Hallo alle zusammen,
ich bin auf diesen Thread (so heißt das glaub ich

) gestoßen, weil ich mich auch mal mit Kritik der Cantienica-Methode befassen wollte. Ich hatte auf eine sachliche Diskussion gehofft, die leider aber schnell vorbei war. Zwischendurch wird angemerkt, dass nur von Beckenboden die Rede ist. Wer sich mal etwas näher mit dem Beckenboden beschäftigt, entdeckt sehr schnell Zusammenhänge mit dem ganzen Körper. Es gibt auch eine Dokumention eines Tschechischen Orthopäden, der ein Zusammenhang zwischen dem Beckenboden und Migräne entdeckt hat. Durch die Beschäftigung mit dem Beckenboden, bin ich auch auf die Cantienica-Methode gestoßen. Seit dem beschäftige ich mich mehr oder weniger ausführlich mit dieser Methode.
Mir ist aufgefallen, dass Benita Cantieni sehr schnell alles andere leider etwas negativ erscheinen lässt, was mir natürlich nicht gut gefällt. Denn auch das herkömmliche Beckenbodentraining hat schon vielen Menschen vor Inkontinenz und anderen Dingen bewahrt.
Die Fortbildungen sind sehr teuer - es kommt der Verdacht nahe, von Hab und Gier - aber eine gewisse Qualität hat seinen Preis. Je mehr ich darüber nachdenke, gewinne ich die Erkenntnis, dass es gut ist, wenn nicht "jeder" diese Methode ausbilden darf und ich eine teure Ausbildung sicher ernster nehme und mich dafür mehr vorbereite usw. als wenn ich eine weniger teure Ausbildung mache. Ich habe auch schon 1800 Euro für eine 4-Wochen-Intensiv-Yoga-Ausbildung zum Fenster rausgeworfen, in der ich für mich nicht viel mitnehmen konnte. War alles bei inkl. Rudelkotzen.
ich denke bevor man urteilt, sollte man es ausprobieren. Was nützen mir Beweise durch Röntgenbilder, wenn es für mich vielleicht nicht funktioniert. Ich habe mir vorgenommen es zu testen, habe schon eine Einzeltherapie hinter mir, die sehr spannend war und ich hatte das Gefühl einfach "größer" nach Hause zu gehen. Nach ein paar Stunden "sackte" ich wieder zusammen, aber ich kann mir vorstellen, dass mein Körper und ich es lernen können. Die Methode leuchtet mir ein, es scheint logisch, aber letztendlich muss ich es auspropieren um zu spüren ob es mir hilft.
Warum probiert ihr es nicht aus? Was habt ihr zu verlieren? Wenn ihr achtsam an die Sache geht, dann meldet euer Körper, wenn es ihm nicht gefällt. Über Homöopathie kann man auch viel lesen und viele Wissenschaftler behaupten, dass es reine Einbildung ist. Man muss es erfahren um es wirklich beurteilen zu können und da sind alle Beweise völlig egal. Was kann es schaden, sich mal aufzuspannen und den Atem diagonal durch den Körper fließen zu lassen und zu pulsieren bzw. die Sitzbeinhöcker zueinander zu ziehen und ein wenig die Gliedmaßen zu "verschrauben"? Also ran an die Sache und dann kritisieren.
Ihr habt aber recht, dass man sich nicht dazu hinreißen lassen sollte irgendwelche Versprechungen zu machen, dem stimme ich voll und ganz zu. Da spielt vermutlich der Erstberuf des Journalismus eine große Rolle...
Vielleicht kann ich hier auch nicht wirklich mitreden, da ich zwar eine Skoliose habe, aber diese relativ leicht ist und mir außer ein paar Verspannungen im Rücken zum Glück keine großen Beschwerden bereitet. Da ist der Gleitwirbel schon ehr ein Problem, und ich deshalb?? ein Jahr lang nicht auf dem Rücken liegen konnte. Durch viel Kräftigung und Pilates bin ich für meine Verhältnisse beschwerdefrei.
Über eine Hyperkyphose (ich vermute ihr meint hier einen Rundrücken) kann ich im übrigen etwas positives berichten. Ein Freund besaß diesen in beträchtlichen Ausmaß und sagte immer "da kann man nichts machen, das ist verknöchert". Seit einem Jahr walkt er - sein Rundrücken es erheblich, sichtbar weniger geworden. Ich denke, vermute durch die Aufrichtung beim Walken. Es gibt aber leider keine Fotos, keine Gradzahlen, ich habe auch keine Röntgenbilder gesehen, sonder verlasse mich auf mein Wahrnehmungsvermögen. Entweder ihr glaubt es oder lasst es.
Verzeiht mir wenn ich jemanden aus Unwissenheit vor den Kopf gestoßen habe, aber ich meine man kann etwas nur wirklich beurteilen, wenn man es selbst ausprobiert hat. Ich halte es genauso wie Pilates, Yoga oder was auch immer für eine Methode, die einem vielleicht ein Stück weiter bringen kann. Das Gute an ihr ist, jeder kann es in seinen Möglichkeiten machen. Ob jung, ob alt, ob gelenkig, oder ungelenkig, Mann oder Frau. Man kann genauso wie beim Pilates ganz klein und subtil beginnen.
Ich wünsche euch alles Gute
Libelle