Benita Cantieni - Cantienica Methode: Wunder möglich?

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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Frida hat geschrieben:Zja wisst ihr, irgendwie schreibt eine Frau oder ein Mann doch gerade deshalb ein Buch: damit er/sie die Inhalte nicht jeder Person, die sich interessiert (!), einzeln erläutern muss. Ich kann nur sagen: In den Büchern steht, was du wissen willst, Klaus
Klingt nicht logisch, wenn Du nicht weisst, wer dieses Buch schreibt, aber trotzdem schon konkret den Inhalt kennst.
Zumindest gibt es im Augenblick offensichtlich noch keine Möglichkeit, sich konkret zu informieren!
Wieso soll die ganze Methode für Rundrücken nicht auch nützen? Ich meine, mitdenken ist erlaubt und hochwillkommen. Es geht ja genau um einen ganzheitlichen Ansatz.
Offensichtlich hat sich aber in den vielen Jahren noch keiner darum Gedanken gemacht und ich kann auch bezüglich Skoliose nichts konkretes von den entsprechenden gästen und von Dir erkennen.

Und bei allen Therapieformen bin ich sehr skeptisch, wenn sie von Nicht-Betroffenen (hier im Forum Hyperkyphose/Skoliose) propagiert werden.
So, es ist eigentlich genug gesagt. Ich werde mich zurückziehen
Das scheint mir auch das beste zu sein, wenn das alles sein soll.

Gruss
Klaus
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sloopy
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Beitrag von sloopy »

Klaus hat geschrieben:
Frida hat geschrieben:Zja wisst ihr, irgendwie schreibt eine Frau oder ein Mann doch gerade deshalb ein Buch: damit er/sie die Inhalte nicht jeder Person, die sich interessiert (!), einzeln erläutern muss. Ich kann nur sagen: In den Büchern steht, was du wissen willst, Klaus
Klingt nicht logisch, wenn Du nicht weisst, wer dieses Buch schreibt, aber trotzdem schon konkret den Inhalt kennst.
Klaus, ich denke, dieser Satz war einfach allgemein formuliert ;)

Klaus hat geschrieben:Das scheint mir auch das beste zu sein, wenn das alles sein soll.
:dito:

Gruß, sloopy
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

frida hat geschrieben:Ich kann nur sagen: In den Büchern steht, was du wissen willst, Klaus
sloopy hat geschrieben:Klaus, ich denke, dieser Satz war einfach allgemein formuliert
Du hast wahrscheinlich Recht, diese Methode beantwortet grundsätzlich alle Fragen, da spielt es auch keine Rolle, wer darüber schreibt. :D

Gruss
Klaus
A1
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Re: Benita Cantieni - Cantienica Methode: Wunder möglich?

Beitrag von A1 »

Wie schade, dass der Dialog mit Frau Cantieni nicht zustande kommen konnte. Aber das bestätigt meine Erfahrungen mit Cantienica zu 100%. Ahnung von Skoliose und Kyphose und den sonstigen möglichen Verformungen hat man in der Cantienica-Community offenbar tatsächlich nicht in der erforderlichen Menge. Es ist eben keine Krankengymnastik und ist auch nicht ausreichend medizinisch fundiert und man kennt auch das Vokabular der Experten nicht. Stattdessen drückt man sich bei Cantienica genau wie Benita Cantieni selbst auch sehr blumig aus und die Verständigung ist schon sehr schwierig. Man muss sich da schon richtig drauf einlassen und trotzdem Ahnung von Schroth und seinen eigenen Verformungen haben, um für sich einen Benefit draus zu ziehen. Trotz der enttäuschenden Kommunikation mit den Cantienica-Anhängern hier im Thread möchte ich (als Betroffene mit viel Hintergrundkenntnissen zu der genauen Verformung, die letztes Jahr nach der Schroth-Kur eine Weile lang Cantienica gemacht hat) noch einmal betonen, dass ich sehr viel Potential in der Kombination von Schroth und Cantienica sehe. Vor allem auch, weil Cantienica und Spiraldynamik sich sehr ähnlich sind und Spiraldynamik von Medizinern entwickelt wird und es da sicher auch Studien gibt, die den Erfolg belegen. Sprialdynamik ist - glaube ich - auch Teil der von den deutschen KK übernommenen Physiotherapie. Wie Schroth auch.
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Re: Benita Cantieni - Cantienica Methode: Wunder möglich?

Beitrag von minimine »

Hallo A1,

kannst du vielleicht ein wenig mehr zur Spiraldynamik erzählen? Inwiefern hat dir das geholfen?
Ich interessiere mich dafür, weil ich immer noch nach einer zusätzlichen Methode suche, mit der ich das Körperbewusstsein besser trainieren kann.

LG
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Bärle

Re: Benita Cantieni - Cantienica Methode: Wunder möglich?

Beitrag von Bärle »

Hallo, A1

also ein bißchen als Ergänzung zu "Schroth" würde mich
das Catienica Programm schon auch Interesieren.
Was ist Spiraldynamik ? Welches Buch wäre das passende ?

Aber alles in allem finde ich am besten, sich an das gelbe Buch
von Frau Lehnert zu halten und dies dann auch in die Tat umsetzen.Außer Ihren Typischen "Schroth-Skoli-Übungen" gibt es ja noch jede Menge weitere Ratschläge. Weiter findet man sich auf vielen Seiten so irgendwie wieder. Das finde ich wirklich gut und ansprechend wenn man mit seiner Problematik verstanden wird.
Leider war es mit 46 Jahren (in 2009)meine erste Schroth-Reha.
Besser fast zu spät als nie.

meine Grüße und einen schönen Sonntag
Thomas
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Klaus
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Re: Benita Cantieni - Cantienica Methode: Wunder möglich?

Beitrag von Klaus »

Bärle hat geschrieben:Aber alles in allem finde ich am besten, sich an das gelbe Buch
von Frau Lehnert zu halten und dies dann auch in die Tat umsetzen
Eher umgekehrt, erst die REHA und dann das Buch. :)
Das erforderliche richtige Körpergefühl kommt erst nach intensiven Übungen im Zusammenspiel mit den Therapeuten, die ganz konkret auf die persönliche Situation eingehen.
Das ist schon mal ein grosser Unterschied zur Aufforderung von frida bezüglich Cantienca, aus Büchern selbst die eigene Situation beeinflussen zu können.
Leider war es mit 46 Jahren (in 2009)meine erste Schroth-Reha.
So jung, ich hatte die mit 60. :D

Gruss
Klaus
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Re: Benita Cantieni - Cantienica Methode: Wunder möglich?

Beitrag von minimine »

Eher umgekehrt, erst die REHA und dann das Buch.
Passt zwar jetzt nicht ganz hierher, aber naja. ;)
Ich finde das Buch ja interessant, aber Übungstechnisch ist es schon seeehr veraltet. Es ist vielleicht hilfreich, um die Theorie, die hinter Schroth steckt, besser zu begreifen, aber die Übungen sind doch mittlerweile alle abgewandelt.

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Klaus
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Re: Benita Cantieni - Cantienica Methode: Wunder möglich?

Beitrag von Klaus »

minimine hat geschrieben:Passt zwar jetzt nicht ganz hierher, aber naja
Passt schon, es geht ja laut frida auch um das Erlernen aus einem Buch.
Ich finde das Buch ja interessant, aber Übungstechnisch ist es schon seeehr veraltet. Es ist vielleicht hilfreich, um die Theorie, die hinter Schroth steckt, besser zu begreifen, aber die Übungen sind doch mittlerweile alle abgewandelt.
Richtig und deswegen ist das Buch erst nach der REHA eine Option, die man als aktiver Skoliose/Hyperkyphose Patient im Bücherschrank haben sollte. :D
Ich habe aber tatsächlich etwas praktisches über Sitzkyphose mit machbaren Übungen gelesen, was ich nicht während meiner REHA kennengelernt habe.

Gruss
Klaus
Bärle

Re: Benita Cantieni - Cantienica Methode: Wunder möglich?

Beitrag von Bärle »

Hallo Klaus, hallo Minimine,

ja ich habe es auch so gemacht, erst Reha dann sich
in die Bücher einlesen. Veraltet finde ich nicht. Sieht nur so aus.
Daß sich wohl die Erkenntnisse etwas ändern, gut o.K.
(Es sind auch Übungen darunter, wie auf Seite 303 Atmungsorthopädie, welche keiner mehr macht aber von großem Wert sind. )
Der Patient und seine Problematik ist geblieben.
Das Buch ist wirklich klasse. Ohne hätte ich niemals
so stetig an der Behandlung festgehalten.
Wenn ich sogar meinen Schmerztherapeut davon postitiv
beeindrucken konnte, um noch Rezeptunterstützung zu bekommen,
dann ist es doch bestens, prima, ganz klasse und genial.

"Schrotheln" geht immer und überall, das ist das schöne
z.Bsp. Bei kleinen Wanderungen zwischen zwei Bäumen, geht !!
Irgend etwas passendes findet man immer,
wieso nicht. Das kommt gut. Da freut sich die WBS !!!

Du warst erst mit 60 J. zur Reha, dann klage ich nicht mehr.
Also ich war vor der Reha orthopädisch am Ende.
Aha- effekt dann bei Herr Dr. Hoffmann. (Mein Dank). Jetzt nach
einem guten Jahr nach Salzungen fange ich wieder an
in die positive Richtung zu kommen.

viele Grüße
Thomas
Libelle63
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Re: Benita Cantieni - Cantienica Methode: Wunder möglich?

Beitrag von Libelle63 »

Hallo alle zusammen,

ich bin auf diesen Thread (so heißt das glaub ich :/ ) gestoßen, weil ich mich auch mal mit Kritik der Cantienica-Methode befassen wollte. Ich hatte auf eine sachliche Diskussion gehofft, die leider aber schnell vorbei war. Zwischendurch wird angemerkt, dass nur von Beckenboden die Rede ist. Wer sich mal etwas näher mit dem Beckenboden beschäftigt, entdeckt sehr schnell Zusammenhänge mit dem ganzen Körper. Es gibt auch eine Dokumention eines Tschechischen Orthopäden, der ein Zusammenhang zwischen dem Beckenboden und Migräne entdeckt hat. Durch die Beschäftigung mit dem Beckenboden, bin ich auch auf die Cantienica-Methode gestoßen. Seit dem beschäftige ich mich mehr oder weniger ausführlich mit dieser Methode.

Mir ist aufgefallen, dass Benita Cantieni sehr schnell alles andere leider etwas negativ erscheinen lässt, was mir natürlich nicht gut gefällt. Denn auch das herkömmliche Beckenbodentraining hat schon vielen Menschen vor Inkontinenz und anderen Dingen bewahrt.

Die Fortbildungen sind sehr teuer - es kommt der Verdacht nahe, von Hab und Gier - aber eine gewisse Qualität hat seinen Preis. Je mehr ich darüber nachdenke, gewinne ich die Erkenntnis, dass es gut ist, wenn nicht "jeder" diese Methode ausbilden darf und ich eine teure Ausbildung sicher ernster nehme und mich dafür mehr vorbereite usw. als wenn ich eine weniger teure Ausbildung mache. Ich habe auch schon 1800 Euro für eine 4-Wochen-Intensiv-Yoga-Ausbildung zum Fenster rausgeworfen, in der ich für mich nicht viel mitnehmen konnte. War alles bei inkl. Rudelkotzen.

ich denke bevor man urteilt, sollte man es ausprobieren. Was nützen mir Beweise durch Röntgenbilder, wenn es für mich vielleicht nicht funktioniert. Ich habe mir vorgenommen es zu testen, habe schon eine Einzeltherapie hinter mir, die sehr spannend war und ich hatte das Gefühl einfach "größer" nach Hause zu gehen. Nach ein paar Stunden "sackte" ich wieder zusammen, aber ich kann mir vorstellen, dass mein Körper und ich es lernen können. Die Methode leuchtet mir ein, es scheint logisch, aber letztendlich muss ich es auspropieren um zu spüren ob es mir hilft.

Warum probiert ihr es nicht aus? Was habt ihr zu verlieren? Wenn ihr achtsam an die Sache geht, dann meldet euer Körper, wenn es ihm nicht gefällt. Über Homöopathie kann man auch viel lesen und viele Wissenschaftler behaupten, dass es reine Einbildung ist. Man muss es erfahren um es wirklich beurteilen zu können und da sind alle Beweise völlig egal. Was kann es schaden, sich mal aufzuspannen und den Atem diagonal durch den Körper fließen zu lassen und zu pulsieren bzw. die Sitzbeinhöcker zueinander zu ziehen und ein wenig die Gliedmaßen zu "verschrauben"? Also ran an die Sache und dann kritisieren.

Ihr habt aber recht, dass man sich nicht dazu hinreißen lassen sollte irgendwelche Versprechungen zu machen, dem stimme ich voll und ganz zu. Da spielt vermutlich der Erstberuf des Journalismus eine große Rolle...

Vielleicht kann ich hier auch nicht wirklich mitreden, da ich zwar eine Skoliose habe, aber diese relativ leicht ist und mir außer ein paar Verspannungen im Rücken zum Glück keine großen Beschwerden bereitet. Da ist der Gleitwirbel schon ehr ein Problem, und ich deshalb?? ein Jahr lang nicht auf dem Rücken liegen konnte. Durch viel Kräftigung und Pilates bin ich für meine Verhältnisse beschwerdefrei.

Über eine Hyperkyphose (ich vermute ihr meint hier einen Rundrücken) kann ich im übrigen etwas positives berichten. Ein Freund besaß diesen in beträchtlichen Ausmaß und sagte immer "da kann man nichts machen, das ist verknöchert". Seit einem Jahr walkt er - sein Rundrücken es erheblich, sichtbar weniger geworden. Ich denke, vermute durch die Aufrichtung beim Walken. Es gibt aber leider keine Fotos, keine Gradzahlen, ich habe auch keine Röntgenbilder gesehen, sonder verlasse mich auf mein Wahrnehmungsvermögen. Entweder ihr glaubt es oder lasst es.

Verzeiht mir wenn ich jemanden aus Unwissenheit vor den Kopf gestoßen habe, aber ich meine man kann etwas nur wirklich beurteilen, wenn man es selbst ausprobiert hat. Ich halte es genauso wie Pilates, Yoga oder was auch immer für eine Methode, die einem vielleicht ein Stück weiter bringen kann. Das Gute an ihr ist, jeder kann es in seinen Möglichkeiten machen. Ob jung, ob alt, ob gelenkig, oder ungelenkig, Mann oder Frau. Man kann genauso wie beim Pilates ganz klein und subtil beginnen.

Ich wünsche euch alles Gute

Libelle
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Klaus
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Re: Benita Cantieni - Cantienica Methode: Wunder möglich?

Beitrag von Klaus »

Libelle hat geschrieben:Verzeiht mir wenn ich jemanden aus Unwissenheit vor den Kopf gestoßen habe, aber ich meine man kann etwas nur wirklich beurteilen, wenn man es selbst ausprobiert hat. Ich halte es genauso wie Pilates, Yoga oder was auch immer für eine Methode, die einem vielleicht ein Stück weiter bringen kann. Das Gute an ihr ist, jeder kann es in seinen Möglichkeiten machen. Ob jung, ob alt, ob gelenkig, oder ungelenkig, Mann oder Frau. Man kann genauso wie beim Pilates ganz klein und subtil beginnen.
Ich denke, hier im Forum wird auch immer wieder über alternative Methoden gesprochen. Es fällt aber auf, dass dabei so gut wie gar kein konkreter Situationsvergleich gemacht wird.
Seit einem Jahr walkt er - sein Rundrücken es erheblich, sichtbar weniger geworden. Ich denke, vermute durch die Aufrichtung beim Walken. Es gibt aber leider keine Fotos, keine Gradzahlen, ich habe auch keine Röntgenbilder gesehen, sonder verlasse mich auf mein Wahrnehmungsvermögen. Entweder ihr glaubt es oder lasst es.
Du bestätigst das ja!
Es gibt durchaus Situationen, wo die Optik eines Rückens erheblich verbessert werden kann, ohne das dies in der Wirbelkörper Struktur in gleicher Weise zu sehen ist. Und bei einer kyphotischen Fehlhaltung (per Definition keine Kyphose bzw. Hyperkyphose) ist eine Aufrichtung sehr viel einfacher.
Also die Grundlage für das Anwenden von diversen Methoden sollte schon eine konkrete Diagnose sein und nicht Symptome. Die lassen sich nämlich nicht einfach auf andere übertragen.
Warum probiert ihr es nicht aus? Was habt ihr zu verlieren?
Mal abgesehen von der finanziellen Situation wäre das natürlich ein logischer Schluss. Und in Deiner Situation mit einer "relativ leichten Skoliose" auch verständlich.
Du hast aber als Newbie sicherlich noch nicht die Situation erkannt, in der die meisten hier sind bzw. waren, als sie das Forum gefunden haben. Oft jahrelange erfolglose Ärzteodysseen, weil die meisten Orthopäden leider bei Skoliose/Hyperkyphose inkompetent sind. Da greift man schliesslich nach jedem Strohhalm und verliert noch mehr kostbare Zeit, die die Rücken- und auch die physische Situation immer weiter verschlimmert!

Da wäre es fatal, in einem Forum, wo es sehr viele positive Erfahrungsberichte mit z.Bsp. Schroth KG gibt, nicht konkret zu hinterfragen, wenn neue Methoden in die Diskussion kommen. Immerhin ist die dazugehörige Schroth REHA eine Leistung der Deutschen Rentenversicherung bzw. der Krankenkassen! Mit allen ärztlichen Leistungen, die zur ganz konkreten Situation des einzelnen Patienten führt.
Da kann ich nicht einfach sagen, probiere doch mal dies oder das aus, bevor ich nicht diese bewährte Methode durchgeführt habe.
Also ran an die Sache und dann kritisieren.
Das mag für einen Journalisten logisch sein, aber bei genauer, sicherlich etwas länger dauernder Recherche in diesem Forum, wirst Du hoffentlich einen anderen Eindruck bekommen. :)

Gruss
Klaus
A1
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Re: Benita Cantieni - Cantienica Methode: Wunder möglich?

Beitrag von A1 »

minimine hat geschrieben:Hallo A1,

kannst du vielleicht ein wenig mehr zur Spiraldynamik erzählen? Inwiefern hat dir das geholfen?
Ich interessiere mich dafür, weil ich immer noch nach einer zusätzlichen Methode suche, mit der ich das Körperbewusstsein besser trainieren kann.

LG
Minimine
Sorry, dass ich mich jetzt erst dazu melde. Ich habe schon lange nicht mehr hier reingeschaut. Spiraldynamik steht eigentlich als Theorie auch hinter Cantienica. Benita Cantinie wurde - soweit ich das aus ihren Büchern gelesen habe - von Christian Larssen dazu inspiriert, den Beckenboden in ihre Trainings zu integrieren und die beiden arbeiten wahrscheinlich nicht zusammen, aber ich entdecke auch mal Übungen (und Aussagen) von der Cantieni in den Büchern von ihm. Die Bücher, die ich gelesen habe, sind:
* Christian Larsen, Karin Rosmann - Skoliose: Hilfe durch Bewegung
* Christian Larsen, Claudia Larsen, Oliver Hartelt - Körperhaltungen analysieren und verbessern
* Claudia Larsen, Christian Larsen - Attraktiver aussehen durch richtige Körperhaltung
Ausserdem habe ich die DVDs alle gesehen: http://www.spiraldynamik.com/dvd.htm

Ich finde sowohl Cantienica als auch Spiraldynamik sehr spannend, interessant und hilfreich, aber sehr an der Oberfläche gekratzt. Allerdings denke ich, dass beides besser ist, wenn man richtig Kurse da macht. Ich habe mal bei einer Cantienica-Trainerin 1/2 Tag einen Workshop mitgemacht und es war sehr gut, ich war danach viel gerader und hatte ein besseres Körpergefühl. Leider war das der einzige Kurs, sonst habe ich nur Bücher gelesen, aber trotzdem viel daraus mitgenommen. Ich kann gar nicht genau sagen, was. Ich habe alles mit Schroth und meinem sonstigen Wissen vermischt und achte darauf.

Bei mir ist aber das Problem, dass ich hypermobil bin, viel am Schreibtisch sitze und wenn ich mal was tue, bringt es viel. Nur tue ich eben manchmal auch gar nichts, weil ich keine Zeit habe, und dann verschlechtert es sich stark ... Deswegen bin ich da schon sehr hinterher, was zu tun und versuche da auch die effektivste und praktikabelste Methode für mich zu finden oder auch Kombi aus den verschiedenen Methoden. Seitdem ich mein Korsett habe, bin ich aber besonders überzeugt von Korsett + Sport. Trotzdem fand ich Cantienica & Spiraldynamik - soweit ich damit experimentiert habe - sehr vielversprechend in Kombi mit Schroth. :) Vielleicht wage ich mich irgendwann wieder da ran ...
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