Ich bin ratlos

Schreibe deinen Erfahrungsbericht zur Skoliose, Schmerzbekämpfung etc. oder tausche Erfahrungen mit Leidensgenossen aus
Saphira
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Beitrag von Saphira »

Hallo

@ Minimine: Danke für die Infos. Ich werde mal bei der für meinen Studiengang zuständigen Studienberatung nachfragen, vielleicht wissen die ja, wie so etwas gehandhabt wird. Ansonsten wäre es natürlich am sinnvollsten, so eine Reha in die Semesterferien zu verlegen. Das Problem ist nur, dass ich in den nächsten Semesterferien Vordiplomprüfungen habe und somit erst wieder in einem Jahr in den Semesterferien Zeit hätte :D .

@ Lenaluna: Na ja, ich hatte auch eher das Gefühl, dass meine Physiotherapeutin noch nicht so viel Erfahrung hat. Sie hat sich zwar Mühe gegeben, aber es scheiterte letztendlich dann halt doch an mangelnder Erfahrung (sie ist noch relativ jung). Und da ich noch nicht so lange in der Gegend wohne, bin ich halt einfach mal irgendwohin gegangen, was mir empfohlen wurde. Na ja, die mögen sicherlich bei einfacheren Sachen gut sein, aber eben leider nicht für mein spezielles Problem. Deshalb werde ich beim nächsten Rezept auf jeden Fall eine andere KG-Praxis aufsuchen. Irgendwie scheint bei mir wohl auch die Komplexität das Problem zu sein. Entweder die Physios konzentrieren sich auf die Hüfte, dann ist die Hüfte ne Weile gut aber der Rücken schlecht. Oder sie konzentrieren sich auf den Rücken, dann ist die Hüfte wieder schlecht. Aber beides zusammen haut irgendwie nicht hin :D . Aber genau das wäre gerade bei mir (und wohl auch bei dir) ganz wichtig, dass man alle Baustellen zusammen betrachtet und gemeinsam behandelt, sonst wird das wohl nie was.

Grüßle,

Saphira
Lenaluna
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

Du hast Recht, das Ganzheitliche fehlt auf vielen Ebenen. Bei meiner ehemaligen KG wurde ja auch nur auf das Training für Bauch- u. Rückenmuskeln geachtet. Vielleicht wäre für Dich, auch aufgrund Deiner Skoliose, ein Korsett oder eine Orthese hilfreich? Was Schroth angeht so ist das auch ganzheitlich angelegt. Von "entweder dies ist gut" "oder entweder das ist gut" hast Du ja nichts.

Vielleicht hast Du in der Nähe ein Reha-Zentrum (wenn auch nur ein Kleines?)?

Jetzt geht die Physio "systematisch" meinen Rücken von oben bis unten ab: die Massage beginnt auf dem Bauch liegend im Nacken bis runter vor dem Po. Dann muss ich mich auf die Seite drehen und es fängt von vorne an. Das Gleiche auf der anderen Seite.

Sie macht allerdings nicht die verordnete "klassische" Massage, sondern eine "Dehnmassage". Damit bereitet sie die Muskeln auf die Detonation vor.

Meine D-Ärztin hat mir halt noch richtige Massage und Fango zu der KG verschrieben (sie meint nur KG wäre Blödsinn). Das nutzt meine jetzige Therapeutin voll für die Dehnungen aus.

Hat Deine ehemalige Physio eigentlich nicht reagiert, als Du ihr die verursachten Schmerzen mitgeteilt hast? Was hat sie dazu gesagt bzw. getan?

LG
Lenaluna
Saphira
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Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

na ja, meine (ehemalige) Physio hat dann halt versucht, vorsichtiger zu massieren und sowohl das Fango als auch die Rotlichtbestrahlungen weggelassen, weil die mir nicht gut getan haben. Ansonsten hat sie nicht reagiert, sondern war eher nur ratlos. Sie meinte, ich solle das mit Dr. Hoffmann nochmals abklären. Meiner Meinung nach war das halt "nur" normale Massage und oben im Nacken-/Schulterbereich war's ja auch noch einigermaßen angenehm, aber sobald sie runter ging Richtung Lendenbereich, tat's höllisch weh. Und da sind halt gerade auch die größten Schmerzen, da wo die Hauptkrümmung der Skoliose sitzt und wo auch die Rotation ist. Im BWS-Bereich sind es "nur" die üblichen Verspannungen und die kriege ich sicher auch wieder weg, irgendwann zumindest :D . Aber unten im LWS-Bereich, das ist irgendwie komisch und das macht langsam auch echt keinen Spaß mehr, wenn man jeden Morgen kaum aus dem Bett aufstehen kann vor Schmerzen und den halben Tag recht steif durch die Gegend läuft. So extrem wie zur Zeit, war es noch nie, zumindest nicht so langanhaltend :nein: . Deine Physio scheint da wohl mehr Ahnung zu haben. Ich wäre ja schon froh gewesen, wenn es danach "nur" für 30 Minuten besser gewesen wäre, aber bei mir war es danach ja immer für 2 Stunden lang schlimmer. Aber jetzt ist es bei mir ja erstmal vorbei und nächsten Montag geh ich ja wieder zu Dr. Hoffmann und werde da nicht eher locker lassen, ehe er mir nicht eine vernünftige Erklärung für die Herkunft meiner Schmerzen gegeben hat :D . Ich drücke dir die Daumen, dass es dieses Mal bei dir Besserung verschafft. Schmerzen können einen mit der Zeit echt wahnsinnig machen.

Grüßle,

Saphira
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

Du hast Recht: Schmerzen können Einem wahnsinnig machen.

Was skoliose ist weiß ich ja nun. Ich frage mich, ob bei einer Skoliose bzw. Rotation sich die Muskeln "mitverdrehen"? Vom normalen Denken her würde ich "ja" sagen.

Ich stelle mir einen Muskel bei skoliose wie ein gespanntes und dazu noch verdrehtes Gummiband vor. Außerdem hat man in der LWS auch austretende Nerven (die die Drehung der WS zwangsweise mitmachen müssen).

Zum Einen glaube ich, dass so der Muskelstoffwechsel nicht mehr richtig funktioniert und es dadurch zu Verklebung bzw. Verspannung kommt. Zum Anderen glaube ich, dass das auf die Nerven drücken muss. Beides zusammen - denke ich - schmerzt höllisch. Naja, und wenn dann auf die Stellen auch noch Druck ausgeübt wird (Massage) werden die ohnehin gereizten Gebiete ja noch mehr gereizt. Vielleicht war das eine Überreizung, da Du Dich ja hinterher noch bewegt hast (gelaufen bist). Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie Du Dich gefühlt haben musst bzw. fühlst.

Bei Überreizung der Muskeln kann es bis zum Zusammenklappen und Erbrechen führen (wie bei mir). Danach ging es mir 2 Tage richtig elend - so wie Dir auch.

Ich finde es - genau wie Du - sehr schwer auf einmal so eingeschränkt zu sein. Manchmal möchtw ich alles hinwerfen und mich heulend in eine Ecke verziehen.

Ich werde jetzt meine "Ärzte" wechseln - sprich ich werde mir einen D-Arzt suchen, der Orthopäde ist.

Ich hoffe, dass für Dich die Zeit bis zu Doc Hoffmann sehr schnell umgeht!! :)

LG
Lenaluna
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Never Ending Story

Beitrag von Lenaluna »

Hallo ihr Lieben,

ich wollte kurz berichten, was bei der Szinti bzw. H. Püttmann in Essen rauskam:

1. Szinti
Im letzten Wirbel der LWS und am ersten Wirbel der SWS habe ich Veränderungen im Knochenstoffwechsel. Was genau wird ein CT bzw. röntgen (mal wieder... :nein: ) zeigen. Der Arzt konnte überhaupt nicht verstehen, warum das nicht sofort gemacht wurde. Außerdem hält er die Röbis für nicht gut. Leider ist auf derSeitenaufnahme von Doc Hoffmann die Bleischürze bzw. deren Bügel genau auf den Wirbeln, die fraglich sind.

2. Herr Püttmann
Er hat die Röbis gesehen und meint, dass sie zur Diagnostik ungeeignet seien. Dennoch kann man im Vergleich Januar zu Mai deutlich erkennen, dass die Wirbel der BWS zu eng aneinderliegen und der letzte Wirbel der LWS auf den ersten Wirbel der SWS gerutscht ist. Die Bandscheiben zwischen den Wirbeln ist "zermalmt" durch die Wirbel. Sie wird sich nicht wieder aufbauen lassen. Das "Aufeinanderreiben" der Wirbel bzw. die fehlende Bandscheibe macht mir die Schmerzen in der LWS. Von der Szinti weiß er nichts; trotzdem hat er den Verdacht geäußert, dass ich in der LWS etwas (an-) gebrochen haben könnte. Das würde auch den rasanten Verschleiß erklären.

Er hat mir eine fixierende Orthese für die LWS bis hoch zur BWS empfohlen. Ich hatte kurz ein "Probemodell" an, das mich ganz schön gerade "gequetscht" hat. Allerdings waren die Schmerzen in der LWS sofort weniger (Entlastung).

Das Material für die Orthese kann ich mir aussuchen (Drell, Plastik, Gummi, Leder usw.). Hat jemand für das Material einen Tip für mich?

Die Wirbel LWS/SWS können nun manuell auseindergezogen werden; dann kann ich mir eine künstliche Bandscheibe einsetzen lassen.

Oder die Wirbel werden automatisch zusammenwachsen und dann versteifen.

Beide Lösungen haben mich geschockt!

Die Orthese werde ich dankbar annehmen, da sie mir die Schmerzen im 1. Anlauf sehr gelindert hat. Ich werde mir wohl einen guten Chirurgen suchen müssen, der das beurteilt. Ich habe ein wenig Hoffnung, dass es noch eine 3. Lösung gibt.

H. Püttmann ist - wie Dr. Hoffmann auch - der Meinung, dass - wenn ich von Anfang an richtig behandelt worden wäre (also erstmal strecken usw.) - meine Bandscheibe noch da wäre und die Schmerzen gar nicht erst aufgetreten wären. ;( Außerdem hätte man im KH die Röbis (zumindest aus Januar) richtig machen müssen (seitlich im stehen).

H. Püttmann ist übrigens sehr freundlich und nimmt sich viel Zeit für die Aufklärung bzw. Empfehlung. Er stellt auch verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, die er auch vorführt bzw. anprobieren lässt. Er prüft auch die körperliche Seite und sieht sich die Röntgenbilder genau an, bevor er sich äußert. Außerdem kann er Röbis von einer CD einlesen und "auseinanderdröseln". Insofern fühle ich mich bei ihm sehr gut aufgehoben.

LG von einer im Moment sehr geschockten
Lenaluna
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Lenaluna,

im Großen und Ganzen hört sich das doch erstmal vielversprechend an. :)

Wegen dem CT: Hinterfrage bitte, warum es unbedingt ein CT sein muss und kein MRT. In einem CT bekommst du eine dermaßen hohe Strahlendosis ab und sofern es sich um keinen Notfall handelt ist meistens auch ein MRT, das absolut strahlenfrei ist, ausreichend.
Dennoch kann man im Vergleich Januar zu Mai deutlich erkennen, dass die Wirbel der BWS zu eng aneinderliegen und der letzte Wirbel der LWS auf den ersten Wirbel der SWS gerutscht ist.
Was ist den "SWS"?? :gruebel:
Das Material für die Orthese kann ich mir aussuchen (Drell, Plastik, Gummi, Leder usw.). Hat jemand für das Material einen Tip für mich?
Ich persönlich kenne ja nur Plastik-Korsetts bzw. das Stoffmieder meiner Oma ;)
Was ist den Drell?
Was hat dir denn Herr Püttmann empfohlen bzw. welches Material hatte dieses Probe-Exemplar?
Die Wirbel LWS/SWS können nun manuell auseindergezogen werden; dann kann ich mir eine künstliche Bandscheibe einsetzen lassen.

Oder die Wirbel werden automatisch zusammenwachsen und dann versteifen.
Kann denn mit der künstlichen Bandscheibe der Abnutzungsprozess gestoppt und die Beweglichkeit erhalten bleiben?
Über diese Möglichkeiten würde ich persönlich mit einem guten Wirbelsäulen-Chirurgen mal sprechen. Es gibt ja viele Praxen, die sich auf Bandscheibenproblematiken spezialisiert haben. Gibt es da nicht einen Prof. Grönemeyer in Bochum? Das wäre doch sogar in deiner Nähe.
H. Püttmann ist übrigens sehr freundlich und nimmt sich viel Zeit für die Aufklärung bzw. Empfehlung. Er stellt auch verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, die er auch vorführt bzw. anprobieren lässt. Er prüft auch die körperliche Seite und sieht sich die Röntgenbilder genau an, bevor er sich äußert. Außerdem kann er Röbis von einer CD einlesen und "auseinanderdröseln". Insofern fühle ich mich bei ihm sehr gut aufgehoben.
Schön, dass du dich dort gut aufgehoben fühlst.
Wie geht es denn nun weiter? Wer verordnet dir das Korsett?

LG
Minimine
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Saphira
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Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

jetzt scheinst du wenigstens dem Problem deiner Schmerzen ein wenig näher auf den Grund dran zu sein. Und wenn da eine Bandscheibe so zerstört ist, dann kann ich mir gut vorstellen, dass das höllisch wehtun muss. Aber schön, dass ein Korsett womöglich Linderung bringen kann :zustimm: . Ich hoffe jedenfalls das Beste für dich. Nur stellt sich mir die gleiche Frage wie Minimine: Warum CT und nicht MRT? Ein MRT arbeitet ja mit Magnetfeld und daher ohne schädliche Röntgenstrahlen. Das wäre eigentlich besser für dich, gerade deshalb, weil du in letzter Zeit ja sehr häufig geröntgt worden bist. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen.

Grüßle,

Saphira
CH-heftig
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Re: Never Ending Story

Beitrag von CH-heftig »

Lenaluna hat geschrieben:Hallo ihr Lieben,

Die Wirbel LWS/SWS können nun manuell auseindergezogen werden; dann kann ich mir eine künstliche Bandscheibe einsetzen lassen.

Oder die Wirbel werden automatisch zusammenwachsen und dann versteifen.

Beide Lösungen haben mich geschockt!

Lenaluna
Hallo Lenaluna

Im Moment fehlen Langzeit Erfahrungen mit den Künstlichen Bandscheiben. Es handelt sich um einen Grossen Eingriff und die Firma welche die Bandscheiben herstellt empfiehlt den Chirurgen bei der ersten Operation einen Meckron Netz um die Grosse Gefäße zu legen um so die Nachfolge Operation zu erleichtern.
Falls ich richtig verstanden habe besteht dass Bandscheiben Problem zwischen Lumbalen und Sacralem teil und falls diese 2 Wirbel zusammenwachsen, wird dies die beste Lösung. Eine Bewegungs- Einschränkung wird kaum bemerkbar. Und falls es später noch Probleme geben soll in diesem Bereich, können diese mit vielleicht einer besseren OP Methode als Heute begegnen.
Falls nicht gebrochen ist und keine Einengung der Spinalkanals vorliegt, sondern einen Bandscheiben Vorfall die Ursache führ die Lumbalen schmerzen ist, kann man es auch mit einer Kortison Aplikacion in den Epiduralen Raum probieren. Habe damit gute Erfahrungen gemacht.

LG
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Re: Never Ending Story

Beitrag von CH-heftig »

Voraussetzung führ die Diagnostik vom Bandscheibenvorfall ist aber eine MRT Untersuchung in Lumbosacralem Bereich.

LG
CH-heftig
Lenaluna
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo ihr Lieben,

danke für eure Antworten!

@Minimine
Habe schon viel von hier gelernt und deshalb sofort nachgehakt :D
Ein CT ist in dem Fall besser, da dort die knöchernen Strukturen besser als im MRT dargestellt werden können. Au0erdem brauche ich auch Röbis im Stehen von der linken bzw. rechten Seite.

Für die Bandscheibendiagnostik ist das MRT dann besser, da es die Weichteile besser darstellt.

SWS = Sakralwirbelsäule = unter der LWS zum Po hin (endet im "Zäpfchen", also da, wo man drauf sitzt).

Drell ist ein sehr fester Stoff; die Musterorthese war daraus, ist hautfarben. Eine Kubco-Orthese hat einen noch festeren Stoff, ganz fest ist Plastik. Ich bin der Meinung, je fester die Orthese, desto besser für mich. Bei Stoff habe ich so ein wenig den Gedanken, dass ich das vielleicht mit der Zeit "verknicken" könnte. H. Püttmann stellt mir die Wahl frei.

Mir wurde hier ja der Rat einer Osteopathie-Behandlung gegeben. Im bin am Mittwoch in der Schmerzambulanz im KKH. Dort werde ich das Thema "Korsett im Austausch gegen Medis und KG als langfristige Unterstützung" ansprechen. Dann würde die BG zur Kasse gebeten werden.

Falls die sich dumm stellen, hat H. Püttmann mir einen Ortho genannt, mit dem er eng zusammenarbeitet (d. h. er kennt die Vorteile eine Korsetts genauso gut wie H. Püttmann). Eine Überweisung für den Ortho habe ich bereits. Dann geht die Krankenkasse in Vorleistung und holt sich das Geld von der BG intern wieder. LT. H. Püttmann geht das bei der Vorgeschichte problemlos bei der Krankenkasse.

Ich bin ja fast der Meinung, dass ich den "Kampf ums Korsett" der Krankenkasse überlassen sollte. Bei der BG müsste ich es beantragen und die Genehmigung kann schon mal 1 Jahr dauern. Was meinst Du?

Danke für den Tip mit Herberts Bruder :D . Ich werde hier im Forum mal suchen. Doc Hoffmann hatte meiner Mutter Prof. Lilienqvist in Münster empfohlen. Dann habe ich jetzt wenigstens schon mal 2 Namen.

@Saphira
Ich hatte auf der Heimfahrt von Essen sofort an Dich gedacht. Deshalb habe ich mich ja gestern noch aufgerafft zum Bericht :) (Du hast ja am Montag Termin bei Doc Hoffmann). Vielleicht könnte meine Diagnose eventuell einen Diagnoseansatz für Dich bilden, den Du vielleicht mal bei Doc Hoffmann ansprechen könntest?

Ich bin froh, den Grund für die Schmerzen nun ein wenig besser zu kennen. Ich kam mir vor wie eine Simulantin - da ja nichts "gefunden" wurde.

CT und MRT habe ich weiter oben erklärt. Würdest Du bitte da schauen?

Ich hoffe sehr, dass Du auch bald gute Hilfe und damit zumindest Schmerzlinderung erfährst!! Ich habe eine Bitte an Dich: Versuch es nochmal mit Detonation, strecken usw. Aus meiner Sicht war die Verordnung ja nicht verkehrt - sie wurde nur falsch ausgeführt. Ich kann Dir gerne beschreiben, wie das bei mir nun ist. Vielleicht würde Dir das helfen?

@ch-heftig
Danke für Deine Tips!!! Du hast es richtig verstanden:

[equote]Falls ich richtig verstanden habe besteht dass Bandscheiben Problem zwischen Lumbalen und Sacralem teil [/equote]

Die Knochen haben die Bandscheibe bereits zerrieben und reiben nun aufeinander. Eine Infiltrationstherapie kann mir vielleicht die austretenden Nerven der LWS betäuben. Ist doch irre: ich hatte das vor Monaten meiner D-Ärztin vorgeschlagen und sie verneinte: zu hohes Infektionsrisiko! :wall: Mir wäre viel Schmerz erspart geblieben.

So wie Du das darstellst, klingt die Versteifung wirklich besser. Ich werde so schnell es geht mit einem Chirurgen Rücksprache halten, tendiere aber bereits jetzt zur Versteifung. Was meinst Du: könnte mit dem passenden Korsett die Versteifung kontrolliert ablaufen, d. h. die Knochen könnten gerade zusammenwachsen? Oder ist das nicht möglich?

LG
Lenaluna
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Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

okay, danke, so habe ich das jetzt verstanden, warum CT und nicht MRT :D.

Na ja, nur Massage und Wärme helfen mir absolut gar nicht, sondern verschlimmern die Schmerzen nur. Dehnen ist soweit okay, das probiere ich auch zu Hause, so gut es geht :D . Ich habe mir auch schon überlegt, Dr. Hoffmann darauf anzusprechen, ob ein MRT bei mir als ergänzende Diagnose sinnvoll wäre (nicht dass da bei mir auch schon ein Problem mit den Bandscheiben ist). Mal sehen, was er am Montag dazu meint. Irgendwas muss ja die Ursache für die Schmerzen sein und das kann nicht allein die Skoliose sein, dazu ist sie zu gering.

Ich weiß nur nicht, wie lange es dauert, bis bei dir die zwei Wirbel so zusammengewachsen sind, dass sie versteift sind. Das wird wahrscheinlich schon eine Weile dauern. Aber dann könnten die Schmerzen auch wieder nachlassen. Nur bis dahin willst du sicherlich auch deine Schmerzen vollends loswerden. Da könnte dir ein Korsett sicherlich helfen, vielleicht nicht um den Versteifungsprozess zu beschleunigen, aber zumindest, um die Schmerzen ein wenig zu lindern. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen und auch dafür, dass es mit der Genehmigung zügig klappt.

Grüßle,

Saphira
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

ich würde Doc Hoffmann wegen einem MRT einfach ansprechen. Falls er das nicht möchte, hast Du die Möglichkeit, durch Deinen Hausarzt eine Überweisung zu bekommen (so mache ich das auch - klappt problemlos).

Ich erzähle einfach mal, was bei mir in der KG jetzt läuft:
1. Rotlicht = Entspannung der Muskeln
Ich kann dabei auf der Liege sitzen und zwar so, dass ich mit den Beinen auf dem Boden bin (entlastet den Rücken = entspannt). Der "Rotlichtapparat" (nennt man das so?) wird dann einfach so gedreht, dass er meinen Rücken aus guter Entfernung anstrahlt (ich merke, dass es warm wird, werde aber nicht gegrillt). Das ist die Vorbereitung zu Schritt 2.

2. Massage = Vordehnung der Muskulatur
Meine Physio massiert in dem Sinne gar nicht! Sie streicht sehr vorsichtig von oben nach unten (im Kreuzbereich gar nicht!!) und von der Mitte nach links oder nach rechts. Die Betonung liegt auf STREICHEN, d. h. sie geht gar nicht in die Muskeln hinein, da die durch die Verkürzung eh zuviel Spannung haben und dann sofort übersäuern würden (was den Schmerz verstärkt). Unterm Bauch habe ich ein zusammengerolltes Handtuch - so fällt das Kreuz nicht ins Unendeliche (wodurch ich beim Aufstehen nicht mehr gerade stehen kann u. natürlich Schmerzen habe). So sind die Muskeln auf sanfte Art vorgedehnt für Schritt 3.

3. KG = Detonation
Seitlich liegend oder im Sitzen werden die Muskeln sehr sanft nun in ihrem Verlauf gedehnt (von oben nach unten od. links u. rechts). Ich mache auch Dehnung von innen mit ihr: sie legt die Hand auf eine bestimmte Stelle und ich muss dahinein atmen. Sie drückt dann beim ausatmen sehr sehr sanft die Luft mit raus.

Bei keiner meiner Sitzungen (Hälfte habe ich schon um) ist sie in die Muskulatur gegangen. Auch wurde immer auf eine beschwerdefreie Haltung geachtet. Jedes Mal probiert sie etwas anderes aus und kontrolliert akribisch (schriftlich) den Verlauf. Einmal hatte ich Kopfschmerzen nach einer Behandlung - sie hat sofort den Grund gesucht (ich hatte den Kopf bei der KG falsch gehalten) und das sofort abgestellt (Rolle im Genick).

Mich wundert`s, dass Du Zuhause dehnen sollst?! Ich darf Zuhause gar keine KG machen! Von wem kam die Ansage?

Ich glaube, dass Deine ehemalige Physio einfach nur durchgezogen hat (so wie meine auch :/ ). Vielleicht schilderst Du die Sache mal Doc Hoffmann, denn ich glaube, da ist was falsch bei Dir gelaufen.

Ich drück Dir für Deinen Termin morgen die Daumen und bin gespannt, was dabei rauskommt!

LG
Lenaluna
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Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht, wie die KG bei dir nun abläuft. Bie mir war das total anders. Fango ging ja gar nicht und bei Rotlicht lag ich auch nur auf dem Bauch und die Lampe hing über mir und irgendwann wurde es mir halt zu heiß. Von Entspannung wat da keine Spur. Und bei der anschließenden 30-minütigen Massage lag ich die ganze Zeit auf dem Bauch und sie hat zunächst die stärker verspannte rechte Seite massiert, teilweise regelrecht "zerknetet" und anschließend die linke Seite (nicht ganz so lange wie die rechte). Sie ist da teilweise schon ziemlich fest in die Muskeln reingegangen. Und da ich sehr dünn bin, haben dabei die Muskeln teilweise über die Rippenknochen geschrammt (was äußerst unangenehm ist). Und je weiter sie nach unten Richtung LWS kam, desto mehr hat der Schmerz ausgestrahlt, nach links und rechts und bis ins Steißbein. Und danach hatte ich ja immer erstmal zwei Stunden lang stärkere Schmerzen und konnte kaum mehr von der Liege aufstehen.

Das mit dem Dehnen hat mir mein alter Orthopäde schon gesagt und meine Physio auch. Das erste Rezept war ja ein normales KG-Rezept und da soll man die Übungen ja auch zu Hause machen. Nur kann ich so ziemlich alle Übungen nicht machen, weil die Muskeln sich sonst nur noch mehr verspannen. Deshalb endete das erste KG-Rezept ja auch in Massage :D .

Ich habe das mit den Schmerzen und dass Massage nicht hilft heute bei Dr. Hoffmann angesprochen und ihn auch gefragt, ob da noch was anderes mit die Ursache sein kann. Er meinte dann, dass man in meinem Fall mometan mit ambulanten Maßnahmen nicht mehr weiter kommt und will mich schnellstmöglich für drei Wochen zur Reha schicken. Bis dahin hat er mir nochmal ein Rezept für manuelle Therapie gegeben. Da gehe ich jetzt zu nem anderen Physio (der hoffentlich mehr Ahnung hat :D ). Ein MRT scheint wohl nicht nötig zu sein. Er ist wohl trotz allem der Meinung, dass die Schmerzen und Verspannungen mit der Skoliose zusammenhängen. Na ja, jetzt muss ich erstmal abwarten, was bei dem Reha-Antrag herauskommt :juggle:

Und wie läuft es bei dir jetzt so? Bringt bei dir die KG jetzt was? Ich hoffe doch sehr für dich. Bei mir geht es jetzt in die nächste Runde :D .

Grüßle,

Saphira
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

aus Deinen Äußerungen habe ich auch entnommen, dass es bei Dir anders war. Freut mich, wenn Du mit meiner ausführlichen Erklärung für das nächste Mal vorbereitet bist und somit besser eingreifen kannst!

Uff, dass Muskeln über Knochen geschrammt werden klingt nach aua aua aua... Gut, dass Du da nicht mehr bist!! :)

Ich habe mit meiner Physio über Dich heute gesprochen (habe aber gleich gesagt, dass Du richtige Skoliose hast!). Sie meinte, es könnte sein, dass Dein Ischias-Nerv ein wenig bedrängt oder sogar eingeklemmt ist bzw. dass da überhaupt ein Nerv geklemmt ist. Das würde die starken Schmerzen und das "sich-nicht-mehr-bewegen-können" nach Massage erklären: der Nerv ist durch die Bedrängung gereizt (ähnlich wie wundgeriebene Haut). Naja und wenn man da noch kräftig massiert endet es sehr böse für den Patienten (starke Überreizung). Es tut mir so leid für Dich!! Kann mir vorstellen, wie es Dir ging!!

Der Schmerz zieht bei mir meist über die rechte Pobacke wie ein Blitz ins rechte Bein (manchmal auch links).

Dass die aktive Dehnung sofort in Verspannung endet habe ich leider auch. Ich darf die KG jetzt nur noch passiv mitmachen (mal einen Arm dabei heben ist schon die "größte Bewegung"). Auch für zukünftiges "Haltungsturnen" werde ich die Detonation als Begleitung benötigen.

Ich glaube, dass bei Deiner KG genauso viel Mist gemacht wurde wie bei meiner (wobei Du durch die Skoliose viel schlimmer dran bist als ich) und jetzt haben wir Beide mehr Probleme als vorher.

Super, dass Du bei Doc Hoffmann an Alles gedacht hast!! Dass Du zur Reha sollst ist doch super!! Dann hast Du das "ganzheitliche Betrachten und Behandeln" und kannst wirklich auf eine umfangreiche Diagnostik hoffen! Außerdem werden sie Dir dort bestimmt auch Übungen, Adressen usw. mitgeben, die Dir dann zukünftig auch helfen werden!

Ich freu mich für Dich und mit Dir und hoffe, dass Dein Antrag ganz schnell und problemlos genehmigt wird!!! :)

Die Sache mit dem MRT bei Doc Hoffmann sehe ich kritisch: von mir lagen die Verlaufsröbis ihm vor, trotzdem hat er die aufeinanderliegenden Wirbel nicht erkannt bzw. nicht den Verlaufsbildern entnommen (obwohl deutlich erkennbar).

Aus dem Forum hier weiß ich, dass der Verschleiß bei Skoliose beschleunigt ist. Vielleicht sprichst Du die Ärzte in der Reha darauf an. Ich glaube, dass die dann mehr dazu sagen können (auch mit Prognosen fürs Alter, Familienplanung usw.). Meine Meinung: Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Die KG schlägt nur ganz langsam an (ist ja auch viel passiert/falsch gemacht worden im Vorfeld). Die "skoliotische Fehlhaltung durch die Muskeln" (bitte nicht mit richtiger Skoliose verwechseln!!!) bessert sich langsam in Richtung Symmetrie. Vielleicht rufst Du mal die Hotline in Bad Sobernheim an und erkundigst Dich nach Schroth in Deiner Nähe!! Meine Physio war ja ein Zufallsgriff.

Am Mittwoch gehe ich in die Schmerzambulanz im KH. Dafür hat mir meine Physio extra einen "Zwischenbericht" geschrieben - damit die mir nicht wieder "Muskelaufbau" andrehen. :D

Mal sehen, wie es da laufen wird... nächste Woche habe ich einen Termin bei meinem neuen Orthopäden (von H. Püttmann empfohlen). Bin mal gespannt...

LG
Lenaluna
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Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

ja, das mit der KG scheint so eine Sache für sich zu sein. Wenigstens hatte ich dieses Mal keinen Muskelaufbau. Das hatte ich nämlich wegen meiner Skoliose auch schon mal, als ich deswegen das erste Mal beim Orthopäden war. Die Folgen davon waren schmerztechnisch noch weitaus schlimmer als jetzt. Deshalb bin ich damals (das war vor 8 Jahren) auch so lange nicht mehr wegen der Skoliose zum Orthopäden gegangen. Erst jetzt, nachdem die Schmerzen auch in Ruhe immer deutlicher wurden.

Die Schmerzintensität schwankt bei mir. Morgens ist es am schlimmsten, im Verlaufe des Tages lassen die Schmerzen wieder etwas nach. Langes Sitzen, Gehen, Stehen oder auch Liegen ist unangenehm. Da stehe ich trotz Ferien morgens gerne mal etwas früher auf, weil ich nicht mehr liegen kann :D . Bei manchen Bewegungen fühlt es sich durchaus ein wenig "verklemmt" an. Ich vermute, dass bei mir die Nerven durch die Rotation "mitverdreht" sind und das denen nicht so ganz gefällt. Es fühlt sich jedenfalls anders an, als nur verspannt, eher gereizt (stechender Schmerz, teilweise ausstrahlend, dann wieder nachlassend). Ich glaube auch, dass der Nerv an dieser Stelle durch die Manipulation bei der Massage "überreizt" wurde, was er mir dann eben durch verstärkten Schmerz gezeigt hat. Meine Physio ist darauf leider kaum eingegangen und meinte, das seien trotzdem muskuläre Verspannungen. Klar verspannen sich die Muskeln wohl mit. Aber das tun sie doch immer, wenn etwas weh tut. Nur sollte man dann eben nach der Ursache forschen anstatt wahllos draufrum zu massieren und dadurch alles noch schlimmer zu machen.

Ich setze jetzt meine ganze Hoffnung in die Reha. Ich denke mal, die haben da mehr Ahnung und kennen sich mit Skoliose aus. Meine Physio hat mir eine solche Reha auch nahe gelegt. Ich will endlich eine Verbesserung, Verschlimmerungen hatte ich schon genug :wall: .

Dennoch finde ich es traurig, dass Physiotherapie manchmal genau das Gegenteil erreicht von dem, was damit eigentlich erreicht werden soll und dass dann statt einer Verbesserung gar eine Verschlimmerung eintritt. Man kann da so vieles falsch machen, wenn man nicht alles beachtet (gerade bei solch komplexen Fällen).

Grüßle,

Saphira
Lenaluna
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

Du hast wirklich Recht: manche KG ist schlimmer als Nichtstun!
Die Schmerzintensität schwankt bei mir. Morgens ist es am schlimmsten, im Verlaufe des Tages lassen die Schmerzen wieder etwas nach. Langes Sitzen, Gehen, Stehen oder auch Liegen ist unangenehm. Da stehe ich trotz Ferien morgens gerne mal etwas früher auf, weil ich nicht mehr liegen kann . Bei manchen Bewegungen fühlt es sich durchaus ein wenig "verklemmt" an.
So ist es bei mir auch, nur dass ich halt im Tagesverlauf keine Besserung habe. Auch die stechenden Schmerzen kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich bin dann in der Bewegung, die den Stich auslöst, erstmal "fest" - es geht nichts mehr. Nach einem Moment ist dann auch wieder gut. Wie ist es bei Dir? Hast Du eigentlich auch Krämpfe im Rücken (praktisch wie ein Wadenkrampf - aber im Rücken)?

Deine Physion war wahrscheinlich genauso drauf wie Meine: durchziehen und Geld kassieren. Leider ist das heute oft der Fall (nicht nur in dem Bereich). Ich verstehe den Leistungsdruck des Einzelnen schon - aber ich akzeptiere nicht, dass das Geld verdienen vor dem Menschen bzw. seine Gesundheit steht!

Das ist zwar ein ständiger Kampf mit Ups und Downs, aber ich denke: wenn der Rücken erstmal vollends kaputt gemacht wurde (durch falsche Behandlung) wird mich der Wiederaufbau bzw. die Schadensbegrenzung mehr Kraft kosten als nun im Vorfeld zu kämpfen. Außerdem wer weiß, ob die angerichteten Schäden dann noch reparabel sind?

Dass Dir so langsam die Nerven blank liegen kann ich sehr gut nachvollziehen :D . Ich bin ja morgen in der Schmerzambulanz im KH - vielleicht haben die noch einen guten Tip, den ich an Dich weitergeben kann.

Ansonsten vermute ich, dass Dir auf Dauer ein Korsett und Schroth helfen könnte. Hast Du mal daran gedacht (ich meine jetzt als Versorgung für nach der Reha)?

LG
Lenaluna

PS: In Sachen Eilantrag habe ich in Deinem anderen Thread eine Info geschrieben. Vielleicht tröstet es Dich etwas. :)
Saphira
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Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

also ich glaube nicht, dass meine ehemalige Physio nur auf das Geld aus war. Nein, sie war schlichtweg zu unerfahren und hat das indirekt auch zugegeben. Sie ist noch relativ jung und wohl noch nicht so lange in dem Beruf tätig. Sie hat sich zwar bemüht, aber mein Fall war für sie als junge, unerfahrene Physio zu kompliziert. Meine Schmerzen werden allmählich etwas weniger, seit ich keine KG mehr habe. Ganz weg gehen sie so schnell wohl nicht.

So eine Art "Krampf" im Rückenmuskel, das kenne ich auch irgendwie. Ist bei mir aber meistens nur kurzzeitig innerhalb einer Anspannungssituation. Passiert mir sehr häufig, wenn ich längere Zeit im Auto sitze, egal ob als Fahrer oder als Beifahrer :D .

Heute Abend habe ich meinen ersten Termin für mein neues KG-Rezept für die manuelle Therapie. Dieses Mal gehe ich zu einem anderen Physio. Ich bin ja momentan eh zu Hause bei meinen Eltern :D . Jetzt gehe ich zu einem Physio, bei dem ich letztes Jahr schonmal war wegen meiner Hüfte und mit dem und dem Ergebnis von damals ich eigentlich sehr zufrieden war. Er ist schon länger als Physio tätig und hat eindeutig mehr Erfahrung. Vielleicht hilft mir das eher. Ich hoffe es jedenfalls. Durch diese weitere ambulante Maßnahme soll auch die Wartezeit bis zur stationären Reha überbrückt werden. Da hoffe ich, dass es was bringt. Es ist zwar nicht so, dass die Schmerzen permanent unerträglich sind, aber dennoch nahezu dauerhaft bzw. häufig vorhanden, meist eben so unterschwellig und bei bestimmten Bewegungen oder längerer gleichbleibender Haltung. Schmerzmittel nehme ich ja keine dagegen, obwohl ich manchmal schon kurz überlege, welche zu nehmen. Aber sie wirken ja leider eh nicht :( . Und irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass man sich teilweise an die Schmerzen gewöhnt. So lange ich genügend Ablenkung habe und es mir sonst gut geht, ertrage ich es auch am ehesten noch. Aber sobald es mir sonst auch noch nicht so gut geht, empfinde ich die Schmerzen als unerträglicher. Ich glaube, die Psyche spielt hier durchaus noch eine gewisse Rolle, zumindest was das subjektive Empfinden der vorhandenen Schmerzen betrifft. Aber dauerhaft Ablenken funktioniert auch nicht, das geht nur über einen bestimmten Zeitraum.

Na ja, ich lasse momentan nichts unversucht. Aber jetzt heißt es erstmal abwarten, bis der Rehaantrag genehmigt wird. Und wehe, sie lehnen ihn ab :nein: .

Grüßle,

Saphira
Lenaluna
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

die Psyche spielt beim Schmerz sicherlich eine Rolle. Unser Schmerzzentrum im Hirn hat ja einen großen Speicher :D .

Das mit dem Ablenken habe ich zu Anfang genauso empfunden; mittlerweile klappt es gar nicht mehr. Ich bin in meiner gesamten Bewegung sehr unsicher geworden, da ich ja nicht weiß, welche Bewegung was auslöst und welchen Schmerz ich dann habe. Vom Gefühl her bin ich derzeit so um die 80 :D

Wie war denn Deine neue KG? Ist die Behandlung anders als vorher? Wie geht es Dir damit? Hat Dein Physio etwas gesagt?

Ich war heute in der Schmerzambulanz und habe nur Tabletten (Lyrica u. Tolperison) und weiterhin Physiotherapie verschrieben bekommen. Voltaren und Panthozol wurden abgesetzt, da ich durch die Voltaren (trotz Magenschutz) einen Reflux seit Monaten habe und meine Speiseröhre bzw. Mund und Rachen deshalb schon verätzt ist.

Falls sich am Ende des Jahres nichts geändert hat, will der Arzt sich eine neue Taktik überlegen. Meine Begeisterung hält sich etwas in Grenzen :D .

Leider habe ich also keinen brauchbaren Tipp für mich bekommen, den ich an Dich weitergeben könnte. :/ KG machst Du ja - von Doc Hoffmann verschrieben. Und Medis nimmst Du keine - Gott sei Dank!

Am Montag bin ich bei meinem neuen Orthopäden - mal sehen, was er sagen wird.

LG
Lenaluna
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Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

schade, dass du in der Schmerzambulanz keine weiteren brauchbaren Tipps für dich bekommen konntest. Ständig Medikamente zu nehmen ist echt nicht gut. Vor allem haben die alle ja ziemliche Nebenwirkungen, die du zum Teil leider auch schon miterleben musstest.

Mein jetziger Physio geht viel ruhiger an die Sache ran. Er massiert zwar auch, zur Lockerung, aber nicht so hektisch und damit nicht so schmerzhaft. Das empfinde ich als wensetlich angenehmer. Ich hatte bis jetzt zwei Termine, die jeweils nur 20 min. gehen. Unmittelbar danach hab ich mich dann immer 2 cm größer gefühlt :D und die Schmerzen waren ca. 2 Stunden lang besser. Dann ging es allmählich leider wieder in den Ausgangszustand zurück und die Schmerzen kamen wieder zurück. Aber immerhin sehe ich das als kleinen Erfolg, dass es unmittelbar danach erstmal für etwa 2 Stunden besser ist. Bei meiner ehemaligen Physio war's danach ja immer erstmal schlimmer. Und mein jetziger Physio zeigt mir auch jedes Mal ein paar Übungen, die ich als "Hausaufgabe" zu Hause selber machen soll. Er kennt auch ein wenig Schroth, hat zwar keine Ausbildung dazu gemacht, aber anscheinend mal eine Weiterbildung dazu besucht. Er will da dann auch ein paar Elemente davon mit einbauen. Nur leider geht er selber jetzt erstmal für drei Wochen in den Urlaub und ich bin dann bei seiner Kollegin die restlichen Termine vollends. Er hat ihr anscheinend genaue Instruktionen gegeben, wie sie weitermachen soll. Ich hoffe, dass sie das genauso gut hinkriegt wie er.

Ansonsten geht es mir momentan schmerztechnisch wieder schlechter. Da ich dieses Wochenende auf einer größeren Outdoor-Messe aushelfe, was auch körperlich ziemlich anstrengend ist. Deshalb geht bei mir gerade ohne Schmerzmittel (Ibuprofen) gar nichts. Und die helfen bei mir ja leider auch nur bedingt.

Wegen dem Rehaantrag warte ich immer noch auf Antwort. Bisher kam noch nichts. Jetzt warte ich mal bis Dienstag und wenn bis dahin noch nichts kam, ruf ich da mal an und frage nach, ob der Antrag überhaupt schon eingegangen ist.

Grüßle,

Saphira
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

Deine Schilderungen über Deine jetzige KG klingen erfolgreich :D . Das freut mich!!

Sofort 2 Stunden Besserung danach ist eine richtig tolle Leistung - wie ich finde! Das sich "größer fühlen" kommt bestimmt von den gedehnten Muskeln - ich bin dann auch immer etwas gerader. Dass er auch noch Schroth kennt (wenn auch nur die Basics aus einer Fortbildung) klingt auch super! Dann kann er Deine Skoliose - zumindest bis zu Deiner Reha - mitbehandeln bzw. durch seine Kollegin behandeln lassen. Was ich trotzdem eigenartig finde sind die Übungen für Daheim. Ich darf immer noch Nichts Zuhause machen.

Doof, dass Dein Therapeut ausgerechnet jetzt in den Urlaub fährt :| . Wie ist die andere Therapeutin? Macht sie es richtig?

Körperliche Anstrengung geht bei uns beiden wohl sofort in die Muskulatur und verursacht Schmerzen. Leider habe ich ja auch nur Medis, die nicht wirklich anschlagen (außer müde machen). Bist Du nach einer körperlichen Anstrengung auch immer durch den Schmerz so platt? Ich bin dann oft dem Heulen näher als dem Lachen.

Wenn ich es richtig verstehe, nimmst Du Ibuprofen? Eigentlich sind da auch Entzündungshemmer drin. Hast Du eine Entzündung im Rücken? Mittlerweile hat mich meine Mutter mit Novalgin versorgt - wenn ich es gar nicht mehr aushalte.

Gibt es was Neues von Deiner Reha? Hast Du Dir eigentlich eine Kopie von dem Antrag geben lassen?

Ich habe mittlerweile den Orthopäden gewechselt und bin erstaunt, dass er meine Beschwerden wirklich ernst nimmt. Ich muss nun zur neurologischen NLG-Messung im Rücken und mit der LWS erstmal ins MRT. Wegen der Strahlung soll ich erstmal nicht ins CT - da hattest Du und Minimine also völlig Recht. Allerdings geht mein Arzt davon aus, dass ich noch zusätzlich ins CT muss. Nächste Woche muss ich zur Vermessung wg. meinem Korsett - ich bin schon gespannt, wie sich das anfühlen wird.

LG
Lenaluna
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