand vermutet wurde. Die Röntgenuntersuchung beim Orthopäden zeigte die Skoliose, die damals um die 20 Grad betrug. Die daraufhin stattfindende Behandlung war, nach heutigen Maßstäben, leider nicht optimal: Zwar über Jahre hinweg regelmäßig Physiotherapie, aber (wie ich im Nachhinein weiß) keine spezielle sondern nur "Rückengymnastik", und ein Korsett, das viel zu wenig korrigierte (nach heutigen Wissen würde ich sagen: die "Korrektur" war innerhalb der Messtoleranz). Schließlich musste doch operiert werden - was im Prinzip bei eigentlich nicht stattgefundener Behandlung nicht wundert.
Dass hier etwas im Argen lag, konnten meine Eltern - nicht medizinisch gebildet, noch kein Zugang zum Internet, selbst keine anderen Skoliosepatienten kennend - leider nicht feststellen. Wenn es sowas wie dieses Forum bereits gegeben hätte, ich bin mir ziemlich sicher, meine Mutter hätte sich hier umfassend informiert und sich "dahintergeklemmt", um mir die optimalste Behandlung zu ermöglichen. Gerade deshalb bin ich für die heutigen jungen, aber auch älteren Skoliosepatienten sehr froh um die Existenz von Foren wie diesem hier
Viele Grüße,
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
OP-Röntgenbilder
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- Silas
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Schroth KG
Re: U-Untersuchungen und gute Kinderärzte
Wenn schon die meisten Orthopäden bei Skoliose versagen, wie sollen es die Pädiater dann besser können...
Skoliose gehört zu den Erkrankungen, auf die bei den Vorsorgeuntersuchungen geachtet wird. Und da es nicht wirklich schwer ist, eine Asymmetrie zu erkennen, sollten hier auch die meisten Skoliosen gefunden werden - was aber leider vielfach nicht der Fall ist.
Skoliose gehört zu den Erkrankungen, auf die bei den Vorsorgeuntersuchungen geachtet wird. Und da es nicht wirklich schwer ist, eine Asymmetrie zu erkennen, sollten hier auch die meisten Skoliosen gefunden werden - was aber leider vielfach nicht der Fall ist.
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
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