Meine Röntgenbilder

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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HMelli79
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Meine Röntgenbilder

Beitrag von HMelli79 »

Hallo liebes Forum,
vor ca. 5 Jahren (also 2004) bekam ich nachts einen Krampf im linken Bein. Daraufhin war mein Unterschenkel vorübergehend taub.
Natürlich ging ich deswegen zu meinem Hausarzt und dieser meinte, dass man vorsichtshalber wegen einem Bandscheibenvorfall nachschauen müßte.

Daraufhin habe ich einen Termin beim Orthopäden vereinbart, der bei mir eine leichte Skoliose feststellte. Vermessen oder ähnliches wurde daraufhin nicht, weil das Ganze ja nicht so schlimm ist (Zitat von damals).
Hinzu kommt noch, dass ich (seit der Pubertät) auf der vorderen linken Seite meines Brustkorbes einen deutlich hervorstehenden Buckel habe und rechts die Rippen "reingehen".
Außerdem wurde zu einem späteren Zeitpunkt noch festgestellt, dass mein Steißbein in einem 90° Winkel nach innen gewachsen ist...
Dem habe ich nie Bedeutung beigemessen, zumal ich keine Beschwerden hatte.

Grund, warum ich meinen Beitrag schreibe ist, mittlerweile bin ich 30 Jahre alt und mit der Zeit stellen sich nun auch länger anhaltende Rücken- und auch Steißbeinschmerzen ein.
Außerdem spielen wir mit dem Gedanken, mit der Familienplanung zu beginnen :) und ich weiß nicht ob ich da mit meinem Rücken und vor allem dem verformten Brustkorb Probleme bekommen kann.

Ich weiß nun nicht, ob ich deswegen nochmal zum Orthopäden gehen soll - meinen späteren Nachfragen beim Hausarzt wurde nicht viel Bedeutung beigemessen. Da auch der Orthopäde das damals ziemlich runtergespielt hat, habe ich nun Angst als "Hypochonder" abgestempelt zu werden.

Ein paar Röntgenbilder von damals (2004) füge ich dem Beitrag zu - ich hoffe, da kann man was erkennen :) Was meint Ihr, soll ich deswegen nochmal zum Arzt gehen, oder findet Ihr das nicht so schlimm...

P. S. Bandscheibenvorfall wurde keiner festgestellt und das Gefühl im Bein kehrte dann irgendwann Gott sei Dank wieder zurück.

Vielen Dank schonmal und liebe Grüße
Melli[/img]
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HMelli79
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Beitrag von HMelli79 »

Hier noch ein paar Bilder
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minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Melli,

also deine "Skoliose", wenn man die überhaupt so nennen kann, ist sehr gering. Aber ich vermute, dein eigentliches Problem ist in der seitlichen Ebene zu finden. Du hast zumindest ein deutliches Hohlkreuz und dies lässt vermuten, dass sich darüber in der BWS eine Hyperkyphose befindet.
Deshalb solltest du mal einen auf Wirbelsäulendeformitäten spezialisierten Orthopäden aufsuchen, der eine Wirbelsäulenganzaufnahme von der Seite macht, diese auch ausmisst und der dir einen ordentlichen Behandlungsvorschlag macht.

Leider sind solche Spezialisten ziemlich rar gesät. Aus welcher Gegend kommst du denn? Ein Besuch bei Dr. Hoffmann in Leonberg ist auf jeden Fall empfehlenswert! :ja:

LG
Minimine
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gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo Melli,

Herzlich willkommen hier im Forum und viel Spass.

Wie Minimine denke ich auch dass deine Skoliose minimal ist und sehe auch ein verstaerktes Hohlkreuz. Um abzuklaeren ob ein Rundruecken und eventuell ein Scheuerman vorliegt ware ein seitliches Roentgenbild zu empfehlen, am besten vom ganzen Oberkoerper.

Falls bei dir ein deutlich verstaerketer Rundruecken vorliegt, dann waere es sicher zu empfehlen eine Schroth Reha zu machen und regelmaesig nach Schroth zu ueben um deine muskulaere Situation zu optimalisieren und die Voraussetzunge zu schaffen selbststaendig DEINEM Ruecken gerecht trainieren zu koennen. Wenn deine Schmerzen dann zurueckgehen dann hast du eine gute Behandlung gefunden. Wenn nicht dann musst du andere Ursachen fuer die Schmerzen in betracht ziehen.

Ich habe hier schon von Frauen gelesen deren Wirbelsaulenverkruemmung wurde schlechter waerend oder nach der Schwangerschaft, aber es gibt auch Berichte von Frauen bei denen sich nichts veraender hat. Ich koennte mir vorstellen dass ein gewisses Risiko besteht aber wir gross das in deinem fall ist koennen wir hier sicherlich nicht sagen. In der Schwangerschaft werden Hormone produziert die das Bindegewebe lockern, was eventuell eine Wirbelsaulenverkruemmung auch negativ beeinflussen kann, aber das muss nicht der Fall sein. Sicherlich ist es eine gute Idee durch Schroth und eventuell anderes Training die Muskulatur so gut in Schuss wie moeglich zu halten.

Halte uns auf dem laufenden.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo melli,

es ist leider eine typische Situation bei den meisten Orthopäden, dass sie keine seitliche Röntgen Ganz-Aufnahme machen und damit einen möglichen Rundrücken (Hyperkyphose) nicht erkennen und bei Dir offensichtlich auch ein Hohlkreuz (Hyperlordose) nicht ernst nehmen.

Dies tritt oft mit einer relativ geringen Begleit-Skoliose auf, die dann in den Vordergrund rückt und aufgrund der Geringfügigkeit auch nicht behandelt wird bzw. werden muss. Ein fataler Irrtum, denn der Rundrücken und/oder das Hohlkreuz können sehr wohl Beschwerden auslösen, wenngleich auch nicht zwingend.

Ich kann Dir, wie minimine und gauklerdavid auch, nur raten, einen Spezialisten (z. Bsp. Dr. Hoffmann) aufzusuchen und die vorgeschlagenen Behandlungen (z.Bsp. Schroth-REHA) durchzführen.

Das ist möglicherweise nur ein Baustein der Behandlung, aber sicherlich ein entscheidender.

Und Du solltest endlich auch wirklich handeln, nachdem Du bereits vor über 5 Monaten einen Spezialisten aufsuchen wolltest!

Gruss
Klaus
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