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Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
minimine
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Beitrag von minimine »

schon klar, ich wollte mit der statistik nur sagen, dass es nichts unnormales ist, rückenschmerzen zu haben.
Ach, und das macht es weniger schlimm, oder wie???
im gegensatz zu einem disequilibrium-gefühl mit ausgleichsbewegungen und ungemütlichkeit etc.

Das finde ich jetzt schon fast witzig, du willst UNGEMÜTLICHKEIT auf eine höhere Stufe stellen, als starke Schmerzen??? :nein: Anscheinend hattest du diese aber noch nicht!
meine skoliose ist eben von einem atypischen krümmungsmuster, die sich nicht mit jeder 0-8-15-skoliose vergleichen lässt.

Da schließe ich mich mamaratlos an und mir fällt nichts anderes ein als: :wall:

Du hast hier wer weiß wie oft dein frontales Röntgenbild eingestellt, obwohl doch dein Problem angeblich sagittal ist, wieso stellst du nicht mal dein seitliches Röntgenbild ein???

Wenn es jetzt noch keine Diagnose der Klinik gibt, was war denn dann die Einweisungsdiagnose???
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
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Lilarot
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Beitrag von Lilarot »

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Beitrag von Lilarot »

ich bekomme auch immer etwas schiss, wenn ich mich hinlege auf den rücken und dann meine lws ziemlich schmerzt die ersten paar minuten...
kennt das jemand von euch in genau dieser form?
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Beitrag von BZebra »

Lilarot hat geschrieben:die einweisungsdiagnose war wohl etwas mit depression oder depressive verstimmung... viele gedanken und beschäftigung mit einem thema...
genauer weiß ich es gar nicht...
Ja, lass es dir genauer sagen. Lass dir ICD-Codes geben usw.

Was genau ist "viele Gedanken und Beschäftigung mit einem Thema", Das ist schon richtig, aber wenn du Fachinformationen dazu suchst, wirst du herzlich wenig finden.

Lass dir exakt von denen erklären was du hast.
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Beitrag von Lilarot »

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Beitrag von BZebra »

Lilarot hat geschrieben:warum?! das kann man doch bei psychischen sachen gar nicht so machen!!!
Doch, dafür gibt es einzelne Diagnosen für die es auch Literatur gibt.
MAN MUSS KEINE PSYCHISCHE ERKRANKUNG HABEN UM EINE THERAPIE ZU MACHEN. die kann für jeden hilfreich sein, wenn man einfach bestimmte probleme hat.
Das muss man haben, andernfalls würdest du Gelder deiner Krankenversicherung zweckentfremden. Deswegen stand ja auch in deiner Einweisung eine Diagnose: depressive Verstimmung

Und lass diese Diagnose mal updaten, und dabei muss das nicht eine Diagnose sein, es können auch mehrere sein.
Lilarot hat geschrieben:oder wisst ihr genau, was für eine skolioseform ihr habt und wie sie heißt?!
Ja, dafür interessierst du dich doch, was für eine Form der Wirbelsäulendeformität du hast. Aber nicht dafür, was deine Therpeuten diagnostizieren und wie sie die Sache angehen wollen. Das interessiert dich gar nicht.
Lilarot
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Beitrag von Lilarot »

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Beitrag von BZebra »

Lilarot hat geschrieben:ich will nicht über psychische diagnosen etc reden, sondern über diese haltung.
An dieser Haltung lässt sich nicht viel ändern und ein Korsett würde ich dir jetzt auch erst mal nicht empfehlen.

Und über psychische Diagnosen musst du hier ja nicht reden, du musst dich vielmehr damit beschäftigen, in der gleichen Weise wie du dich eben jetzt mit deiner Haltung beschäftigst, denn du hast Probleme damit zurecht zu kommen, die psychischer Art sind.

Ich würde nach Realisationsproblemen und Zwangsstörungen schauen, letzteres könnte allerdings auch eine Ersatzhandlung zur Vermeidung der Realisation sein.

Beschäftige dich damit was deine Therapeuten bei dir finden, denn daran kannst du was ändern, nicht an der Haltung. Das ist der Ansatzpunkt der am vielversprechendsten ist.
versteht ihr das alles? bitte versucht es von der haltung her durch die lws ein wenig nachzuvollziehen... dann wisst ihr auch wie ich mich fühle...
ist das nur bei meiner art von skoliose so?
Wir können schon nachvollziehen was du meinst, es ist daran aber nicht viel zu ändern, und sehr wahrscheinlich ist das nur bei dir so, andernfalls hätte sich wahrscheinlich schon jemand gemeldet.
Lilarot
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Beitrag von Lilarot »

dann kann ich nur hoffen, dass es in 10 jahren plötzlich viek besere methoden gibt zur OP oder so... aber wahrschlinlich wird sich gar nicht so viel ändern.
Zuletzt geändert von Lilarot am Sa, 24.04.2010 - 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
Lilarot
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Beitrag von Lilarot »

denke ich
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gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo Lilarot,

Du kannst absolut beruhigt sein. Deine Lendenkphose ist sehr weit verbreitet unter Skolitikern und tritt bei Thorakolumbalen Skoliosen fast immer auf. Du bist damit garantiert nicht allein. Ich habe in bad Salzungen eine Menge Leute gesehen mit einer solchen Wirbelsaulenform wie mit deiner und alle waren sie mit ihrem Lebenund mit sich selbst zu frieden, zumindest so lange sie keine extreme Schmerzen hatten, und das hatten die wenigsten. Ich hatte eine Patientin kennen gelernt die hatte einen beinahe perfekt geraden Ruecken (keine Ahnug wie sie ueberhaupt zur Reha gekommen ist), allerdings war sie absolut ueberzeugt von der Idee dass ihr Ruecken krumm waere, alle ALeute das sehen wuerden und sie selbst koerperlich krank waere. Nichts davon traf zu , sie machte sie zuviele Gedanken. Vielleicht ist es bei dir so aehnlich.

Kurz gesagt du brauchst dir keine Sorgen ueber deine Haltung zu machen. Nun habe ich aber bei dir den Eindruck dass du immoment grundsaetzlich sehr aengstlich bist. Ich denke dies ist der Grund warum du dir grosse Sorgen machst und dich sehr mit deiner Wirbelsaeule beschaeftigst. Meiner Meinung ist es am sinnvollsten wenn du dich darauf konzentrierst dein Angst und eventuell dahinterliegende oder damit Zusammenhaengende Probleme anzupacken.

Lieben Gruss
David
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Beitrag von BZebra »

Lilarot hat geschrieben:wenn man daran nichts mehr großes ändern kann, wie soll ich denn dann leben?! [...] vielleicht gehts euch vom prinzip her ähnlich, nur ihr nehmt es gar nicht so wahr...
Ja, das ist richtig. Wir haben das, mit individuellen Abweichungen, auch, aber wir nehmen es nicht wahr. Und daran musst du arbeiten, an der Wahrnehmung, und da ist Psychotherapie sicherlich der richtige Ansatzpunkt.
ich kann doch auch schlecht an der psyche ansetzen. der körper stuert mich ja dann automatisch.
Umgekehrt geht das auch.
also an der psyche ansetzen ist sehr schwer.
Ja, das glaube ich dir, deswegen versuchst du den Ansatzpunkt bei deiner Haltung zu finden, weil du das als einfacher ansiehst, als bei der Psyche anzufangen. Aber gerade in der Psychotherapie gibt es auch sehr klar strukturierte und logische Theoroien über die Funktionsweise, die dir auch mehr Einsicht und Verständnis geben können und dich deinem Ziel auch näher bringen können.

Genau das was du machst würde ich als Ersatzhandlung bezeichnen. Du willst etwas ändern, aber weil der Ansatzpunkt mit der Psyche zu schwierig für dich ist, nimmst du dir den mit deiner Haltung, die aber definitiv nicht mehr zu ändern ist.
ich muss irgendwas ändern. korsett?! OP?! macht jetzt keiner bei mir...
Erst Psychotherapie.
Lilarot
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Beitrag von Lilarot »

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fafax3
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Beitrag von fafax3 »

Hallo Lilarot

[Lilarot schrieb: ich glaube leider persönlich, dass es nicht nur einfacher, sondern auch die einzige möglichkeit ist. denn, wie gesagt, auch wenn die psyche gesund ist,...]

Leider glaube ich persönlich, dass du dir viel zu viel glaubst, und den Leuten hier, die es gut mit dir meinen viel zu wenig. Nämlich fast gar nichts.

Lg, fafax3
Nicht alle sind glücklich, die glücklich scheinen.
Manche lachen nur, um nicht zu weinen.
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Lilarot hat geschrieben:@ bzebra + gauklerdavid:
ihr sagt, ihr oder andere habt das mit individuellen abweichungen auch? also gibt es auch hier leute, die eine steile lws haben und mit aufgerichtetem becken sogar eine lws-kyphose? und dabei vielleicht eine relativ normale bws...?
Ja, ich z.B. Fast alles was du so bei dir so findest, finde ich bei mir auch, nicht exakt, aber fast im Sinne von "dabei eine relativ normale BWS". Nur dass ich eben keine Probleme damit habe.
irgendwie hat mir hier jedenfalls noch keiner geschrieben, der das so hat, also unabhängig davon, ober er damit jetzt probleme hat oder nicht.
Ne, das ist ja auch das, was wir die ganze Zeit versuchen rüber zu bringen, dass die individuelle skoliotische Haltung immer die bequemste Ruhehaltung ist in der man sich auch noch gerade fühlt ohne es zu sein. Deswegen entstehen Haltungsschäden, weil der Körper nicht wahrnimmt, dass er krumm steht, andernfalls käme es zu gar keiner Verschlechterung, weil sich der Körper aus Bequemlichkeit automatisch wieder aufrichten würde.

Unausgeglichene Krümmungen können aber durchaus bei sekundären Skoliosen entstehen.
du sagst, es ginge auch andersrum, dass die psyche den körper steuert...
Um dir ein Beispiel zu geben: es gibt Querschnittslähmungen die psychisch bedingt sind. Hast du bestimmt schon von gehört, wird in etlichen Filmen immer wieder verarbeitet. Das Gehirn kann seine Beine nicht mehr ansteuern, hat keinen Zugriff mehr auf das Handlungsmuster des Stehens und Gehens.

Das gibt es auch in kleineren Ausführungen. Zum Beispiel können bestimmte Körperregionen taub sein. Diese Taubheit kann dann durch Psychotherapie wieder aufgehoben werden.

Das sind jetzt Beispiele, bei denen die ausgefallene Funktion genau benannt werden kann. Was ist aber wenn irgendwelche Muskelgruppen ausfallen (nicht mehr angesteuert werden können), die nicht genau benannt werden können? Dann könnte so was rauskommen wie bei dir.

Beobachte dich mal selbst wie intensiv du dich mit jedem Aspekt deiner Haltung auseinander setzt (weil du was ändern musst), aber von vorne herein ohne dich informiert zu haben die psychotherapeutischen Lösungsansätze verwirfst. Das ist typisch für ein Realisationsproblem, ein Verdrängungsproblem, wenn man es unbewusst vermeidet sich mit bestimmten Themen auseinander zu setzen.

Bei jemandem der psychisch bedingt gelähmt ist kämst du auch nicht auf die Idee zu sagen, die Psyche hätte keinen Einfluss auf den Körper, und du wüdest nicht versuchen das Problem von der körperlichen Seite her anzugehen.

Wenn du gerade in einer Klinik bist, die darauf spezialisiert ist, dann nutze die Möglichkeit dich in diese Richtung zu informieren. Deswegen meine Empfehlung zu fragen, was genau sie bei dir finden.

Du informierst dich doch sehr gut und gründlich, informier dich mal über die Themengebiete die dir deine Therapeuten nennen. Du wirst überrascht sein, wie gut verständlich und logisch viele Symptome auch von der psychischen Seite her erklärt werden können, ohne dass man den Eindruck gewinnt, das sei alles an den Haaren herbeigezogen.
diese symptome hatte ich ja unbewusst schon, als die psyche gesund war.
wenn man nun nichtmal etwas an der haltung ändern kann, fält dieser weg auch weg. wo soll das dann hinführen?!
Unbewusst will heißen du hast davon nichts gemerkt? So wäre es auch richtig, dass man von seiner Haltungsstörung nichts merkt, und daraus kannst du doch schließen, dass du gar nichts an deiner Haltung ändern brauchst sondern nur das, was du jetzt als störend wahrnimmst, wieder zurück ins "Unbewusste" verschwinden lassen musst.

Deine Skoliose wurde doch mit 16 Jahren diagnostiziert, seit dem ist keine Veränderung eingetreten, und mit 16 hattest du doch noch nicht diese Probleme, oder? Die körperlichen Bedingungen von damals sind also die selbrn wie die von heute und sie haben keine Probleme verursacht.
Lilarot
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Beitrag von Lilarot »

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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Lilarot hat geschrieben:hast du auch ein vermehrt ventral gekipptes becken, wenn du dich oben gerade machst zb? ich habe hier ja ein foto von mir von der seite mal reingestellt. da kannst du es sehen. ist es bei dir ähnlich?
Ich habe auch eine vermehrte Lordose unterhalb meiner Krümmung und auch ein leicht nach vorne gekipptes Becken.
2. [Was ist aber wenn irgendwelche Muskelgruppen ausfallen (nicht mehr angesteuert werden können), die nicht genau benannt werden können? Dann könnte so was rauskommen wie bei dir.]
wie kommst du denn auf sowas??? ich kann doch alle meine muskelgruppen ansteuern... du hast mich nicht richtig verstanden...
ich habe keine muskulären probleme. es ist die anatomie der wirbelsäule, die verdrehung, die die natürliche s-form verändert.
Was ich damit sagen will, ist dass du das dann nicht mehr ausmachen kannst, wo das Problem herkommt. In einem System wie dem Rumpf in dem so viele Muskeln in so viele unterschiedliche Richtungen ziehen kannst du eben nicht mehr erkennen, ob sie alle ordentlich angesteuert werden. Es würde sich dann eben in irgendwelchen somatischen Beschwerden äußern.

Das nur als Beispiel wenn du eine psychisch bedingte Querschnittslähmung, wo du nicht auf die Idee kommen würdest sie in Frage zu stellen dass die existiert weil offensichtlich, auf ein kleineres System überträgst.

Stell dir mal die Frage woher psychisch bedingte Rückenschmerzen kommen, doch wohl keine reine Einbildung sondern z.B. durch Verspannungen ausgelöst. Woher kommt die Kopfhaltung und der Rundrücken bei Leuten mit starken psychischen Problemen (hast du bestimmt schon öfters bei vielen geistig Behinderten gesehen)? Das ist alles muskulär bedingt, die Psyche wirkt sich auf die Muskulatur, die Haltung aus.
denn wie gesagt, es ist nicht physiologisch mit durchgedrückten knien und gekipptem becken zu stehen.
Für dich ist es schon physiologisch, weil das zu deiner Fehlhaltung zählt.
Was physiologisch ist bezieht sich nur auf das Ideal eines geraden Menschen. Alle kompensatorischen Aspekte deiner Skoliose sind für dich dagegen normal und du musst sie nicht korrigieren, du kannst sie auch nicht korrigieren.
ich WILL das nicht ins unbewusste wieder verschwinden lassen. denn unbewusst heißt, dass man den körper zwar einfach seine ausgleichsbewegungen machen lässt, die er von selbst macht,... aber
auch, dass dann dinge wie das bauchvollfressen unbewusst wieder da sind, weil die haltung eben nie ganz perfekt ausgeglichen ist, und der körper das versucht dann dadurch zu machen.
Weißt du wie viele Leute auf ihre Ernährung achten müssen, damit sie nicht zu dick werden? Das betrifft fast alle Erwachsenen, dass sie dazu neigen zu dick zu werden, wenn sie einfach essen was sie wollen und die müssen alle genau wie du bewusst darauf achten, dass sie es nicht tun.

Du strebst da einen Zustand an, automatisch immer genau die richtige Menge zu essen, der für die Mehrheit der Erwachsenen und bereits für viele Kinder und Jugendliche nicht die Norm ist. Da kämpfst du also wirklich gegen Windmühlen. Das ist so, dass wir in unserer heutigen Gesellschaft auf unsere Ernährung achten müssen, oder wenn es einem egal ist auch nicht.

Du kannst also deine Haltung akzeptieren, weil du Jahre lang damit keine Probleme hattest, da du sie nicht mal wahrgenommen hast. Und du wirst wohl oder übel auch akzeptieren müssen, dass du dich bewusst richtig ernähren musst, wenn du gesund bleiben möchtest, genauso wie du mal als Kind akzeptieren musstest, dass du dir die Zähne putzen und so weiter und so fort. Zähle es zu den normalen Zwängen des Lebens gegen die man nichts machen kann.
wenn ich meine haltung also ins bewusste hole und aktiv so ändere und verdrehe, dass ein voller bauch keinen nutzen mehr hat, passiert das auch nicht. dann habe ich wieder díe kontrolle über meinen körper.
Ja, so geht es aber halt nun mal nicht, weil Skoliosen nicht heilbar sind. Du musst dir einen anderen Weg suchen, deine Essgewohnheiten zu kontrollieren.
das andere ist, dass wenn ich meine körper seine eigenen ausgleichsbewegungen machen lasse, sich der hals eben leicht neigt (siehe röntgenbild am anfang des threads). habe eben angst, bz befürchte, dass das einfluss auf den kiefer hat und versuche jetzt eben meinen oberkörper eher nach links zu drehen, meine hüfte nach rechts. dann bin ich zwar verdrehter, aber dafür dürfte der hals gerader sein.
Deswegen lass es einfach sein, lass deine Fehlhaltung so wie du in sie hineingewachsen bist und wie sie dir Jahre lang keine Probleme gemacht hat, das ist das Optimum auf das dein ganzer Körper eingestellt ist.
ich versuche also aus meiner skoliose körperlich das beste zu machen, was man aus ihr machen kann, sozusagen. mein krümmungsmuster ist ja relativ untypisch. ich versuche zumindest irgendwie so zu sein wie die anderen mit den typischeren skoliosen. also wie die meisten von euch sozusagen...
Jedes Krümmungsmuster ist individuell und das besondere an deinem (wie jedem von uns) ist, dass alles aufeinander abgestimmt ist. Es gibt kein typisches Krümmungsmuster demnach, sondern es ist vielmehr typisch, dass innerhalb eines jeden Krümmungsmusters alles ausgeglichen ist, auch bei dir, sonst hättest du deine Fehlhaltung früher wahrgenommen, was du nicht getan hast. Du hast früher keine Probleme gehabt und nichts gemerkt, deswegen kannst du davon ausgehen, dass du ein individuelles perfekt aufgeglichenes Krümmungsmuster hast. Wolltest du dich irgend jemandem von uns angleichen, dann würdest du damit ja deine ausgeglichene Haltung verlassen.

Und was die Sache mit dem Essen angeht: Schicksal, für fast jeden von uns. Müssen wir auch alle mit leben.
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Beitrag von BZebra »

ABER, ich hätte einen ganz einfache Lösung für dich:

Du willst deinen Bauchraum, dein Volumen für Essen verringern, damit du automatisch weniger isst, schneller voll bist, ohne darauf achten zu müssen?

Es gibt auch Korsette als Kleidungsstücke. Kannst du einfach zuziehen, verringert sich dein Bauchvolumen, kannst du nicht mehr so viel essen und du musst dich auf nichts konzentrieren und bekommst eine noch bessere Figur als du sie ohnehin schon hast (schöne schlanke Taille).

Voilà, Problem technisch gelöst! :)
Lilarot
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Beitrag von Lilarot »

vielleicht wäre dann für mich ein korsett gut, damit ich während des tragens wenigstens ein normale haltung habe. jedoch eben keine lösung für immer. es sei denn ich möchte ein "leben im korsett".
Zuletzt geändert von Lilarot am Sa, 24.04.2010 - 18:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von minimine »

Vielleicht wäre das ja ein Korsett für dich:
http://koob-scolitech.com/products.php?lang=UE
Entweder das in der Mitte oder rechts oben!
ach gott... das alles ist so anstrengend und besch***en, weil es am ende nie mehr weggeht. und jetzt gerade kommt wieder diese ganze elemtare wut auf, dass man es nicht früher entdeckt hat usw. und dass es überhaupt so gekommen ist.
Tja, da wirst du dich wohl oder übel damit abfinden müssen, so wie wir alle! Sei froh, dass es "nur" eine Skoliose ist. Weißt du eigentlich, was es für schreckliche Krankheiten gibt???
LG
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