nun doch Korsett

Alles zur Korsett-Therapie für Jugendliche und Erwachsene bei Skoliose, Morbus Scheuermann, Kyphose ...
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mamaratlos
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2009 Korsi von CCtech Herr Nahr
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SOHN: kg nach Schroth, März/April Sobi 2011
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von mamaratlos »

:hallo: Hallo Robhino

Wär hätte das gedacht nach dem du eigentlich den ,bequemeren" Weg (OP) nehmen wolltes .Machst du es doch ganz gut.:ja:
Wünsche dir das die Eingewöhnungszeit schnell vorbei geht. :daumendrueck:


Viele liebe grüße aus den Ruhrpott


Mamaratlos
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Unsere Skoliosegeschichte findet ihr hier: Berlin -Herr Nahr und Kletti
Sohnemann´s Geschichte

Ich werde den Kopf nicht in den Sand stecken und warten bis mich ein Strauß besucht
robinho
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Hallo, nun habe ich mein Korsett ja schon fast 2 Wochen und es geht langsam aufwärts mit den Tragezeiten. Aber das Schlafen schaffe ich immer noch nicht, ich kann mich da einfach nicht entspannen.
Das größte Problem ist nach wie vor der rechte Arm, der etwas absteht, darum siehr man auch deutlich, wenn ich ein Korsett trage. Ich kann immer kaum glauben wenn hier Leute sagen, man sieht bei ihnen das Korsett nicht. Bei mir sieht man es schon sehr deutlich.

Heute hat meine Mutter auch zum ersten Mal mit dem Skoliometer meinen Rippenbuckel vermessen-nach wie vor 13°. Ich muss zugeben ein wenig hatte ich schon auf eine Verbesserung gehofft, aber nach so einer kurzen Zeit und noch dazu mit noch kurzer Tragedauer ist das wohl unrealistisch, aber man hofft ja doch gerne... :)
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Skolimama »

Hallo Robino,

kopf hoch - das wird schon noch - je besser du dich an das Korsett gewöhnst, desto weniger sieht man dir dein Korsett an. Ich hab heute zu meiner Tochter gesagt, wieso hast du dein Korsett nicht an. Anwort: aber ich habs doch an. Hab dann noch abgetastet, sonst hätt ich ihr das nicht geglaubt :lach: (trägt seit Februar ein Rahmouni Korsett bei 55 Grad Skoliose - Tragezeit zur Zeit 20 - 23 h täglich)

LG Skolimama
robinho
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Solch eine Tragezeit ist natürlich toll :)
Dafür werde ich wohl noch eine ganze Weile brauchen...
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sloopy
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von sloopy »

Hallo robinho!
robinho hat geschrieben:Aber das Schlafen schaffe ich immer noch nicht, ich kann mich da einfach nicht entspannen.
Ich hab in meinem ersten Rahmouni drei Monate gebraucht, bis ich damit schlafen konnte. Nach zwei Wochen ist das also noch voll ok.

robinho hat geschrieben:Ich kann immer kaum glauben wenn hier Leute sagen, man sieht bei ihnen das Korsett nicht. Bei mir sieht man es schon sehr deutlich.
Mit der Zeit wirst du dich immer flüssiger im Korsett bewegen und je natürlicher du dich darin bewegst, desto weniger fällt es der Außenwelt auf. Außerdem musst du bedenken, dass Andere ja nicht so darauf achten wie du es jetzt (noch) tust.

robinho hat geschrieben:Heute hat meine Mutter auch zum ersten Mal mit dem Skoliometer meinen Rippenbuckel vermessen-nach wie vor 13°. Ich muss zugeben ein wenig hatte ich schon auf eine Verbesserung gehofft, aber nach so einer kurzen Zeit und noch dazu mit noch kurzer Tragedauer ist das wohl unrealistisch, aber man hofft ja doch gerne... :)
Gut, dass du schon selber eingesehen hast, dass diese Erwartung etwas hoch gegriffen war. ;)

Gruß, sloopy
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Was ich noch sagen wollte: Vorhin beim Duschen habe ich ein richtig schlimm aussehendes Hematom im Achselbereich/obere Brust gesehen. Tut zwar nicht weh, sieht aber schlimm aus. Kam vielleicht vom Auto fahren, das habe ich heute zum ersten mal im Korsett gemacht, und es war furchtbar...
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Dalia
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Dalia »

Robinho, ich finde es früh, jetzt schon im Korsett mit dem Auto zu fahren, solange du damit noch nicht klar kommst. :eek: Das solltest du nur machen, wenn du dich im Korsett auch einigermaßen wohl fühlst, sonst bist du ein Risiko für den Verkehr und der Verkehr für dich. Wie sind denn deine Tragezeiten bis jetzt? Trägst du es schon bei der Arbeit (oder was machst du beruflich?)?
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von minimine »

Hallo robinho,

jetzt schon damit Auto zu fahren halte ich auch für viel zu früh. Du solltest es schon problemlos tragen können, bevor du damit fährst.
Ich hab mich z.B. erstmal auf nem großen freien Parkplatz versucht.

LG
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Es war ja auch nur eine Fahrtzeit von 2x 5 Minuten, wäre es länger hätte ich es nicht gemacht.
Die Tragezeiten steigen etwas. Bis Mitte November habe ich immer etwa 10 Stunden am tag beruflich zu tun. Da muss ich ziemlich beweglich sein (an Schaltschränken verdrahten etc.), von daher habe ich es noch nicht mirgenommen. Außerdem würde ich es ja sowieso momentan höchstens 3 Stunden am Stück schaffen. Es dann ständig an und auszuziehen wäre blöd. Mich stört ja noch einiges am Korsett, ich hoffe Herr Rahmouni kann da was machen, wenn ich am 1.10. wieder bei ihm bin.
Und natürlich ist es noch so, dass ich mich für das Korsett schäme. Das ist auch der Hauptgrund, weswegen ich es noch nicht außerhalb trage.
Ab Mitte November geht dann wieder das Studium los, da kann ich es auf jeden Fall richtig lange tragen.
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Dalia
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Dalia »

Robinho, vermutlich ist das Korsett richtig gebaut. ;) Aber wenn du nach mehreren Wochen immer noch Stellen hast, die dich stören, dann kann Rahmouni das wahrscheinlich verbessern. Dir rennt nix davon, trag das Korsett ruhig erst außerhalb, wenn du dich richtig eingewöhnt hast. Aber wenn du eine Crash-Tour machst, geht es natürlich schneller.
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Hallo, ich habe an den Druckstellen neuerdings leicht ausgeprägten roten Ausschlag, der aber nicht schmerzt. Muss ich mir Sorgen machen?
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Silas
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Silas »

Was meinst Du mit Ausschlag, kannst Du das etwas näher beschreiben?
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Naja, rötliche Erhebungen.
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Dalia »

Au jeh, so ohne Bild und bei einer so knappen Beschreibung ist das ganz schwierig zu beurteilen. Sind es Pusteln? Es kann harmlos sein, es kann ein normaler Prozess sein, es kann aber auch aufg eine Entzündung hinweisen. Tut mir leid, aber bei so einer knappen Beschreibung kann ich dir nur diese Antwort präsentieren. Ich würde aber meinen, wenn es nicht weh tut, dass alles o.k. ist und die Haut sich erst an den neuen Druck gewöhnen muss.
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Silas »

Jucken diese erhebungen?

Sehen diese aus wie Schnakenstiche, Hautreaktion nach Brennesselkontakt oder sind es großere Quaddeln?

Hattest Du ein neues, noch ungewaschenes Hemd an oder hast ein neues Waschmittel verwendet?

Es gibt auch Ausschläge, die durch mechanische Reizung der Haut verursacht werden.

Hast Du schon probiert, ob es durch Kühlen oder Auftragen einer Salbe mit Hydrocortison besser wird?
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Hallo, gestern war nun mein Kontrollröntgen. Ich war zuerst in Stuttgart, wo mir Herr Rahmouni das Korsett abartig eng geschnallt hat. Selbst er hat gesagt, das ist schon ganz schon fest, und das will was heißen denke ich mal. Die Fahrt nach Leonberg war die Hölle, ich habe es gerade so ausgehalten. Ich rechnete fast mit einer Überkorrektur, aber als ich dann das Bild sah, traf mich der Schlag:
26° thorakal, 16° lumbal (mit 1cm Unterlage), ohne hatte ich 34/26 (ich werde das gestrige Bild noch reinstellen).
Das ist natürlich eine Tragödie. Auch Rahmouni räumte ein, dass das zu wenig ist. Dr. Hoffmann habe ich gar nicht gesehen. Ich habe dann mit Herrn Rahmouni sehr lange gesprochen. Er hat mich etwas aufgebaut. Ich hätte nie gedacht, dass ich gerade mal so beweglich bin wie ein 60jähriger. Herr Rahmouni meinte, meine Skoliose will sich noch nicht öffnen. Mein Th6 und Th7 sind eben doch schon ziemlich keilförmig deformiert, und das geht nicht so leicht zu begradigen. Er meinte auch, dass es seiner Meinung nach gar nicht so sehr auf den Cobb-Winkel ankommt, sondern auch auf die Verdrehung. Gestern hatte er einen Patienten, welcher kaum 16° hatte, dafür aber eine Rotation vom Grad 4 nach Nash/Moe! Meine Verdrehung ist ja nun mal auch recht stark ausgeprägt. Außerdem meinte Herr Rahmouni, als ich ihn darauf ansprach dass viele Patienten ja eine Begradigung oder sogar Überkorrektur in seinem Korsett erreichen, dass bei mir eben ganz schön viel Muskelmasse da ist und das ist dann nicht so leicht zu bewegen wie eine zierliche 14jährige.
Und er meinte ich muss viel KG machen, um die konkave Seite zu dehnen.
Wie dem auch sei, er denkt es dauert bei mir einfach länger. ich werde auf jedne Fall dran bleiben und weiter machen.
Aber was meint ihr, ist es gut zu versuchen, so eine fixierte Skoliose aufzubrechen?

Heute war ich dann in München im ZEM, die Top-Adresse in Deutschland, wenn es um Beinverlängerungen geht. Jährlich werden in Deutschland etwa 200 Beine verlängert, und 100 davon gehen auf das Konto des ZEMs.
Die Verkürzung wurde zum ersten mal radiologisch ausgemessen, und meine Vermutung bestätigt: 33mm (!) ist das linke Bein kürzer als das rechte, davon 10mm in Unterschenkel, 16 im Oberschenkel und 7 liegen am Becken. Er hat dann noch alle möglichen Drehungswinkel meiner Beine gemessen, da ja auch Achsfehler in der OP korrigiert werden können, ist aber bei mir nicht der Fall, bis auf die negative Streckung des linken Knies, das kann aber auch etwas korrigiert werden in der OP. OP-Termin ist der 28.2., die KK muss noch zusagen, aber da bei 22mm Indikation beginnt, sollte das kein Problem sein. Es wird nur der linke Oberschenkel verlängert, dafür etwas überverlängert, damit die Gesamtlänge passt, denn wegen dem einen cm im Unterschenkel will er mir nicht extra die Knochen brechen.
Ich muss hier Dr. Hoffmann Inkompetenz oder zumindest Betriebsblindheit unterstellen, denn er hat ja schließlich meine Beckenkämme auf dem Röntgenbild gesehen und meinte "Ja, 1cm sollten wir schon machen".
Ich bin mir sicher, und der Arzt im ZEM auch, dass das im Lot stehende Becken, wenn es denn so kommt, meine lumbale Krümmung positiv beeinflusst. Und damit vielleicht auch meine thorakale.

Nun ja, so viel zum Stand meiner Dinge.
cogito

Re: nun doch Korsett

Beitrag von cogito »

Was hältst Du denn davon, die Wirkung einer Beinverlängerung erst mal auszuprobieren, indem Du alle Deine Schuhe links um die geplanten cm erhöhen lässt und ein paar Monate lang so herumläufst?
Wer weiß, womöglich kommt Deine Wirbelsäule total aus dem Lot, wenn die Beckenstellung zwar ausgeglichen wird, aber die Wirbelsäule wegen ihrer doch schon ausgeprägten Steifigkeit die erforderlichen Ausgleichseinstellungen nicht mitmacht!
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von sloopy »

Hallo robinho,

ich kann mir vorstellen, dass gerade du sehr enttäuscht bist von diesem Ergebnis. Es zeigt aber mal wieder, dass man sich als Erwachsener in Bezug auf radiologische Korrektur nicht zu viel von einer Korsett-Therapie versprechen sollte. Aber wie Herr Rahmouni dir schon sagte- Cobbwinkel sind nicht alles.

Ich halte die KG auch für sehr wichtig. Ich weiß nicht, ob du es mitbekommen hast- ich hatte in meinem ersten Rahmouni-Korsett thorakal eine Korrektur von 50° auf 31°, jetzt in meinem zweiten CCtec-Korsett habe ich eine Korrektur von 48° auf 22°, obwohl ich acht Jahre älter (und somit sicher nicht beweglicher) bin. Aber dem Korsett ging eine sehr intensive Schroth-Reha voraus, in der schon zwei Wochen lang alle Strukturen aufgedehnt wurde. Hast du eigentlich schon eine Reha beantragt?

Zur Beinlängendifferenz-Op kann ich dir nichts sagen, wünsche dir aber viel Erfolg und dass die OP wunschgemäß verläuft!

Gruß, sloopy
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Silas »

Hallo Robinho,
robinho hat geschrieben: gestern war nun mein Kontrollröntgen. Ich war zuerst in Stuttgart, wo mir Herr Rahmouni das Korsett abartig eng geschnallt hat. Selbst er hat gesagt, das ist schon ganz schon fest, und das will was heißen denke ich mal. Die Fahrt nach Leonberg war die Hölle, ich habe es gerade so ausgehalten.
... deshalb nennen wird das auch scherzhaft "Höllenfahrt" ;)
robinho hat geschrieben: Ich rechnete fast mit einer Überkorrektur, aber als ich dann das Bild sah, traf mich der Schlag:
26° thorakal, 16° lumbal (mit 1cm Unterlage), ohne hatte ich 34/26 (ich werde das gestrige Bild noch reinstellen).
Das ist natürlich eine Tragödie.
Lass Dich dadurch nicht total entmutigen.

Zum einen ist das optische Ergebnis (und das ist ja Dein Hauptproblem) nicht nur vom radiologischen Befund abhängig - ein gutes Korsett bringt hierbei meist innerhalb überschaubarer Zeit gute Ergebnisse.
Zum anderen ist es möglich, dass die WS zuerst nicht sooo viel nachgibt und es nach einiger Zeit dann (manchmal sogar schlagartig) doch tut. Bei Rahmouni kannst Du auf jeden Fall sicher sein, dass er das beste für Dich rausholt.
Es ist jetzt nicht 100% vergleichbar, aber bei OP-Patienten mit Halo wird das eindrucksvoll deutlich: Manchmal passiert über Wochen nichts und dann "wachsen" diese Patienten plötzlich mehrere Zentimeter in kurzer Zeit.
robinho hat geschrieben: Wie dem auch sei, er denkt es dauert bei mir einfach länger. ich werde auf jedne Fall dran bleiben und weiter machen.
Das ist eine gute Entscheidung, auch wenn Sie von Dir Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit verlangt.
robinho hat geschrieben: Aber was meint ihr, ist es gut zu versuchen, so eine fixierte Skoliose aufzubrechen?
Deine Skoliose ist ja nicht mit Knochenspangen fixiert, sondern durch Strukturen, die sich auch in Deinem Alter noch verändern lassen, "aufbrechen" ist deshalb zu viel gesagt, "aufdehnen" trifft es besser. Und ich denke, Du solltest es versuchen, was hast Du zu verlieren?
robinho hat geschrieben: Heute war ich dann in München im ZEM, die Top-Adresse in Deutschland, wenn es um Beinverlängerungen geht. Jährlich werden in Deutschland etwa 200 Beine verlängert, und 100 davon gehen auf das Konto des ZEMs.
Die Verkürzung wurde zum ersten mal radiologisch ausgemessen, und meine Vermutung bestätigt: 33mm (!) ist das linke Bein kürzer als das rechte, davon 10mm in Unterschenkel, 16 im Oberschenkel und 7 liegen am Becken. Er hat dann noch alle möglichen Drehungswinkel meiner Beine gemessen, da ja auch Achsfehler in der OP korrigiert werden können, ist aber bei mir nicht der Fall, bis auf die negative Streckung des linken Knies, das kann aber auch etwas korrigiert werden in der OP. OP-Termin ist der 28.2., die KK muss noch zusagen, aber da bei 22mm Indikation beginnt, sollte das kein Problem sein. Es wird nur der linke Oberschenkel verlängert, dafür etwas überverlängert, damit die Gesamtlänge passt, denn wegen dem einen cm im Unterschenkel will er mir nicht extra die Knochen brechen.
Ehrlich gesagt finde ich Dein Streben nach äußerlicher Perfektion schon ziemlich bedenklich.

Das ZEM ist DIE Adresse in Deutschland, wenn es um Beinverlängerung geht, da hast Du schon Recht. Dass die Dich operieren wollen, obwohl Du keine Schmerzproblematik hast, finde ich aber sehr bedenklich. Ich kenne das ZEM von Kleinwüchsigen, die sich ihre krummen und kurzen Beine z.B. um 20-30 cm verlängern ließen und in diesen Fällen finde ich das auch sinnvoll.

Dass die Krankenkasse - und damit die Versichertengemeinschaft - jetzt statt einer vergleichsweise preiswerten Schuherhöhung, mit der sich Dein Problem genauso gut behandeln ließe und was man, falls dadurch Beschwerden auftreten - was durchaus der Fall sein kann - wieder rückgängig machen könnte, Kosten von 70.000 - 100.000 € entstehen, finde ich echt unverschämt.

robinho hat geschrieben: Ich muss hier Dr. Hoffmann Inkompetenz oder zumindest Betriebsblindheit unterstellen, denn er hat ja schließlich meine Beckenkämme auf dem Röntgenbild gesehen und meinte "Ja, 1cm sollten wir schon machen".
Es ist nicht immer sinnvoll, die komplette Beinlängendifferenz auszugleichen, manchmal ist es besser, weniger auszugleichen oder sich langsam herauzutasten, weil es eine erhebliche Umstellung für den Körper ist und der Schuss auch nach hinten losgehen kann.

robinho hat geschrieben: Ich bin mir sicher, und der Arzt im ZEM auch, dass das im Lot stehende Becken, wenn es denn so kommt, meine lumbale Krümmung positiv beeinflusst. Und damit vielleicht auch meine thorakale.
Das würde ich an Deiner Stelle erst einmal mit Schuherhöhungen austesten. Es kann sich positiv auswirken, kann aber auch Deine Statik komplett aus dem Lot bringen.

Also, überdenk das ganze nochmal in Ruhe, es muss nicht immer gleich die radikalste aller Möglichkeiten als erstes angegangen werden.

Viele Grüße,
Silas
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Re: nun doch Korsett

Beitrag von Saphira »

Hallo Robinho,

da ich selbst unter einem nicht unerheblichen Beckenschiefstand mit einer Beinlängendifferenz leide, möchte ich dazu auch kurz etwas sagen :D . Bei mir wurde mittels Videorasterstereografie eine Differenz von 18 mm ausgemessen, ein früherer Orthopäde hat auf dem Röntgenbild mal 2 cm ausgemessen, also irgendwas um 20 mm rum. Man hat bei mir mittels eben jener Videorasterstereografie versucht herauszufinden, wie sich ein Beinlängenausgleich auf meine Skoliose und meine Rotation auswirkt. Das Ergebnis war, dass, je mehr versucht wurde, auszugleichen, desto schlimmer wurde die Skoliose und vor allem die Rotation. Bei 0,5 cm zeigte sich eine leichte Verbesserung, ab dann wurde es wieder schlimmer. Seitdem trage ich an besagtem kürzeren Bein Einlegesohlen von 0,5 cm und gefühlsmäßig passt das so auch ganz gut. Mein alter Orthopäde hat mir damals Schuherhöhungen von 2 cm verschrieben. Leider konnte ich damit gar nicht laufen, bekam Rücken- und Gelenkschmerzen und bin ständig über unebene Stellen oder Treppen hoch gestolpert. Aus diesem Grund habe ich diese Schuhe selten getragen. Inzwischen hat sich eben auch bestätigt, dass man bei mir nicht alles ausgleichen darf, weil sonst alles eher schlimmer wird. Deshalb schließe ich mich meinen Vorrednern an, überlege es dir gut. Probier es doch zuerst einmal mit Schuherhöhungen und schau, wie du damit klarkommst. Lass es doch mal vermessen, wie deine Skoliose und deine Rotation auf eine Schuherhöhung reagieren. Du hast doch einen Skoliometer zu Hause? Lege dir doch zu Hause mal jeweils irgendwelche Holzplatten oder Zeitschriften drunter, idealerweise 0,5 cm-weise und lass jeweils deinen Skoliometerwert messen, ohne Erhöhung, mit 0,5 cm, mit 1 cm bis 3 cm. Schuherhöhungen kannst du rückgänig machen, eine OP nicht.

Grüßle,

Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.
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