nun doch Korsett

Alles zur Korsett-Therapie für Jugendliche und Erwachsene bei Skoliose, Morbus Scheuermann, Kyphose ...
robinho
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Einlagen sind für mich aber keine brauchbare Lösung habe ich entdeckt. Diesen Sommer habe ich ein Praktikum gemacht, das in etwa meinem Berufswunsch entspricht. Ich muss in Zukunft viel stehen, 6-7 Stunden am Tag, davon u.U. 3 am Stück, werden keine Seltenheit sein. Ich trage in der Regel 2cm Erhöhung, und das seit vielen Jahren. Beim Sport nur 1cm. Jedenfalls bringen diese Einlgane von 2cm Schmerzen an meiner Ferse mit sich, auf die ich keine Lust habe. Und die müsste ich ja die nächsten 40 Jahre ertragen. Von daher sind Einlagen keine wirkliche Lösung. Es geht da also weniger um das optische Bild. Ich spüre auch sehr, sehr deutlich, ob ich die Erhöhung trage oder nicht.

Trotzdem gebe ich euch recht, so eine 3D-Vermessung wäre vielleicht nicht verkehrt. Aber wenn ich mir das Röntgenbild so anschaue erscheint es mir sehr logisch, dass es sich positiv auf die Krümmung auswirkt, wenn die tiefere Beckenhälfte höher steht.

PS: Wo ist denn das Tool hin, um Bilder zu verkleinern?
Ollmann
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Diagnose: Kyphose von 69° nach Stagnara
linkskonvexe Skoliose 10° nach Cobb
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Aktueller Wert testweise ohne Korsett bzw. nur bei Schmerzen 39,9 Grad

Kontrolle Oktober 2019 - 50,3°
Therapie: Seit 10.1.2011 korrigierende Kyphosenrumpforthese nach Rahmouni
KG nach Schroth
1. Reha 14.9.2011 - 5.10.2011 Bad Sobernheim
2. Reha 18.12.2013 - 15.1.2014 Bad Sobernheim
3. Reha 1.3.2017 - 28.3.2017 Bad Sobernheim
Neues Rahmouni Korsett seit 14.12.2019
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Ollmann »

Hallo!
Jetzt muss ich mich doch mal gleich zu Wort melden!
Also ich trage auch EInlagen und wenn Du Schmerzen bedingt durch Deine Einlagen bekommst dann hast Du vielleicht die falschen!
Es gibt verschiedene Arten von EInlagen, sei es von Seiten des materials oder der Form als auch der Machart!
Gehe einmal zu dem Sanitätshaus bei dem Du die Einlagen hast machen lassen und frage nach einer Änderung und spreche die Problematik an - wenn der Techniker gut ist dann nimmt er sich Zeit für Dich und Dein Problem und ganz wichtig er erarbeitet mit Dir eine Lösung Deines Problems!
Mfg Oliver
Es wird Sie immer geben - Ärzte wie Chirurgen....
cogito

Re: nun doch Korsett

Beitrag von cogito »

Ein Beinlängenausgleich von mehreren cm sollte nicht durch Einlagen unter der Ferse erfolgen, sondern ein Orthopädieschuhmacher muss (außen!) die gesamte Schuhsohle und den Absatz erhöhen.
Nur dann behält der Schuh seine Passform, der Fuß ist in seiner normalen Stellung und es gibt keine Verkürzung der Achillessehne. Das ist natürlich erst mal aufwändig, da alle Schuhe (auch Hausschuhe) abgeändert werden müssen, während man die Einlage von einem in den anderen Schuh tun kann. Aber wenn dadurch die Beschwerden an der Ferse ausbleiben, zahlt sich das wohl aus.
Ich würde vor einer Op, die ja nicht so einfach mal ausprobiert werden kann, erst den Versuch mit der Sohlenerhöhung machen und prüfen, ob sich die Wirbelsäule dabei erwartungsgemäß verhält oder nicht.
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Silas
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Silas »

cogito hat geschrieben: Ich würde vor einer Op, die ja nicht so einfach mal ausprobiert werden kann, erst den Versuch mit der Sohlenerhöhung machen und prüfen, ob sich die Wirbelsäule dabei erwartungsgemäß verhält oder nicht.
So sehe ich das auch, v.a. unter dem Hintergrund, dass man diese OP nicht mehr rückgängig machen kann.
Ich habe auch eine leichte Beinlängendifferenz, aber mit Brettchenunterlegen hat sich die Krümmung meiner WS verschlechtert, weshalb wir es dann so gelassen haben.
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Das hieße ja jeder Schuh müsste allein außen mindestens 2cm Absatz zusätzlich haben! Und das soll gesund sein? Mal davon abgesehen, dass es furchtbar aussieht, bringt es auch funktionelle Probleme mit sich. Die OP-Indikation beginnt nicht umsonst bei 2,2cm...
Wie sich meine WS verhält ist wohl nur sehr schwer vorherzusagen. Falls sie sich tatsächlich nicht daran gewöhnen will, könnte ich ja rein theoretisch danach rechts Einlagen tragen, blos da stünde ich bestenfalls genauso da wie vorher, das kann nicht Sinn der Sache sein....
Ich werde auf alle Fälle mal Dr. Hoffmann fragen, was er dazu sagt.

PS: Ich möchte mal Bilder reinstellen, aber wie kriege ich sie klein (30kB)?
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von minimine »

Hallo robinho,

zuerstmal ist deine Korrektur kein Weltuntergang. Soweit ich weiß, ist es bei männlichen Skoliotikern immer etwas schwieriger, weil die von der Muskulatur fester sind.
Aber was meint ihr, ist es gut zu versuchen, so eine fixierte Skoliose aufzubrechen?
Wie Silas schon sagt, hat es bei dir vermutlich ja nichts damit zu tun, dass sich deine Wirbelsäule schon von selbst versteift hat, sonst wäre ja überhaupt keine Korrektur möglich gewesen. Zudem dürftest du dann auch nicht nach Sobernheim zur Reha, denn dort werden neuerdings ganz viel Mobilisations- und Dehnübungen gemacht. Wenn du bei einem Physiotherapeuten bist, der womöglich erst kurzfristig in Sobi die Ausbildung gemacht hat könnte er dir bestimmt die entsprechenden Übungen zeigen.

Wegen der Beinverkürzung sind 3 cm natürlich schon viel. Aber wie hast du das denn bisher gemacht? Rahmouni meinte mal zu mir, dass man im Schuh max. 0.8 cm ausgleichen kann. Mein Ortho meinte dann auch, der Rest müsste sowieso außen am Schuh hin, aber da es bei mir nur 1 cm waren (die ich mittlerweile nicht mehr brauche) wurde es einfach bei 0,8 cm belassen.
Wie steht denn dein Becken mit dieser 1 cm Erhöhung im Korsett?? Daran erkennt man nämlich, welcher Anteil davon von der Skoliose verursacht wird.
Ich würde es aber auch erstmal anders versuchen, damit du erstmal sehen kannst, wie sich die Statik verändert, wenn alles ausgeglichen ist. Und wenn es dir darum geht, ob du dadurch einige Skoliose-Grade gut machen kannst, dann lass dich doch einfach mal zusätzlich Röntgen, um dies zu sehen.
PS: Ich möchte mal Bilder reinstellen, aber wie kriege ich sie klein (30kB)?
Indem du dir aus dem Internet ein kostenloses Bildverkleinerungs-Programm runterlädst. ;)

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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Ok danke. Ich werde mal eine Fotoserie machen, mit Erhöhungen im 0,5cm Abstand und zusätzlich Skoliometer ausmessen.
Also die meisten OTs sagen so bis 1cm kann man im Schuh ausgleichen. Ich habe aber auch Schuhe wo ich knapp 2cm Einlagen habe, das habe ich mir selbst zusammen geschustert.
Wie dem auch sei, ich will einfach nicht den Rest meines Lebens Plateau-Schuhe tragen.
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Silas »

Die OTs sind da eigentlich ganz fit, so dass die Schuhe nicht mehr so furchtbar aussehen, wie das früher der Fall war.

Vielleicht kann Dr. Trobisch dazu etwas sagen:

Ich war vor einigen Jahren auf einem Kongress, auf dem es u.a. um Beinlängenkorrektur ging. Da hat auch ein Fachmann aus den USA referiert und damals war es so, dass dort Verkürzungen erst ab 1,5 cm überhaupt ausgeglichen wurden, d.h. unter diesem Wert gab es noch nicht einmal Einlagen.
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Schuherhöhungen werden offenbar kontrovers diskutiert. Ich denke es gibt keine allgemeingültige Lösung, alles ist individuell zu sehen.
Ich bin seid mehr als 8 jahren an Einlagen von 1-2cm gewöhnt. Ich kann mich noch gut entsinnen, als ich mit 12 Jahren 1,5cm bekam. Von 0 auf 1,5cm. Das ist ein Rieseneingriff, der so nicht durchgeführt werden darf. Ich hatte dann auch gut einen Monat extreme Schmerzen im Brustkorbbereich, aber die waren dann auf einmal wieder weg. Irgendwas wird sich anatomisch verändert haben in dieser Zeit.
Das war jedenfalls verantwortungslos von meinem damaligen Orthopäden.
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Dalia »

Hallo Robinho,

tut mir sehr leid, dass das Kontrollröntgen für dich so entmutigend war. Tatsache ist aber, dass es über die Korsetttherapie bei Erwachsenen nur wenige Erkenntnisse gibt und wir Erwachsenen alle selbst ein gewisses Risiko eingehen. Aber ich erachte das Risiko einer Nicht-Behandlung für wesentlich höher, zumal ich merke, dass es mir tagsüber dank Nachtkorsett viel besser geht als ganz ohne Korsett.

Da ich erst gestern Nacht von einer Dienstreise heimgekommen bin und noch müde bin, mag ich jetzt keinen Roman schreiben, daher nur kurz: Du solltest Rahmouni über Änderungen an der Beinlängendifferenz unbedingt unterrichten, da sich das auf die Korrektur im Korsett auswirken kann.
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Welches Risiko, das wir (Erwachsene) eingehen, meinst du?
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Dalia »

Na, dass es für Erwachsene keine Garantie auf eine dauerhafte Verbesserung gibt und die Behandlung bzw. Kontrolle der Skoliose/Kyphose daher lebenslang erfolgen sollte.
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Nachdem ich in letzter Zeit das Empfinden hatte, dass sich der Rippenbuckel etwas verkleinert hat (wobei man sich selbst da ja auch viel einbilden kann), habe ich heute den Skoliometerwert vermessen lassen. Meine Mutter meinte, da wird sich doch eh nichts geändert haben, da sich ja nach den ersten 3 mal Messen nichts getan hatte, und die letzte Messung ist ja erst 2 Wochen her.
Dann aber misst sie recht lange, ich frage was sie macht, aber sie war einfach erstaunt, dass es 12° waren statt den bisherigen 13°.
Also, es geht voran. Schritt für Schritt.
Rückenfotos sollte ich aber in Zukunft machen.
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Heute kam mal wieder eine Nachricht von der Dt. Rentenversicherung und dazu habe ich eine Frage: Ich war von dem Tag an, als ich 16 wurde, bis 3 Tage vor meinem Ausbildungsvertrag Schüler und habe hierfür einen Nachweis zugeschickt.
In dem Schreiben von heute steht: Die Zeit vom xx.xx.2006 bis xx.xx.2007 (die x'e stehen nicht da, ich will nur nicht mein Geburtsdatum hier veröffentlichen) kann nicht als Anrechnunsgzeit vorgemerkt werden, weil die Ausbildung vor Vollendung des 17. Lebensjahres zurückgelegt wurde.

Das ist also ein Bescheid. Nur, was wollen die mir damit sagen?
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Schnecke007 »

Vielleicht heißt es, dass erst die Zeit, seit Du 17 geworden bist, für Deine spätere Rente angerechnet werden kann? Das ist allerdings nur eine Vermutung, ich kenne mich damit nicht aus. :|

Gruß, Schnecke
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Lady S »

Schnecke hat Recht; Ausbildungszeiten vor dem 17. Lebensjahr zählen gar nicht.
Das steht ja auch so in Deinem Bescheid:
kann nicht als Anrechnunsgzeit vorgemerkt werden, weil die Ausbildung vor Vollendung des 17. Lebensjahres zurückgelegt wurde
Je nachdem, um welche Art Ausbildung es sich handelt, zählen auch die Jahre nach dem 17. LJ (max. 8) nur bei Berechnung der Wartezeit oder wirken sich rentensteigernd aus.
Das solltest Du aber bei der Rentenversicherung erfragen.
Und bis DU mal Rente beziehst, ändert sich das sowieso noch 27 Mal.
Grüsse, Lady S
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Ich dachte immer alles ab dem Zeitpunkt des 16. Geburtstages ist für die Rentenversicherung relevant?
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von minimine »

Das gilt aber nur für schulische Ausbildungen, für die keine Beiträge gezahlt werden. Für normale Berufsausbildungen werden ja Beiträge gezahlt und die zählen auch vor dem 17. Lebensjahr.
Ich dachte immer alles ab dem Zeitpunkt des 16. Geburtstages ist für die Rentenversicherung relevant?
Ähm, mit deinem 16. Geburtstag bist du doch im 17. Lebensjahr. ;)

LG
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Ja das weiß ich. Es geht aber in dem Schreiben um meinen 17. Geburtstag. Ich habe mein Abitur mit ca. 18,5 jahren gemacht, ohne zwischendurch nicht zur Schule gegagngen zu sein, und das habe ich denen auch entsprechend bestätigt.
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Lady S »

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