Triggerpunkt Therapie nach Dr. Bauermeister

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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Nicole hat geschrieben:Nur hatte ich sonst noch nie Probleme damit.
Das ist ja das fiese an solchen Situationen, dass die wirklichen Beschwerden erst sehr viel später kommen können.

Erst vor ca. 6 Jahren ging es damit los, dass ich Probleme beim Aufstehen in Rückenlage auf harten Untergrund hatte.
Z.Bsp. beim Sonnenbaden auf einer Wiese, aber auch in der Sauna auf harten Holzbrettern.
In Bauchlage geht das Aufstehen wesentlich besser und in dem empfohlenen Abrollen über die Seitenlage ist das fast kein Problem.

Nur gibt es Situationen, wo diese Art des Aufstehens komisch wirkt (kann man sich aber allmählich daran gewöhnen) und auch Situationen, wo es fast nicht geht, nämlich ausgerechnet bei schmalen Ärzte/Orthopäden (!)Liegen.
Dazu muss man aber sagen, dass meine Kyphose sehr tief sitzt, siehe auch mein avatare, und die Schmerzen sich mit Muskelziehen im LWS Bereich bemerkbar machen.
Bei meiner augenblicklichen Behandlung mit dem Triggosan Stab (eher eine abrechnungsfähige Light Version :) ) gibt es auch eindeutige Schmerzpunkte im oberen BWS Bereich, die sich aber sonst nicht bemerkbar machen.

In den Bewegungen bin ich nicht eingeschränkt, trotz Fixierung von 2 Wirbeln im LWS/BWS Bereich. Es gibt ziehende Muskel-Schmerzen manchmal nach ca. 30 Minuten Spaziergang, was auch von einer insgesamt von der Lage (angespannt oder nicht) abhängig ist und nach Arbeiten in gebeugter Stellung, auch bei normalen Haushaltsarbeiten!
Die rückengrechte Haltung ist nicht immer einzuhalten.

Ausserdem habe ich dummerweise die Angwohnheit, mich vor dem Computer in den Sitz zu lümmeln, was dann mit Muskelziehen quitiert wird.
Dieses ist anfangs aber so gering, dass ich an der Haltung erst mal nichts ändere. :) Man gewöhnt sich leider oder gottseidank an chronische geringe Schmerzen.

Gruss
Klaus
trainer
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Beitrag von trainer »

Hallo Nicole,
Frage an Volkmar:
habe auch Hartspann im LWS-Bereich seit einien
Wochen. Mache seit ca. 2 Wochen die Behandlung mit Tennisball.
Einen TST-Schlüssel habe ich nicht, nirgendswo erhältlich.
Icz mache die Behandlung meistensvormittags für ca. eine halbe Stunde.
Danach variiert der Muskeltonus immer und abends habe ich immer
das Gefühl, ich habe nichts erreicht. Bin ich zu ungeduldig?
Sollte man nach der Behandlung gleich dehnen? Welchen Sport kann man überhaupt noch machen? Und sollte man danach auch zusätzlich nochmal
eine Druchbehandlung machen
Deine Fragen berühren einige grundsätzliche Probleme:

Bereiche der Muskulatur verhärten dann, wenn sie längerfristig nicht oder zu schwach genutzt werden. Die heutigen Lebensbedingungen haben im allgemeinen eine chronische Unterauslaustung zur Folge, so daß große Teile unserer Muskulatur davon betroffen sind.
Die hier besprochenen Drucktechniken, aber auch alle anderen Therapieformen (z.B. Stoßwellentherapie, Entspanungstechniken, Osteopathie usw.) bewirken eine mehr oder wenige kurzfristige Enspannung und Milderung/Beseitigung der Schmerzen. Das sich selbst regulierende System unseres Bewegungsapparates funktioniert wieder.

Wenn man die Ursache -die chronische Unterauslastung des Körpers- nicht in Angriff nimmt, entstehen die Probleme allerdings immer wieder neu.

Konkret auf deine Frage bezogen heißt das: Du mußt deine Rückenmuskulatur bewegen und belasten, wenn Du sie durch die Drucktechnik mobilisiert/gelockert hast. Jedes kleine Stück Freiheit der Beweglichkeit muß man nutzen, sonst geht sie wieder verloren. Nicht (kurzfristige) Schmerzfreiheit muß das Ziel sein, sondern Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit.

Zur Frage der Ungeduld: dieser Prozeß dauert sehr lange. An meiner ehemals brettharten Rückenmuskulatur mit ständiger Gefährdung durch Hexenschschuss und Bandscheibenvorfall arbeite ich jetzt über 3 Jahre. Die akuten Probleme sind beseitigt, aber bei besonderen Bewegungen und Belastungen schmerzt der Becken-und Lendenwirbelbereich immer noch. Das sind die tiefer liegenden Teile der Muskulatur, an die man mit dem relativ weichen Tennisball auch nicht herankommt.

Thema TST-Schlüssel: der ist nicht besonders hilfreich und liegt bei mir nur noch in der Schublade.

Zum Thema Dehnen: das normale Dehnen ist m.E. überholt. In den Dehnpositionen werden die Teile der Mukulatur angesprochen, die nicht zum normalen Bewegungsumfang gehören. Diese sind verhärtet und schmerzen deshalb. Das klassische Dehnen ist passiv und führt nicht zur Aktivierung der betroffen Teile der Muskeln.
Ein Link dazu: http://www.nostretch.de/
Meine Technik ist: die in den Dehnpositionen schmerzenden Muskelteile abwechselnd mit der Drucktechnik bearbeiten und mit Übungen belasten.
Dazu ein sehr treffendes Zitat von Lilarot van Almsick (sie hatte in ihrer aktiven Zeit massive Rückenprobleme): "Während der akuten, schmerzhaften Phase hat man nur einen Gedanken: Bloß nicht bewegen, nicht belasten, nur entlasten. Doch das ist nicht richtig! Mein Geheimrezept: Hineintrainieren! Dann hilft man dem Körper, sich selbst zu heilen."
Belasten alleine geht aber auch nicht! Dann können die Probleme sich rasant verschärfen.

Welcher Sport ist richtig? Je vielseitiger, desto besser! Ungeeignete Sportarten gibt es m. E. nicht. Es gibt nur viele ungeeignete Methoden, den Sport zu betreiben. Mit 61 Jahren spiele ich jetzt wieder Handball, allerdings mit ganz anderen Trainingsmethoden als in den Zeiten, in denen ich in Unkenntnis der Zusammenhänge Raubbau mit meinem Körper getrieben habe. Leider sind die Kenntnisse, über die der Spitzensport heute verfügt, im Allgemeinsport kaum vorhanden. Aber auch in vielen Bereichen des Leistungssports geht heute noch oft Quantität vor Qualität!

herzliche Grüße
Volkmar
lua

Beitrag von lua »

hi

fand den tread hier bisher sehr interessant. bin ziemlich frisch auf diese triggerpunktgeschichte gestoßen.

ich habe schon ziemlich lange chronische kopfschmerzen. eine leichte skoliose habe ich auch, kann mir aber nicht vorstellen, das die allzuviel mit den kopfschmerzen zu tun hat.

was mich interessiert, ist....

muss man immer den ganzen rücken mit den drucktechniken behandeln? ich habe nämlich die vermutung, dass meine beschwerden hauptsächlich aus dem trapezius, erector spinae cervicale und dem sternocleidomastoideus kommen.

idiotischerweise bin ich nach dem langen leidensweg erst jetzt drauf gestoßen, dass das eine ursache sein könnte.....allerdings, wenn ich diese punkt im schulter-nackenbereich drücke, lösen sie genau die kopfschmerzen an genau denselben stellen aus, wo ich sie seit einigen jahren täglich habe.

spricht doch also schon dafür, dass ich sie hiermit loswerden könnte oder?

würdet ihr mir solch eine stoßwellentherapie empfehlen oder bekommt man das auch alleine hin?

zum schlüssel....der light schlüssel ist doch ein ganz anderer wie der der jetzt von baumeister verkauft wird, oder?

und zum thema reihenfolge....

ihr dehnt und behandelt die druckpunkte und hinterher belastet ihr die muskulatur mit übungen? richtig'?

würde mich über eure antworten freuen
peter
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

eine leichte skoliose habe ich auch, kann mir aber nicht vorstellen, das die allzuviel mit den kopfschmerzen zu tun hat.
Da frage ich grundsätzlich immer nach, ob nicht eine Kyphose (Rundrücken) vorliegen könnte.
muss man immer den ganzen rücken mit den drucktechniken behandeln?
Es werden schmerzhafte Punkte behandelt, die muss man suchen.
allerdings, wenn ich diese punkt im schulter-nackenbereich drücke, lösen sie genau die kopfschmerzen an genau denselben stellen aus, wo ich sie seit einigen jahren täglich habe.

spricht doch also schon dafür, dass ich sie hiermit loswerden könnte oder?
Diese Fernwirkung ist typisch.
Allerdings hilft es auch dort, wo der Schmerz direkt sitzt. Bei mir ist das so im LWS Bereich. Im oberen BWS Bereich gibt es 2 symmetrische Punkte, die ebenfalls auf Druck stark reagieren, selbst aber nicht schmerzen.
würdet ihr mir solch eine stoßwellentherapie empfehlen oder bekommt man das auch alleine hin?
Das ist immer eine Frage, wie man mit dem Stab da selbst dran kommt!
Mit Partner dürfte es kein Problem sein.
Eine spezifizierte Stoßwellentherapie ist im allgemeinen schmerzarmer und meistens teurer.
Das ist auch vom möglichen Körpereinsatz des Therapeuten abhängig :), bei mir ist die Therapeutin an ihre Kraft-Grenzen gestossen und da bringt die Stoßwellentherapie mehr.
zum schlüssel....der light schlüssel ist doch ein ganz anderer wie der der jetzt von baumeister verkauft wird, oder?
Dem Light Schlüssel fehlt lediglich der Handgriff, mit dem man noch höheren Druck ausüben kann, das nach meiner Meinung aber nur im Zusammenhang mit einem Therapeuten oder einem Partner.
Er lag einem Buch bei, dass seit langem vergriffen ist. Bei ebay habe ich es vor einiger Zeit zum doppelten Preis erstanden, damit aber immer noch viel billiger als der "normale" Triggosan Stab.
ihr dehnt und behandelt die druckpunkte und hinterher belastet ihr die muskulatur mit übungen? richtig'?
Oder umgekehrt bzw. zwischendurch.

Gruss
Klaus
Gast

Beitrag von Gast »

hi klaus,

danke für die schnelle antwort.

ne ne kyphose hab ich auf keinen fall, meine wirbelsäule ist allgemein sehr sehr flach....

meine hws ist ziemlich steil gestellt, meine bws auch.

was hälst du von der theorie, die ich in usa oft finde, dass ein verlust der natürlichen nackenkurve kopfschmerzen auslöst bzw. dafür verantwortlich ist?


klar ich weiss, dass die schmerzhaften punkte gesucht werden, aber so richtig schmerzhaft sind bei mir nur die punkte im trapezius, ums schulterblatt .... lws hab ich kaum schmerzhafte punkte. daher fragte ich mich ob nicht vllt. statische triggerpunkte oder andere von weiter unten die von oben aufrecht erhalten, sodass es evlt. keinen sinn macht nur oben die aufzulösen.

desweiteren frag ich mich eben, ob man sie mit manuellem druck (vllt. von einem freund) wirklich los wird? ihr kennt ja bestimmt diese stelle am oberen inneren schulterblattwinkel, wo JEDER mensch einen schmerzhaften punkt hat (ich hab noch keinen gefunden der das nicht hatte).....ich habe schwierigkeiten mir vorzustellen das man diesen punkt wirklich komplett wegbekommt.


wo der schmerz direkt sitzt hilft bei mir gar nicht, das sind die schläfen, temporalis, maseter....
ich kann mir auf dem kopf rumdrücken wie ich will, das ist alles sehr sehr temporärer release.
hab gestern volles ballett an dem punkt am angulus superior gearbeitet, am erector spinae cervicale (hws) und am sternocleido...
heute sind meine kopfschmerzen dermaßen besser, das finde ich erstaunlich. dafür tun mir die schultern ganz schön weg, von dem druck....lol
aber ich hab zum ersten mal mal wieder hoffnung....ist geil.


was genau kostet die stoßwellentherapie?
gibt es eine therapeutenliste? (ich hab noch keine gefunden)
und können wir mal über körpergewicht reden?
also ich bin ziemlich dünn, wiege max. 60 kg.....daher dürfte man bei mir leichter an die trigger rankommen, als bei jmd. der 100kg wiegt. somit könnte stoßwellentherapie für mich vllt. unnötig sein....ich halte auch starke schmerzen gut aus.....nur chronische schmerzen zermürben mich mit der zeit.
mein hauptproblem wäre auch nicht die therapie zu bezahlen, ich vermute nur mal stark das der nächste therapeute bestimmt mindestens 300km von mir weg wohnt. und eine oder 2 behandlungen werden wohl eher nicht ausreichen, oder?

oder ist vllt. so eine anamnese am anfang doch mal ganz sinnvoll?

wäre es möglich mal ein bild von dem light schlüssel hier reinzusetzen?

gibt es eine seite mit guten kraft übungen die ihr empfehlen könnte?


sry, ist jetzt ganz schön viel geworden. danke für eure hilfe
gruß
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

ne ne kyphose hab ich auf keinen fall, meine wirbelsäule ist allgemein sehr sehr flach.... meine hws ist ziemlich steil gestellt, meine bws auch.
Also offensichtlich ein Flachrücken, was auch nicht in Ordnung ist.

Ich denke, Du brauchst erst mal eine vernünftige Diagnose, ehe Du an den Symptomen "herum fummelst"!
Dann kann man auch etwas zur richtigen Grundbehandlung sagen.
daher fragte ich mich ob nicht vllt. statische triggerpunkte oder andere von weiter unten die von oben aufrecht erhalten, sodass es evlt. keinen sinn macht nur oben die aufzulösen
Die Triggerpunkt Therapie geht eindeutig von Schmerzpunkten aus!
was genau kostet die stoßwellentherapie?
gibt es eine therapeutenliste? (ich hab noch keine gefunden)
In diesem bereits genannten LINK gibt es auch eine Telefonnummer, bei der ich mal anfragen würde.
http://www.triggosan.eu/shop/article_1% ... 2520233%26

Früher gab es eine Homepage von Bauermeister, auf der auch eine kostenpflichtige Service Nummer verzeichnet war, die Therapeuten genannt hat.
Die Preise, offenbar sehr unterschiedlich, kann ich Dir leider nicht nennen, weil ich mit meiner Therapeutin einen Einführungs-Sonderpreis als "Testperson" vereinbart habe.
Für Hannover findest Du sie in der Sammlung Hannover in der Rubrik Gesucht/Gefunden.
und eine oder 2 behandlungen werden wohl eher nicht ausreichen, oder?
Sicherlich nicht, das Maximum liegt aber bei einem normalen Rücken bei 10 Behandlungen, sonst ist die Therapie tatsächlich wirkungslos.
Bei verändertem Rücken, der ja immer wieder einen Auslöser darstellt, wirst Du wahrscheinlich um eine längerfristige Behandlung nicht herum kommen.
Das hängt sehr von der Ausgangslage und dem oben schon genannten Behandlungsplan ab, wie z.Bsp Schroth KG und angepasstes Fitness Training.
Dann kann man möglicherweise die Intervalle von anfangs 1x wöchentlich vergrössern.
wäre es möglich mal ein bild von dem light schlüssel hier reinzusetzen?
In dem oben genannten LINK brauchst Du Dir nur den Handgriff wegzudenken.
gibt es eine seite mit guten kraft übungen die ihr empfehlen könnte?
Nein, denn Du brauchst grundsätzlich erst mal eine kompetente Diagnose.

Und so langsam wird es auch Zeit, dass Du Dich hier mit Wohnort und Alter anmeldest, dann kann Dir auch gezielter geholfen werden.

Gruss
Klaus
lua

Beitrag von lua »

:juggle: ne vernünftige diagnose.....lol

ich hab bestimmt 30 verschiedene diagnosen.......als ob ne diagnose ne rolle spielt

mir hat noch niemand meine skoliose vermessen, weil sie minimal ist. (wer sollte das auch machen?)

ich kann dir grad gar nich sagen bei wievielen therapeuten ich war und wieviel kohle ich schon ausgegeben habe. was sollte mir ne EINDEUTIGE diagnose bringen?

ne minimale skoliose kann nicht wirklich die ursache für permanente kopfschmerzen seien, oder hast du chronische kopfschmerzen?

was hat deine eindeutige diagnose dir gebracht für die triggerpunktbehandlung die du machst? du drückst auch hauptsächlich die punkte die weh tun, oder?


die triggerpunkt therapie nach bauermeister geht im übrigen nicht nur von schmerzpunkten aus, sondern von triggerpunkten

es gibt übertragungspunkttrigger und statiktrigger. ohne das löschen von statiktriggern, so könnt ich mir vorstellen, dass man die schmerztrigger immer wieder neu produziert, weil dann eine chronische fehlhaltung weitere trigger aufrecht erhält.

dieser schlüssel ist vom preis her echt ne frechheit, bei ebay gibts ähnliche für einen dollar.

wohnort sachsen anhalt, alter 20....

gruß
lua

Beitrag von lua »

hallo,

mich würden noch 2 sachen interessieren...

zunächst die lokalisierung von triggerpunkten. man sagt ja triggerpunkte schmerzen selbst oder strahlen schmerz aus, wenn man tiefer in sie eindringt.

wenn ich nun aber genug kraft aufwende, kann ich jeden punkt eines körpers zum schmerzen bringen. heißt das dann das sind alles triggerpunkte oder verhärtete muskeln?

und zum dehnen....
diese trigger therapeuten empfehlen ja dehnung. allerdings gibt es ja auch die theorie, das dehnung nicht wirklich gut ist. gerade auch im hws bereich....wenn die hws dort etwas instabil ist, macht dehnung sie noch instabiler. daher....kann man die dehnung einfach weg lassen?
ich meine, so ein kurzer dehnreiz ist ja manchmal angenehm, aber so eine dehnung über 20 sec.....naja....könnte auch nicht behaupten das mir das mal was gebracht hätte.

gruß
lua
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo lua,

wir sind hier in einem Forum, dass sich mit Skoliose/Kyphose beschäftigt!
Deswegen ist die Triggerpunkt Therapie hier auch unter diesem Aspekt zu sehen.
Ich habe das in diesem Thread auch @Trainer gegenüber immer wieder zum Ausdruck gebracht, weil eine Skoliose/Kyphose als möglicher ständiger Auslöser eine ganz andere Ausgangslage darstellt, als ein "normaler" Rücken.

Insofern ist eine kompetente Diagnose das Allerwichtigste und die Problematik an eine solche zu kommen, ist hier im Forum das Haupthema!

Das erst mal grundsätzlich.
ne minimale skoliose kann nicht wirklich die ursache für permanente kopfschmerzen seien, oder hast du chronische kopfschmerzen? ......meine wirbelsäule ist allgemein sehr sehr flach....
meine hws ist ziemlich steil gestellt, meine bws auch.
Das ist schon eine Situation, die Schmerzen auslösen kann!
Muss aber nicht!
Auch relativ starke Skoliosen/Kyphosen können durchaus schmerzarm bis schmerzfrei sein. Das ist ja das Fiese daran, dass dies erst im Laufe der Zeit eintreten kann, wenn sich nämlich die Situation weiter verschlechtert, ohne dass man das zunächst merkt.

Da Du Dich ja bereits intensiv mit dieser Therapie beschäftigst, würde ich doch mal vorschlagen diese praktisch auszuprobieren.
Selbst 69€ für die Gesundheit sollte nun wirklich nicht zu viel sein und ein Versuch mit einem Therapeuten sollte Dir die Sache auch wert sein.

Gleichzeitig kann ich Dir nur dringend raten, Deine Situation richtig abklären zu lassen.
Wenn Du Dich hier mal mit Wohnort und Alter (in Deinem Profil!) anmelden würdest, kannst Du Dich gezielt in eine Diskussion über die kompetente Versorgung einklinken, die mit einer richtigen Diagnose anfangen muss.

Gruss
Klaus
lua

Beitrag von lua »

hallo,

69 euro...da hast du ja ne günstige gefunden....

das von mir aus nächste wäre 150km entfernt und kostet 100 aufwärts....

(wobei 69 euro dann ziemlich viel werden, wenn man das durchzieht, womit wir ja schon bei knapp 690 euro wären.....grundsätzlich betrachtet wird es auch erst über die jahre teuer, wenn man haufenweise ohne erfolg ausprobiert hat)

egal, ich check das mal aus...

können die als physiotherapeuten nicht ne vernünftige diagnose machen? die vermessungen die bauermeister in seinem buch beschreibt, sehen schon sehr profund aus....

oder an wen genau muss man sich wenden? an einen arzt für physiotherapie?

lg
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

69 euro...da hast du ja ne günstige gefunden....
Das ist der Preis für den Triggosan Stab, den Du als zu teuer bezeichnet hattest.
können die als physiotherapeuten nicht ne vernünftige diagnose machen?
Nein, das können sie schon deshalb nicht, weil der optische Eindruck ein ganz anderer sein, als die tatsächliche Wirbelkörper-Situation in einem Röntgenbild.
oder an wen genau muss man sich wenden? an einen arzt für physiotherapie?
Ich habe ja nun versucht, Dir klar zu machen, dass es kaum wirklich kompetente Orthopäden bezüglich Skoliose/Kyphose gibt.
Es ist das Haup-Thema hier im Forum!
Siehe auch Rubrik Gesucht/Gefunden.


Man kann vor Ort damit Glück haben (Orthopäde oder möglicherweise besser FA für Physialische Therapie), aber dazu braucht man sehr viel eigene Kompetenz, die man erst durch intensives Lesen und mitdiskutieren hier im Forum bekommt.

Gruss
Klaus
Gast

Beitrag von Gast »

dank dir für deine hilfe...

denkst du dass der triggerschlüssel light genauso effektiv ist?

hab da jetzt nämlich noch jmd. gefunden der das verkauft....

hab aber auch auf amazon gelesen, wo einer meinte, dass der triggosanschlüssel light Sch****** wäre und man in dem buch eh nur dazu angehalten wird sich den triggerschlüssel ohne "light" zu kaufen...

gruß
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

denkst du dass der triggerschlüssel light genauso effektiv ist?
Wie schon gesagt, fehlt dem Light Schlüssel der Handgriff.
Wenn man sich selbst therapieren will, kann man den Handgriff sowieso nicht nutzen, insbesondere im Rückenbereich.
Er ist nur beim Einsatz durch einen Partner hillfreich (und beim Therapeuten), weil dadurch die einwirkende Kraft (Hebelwirkung) verstärkt werden kann. Es hängt also sehr von der Kraft des Partners ab, ob es auch ohne Handgriff geht und natürlich in erster Linie davon, was Du dann tatsächlich aushalten kannst!! :D
Das Material ist übrigens sehr stabil und von der Qualität der "Nicht-Light-Version" nicht zu unterscheiden.

Natürlich will man den Stab für 69 € verkaufen, man fragt sich wirklich, warum das Buch mit dem Light Schlüssel nicht einfach neu aufgelegt wird.

Und was übrigens die beworbene Triggosan Stange angeht, die die Selbsttherapie gerade im Rückenbereich ermöglichen soll, so kannst Du das getrost vergessen. Das ist nicht praktikabel, meine Therapeutin hatte da mal nachgefragt und die Leute sind da selbst wenig von überzeugt. :)

Gruss
Klaus
Gast

Beitrag von Gast »

hi

also meinste es ist schon besser den light-schlüssel zu kaufen, wenn man ihn noch bekommt?

kann man sich ja dazu noch den index knobber holen, dann hat man beides und kommt max. auf 20 euro....

http://www.svggermany.de/svgshop/produc ... yLength=10

mit der stange kann ich dir nicht so richtig zustimmen. ich habe den backnobber....ich finde das ding echt super....

ich weiss ja nicht was ihr für hardliner seid :-)
aber ich find den druck den ich damit aufwenden kann schon ziemlich schmerzhaft....um richtig effektiv zu sein, braucht man aber bestimmt einen skrupellosen therapeuten....lol

ich hab z.b. mal versucht mich auf qigong kugeln draufzulegen, das finde ich dann aber zur zeit noch etwas zu krass. hundebälle in der größe finde ich gar nicht und die größeren sind doch eher ungeeignet.

was hälst du übrigens in diesem ganzen zusammenhang von rolfing? die lösen ja durch ihre tiefe bindegewebsarbeit auch triggerpunkte auf...

gruß
Gast

Beitrag von Gast »

was allerdings fakt ist, ist, das dieser stab vollkommen überteuert ist, dafür das er nicht mal von denen ist....

http://cgi.ebay.de/Thera-Cane-Massage-S ... dZViewItem
lau

Beitrag von lau »

hi klaus,

was hälst du denn von diesen argumenten hier, dich ich bei wikipedia gelesen habe....

http://en.wikipedia.org/wiki/Trigger_point

Caution: Self treatment does have some inherent dangers of damaging soft tissue and other organs. The trigger points in the upper Quadratus Lumborum, for instance, are very close to the kidneys and poorly administered self treatment may lead to kidney damage. Likewise, treating the masseter muscles may damage the salivary glands superficial to this muscle. Furthermore, some experts believe trigger points may develop as a protective measure against unstable joints. A qualified professional should eliminate this cause prior to beginning a self treatment program.


gerade die behandlung von masseter und hws find ich sehr interessant, da diese punkte in den muskeln genau meine kopfschmerzen erzeugen, wenn ich draufdrücke. allerdings gerade die hws ist oft instabil.....wenn man nun triggerpunkte entfernt, die die stabilität der hws aufrecht erhalten, ist das doch nicht so unbedingt von vorteil, oder versteh ich das grad falsch?

gruß
peter
shutdown
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Beitrag von shutdown »

@trainer

Hallo Volkmar,

ich habe gerade damit angefangen meine betonharte Schulter- und Rueckenmuskulatur zu bearbeiten. Kannst Du mir einen Tipp geben, wie ich dabei am Ruecken vorgehen soll? Da sind ein paar Muskeln, die wirklich extrem hart und insgesamt druckempfindlich sind. Da ist es nicht wirklich einfach, Triggerpunkte zu finden. Ich denke man muesste diese Muskelpaeckchen erst mal weich machen, um dann gezielt die Triggerpunkte zu finden. Die Frage ist nur: Wie mache ich das am effektivsten und mit moeglichst wenig (unnoetigem) Schmerz?

Wie sind Deine Erfarungen damit?

Gruss Joerg.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Eine Bitte:

Damit es hier nicht zu Irritationen kommt, denkt bitte daran, dass es hier in diesem Forum um Skoliose/Kyphose geht und die damit verbundenen Therapiemöglichkeiten.


Gruss
Klaus
shutdown
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Beitrag von shutdown »

Hallo Klaus,

ich habe das nicht uebersehen und ich sehe auch ein, dass Du recht hast.

Trotzdem finde ich es mindestens genauso wichtig, dass die Triggerpunkt Therapie moeglichst vielen Patienten zugaenglich gemacht wird - auch wenn der Platz vielleicht nicht optimal ist. Ich gehe aber davon aus, dass viele andere Leidensgenossen - genau wie ich - ueber Google genau hier landen werden und dann ueber jede Info froh sein werden. Sowohl Deine als auch Volkmars Erfahrungen sind sicher eine nuetzliche Informationsquelle fuer jeden, der etwas mehr ueber diese Behandlungsmehtode erfahren moechte. (Auch wenn er vielleicht keine ausgepraegte Skoliose hat) :-)

Gruss Joerg.
lua
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Beitrag von lua »

hm,

ich fände es auch schön wenn man weiter darüber diskutieren könnte....

soviel platz nimmt so ein thread ja auch nicht ein....wenns natürlich wirklich so fehl am platz ist, dann würde ich einfach einen thread in nem anderen forum aufmachen und dort einen link hinsetzen.....wobei dann aber die erfahrenen leute, wie du klaus, es nicht unbedingt sehen würden, weil du evtl. dort nicht mitlesen würdest. meinungen von erfahrenen sind aber immer gut finde ich.

mal zu den bällen....wären das jetzt hier bälle die empfehlenswert sind?

http://www.erhard-sport.de/oxid.php/sid ... -10er-Set/

die 40mm bälle find ich einfach nirgends....sind die wirklich am besten`?

was ist mit luftgefüllten bällen? es gibt da ja auch diese miracle ball method....http://www.elainepetrone.com/

gruß
peter
Antworten