Wirbelgelenk in der BWS versteifen?

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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haraway
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Wirbelgelenk in der BWS versteifen?

Beitrag von haraway »

Liebe ForumlerInnen,
über die Suchfunktion habe ich nichts gefunden. Vielleicht hat nun jemand ein paar Tipps für mich. Ich bin momentan ziemlich verzweifelt. Ich (38) leide seit Jahren unter phasenweise auftretenden extremen Schmerzen am Th6 (habe eine Kyphose). Ich mekre dann auch dass der "blockiert" und dann bekomme ich richtig fiese heiße Schmerzen (Nerv irritiert). Sobald es "knacks" macht und der Wirbel wieder beweglich ist, sind die Schmerzen sofort am Verschwinden. Bloß lässt dieser "Knacks" manchmal wochenlang auf sich warten :( Lag schon heulend nachts wach...mehr muss man wohl zu seiner Psych-Situation nicht sagen..
jahrelange Krankengymnastik, manuelle Therapie, Chiropraktiker, Kinesiologie, Akupunktur und und und...danach war ich manchmal schlechter dran als vorher. Vor ca. 1,5 Jahren habe ich entdeckt dass ein Rudergerät (regelmäßig) etwas hilft. Seither sind die Episoden nicht mehr ganz so häuftig. ABer immer noch u n e r t r ä g l i ch wenn es wieder blockiert ist.
Kryodenervation (Vereisung eines Wirbelgelenks) hat nichs gebracht. Nun habe ich gelesen dass man instabile Wirbelgelenke versteifen lassen kann. Es steht jedoch diese OP immer nur über HWS und LWS, über Brustwirbelsäule fand ich nichts.
Hat jemand das in der BWS gemacht bekommen? Erfahrungen? Sind die Risiken sehr hoch bei solch einer Versteifung eines Wirbelgelenks? Wie hoch ist das Risiko dass es hinterher schlechter als vorher ist?


Danke schon mal im Voraus, für eure Mühe!

Grüße
harway
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lisalein
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Beitrag von lisalein »

Hallo du und willkommen erstmal :)

deine Beschwerden hören sich ja schrecklich an... :nein: Mit Versteifungen kenne ich mich leider nicht aus, aber an deiner Stelle würde ich erstmal einen wirklich kompetenten Arzt aufsuchen, der dir ganz genau sagen kann was sache ist, woher das kommt und der dir die bestmögliche Therapie verschreibt. An deiner Stelle würde ich mir bei Dr. Hoffmann nach Leonberg (bei Stuttgart) einen Termin geben lassen, wenn du dich mal hier im Forum erkundigst, wirst du sehen dass eigentlich fast ausschließlich er empfohlen wird. Eine OP sollte wirklich immer die letzte Lösung sein und wenn es auch ohne geht (wie mit Korsett, (Reha), Schroth) dann sollte man das doch auch erstmal probieren... Und gerade in deinem Fall würde ich einen richtigen Fachmann aufsuchen.

http://www.dr-hoffmann-leonberg.de/

Das Rudergerät, ist das so wie ich das kenne, dass man auf einer Art "Podest" sitzt und sich da nach hinten zieht? Da macht man seinen Rücken sehr krumm, soweit ich weiß sollte man gerade mit einer Kyphose an kein Rudergerät... ;)

lg
haraway
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Beitrag von haraway »

ich war schon bei gefühlten 5099 Ärzten und Kglern, aber ich werd mir hier die Liste der empfohlenen Ärzte aus Berlin durchsehen (Stgt. wäre sehr weit & teuer für mich).
Das Rudergerät hat schlichtweg als erste Sache überhaupt geholfen. Obwohl du mit der Argumentation eigentlich recht hast, war es die erste Technik die nicht voll nach hinten los ging... :juggle:
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lisalein
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Beitrag von lisalein »

:/
glaub mir ich kenne das mit den vielen Ärzten ;) hab auch so viele Krankheiten, aber wenn du dich hier umhörst, wird dir wohl jeder der schon einmal bei Dr. Hoffmann war und seiner verordneten Therapie nachsagen, dass es das Beste gewesen ist. Es kommen sogar Patienten von Östereich nach Stuttgart (bzw. Leonberg). Ich weiß man denkt einfach, dass es doch nicht arg so viele unkompetente Ärzte , Orthopädietechniker... geben kann aber hier im Forum wirst du merken, dass dies leider der Fall ist.

Vlt. löst das Rudern wegen den vielen Bewegungen, die ja auch für die Rückenmuskulatur zuständig sind die Blockaden. Aber eigentlich machst du ja gerade für die Krümmung was ;)

bei einer Kyphose hast du noch automatisch eine Lordose (Hohlkreuz) da dein Körper eine Art Gegenhalt sucht. Du musst die Brustmuskulatur dehnen, da diese durch die Krümmung verkürzt ist, die Beinrückseiten-& Hüftbeugemuskulatur ist auch meistens verkürzt. Durch das Hohlkreuz hat man meist eine schwache Bauchmuskulatur (gibt die gerade und die seitliche). Ansonsten hm... Kannst du noch die Schultern nach hinten kreisen, und allmögliches Zeug, wo du deine Schulterblätter außeinander ziehst, man merkt ja schon wenn man sich krumm macht ;)


lg
haraway
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Beitrag von haraway »

Vielen Dank Lisa! Ich fühl mich auch echt geschlaucht durch die Schmerzen und die absolut sinnlose Odysee durch sämtliche Orthopädie Praxen (an den guten bin ich scheinbar absolut zielsicher vorbeigeschliddert) und Schmerz-Praxen.
Vielleicht sollte ich echt Leonberg ins Auge fassen - zumindest bevor ich mich ernsthaft unters Messer lege und danach evtl. noch mieser dastehe als jetzt. Wobei ich wirklich so verzweifelt bin, dass ich nur noch Schmerz-freiheit ersehne und dafür wirklich so ziemlich ALLES machen würde
Hast du auch eine Kyphose?
Grüße
Luchs
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lisalein
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Beitrag von lisalein »

Also würde mich nicht unters Messer legen lassen ;) Nunja sagen wirs mal so, es gibt nicht viele gute Orthopäden, jedenfalls nicht viele die Skoliose Spezialisten sind und auch noch die richtigen Orthopädie Techniker kennen. Ja also habe Auch Kyphose, Lordose, ne leichte Skoliose, Gelenksfunkionsstörungen (Blockaden), Muskelhartspann, Morbus Scheuermann ... ;)
bin seit etwa 5 Jahren in Therapie habe ungefähr so 6 Korsagen, die ersten 4 haben nichts geholfen, eher gegenteilig, die haben mich noch mehr ins Hohlkreuz gedrückt. 3 Mal Reha, Hatte bis vor ungefähr 1,5 Jahren noch 76 grad Kyphose mittlerweile seit ich in Leonberg bin ohne Korsett, und obwohl ich es mittlerweile meist nur nachts trage 48 grad ;) Die Schmerzen sind schon viel besser geworden, die starken Blockaden ( in der HWS) weniger, aber wenn man dann nunmal eine hat ists heftig. Ansonsten dehne ich mich die letzte Zeit viel, und mache halt noch Krafttraining 3 Mal die Woche, 1 Mal die Woche Massage...

also gebe ich dir den Tipp : Leonberg ;)
was machst du momentan wegen deinem Rücken? Hast du ansonsten noch irgendwelche Beschwerden?

lg
haraway
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Beitrag von haraway »

"Also würde mich nicht unters Messer legen lassen " Warum nicht?

Mensch, du hast ja auch ein Päckchen abbekommen...mit dem Rücken kein Entzücken... :nein:
Ich habe noch sämtliche Allergie-Krankheiten dies so gibt (Asthma;Nesselsucht, Heuschnupfen), aber das ist durch Antihistamine einigermaßen o.k.


Fitness Studios, auch Kieser, ging bei mir voll in die Hose. War immer verkantet (blockiert) danach. Habe zuhause Rudergerät, & Deckenstange zum Üben & Kajakpaddel. Plus und paar Übungen nach Cantieni. Das blieb übrig von meinen zahlreichen Versuchen, die immer nur verschlimmerten (fühlte mich wie ein Alien)

Wie gesagt OP (wovor ich eigentlich große ANgst habe) nicht mehr ausgeschlossen...

Unfassbar dass Deutschland so schlechte Orthopäden hat. Das ist echt grausam wenn man betroffen ist.
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Beitrag von minimine »

Hallo haraway,
Es steht jedoch diese OP immer nur über HWS und LWS, über Brustwirbelsäule fand ich nichts.
Hat jemand das in der BWS gemacht bekommen? Erfahrungen? Sind die Risiken sehr hoch bei solch einer Versteifung eines Wirbelgelenks? Wie hoch ist das Risiko dass es hinterher schlechter als vorher ist?
dass du kaum was über die BWS findest, liegt daran, dass die BWS weniger beweglich ist, als die HWS oder die LWS und deshalb Instabilitäten dort seltener sind. Allerdings weißt du im Moment ja noch gar nicht, ob man da wirklich von Instabilität sprechen kann. Vielleicht bist du allgemein etwas hypermobil veranlagt.

Bevor du an den letzten Schritt, die OP nachdenkst, solltest du vielleicht erstmal den ersten Schritt gehen, nämlich eine kompetente Diagnose eines spezialisierten Arztes einholen. Die OP sollte immer der letzte Schritt sein, ganz einfach weil die OP mit Risiken einhergeht, die Wirbelsäule versteift wird etc. Vorher gibt es Möglichkeiten, eine Stabilisierung über intensive KG nach Schroth, Reha und evtl. auch Korsett erreichen zu können.

LG
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Beitrag von haraway »

"nämlich eine kompetente Diagnose eines spezialisierten Arztes einholen"

Nichts lieber als das. Aber nach dem x-ten Orthopäden, Arzt für Rehabilitation, & Schmerzzentrum...war bei mir irgendwann Ende Gelände. Immer nur KG wegen der Kyphose und Medis. Ich wußte einfach nicht mehr wohin ich noch gehen sollte. Dass mit der Reha denke ich inzwischen ja auch an & habe meinen Schmerzarzt darauf schon angesprochen. Leonberg wäre vielleicht aber vorher noch sinnvoller.

Findest du eine Op den letzten Schritt? Ich dachte eher, dass es Fälle gibt wo eine OP was bringt und Fälle wo eher nicht.
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Beitrag von minimine »

Dass mit der Reha denke ich inzwischen ja auch an & habe meinen Schmerzarzt darauf schon angesprochen.
Ein Schmerzarzt ist da doch aber nicht der richtige Ansprechpartner. Der schickt dich vielleicht auch zur Reha, aber unterstützt er auch eine Intensiv-Reha in einer Schroth-Klinik?? Den Antrag richtig zu begründen, da tun sich schon oft normale Orthopäden schwer, aber das man das über einen Arzt für Schmerztherapie macht, hab ich noch nie gehört. Ganz ehrlich, aber ich würde das Risiko nicht eingehen, du landest dann halt in der nächsten Klinik für orthopädische Rehabilitation und die machen dann wieder die 0815-KG mit dir.
Findest du eine Op den letzten Schritt? Ich dachte eher, dass es Fälle gibt wo eine OP was bringt und Fälle wo eher nicht.
Also mir würde es nicht einfallen, die OP versteifen zu lassen, wenn es noch andere Möglichkeiten gibt und ich die noch nicht versucht habe. Es ist doch auch nicht sicher, dass du nach der OP keine Beschwerden mehr hast, nur dann ist der Weg für andere Möglichkeiten noch weiter erschwert.

LG
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Beitrag von lisalein »

Leonberg ;)
siehst du, minimine sieh das doch so ähnlich. Nunja ich kenne/kannte auch Patienten die durch Bandscheibenvorfälle Wirbel versteift kriegt haben. Bei den einen klappts gut, bei den andren eben nicht und die haben noch mehr Schmerzen als zuvor...
Mit deinen Blockaden und Kyphose, vlt darfst du ja einfach kein Gewichtstraining machen, vlt halt gerade diese "streckenden " Übungen mit Atemgymnastik, du wirst bei/nach der Gymnastik (schroth) auch ein paar cm größer. Hol dir wirklich lieber den Rat von Leonberg, und wenn es keine andere Möglichkeit gibt wird Dr. Hoffmann es dir dann schon sagen...


lg
haraway
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Beitrag von haraway »

jepp, ihr habt mich überzeugt: den Gedanken mit der OP schiebe ich erstmal beiseite ;D Es wär wirklich der falsche Zeitpunkt.
Ich bin echt froh das Forum gefunden zu haben!

Wegen dem Schmerzarzt: du, ohne Witz, der ist immerhin besser als alle Orthopäden die ich vorher durch hatte. Er verschreibt auch ohne mit der Wimper zu zucken Physio und ist bereit mich zu unterstützen wos geht.


Werde mich jetzt erstmal ums "schrothen" kümmern. Habe hier im Forum eine Praxisempfehlung hier in Berlin gefunden. Ich habe ja jetzt akut eine sch...heftige Schmerzphase.

Parallel guck ich wegen Reha & Leonberg fahren
Dank euch!

Grüße
haraway
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