Rotationsskoliose oder Beinlängendifferenz?
Rotationsskoliose oder Beinlängendifferenz?
Guten Tag,
bin mittlerweile 19 Jahre alt und habe zufällig festgestellt, dass meine Beine (scheinbar) nicht gleich lang sind. Heute war ich bei einem Arzt und der meinte ich habe eine Rotationsskoliose 10-15°. In nächster Zeit muss ich dann ein Röntgenbild machen. Nachdem ich andere Beiträge hier im Forum gelesen habe, gibt es ein paar Dinge die nicht zusammenpassen^^
Also ich habe den Kopf etwas nach rechts geneigt und mein rechtes Bein erscheint kürzer. Auch meine Hüfte ist rechts geneigt.
Nun habe ich hier im Forum gelesen, dass bei anderen, die den Kopf nach rechts geneigt haben, das linke Bein kürzer ist. Und angenommen aufgrund der Skoliose ist das Becken nach rechts geneigt, dann müsste richtiger Weise das linke Beim kürzer sein.
Nun möchte ich von euch wissen, ob die Diagnose trotzdem richtig sein kann. Habe ich eine Skoliose die ursächlich für die scheinbar unterschiedlich langen Beine ist oder verschieden lange Beine, die ursächlich für die Skoliose sind? Vielleicht noch wichtig zu erwähnen, dass ich nie was gebrochen hatte. Einmal hatte ich als Kind einen schweren Skiunfall bei dem ich mir im Rücken auf jeden Fall was stark gezerrt hatte (konnte mich zwar schmerzfrei bewegen, folglich dürfte auch nichts gebrochen gewesen sein, aber beim laufen oder hüpfen hat es einen Monat lang mächtig gefeuert^^)
bin mittlerweile 19 Jahre alt und habe zufällig festgestellt, dass meine Beine (scheinbar) nicht gleich lang sind. Heute war ich bei einem Arzt und der meinte ich habe eine Rotationsskoliose 10-15°. In nächster Zeit muss ich dann ein Röntgenbild machen. Nachdem ich andere Beiträge hier im Forum gelesen habe, gibt es ein paar Dinge die nicht zusammenpassen^^
Also ich habe den Kopf etwas nach rechts geneigt und mein rechtes Bein erscheint kürzer. Auch meine Hüfte ist rechts geneigt.
Nun habe ich hier im Forum gelesen, dass bei anderen, die den Kopf nach rechts geneigt haben, das linke Bein kürzer ist. Und angenommen aufgrund der Skoliose ist das Becken nach rechts geneigt, dann müsste richtiger Weise das linke Beim kürzer sein.
Nun möchte ich von euch wissen, ob die Diagnose trotzdem richtig sein kann. Habe ich eine Skoliose die ursächlich für die scheinbar unterschiedlich langen Beine ist oder verschieden lange Beine, die ursächlich für die Skoliose sind? Vielleicht noch wichtig zu erwähnen, dass ich nie was gebrochen hatte. Einmal hatte ich als Kind einen schweren Skiunfall bei dem ich mir im Rücken auf jeden Fall was stark gezerrt hatte (konnte mich zwar schmerzfrei bewegen, folglich dürfte auch nichts gebrochen gewesen sein, aber beim laufen oder hüpfen hat es einen Monat lang mächtig gefeuert^^)
- Silas
- Profi

- Beiträge: 3067
- Registriert: Sa, 06.11.2004 - 23:34
- Geschlecht: weiblich
- Therapie: Rahmouni Korsett
Schroth KG
Re: Rotationsskoliose oder Beinlängendifferenz?
Hallo Markus,
anhand Deiner Angaben lässt sich dazu keine Aussage treffen.
Habe ich das richtig verstanden, dass noch gar kein Röntgenbild gemacht wurde?
Beziehen sich die 10-15° auf den Krümmungswinkel der Skoliose oder auf die Rotation?
Ohne Röntgenbild kann man den Krümmungswinkel nicht bestimmen...
Wenn bald ein RöBi gemacht werden soll, bestehe auf einer Ganzwirbelsäulenaufnahme, da nur diese eine verlässliche Aussage zur Skoliose ermöglicht.
Es ist schon möglich, dass auf Grund der Skoliose ein Bein kürzer erscheint als das andere. Es gibt aber unterschiedliche Skolioseprofile, so dass von der Kopfhaltung kein Rückschluss auf die Beckenstellung möglich ist.
Eine Beinlängendifferenz kann zu einer skoliotischen Fehlhaltung führen, allerdings ist das normalerweise nicht mit einer Rotation verbunden und durch Beinlängendifferenzausgleich bessert sich dann auch die Krümmung der Wirbelsäule.
Viele Grüße,
Silas
anhand Deiner Angaben lässt sich dazu keine Aussage treffen.
Habe ich das richtig verstanden, dass noch gar kein Röntgenbild gemacht wurde?
Beziehen sich die 10-15° auf den Krümmungswinkel der Skoliose oder auf die Rotation?
Ohne Röntgenbild kann man den Krümmungswinkel nicht bestimmen...
Wenn bald ein RöBi gemacht werden soll, bestehe auf einer Ganzwirbelsäulenaufnahme, da nur diese eine verlässliche Aussage zur Skoliose ermöglicht.
Es ist schon möglich, dass auf Grund der Skoliose ein Bein kürzer erscheint als das andere. Es gibt aber unterschiedliche Skolioseprofile, so dass von der Kopfhaltung kein Rückschluss auf die Beckenstellung möglich ist.
Eine Beinlängendifferenz kann zu einer skoliotischen Fehlhaltung führen, allerdings ist das normalerweise nicht mit einer Rotation verbunden und durch Beinlängendifferenzausgleich bessert sich dann auch die Krümmung der Wirbelsäule.
Viele Grüße,
Silas
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
(Stephen Hawking)
- sloopy
- Seiten-Eigentümerin

- Beiträge: 6123
- Registriert: Do, 01.11.2001 - 10:17
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: idiopathische thorakolumbal Skoliose
01/2010 thorakal 48°
09/2010 im Korsett 21°
08/2011 72h ohne Korsett ~37° - Therapie: Schroth-KG, 7 Rehas in Bad Sobernheim (91,92,93,95,97,'03,'10)
Rahmouni-Korsett 2002-2004
CCtec-Korsett 2010-2013 - Wohnort: Eifel
- Kontaktdaten:
Re: Rotationsskoliose oder Beinlängendifferenz?
Hallo Markus,
herzlich willkommen im
!
Bei welchem Arzt warst du? Wenn es ein Orthopäde war, dann such dir am besten einen anderen, denn wenn er Ahnung von Skoliose hätte, hätte er gleich ein Röntgenbild gemacht und das vermessen statt einfach irgendeine Gradzahl in den Raum zu werfen. Rotationsskoliose ist auch so ein komischer Begriff- laut Definition ist eine Skoliose eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Rotation der Wirbelkörper, es gibt also genau genommen keine Nicht-Rotations-Skoliose.
Wie Silas schon geschrieben hat, ist eine Röntgenaufnahme unverzichtbar und es sollte eine Wirbelsäulenganzaufnahme sein. Bei Beinlängendiffernzen scheiden sich die Geister, es gibt da sehr unterschiedliche Meinungen, auch in Bezug auf Skoliose.
Aus welcher Gegend kommst du denn?
Gruß, sloopy
herzlich willkommen im
!Bei welchem Arzt warst du? Wenn es ein Orthopäde war, dann such dir am besten einen anderen, denn wenn er Ahnung von Skoliose hätte, hätte er gleich ein Röntgenbild gemacht und das vermessen statt einfach irgendeine Gradzahl in den Raum zu werfen. Rotationsskoliose ist auch so ein komischer Begriff- laut Definition ist eine Skoliose eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Rotation der Wirbelkörper, es gibt also genau genommen keine Nicht-Rotations-Skoliose.
Wie Silas schon geschrieben hat, ist eine Röntgenaufnahme unverzichtbar und es sollte eine Wirbelsäulenganzaufnahme sein. Bei Beinlängendiffernzen scheiden sich die Geister, es gibt da sehr unterschiedliche Meinungen, auch in Bezug auf Skoliose.
Aus welcher Gegend kommst du denn?
Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich
"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
-
Saphira
- Profi

- Beiträge: 1511
- Registriert: Mo, 07.06.2010 - 13:49
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Skoliose: hochthorakal 15°, thorakolumbal 19°;
Hüftdysplasie bds. - Therapie: "normale" KG; Schroth-Reha in Sobi 04.2011 und 12.2013; seit 11.2013 Korsett von CCtec -> Mitte 2014 wg. Hüft- und Knieproblemen samt OPs abgebrochen
Re: Rotationsskoliose oder Beinlängendifferenz?
Hallo Markus
Bei mir ist es auch so, dass ich einen Beckenschiefstand habe und damit das rechte Bein "kürzer" ist und ich auch eine leichte Skoliose habe (17°). Allerdings habe ich eine wohl angeborene Hüftfehlstellung, wodurch ich seitendifferente Schenkelhalswinkel habe, die bei mir ursächlich für den Beckenschiefstand sind. Und daraus hat sich bei mir wohl im Laufe der Jahre die Skoliose entwickelt. Aber so etwas lässt sich nur durch ein Röntgenbild erkennen. Also rate auch ich dir, einen kompetenten Orthopäden aufzusuchen und dich röntgen zu lassen. Für eine vernünftige Diagnose einer Skoliose und um diese auch vernünftig ausmessen zu können, ist eine Wirbelsäulenganzaufnahme (also dass die komplette Wirbelsäule auf einem Röntgenbild abgebildet ist) dringend erforderlich. In deinem Fall wäre es eventuell auch sinnvoll, das Becken nochmals extra zu röntgen, um eine eventuelle Hüftfehlstellung erkennen zu können. Vorher ist es für uns Laien schwierig, deine Situation beurteilen zu können und dir konkrete Ratschläge zu geben. Ich hoffe dennoch, dass ich dir ein wenig weiterhelfen konnte.
Grüßle,
Saphira
Das ist die berühmte Frage nach der Henne und dem Ei. Von außen lässt sich das schlecht beurteilen, was nun was bedingt. Das fällt sogar vielen Ärzten schwer, weil es gar nicht so leicht zu beurteilen ist. Behandelt wird dann i.d.R. beides, denn es hängt ja auch irgendwie zusammen.Markus91 hat geschrieben: Habe ich eine Skoliose die ursächlich für die scheinbar unterschiedlich langen Beine ist oder verschieden lange Beine, die ursächlich für die Skoliose sind?
Bei mir ist es auch so, dass ich einen Beckenschiefstand habe und damit das rechte Bein "kürzer" ist und ich auch eine leichte Skoliose habe (17°). Allerdings habe ich eine wohl angeborene Hüftfehlstellung, wodurch ich seitendifferente Schenkelhalswinkel habe, die bei mir ursächlich für den Beckenschiefstand sind. Und daraus hat sich bei mir wohl im Laufe der Jahre die Skoliose entwickelt. Aber so etwas lässt sich nur durch ein Röntgenbild erkennen. Also rate auch ich dir, einen kompetenten Orthopäden aufzusuchen und dich röntgen zu lassen. Für eine vernünftige Diagnose einer Skoliose und um diese auch vernünftig ausmessen zu können, ist eine Wirbelsäulenganzaufnahme (also dass die komplette Wirbelsäule auf einem Röntgenbild abgebildet ist) dringend erforderlich. In deinem Fall wäre es eventuell auch sinnvoll, das Becken nochmals extra zu röntgen, um eine eventuelle Hüftfehlstellung erkennen zu können. Vorher ist es für uns Laien schwierig, deine Situation beurteilen zu können und dir konkrete Ratschläge zu geben. Ich hoffe dennoch, dass ich dir ein wenig weiterhelfen konnte.
Grüßle,
Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.
- SchwarzeSchnecke
- Vielschreiber

- Beiträge: 736
- Registriert: Sa, 20.01.2007 - 22:40
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Bindegewebsschwäche, Hypermobilität, Hyperkyphose, leichte sek. Skoliose 3b rechts, kissing spine disease (BWS), Bandscheibenprotrusionen; Depressionen
- Therapie: Rahmouni-Korsett 2007-2012, Gymnastik/ KG (diverse), Schwimmen
- Wohnort: Württemberg
Re: Rotationsskoliose oder Beinlängendifferenz?
Hallo,
Eine echte Beinlängendifferenz ist selten (und auch nicht in 10 Sekunden zu diagnostizieren); meist steckt eine Skoliose mit Hüftbeteiligung dahinter. Da sollte dann zuerst die Skoliose sauber diagnostiziert und behandelt werden. Erst wenn das dann nicht ausreicht, empfiehlt es sich, über eine einseitige Schuherhöhung nachzudenken.
VG, Anne
Eine echte Beinlängendifferenz ist selten (und auch nicht in 10 Sekunden zu diagnostizieren); meist steckt eine Skoliose mit Hüftbeteiligung dahinter. Da sollte dann zuerst die Skoliose sauber diagnostiziert und behandelt werden. Erst wenn das dann nicht ausreicht, empfiehlt es sich, über eine einseitige Schuherhöhung nachzudenken.
VG, Anne
Ausgewachsen und trotzdem korrigierendes Korsett? - Na klar!
Letzter Korsett-Thread: viewtopic.php?t=20971 • Reha in Bad Salzungen: viewtopic.php?f=9&t=10543 • Hypermobilität: viewtopic.php?f=4&t=21414
Ich habe dieses Forum verlassen.
Letzter Korsett-Thread: viewtopic.php?t=20971 • Reha in Bad Salzungen: viewtopic.php?f=9&t=10543 • Hypermobilität: viewtopic.php?f=4&t=21414
Ich habe dieses Forum verlassen.
