Skoliose mit 22

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CarlieC

Skoliose mit 22

Beitrag von CarlieC »

Hallo,

ich hatte gestern einen Termin beim Osteophaten und der hat Skoliose diagnostiziert. Jetzt hab ich nächste Woche einen Termin bei meinem Hausarzt um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. (Die beiden arbeiten in einer Praxis) Der Osteopath hat angedeutet, dass ich wohl wieder Krankengymnastik machen muss.
Jetzt hab ich überall ein bisschen gelesen und noch einige Fragen.
Da die Wirbelsäule mit ca. 23Jahren verknöchert ist, verschlechtert sich die Krankheit ab dann nicht mehr?
Kann man mit 22Jahren noch viel dagegen unternehmen? Hab Angst, dass die Diagnose zu spät gestellt wurde und nicht mehr viel hilft.
Falls man eine wesentliche Verbesserung erreichen kann und das Wachstum der Wirbelsäule abgeschlossen ist, muss man dann weiter zur Krankengymnastik oder bleibt der Zustand dann stabil?

Danke schon mal.

Grüße
Carlie
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Carlie,
Jetzt hab ich nächste Woche einen Termin bei meinem Hausarzt um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.
ein Termin bei deinem Hausarzt wird dir eher nicht weiterhelfen. Die weitere Vorgehensweise sieht so aus, dass du zu einem Orthopäden gehen solltest, der am Besten auf Skoliose spezialisiert ist. Ich weiß nicht, aus welcher Gegend du kommst (magst du dich nicht vielleicht hier anmelden?) und ob es dort dann Spezialisten gibt, aber idR muss man auch weitere Wege in Kauf nehmen. Der Orthopäde sollte dann eine Ganzwirbelsäulen-Aufnahme von vorne und von der Seite machen, um das Ausmaß der Skoliose zu ermitteln und um festzustellen, ob eine Kyphose oder ein Flachrücken vorliegt.
Da die Wirbelsäule mit ca. 23Jahren verknöchert ist, verschlechtert sich die Krankheit ab dann nicht mehr?
Wie kommst du darauf, dass du verknöchert bist? Ich nehme eher an, du meinst, dass die Wachstumsfugen geschlossen sind, oder? Auch dann kann sich eine Skoliose weiter verschlechtern, das kommt auf den Grad der Verkrümmung an und wie beweglich du bist. Ab 30° ist mit einer weiteren Verschlechterung zu rechnen, wenn man nichts dagegen tut.
Kann man mit 22Jahren noch viel dagegen unternehmen? Hab Angst, dass die Diagnose zu spät gestellt wurde und nicht mehr viel hilft.
Naja, nur weil man jetzt die Diagnose gestellt hat, heißt das ja nicht, dass du kränker bist als vor der Diagnosestellung. Auch in diesem Alter kann man noch was machen, insb. gegen Schmerzen und zur optischen Verbesserung. Man muss sogar was unternehmen, wenn ein bestimmter Grad erreicht ist, damit es nicht noch schlechter wird. Ob noch eine dauerhafte Verbesserung möglich ist, hängt auch davon ab, wie beweglich man noch ist, aber ganz Gerade wird man wohl nicht mehr.
Falls man eine wesentliche Verbesserung erreichen kann und das Wachstum der Wirbelsäule abgeschlossen ist, muss man dann weiter zur Krankengymnastik oder bleibt der Zustand dann stabil?
Die Frage verstehe ich nicht so ganz. Grundsätzlich heißt einmal Skoliose immer Skoliose. Aber du brauchst jetzt sowieso erstmal die Diagnose und dann muss man weitersehen, ob die Skoliose überhaupt behandlungsbedürftig ist etc.

LG
Minimine
LG
Minimine

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CarlieC

Beitrag von CarlieC »

Hallo minimine,

natürlich muss ich zu einem Orthopäden, da ich aber ich den letzten 8 Jahren bei 4 war und keiner der Herrschaften mir weiterhelfen konnte brauch ich da erstmal Rat von meinem Hausarzt. Und passende Krankengymnastik kann er mir ja evtl. auch schon verschreiben oder evtl. schauen ob man was mit Akupunktur machen kann.
Hier im Forum wird ja von einem Stuttgarter Arzt geschwärmt, vielleicht werde ich den aufsuchen, wenn es hier in der Gegend (nödlichstes Unterfranken) keine kompetenten Orthopäden gibt.

Natürlich bin ich nicht kränker als vorher. Aber ich kann es einfach nicht glauben, dass mehrere Ärzte die Krankheit nicht erkannt haben und man früher vielleicht noch mehr hätte machen können.

Dann werde ich wohl meinen Arzttermin abwarten.

Grüße
Carlie
CarlieC

Beitrag von CarlieC »

Ich hab jetzt einfach kurzentschlossen bei Dr. Hoffmann in Stuttgart nen Termin vereinbar und hab auch schon 1,5 Wochen einen.
Sollte mein Hausarzt anderer Meinung sein könnte ich den Termin ja immer noch absagen.
Jetzt hab ich im Forum gelesen, dass er ca 60€ für das Gespräch/Untersuchung verlangt? Auf seiner Homepage steht nichts davon bzw. ich habe nichts dazu gefunden und die Dame am Telefon hat auch nichts davon erwähnt (ok. die wollte noch nichtmal wissen weshalb ich einen Termin brauch).
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

CarlieC hat geschrieben:Ich hab jetzt einfach kurzentschlossen bei Dr. Hoffmann in Stuttgart nen Termin vereinbar und hab auch schon 1,5 Wochen einen.
Sollte mein Hausarzt anderer Meinung sein könnte ich den Termin ja immer noch absagen.
Auf Deinen Hausarzt solltest Du nicht unbedingt achten, der kennt sich nicht immer in allen Möglichkeiten aus, um dann entsprechend weiter zu delegieren.
Gerade bei Erwachsenen gibt es viel zu oft die Meinung, dass man da nichts mehr machen kann. Sei froh, das Du so schnell einen Termin bekommen hast, denn viele Leute warten auf einen Orthopäden Termin bis zu 3 Monaten, um dann völlig inkompetent und kurz abgefertigt zu werden.

Jetzt hab ich im Forum gelesen, dass er ca 60€ für das Gespräch/Untersuchung verlangt? Auf seiner Homepage steht nichts davon bzw. ich habe nichts dazu gefunden und die Dame am Telefon hat auch nichts davon erwähnt (ok. die wollte noch nichtmal wissen weshalb ich einen Termin brauch).
Das sollte aber nicht passieren.
Die 60 € sind für das zeitlich erweiterte Gespräch, was die Krankenkasse nicht zahlt.

Gruss
Klaus
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

CarlieC hat geschrieben:.... die wollte noch nichtmal wissen weshalb ich einen Termin brauch...
Du solltest vielleicht noch mal anrufen und explicit sagen, dass Du den Termin für ein Skoliose-Erstgespräch benötigst. Dann wird nämlich automatisch mehr Zeit eingeplant. Allerdings werden dann eben auch die 65€ fällig.

Gruß Thomas
Honigmaus89
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Beitrag von Honigmaus89 »

hallo CarlieC,

wenn du am Mittwoch den Termin hast, da kommt der Prof. Dr. Halm und deswegen sind die 65Euro fällig, bei mir zumindest

lg Sandra
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

da kommt der Prof. Dr. Halm und deswegen sind die 65Euro fällig
Ich denke, diese Privatleistung ist grundsätzlich für den erhöhten Zeitaufwand des Dr. Hoffmann erforderlich.
Und jetzt sind es aktuell wohl 65 €.

Gruss
Klaus
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