Operation / Kur - wie soll es weiter gehen...

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
Lady S
Profi
Profi
Beiträge: 1587
Registriert: Mo, 10.06.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: idiopathische Adoleszenzskoliose
2013: lumbal 64°, thorakal 56°, inzwischen vermutlich deutlich mehr.
Therapie: Seit 2003 Schroth-KG, 3 Rehas in Bad Salzungen.
Wohnort: Nähe Stuttgart

Re: Operation / Kur - wie soll es weiter gehen...

Beitrag von Lady S »

marco2000 hat geschrieben: Die Frage ist hier eigentlich auch: Wie hält man das pychisch durch, wenn man sich den ganzen Tag bewusst sein muss, dass man gerade sitzen / stehen muss. Wie groß ist die Einschränkung? Vermutlich wird die Schroth-Kur hier einiges leisten. Gibt es dort eigentlich auch eine psychologische Betreuung?
In Bad Salzungen gibt es eine psychologische Betreuung; für Sobernheim weiss ich es nicht. Es gibt bei Bedarf auch Einzelberatung.
Möglicherweise solltest Du Dich vorher schon um eine entsprechende Betreuung bemühen. Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber ich habe den Eindruck, dass Dich Deine Kyphose über Gebühr beschäftigt und ängstigt.
Grüsse, Lady S
minimine
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 6145
Registriert: So, 17.02.2008 - 13:21
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose
Therapie: 3x Reha (2005, 2007, 2009),
Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015
Kontaktdaten:

Beitrag von minimine »

In Bad Sobernheim gibt es auch Psychologen. 2005 wurde sogar als Pflichtveranstaltung eine Gruppenstunde von einer Psychologin abgehalten (also in der Anfängergruppe), dort sollte man in Kleingruppen über seine Skoliose reden und sich austauschen.

LG
Minimine
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
marco2000
Newbie
Newbie
Beiträge: 46
Registriert: Di, 30.06.2009 - 19:49
Wohnort: Mannheim / Rostock

Beitrag von marco2000 »

Zur Messung: Ich glaube nicht, dass man auf einem Bild genau die Mitte zieht und auf einem anderen Bild die Wirbel übermalt. So dumm bin ich ja nun auch nicht.

Natürlich will ich zur Kur. Ich werde mich auch total anstrengen. Ich bin ja jetzt schon beim Dehnen und so. Ich bin überzeugt, um so lockerer ich zur Reha komme, um so mehr kann ich da die Übungen erlernen.

Das Korsett kommt eigentlich nur deshalb in Betracht, da ich erhoffe, dass ich noch eine leichte Aufrichtung erfahren kann.
Ich will def. nicht den Rest des Lebens damit rumrennen. Dann lieber die OP - und ich glaube nicht, dass die in 95% aller Fälle schief geht. Aber das it nun wirlich nicht angedacht.

Ein Problem ist aber aber noch. Wenn ich jeden Tag an den Zwang des Sportes und des Korsett denken muss, könnte es auch sein, dass ich einen psychisch weg bekomme. Da ist die Frage, was man dann noch macht.
Manchmal wünschte ich, man wüsste nicht, was man hat. Dann könnte man unbeschwert leben... Leider sollen ja die scheuermannschmerzen irgendwann kommen...
Aber ich denke, solange man regelmäßig Sport macht, kommt nichts. Ich hab heute ein wenig mit Hanteln gearbeitet. Und schon konnte ich wieder den ganzen Tag mit nicht hängenden Schultern durch die Gegend gehen. Ihr kennt sicher die Übung, bei der man auf einer Bank kniet und die Hantel bei geradem Rücken schön hinten reinzieht...

Ich freue mich auf die Kur, da ja alle sagen, das man dort auch beigebracht bekommt, wie man die Geräte ordentlich bedient.

Das Korsett soll nur unterstützen... Soll mich in schwierigen Situationen (am PC etc.) an die Haltung erinnern. Der Doc sagte, die Kombi aus beidem ist am besten, Sport dauerhaft: JA, Korsett 23/h 40 Jahre: Nein (kein Leben) Dann lieber OP oder 150° in 10 Jahren, Geld verprassen und Girftspritze...

Klaus hat geschrieben:
KiraFee hat geschrieben:Wenn du von uns Hilfe, Ratschläge, Tipps oder ähnliches erhalten möchtest, dann ist es wichtig, dass du Daten & Fakten nennst. Ansonsten wird es schwierig etwas dazu zu schreiben.
Trotz grosser Geduld fällt es wirklich schwer, zu ergründen, was marco wirklich will.

1. Wenn mit den Strichen die Ermittlung der Winkel gemeint sind, dann solltest Du marco doch eindeutig sagen, dass Du glaubst, Dr. Hoffmann hätte mit den 77 Grad nicht richtig gemessen. Das kann doch jeder als persönliche Meinung erst mal sagen.
2. Wenn dem so ist, solltest Du doch froh sein, dass Du mit Schroth KG und Korsett in Kombination auch noch einen gewissen Erfolg haben kannst. Das Korsett willst Du aber höchstens 2 Jahre tragen und die Schroth REHA siehst Du ja als Ergebnis eines viel zu hoch geschätzen Kyphose Winkels.
marco hat geschrieben:Hallo Klaus, natürlich habe ich eine konkrete Diagnose. Gleichwohl ich denke, dass diese bewusst schlecht (sehr-sehr schlecht) geschrieben würde um mich zur Kur schicken zu können - und später sagen zu können, dass man was bewegt hat.
Also ein Korsett nur für kurze Zeit und keine Schroth REHA oder wie?
Sei doch froh, wenn Du zur REHA kommst. Da kann sich die Situation vielleicht besser darstellen, aber mindestens diese Feststellung sollte es wert sein.
Fakt ist, dass ich keine OP machen lassen will, wenn ich den Zustand halte, bzw. verbesser
Und wie willst Du das dann ohne REHA und nur kurzfristigen Korsett anstellen?

Was die Ermittlung des Winkels angeht, so höre ich heraus, dass Du genau weisst, wie man das macht ??

Gruss
Klaus
marco2000
Newbie
Newbie
Beiträge: 46
Registriert: Di, 30.06.2009 - 19:49
Wohnort: Mannheim / Rostock

Re: Operation / Kur - wie soll es weiter gehen...

Beitrag von marco2000 »

Lady S hat geschrieben:
marco2000 hat geschrieben: Die Frage ist hier eigentlich auch: Wie hält man das pychisch durch, wenn man sich den ganzen Tag bewusst sein muss, dass man gerade sitzen / stehen muss. Wie groß ist die Einschränkung? Vermutlich wird die Schroth-Kur hier einiges leisten. Gibt es dort eigentlich auch eine psychologische Betreuung?
In Bad Salzungen gibt es eine psychologische Betreuung; für Sobernheim weiss ich es nicht. Es gibt bei Bedarf auch Einzelberatung.
Möglicherweise solltest Du Dich vorher schon um eine entsprechende Betreuung bemühen. Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber ich habe den Eindruck, dass Dich Deine Kyphose über Gebühr beschäftigt und ängstigt.
Grüsse, Lady S
Ja, du hast leider Recht. Ich werde vorher schon in Behandlung gehen.
marco2000
Newbie
Newbie
Beiträge: 46
Registriert: Di, 30.06.2009 - 19:49
Wohnort: Mannheim / Rostock

Beitrag von marco2000 »

Eine Rechtfertigung zu meiner Winkeltheorie habe ich dochnoch.

Ich habe hier irgendwo gelesen, dass der Doc eine Studie veröffentlichen will, wie gut Korsetts bei Adulten anschlagen.

Ich werde das mal alles für mich behalten. Sollte meine nächste Röngtenaufnahme (Während der Korsettbehandlung, nach Schroth-Kur) die Striche anders bekommen, dann bin ich meiner Vermutung bestätigt.

Denn jeder Grad bedeute ein Mehr an Erfolg...

Ich will jetzt aber nichts unterstellen... Aber traue keine Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast....


Und natürlich sehen die Bilder von dem einen Herren beeindruckend aus, der hängt und dann fast gerade ist. Aber zwischen hängen und Spannung sind nun mal Welten... bei jedem hier.... der nicht total steif ist.
marco2000
Newbie
Newbie
Beiträge: 46
Registriert: Di, 30.06.2009 - 19:49
Wohnort: Mannheim / Rostock

Beitrag von marco2000 »

ps: vergesst das mit der giftspritze... das ist mein humor.... ich bin manchmal ziemlich krass...

das ist das gleiche, wenn ich zu den frauen sage, sie sollen nur 5 std / tag arbeiten gehen und sich um den haushalt kümmern... und dann alle aufschreien, wie man das in der heutigen zeit noch sagen kann... aber alle verstehen nie, dass dies die familie stärkt, weil man, wenn man nach hause kommt gleich alles schöne zusammen machen kann und man sich nicht noch zusammen quälen muss und den haushalt noch gemeinsam fertig machen muss... (ich würde aber auch weniger arbeiten, wenn mein mann mehr geld verdient als ich)

aber das bin halt ich...
kypho54

Beitrag von kypho54 »

salü marco 2000

nicht schlecht mal etwas kritischere töne in diesem forum zu finden, denn nur so kommt man der wahrheit näher. ich muss gestehen dass mir dieses forum manchmal etwas zu pro hofmann und rahmouni-lastig ist, v.a. was das thema adult-korsettversorgung angeht. die meisten personen die mit dem korsett nicht klar gekommen sind, melden sich in diesem forum nicht mehr zu wort.

auch ich würde mich lieber operieren lassen, als den rest meine lebens mit disem korsett herumzulaufen, und sich selbst zu kasteien - aber das muss jeder individuell für sich selbst entscheiden.

was deine 77° cobb angeht, so kann ich das beim bsten willen nicht glauben, wenn man deine bilder sich ansieht. im übrigen ist bei der vermessung eine toleranz von +-5° zu berücksichtigen - der ungenauigkeit halber.

schönen sonntag!
christian
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15225
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

marco2000 hat geschrieben:Zur Messung: Ich glaube nicht, dass man auf einem Bild genau die Mitte zieht und auf einem anderen Bild die Wirbel übermalt. So dumm bin ich ja nun auch nicht. ...Eine Rechtfertigung zu meiner Winkeltheorie habe ich dochnoch.
Du sprichst schon wieder in Rätseln.
Unter Basiswissen ist hier eine Anleitung zum Selbervermessen.
skoliosimetrie.php
Was hat also Dr. Hoffmann nach Deiner Ansicht nicht richtig gemacht?
kypho54 hat geschrieben:nicht schlecht mal etwas kritischere töne in diesem forum zu finden, denn nur so kommt man der wahrheit näher. ich muss gestehen dass mir dieses forum manchmal etwas zu pro hofmann und rahmouni-lastig ist, v.a. was das thema adult-korsettversorgung angeht. die meisten personen die mit dem korsett nicht klar gekommen sind, melden sich in diesem forum nicht mehr zu wort.
Das ist die immer wiederkehrende gleiche Diskussion, zu der ich nur sagen kann, dass ich diese Kritik hier sehr gern sehe, wenn sie denn mit wirklichen Argumenten geführt wird. Genau das macht marco aber nicht!

Im übrigen ist das Erwachsenen Korsett ein Experiment, bei dem man wissen muss, auf was man sich einlässt. Wenn das nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hatte, wird man das kaum hier großartig verkünden.
was deine 77° cobb angeht, so kann ich das beim bsten willen nicht glauben, wenn man deine bilder sich ansieht. im übrigen ist bei der vermessung eine toleranz von +-5° zu berücksichtigen - der ungenauigkeit halber.
Ich kann es auch nicht glauben und genau deshalb sind diese von Dir bezeichneten "kritischen Töne" so lange keine, bis mit nachvollziehbaren sachlichen Argumenten die Situation geklärt ist.

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
benipat
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 312
Registriert: So, 17.02.2008 - 15:13
Wohnort: Ba-Wü

Beitrag von benipat »

Hallo Marco,

ich kann deine Skepsis und Ablehnung gegenüber eines Korsetts sehr gut verstehen und nachvollziehen.

Ich habe auch eine Kyphose, die Gradzahlen sind nicht ganz so wie deine ( 63 °) aber ich hatte vor meiner Reha massive Probelme/Schmerzen und habe meinen Alltag teil berufstätig und 2 Kinder schier nicht geschafft. Ich war auch sehr, sehr depressiv und habe von Dr. Hoffmann auch das Korsett vorgeschlagen bekommen.

War auch geschockt und habe viel gelesen und für mich entschieden, dass ich das nicht durchhalten würde. Eine OP wäre für mich, alleine wegen der Risiken, aber niemals eine Alternative gewesen. Ich hatte mir vorgenommen in der Reha die Schroth - Übungen zu lernen und es auf dieser Basis zu versuchen. Habe gehofft, meine Schmerzmittel-Dosis verringern zu können.

Die Reha war anfangs superhart, weil sich meine Schmerzen erst einmal heftig verstärkt haben. Aber ich habe durchgehalten, verlängert auf 4 Wochen und in dieser Zeit nicht nur viel über die Erkrankung sondern auch über meinen Körper und die Körperhaltung gelernt und meine Einstellung hat sich geändert.

Nach der Reha dauerte es noch etwa 3 - 4 Monate, aber seither geht es mir relativ gut. Ich versuche nicht mehr dem Ziel hinterher zu rennen völlig gesund und schmerzfrei zu werden, sondern akzeptiere den Status, der relativ schmerzarm ist, mache meine Übungen ( teils Schroth, teils Geräte) und freue mich, dass ich früh genug merke, wenn es schlechter wird und ich gegensteuern kann.

Und die Körperhaltung hat sich geändert, weil ich 4 Wochen intensiv korrigiert wurde und ich merke es mittlerweile immer unbewusst, wenn ich in die Kyphose rutsche und korrigiere mich automatisch und auch unbewusst. Glaub mir, dass lernst du da.

Ich würde dir empfehlen, erst mal die Reha zu machen und danach zu entscheiden, wie es für dich weiter gehen soll !

Ist der Antrag denn schon raus ?

Grüßle

benipat
marco2000
Newbie
Newbie
Beiträge: 46
Registriert: Di, 30.06.2009 - 19:49
Wohnort: Mannheim / Rostock

Beitrag von marco2000 »

Hallo Klaus, ich hab das doch schon 2 mal erklärt, dass der Doc die Wirbel überzeichnet hat, also nicht ein Wirbel, sondern 2.
Damit ist er den Bestimmungen lt. eurer Anleitung nicht gefolgt.

Und übrigens muss ich sagen, dass er mit mir nach 14 Minuten schon fertig war, wenn ich nicht noch so sehr gelöchert hätte. Die Frau an der Repeption meinte er nimmt sich 45 Minuten Zeit, damit ich auch freudig erregt die 65€ zahle.
Letztendlich soll mir das egal sein, er hat mir ja die Kur verordnet, was ich schon mal sehr gut finde.


Klaus hat geschrieben:
marco2000 hat geschrieben:Zur Messung: Ich glaube nicht, dass man auf einem Bild genau die Mitte zieht und auf einem anderen Bild die Wirbel übermalt. So dumm bin ich ja nun auch nicht. ...Eine Rechtfertigung zu meiner Winkeltheorie habe ich dochnoch.
Du sprichst schon wieder in Rätseln.
Unter Basiswissen ist hier eine Anleitung zum Selbervermessen.
skoliosimetrie.php
Was hat also Dr. Hoffmann nach Deiner Ansicht nicht richtig gemacht?
kypho54 hat geschrieben:nicht schlecht mal etwas kritischere töne in diesem forum zu finden, denn nur so kommt man der wahrheit näher. ich muss gestehen dass mir dieses forum manchmal etwas zu pro hofmann und rahmouni-lastig ist, v.a. was das thema adult-korsettversorgung angeht. die meisten personen die mit dem korsett nicht klar gekommen sind, melden sich in diesem forum nicht mehr zu wort.
Das ist die immer wiederkehrende gleiche Diskussion, zu der ich nur sagen kann, dass ich diese Kritik hier sehr gern sehe, wenn sie denn mit wirklichen Argumenten geführt wird. Genau das macht marco aber nicht!

Im übrigen ist das Erwachsenen Korsett ein Experiment, bei dem man wissen muss, auf was man sich einlässt. Wenn das nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hatte, wird man das kaum hier großartig verkünden.
was deine 77° cobb angeht, so kann ich das beim bsten willen nicht glauben, wenn man deine bilder sich ansieht. im übrigen ist bei der vermessung eine toleranz von +-5° zu berücksichtigen - der ungenauigkeit halber.
Ich kann es auch nicht glauben und genau deshalb sind diese von Dir bezeichneten "kritischen Töne" so lange keine, bis mit nachvollziehbaren sachlichen Argumenten die Situation geklärt ist.

Gruss
Klaus
marco2000
Newbie
Newbie
Beiträge: 46
Registriert: Di, 30.06.2009 - 19:49
Wohnort: Mannheim / Rostock

Beitrag von marco2000 »

Hi :)

so hatte ich mir das eigentlich auch gedacht, aber auf Nachfragen meinte der Doc, ich könnte bei der Kur + Korsett viel mehr rausholen, weil er meinte, ich bin nicht fixitert.

Das macht es für mich so schwer :(

Leider kann man im Internet kaum etwas über diese Operationen finden.
In den USA machen die es anscheinend recht oft und werben sogar damit, dass man nach einem Jahr wieder Basketball spielen kann...
Na ja... Die Verkaufsshows kennen wir ja alle....

Aber auch so findet man kaum etwas... Keine positiven Meldungen, keine negativen...
Vielleicht sterben ja alle daran... Scherz...

Aber es ist auffällig... Wie oft wird denn so eine OP gemacht? 1 pro 1 Mio Einwohner / Jahr ????
benipat hat geschrieben:Hallo Marco,

ich kann deine Skepsis und Ablehnung gegenüber eines Korsetts sehr gut verstehen und nachvollziehen.

Ich habe auch eine Kyphose, die Gradzahlen sind nicht ganz so wie deine ( 63 °) aber ich hatte vor meiner Reha massive Probelme/Schmerzen und habe meinen Alltag teil berufstätig und 2 Kinder schier nicht geschafft. Ich war auch sehr, sehr depressiv und habe von Dr. Hoffmann auch das Korsett vorgeschlagen bekommen.

War auch geschockt und habe viel gelesen und für mich entschieden, dass ich das nicht durchhalten würde. Eine OP wäre für mich, alleine wegen der Risiken, aber niemals eine Alternative gewesen. Ich hatte mir vorgenommen in der Reha die Schroth - Übungen zu lernen und es auf dieser Basis zu versuchen. Habe gehofft, meine Schmerzmittel-Dosis verringern zu können.

Die Reha war anfangs superhart, weil sich meine Schmerzen erst einmal heftig verstärkt haben. Aber ich habe durchgehalten, verlängert auf 4 Wochen und in dieser Zeit nicht nur viel über die Erkrankung sondern auch über meinen Körper und die Körperhaltung gelernt und meine Einstellung hat sich geändert.

Nach der Reha dauerte es noch etwa 3 - 4 Monate, aber seither geht es mir relativ gut. Ich versuche nicht mehr dem Ziel hinterher zu rennen völlig gesund und schmerzfrei zu werden, sondern akzeptiere den Status, der relativ schmerzarm ist, mache meine Übungen ( teils Schroth, teils Geräte) und freue mich, dass ich früh genug merke, wenn es schlechter wird und ich gegensteuern kann.

Und die Körperhaltung hat sich geändert, weil ich 4 Wochen intensiv korrigiert wurde und ich merke es mittlerweile immer unbewusst, wenn ich in die Kyphose rutsche und korrigiere mich automatisch und auch unbewusst. Glaub mir, dass lernst du da.

Ich würde dir empfehlen, erst mal die Reha zu machen und danach zu entscheiden, wie es für dich weiter gehen soll !

Ist der Antrag denn schon raus ?

Grüßle

benipat
marco2000
Newbie
Newbie
Beiträge: 46
Registriert: Di, 30.06.2009 - 19:49
Wohnort: Mannheim / Rostock

Beitrag von marco2000 »

Unabhängig:

Seit Wochen mache ich jetzt viel gymnastik... kann es sein, dass sich am Anfang wirklich Scherzen ergeben, da man den Körper ein eine andere Haltung herrein presst?
Benutzeravatar
Thomas
Tech-Admin
Tech-Admin
Beiträge: 3578
Registriert: So, 19.02.2006 - 10:23
Geschlecht: männlich
Diagnose: Kyphose anfangs 59 Grad, inzwischen nur noch 49 Grad, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
Wohnort: Nähe Stuttgart

Beitrag von Thomas »

kypho54 hat geschrieben:auch ich würde mich lieber operieren lassen, als den rest meine lebens mit disem korsett herumzulaufen, und sich selbst zu kasteien - aber das muss jeder individuell für sich selbst entscheiden.
Wie Du richtigerweise schreibst, das muss jeder selber entscheiden.

Aber ich trage au jeden Fall lieber mein Korsett, als mich einer risikoreichen Operation zu unterziehen, bei der ich nichtmal weiss, ob meine Beschwerden nachher auch wirklich besser sind.

Mein Korsett kann ich jederzeit ausziehen, eine OP kann ich nicht mehr rückgängig machen.

Thomas
minimine
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 6145
Registriert: So, 17.02.2008 - 13:21
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose
Therapie: 3x Reha (2005, 2007, 2009),
Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015
Kontaktdaten:

Beitrag von minimine »

Leider kann man im Internet kaum etwas über diese Operationen finden.
...
Aber auch so findet man kaum etwas... Keine positiven Meldungen, keine negativen...
Also wenn du im Internet nichts darüber findest, dann hast du noch nicht richtig gesucht, es gibt unmengen Informationen, Studien, Veröffentlichungen zu diesem Thema. Die meisten allerdings in englischer Sprache. Such mal über zbmed.de
Sowohl positive, als auch negative Meldungen kannst du auch im Skoliose-OP-Forum nachlesen.

Hier nur ein Beispiel: http://www.springerlink.com/content/5h6 ... pdf?page=1
Ist zwar jetzt zu Skoliose-OP´s, aber ich denke Mal, so unterschiedlich zur Kyphose-OP ist das auch wieder nicht.
Bei 10 von 67 Operierten kam es demnach bereits innerhalb von 2 -4 Jahren zu Komplikationen(bzw. Tod). Ich frage mich da, wie sieht es denn dann nach 10, 20 oder noch mehr Jahren aus, aber ich will das lieber gar nicht wissen. Ich finde auf jeden Fall, solange man andere Möglichkeiten hat, sollte man diesen Weg nicht gehen. Aber das muss nunmal jeder selbst entscheiden.

Was sagt denn Dr. Hoffmann, wie lange am Tag du das Korsett tragen sollst? Ich mein, wenn du dir vorstellen kannst, es zwei Jahre lang den ganzen Tag zu tragen, dann kannst du doch danach abschulen und es nur noch nachts weitertragen. Du wirst sehen, wenn du erstmal daran gewöhnt bist, dann schläft man mit Korsett besser als ohne und dann schränkt ein Korsett wirklich gar nicht mehr ein.
Wenn du die Korsetttherapie ernst nimmst, dann ist das Korsett wirklich irgendwann Normalität. Klar, bequem wird es nie sein und man wird immer wieder Tage dazwischen haben, an denen man wirklich eine Pause braucht. Aber wenn man es immer trägt, dann muss man nicht ständig daran denken, es ja anzuziehen etc. Es gibt sogar eine Studie darüber, dass diejenigen, die das Korsett konsequent tragen eine höhere Lebensqualität haben, als diejenigen, die es nur Stundenweise tragen und sich ständig wieder daran erinnern müssen.
Und selbst wenn du dich dann in einigen Jahren trotzdem operieren lassen willst, dann weißt du zumindest, dass du alles andere probiert hast. Denk mal da geht was schief, da macht man sich dann doch ständig selbst Vorwürfe, was gewesen wäre, wenn man es doch mit dem Korsett probiert hätte. Außerdem sind in einigen Jahren die OP-Techniken wieder etwas weiterentwickelt.

Nur meine Meinung, entscheiden musst du immer noch selbst.

LG
Minimine
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
marco2000
Newbie
Newbie
Beiträge: 46
Registriert: Di, 30.06.2009 - 19:49
Wohnort: Mannheim / Rostock

Beitrag von marco2000 »

Liebe minimine :)
Der Name ist echt süß ;)

Das krasse ist ja, dass er mir das gar nicht empfohlen hat. Er meinte, dass ich nicht in der Indikation für ein Korsett liege, da ich keine Schmerzen habe.
Ich könne es mir ja mal überlegen, ich werde auf der Kur inkl. Korsett evtl. eine größere Besserung erfahren also ohne.
Dann lobte er noch meine Muskulatur....

Ich glaube manchmal, dass es reichen würde, wenn ich ein Pflaster auf dem Rücken habe, dass mich zum Geradesitzen animiert.
Ich glaub nämlich schon, dass die Schrothkur mich weit voranbringt. Und mein Freund steht voll hinter mir. Er wird auch beim Dehnen helfen und auch zur KG mitkommen um mich später korrigieren zu können. Er will sogar schon nach eine Sprossenleiter ausschau halten, damit wir die zu Hause anbauen können. Wir wissen nur noch nicht, wo wir die hinbauen... Sicher werden wir einen Schrank umräumen müssen.

Übrigens war ich gerade beim Schwimmen... da viel mir auch gerade ein, das ich vorher verkehrt geschwommen bin.
Als eigentlich dachte ich, kraulen ist nicht gut, da es auf die Brust geht. Aber es geht total auf den Rücken, wenn man die Arme schön lang ausstreckt (nicht geknickt, wie das alle machen) und dann kräftig druchzieht. Ich war nach 15 Minuten leider total ferig. Sonst kann ich eine Std. druchschwimmen, ohne dass ich Probleme bekomme. Ich werde mich jetzt schnell steigern...


Skilose - Kyphose... Ich dachte, das sind zwei völlig verschiedene Sachen. Während Kyphose eher weniger einschränkt und erst spät schlimm wird, bzw. bei 80% aller zu keinen Problemen führt, soll es bei Skilose ja viel schlimmer sein und auch viel schneller voranschreiten.

minimine hat geschrieben:
Leider kann man im Internet kaum etwas über diese Operationen finden.
...
Aber auch so findet man kaum etwas... Keine positiven Meldungen, keine negativen...
Also wenn du im Internet nichts darüber findest, dann hast du noch nicht richtig gesucht, es gibt unmengen Informationen, Studien, Veröffentlichungen zu diesem Thema. Die meisten allerdings in englischer Sprache. Such mal über zbmed.de
Sowohl positive, als auch negative Meldungen kannst du auch im Skoliose-OP-Forum nachlesen.

Hier nur ein Beispiel: http://www.springerlink.com/content/5h6 ... pdf?page=1
Ist zwar jetzt zu Skoliose-OP´s, aber ich denke Mal, so unterschiedlich zur Kyphose-OP ist das auch wieder nicht.
Bei 10 von 67 Operierten kam es demnach bereits innerhalb von 2 -4 Jahren zu Komplikationen(bzw. Tod). Ich frage mich da, wie sieht es denn dann nach 10, 20 oder noch mehr Jahren aus, aber ich will das lieber gar nicht wissen. Ich finde auf jeden Fall, solange man andere Möglichkeiten hat, sollte man diesen Weg nicht gehen. Aber das muss nunmal jeder selbst entscheiden.

Was sagt denn Dr. Hoffmann, wie lange am Tag du das Korsett tragen sollst? Ich mein, wenn du dir vorstellen kannst, es zwei Jahre lang den ganzen Tag zu tragen, dann kannst du doch danach abschulen und es nur noch nachts weitertragen. Du wirst sehen, wenn du erstmal daran gewöhnt bist, dann schläft man mit Korsett besser als ohne und dann schränkt ein Korsett wirklich gar nicht mehr ein.
Wenn du die Korsetttherapie ernst nimmst, dann ist das Korsett wirklich irgendwann Normalität. Klar, bequem wird es nie sein und man wird immer wieder Tage dazwischen haben, an denen man wirklich eine Pause braucht. Aber wenn man es immer trägt, dann muss man nicht ständig daran denken, es ja anzuziehen etc. Es gibt sogar eine Studie darüber, dass diejenigen, die das Korsett konsequent tragen eine höhere Lebensqualität haben, als diejenigen, die es nur Stundenweise tragen und sich ständig wieder daran erinnern müssen.
Und selbst wenn du dich dann in einigen Jahren trotzdem operieren lassen willst, dann weißt du zumindest, dass du alles andere probiert hast. Denk mal da geht was schief, da macht man sich dann doch ständig selbst Vorwürfe, was gewesen wäre, wenn man es doch mit dem Korsett probiert hätte. Außerdem sind in einigen Jahren die OP-Techniken wieder etwas weiterentwickelt.

Nur meine Meinung, entscheiden musst du immer noch selbst.

LG
Minimine
Benutzeravatar
benipat
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 312
Registriert: So, 17.02.2008 - 15:13
Wohnort: Ba-Wü

Beitrag von benipat »

Marco, die Empfehlung Korsett und Schroth hatte ich auch. Ich bin auch nicht fixiert und das ist auch gut so, weil du so noch richtig was bewirken kannst mit den Schroth - Übungen.

Eine Mitkurpatientin in Salzungen, die deutlich jünger ist als ich, ist eben fixiert/verknöchert. Sie konnte nicht so viel erreichen mit der Reha.

Sag ja - mache erst mal die Reha. Auch der Austausch in der Reha mit operierten und nicht operierten Mitkurenden ist sehr aufschlussreich !

Grüßle

benipat
marco2000
Newbie
Newbie
Beiträge: 46
Registriert: Di, 30.06.2009 - 19:49
Wohnort: Mannheim / Rostock

Beitrag von marco2000 »

ich frage mich halt wirklich, ob ich durch das korsett schon bei der reha viel mehr rausholen kann, sodass die kur viel effektiver ist.
also wenn ich mit kur 7° hole und korset + kur 17°, dann würde sich das auf alle fälle total mit dem korsett lohnen.

Und wie gesagt, für nach der Kur wäre es echt toll, würde ich gleichgesinnte finden, mit denen man zusammen die Übungen machen kann - z.B. bei einem Physiotherapeuten...
Ja, jetzt kommt Klaus wieder und sagt, dass das nicht geht, weil das zu speziell ist... aber warum soll sich ein Therapeut nicht 4 Leute gleichzeitig beaufsichtigen können... Man muss es doch sowieso selber machen?!?
Also mir würde das auch psyhisch helfen, wenn ich mich wöchentlich 2x mit anderen zum Sport treffe.
benipat hat geschrieben:Marco, die Empfehlung Korsett und Schroth hatte ich auch. Ich bin auch nicht fixiert und das ist auch gut so, weil du so noch richtig was bewirken kannst mit den Schroth - Übungen.

Eine Mitkurpatientin in Salzungen, die deutlich jünger ist als ich, ist eben fixiert/verknöchert. Sie konnte nicht so viel erreichen mit der Reha.

Sag ja - mache erst mal die Reha. Auch der Austausch in der Reha mit operierten und nicht operierten Mitkurenden ist sehr aufschlussreich !

Grüßle

benipat
minimine
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 6145
Registriert: So, 17.02.2008 - 13:21
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose
Therapie: 3x Reha (2005, 2007, 2009),
Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015
Kontaktdaten:

Beitrag von minimine »

Das krasse ist ja, dass er mir das gar nicht empfohlen hat. Er meinte, dass ich nicht in der Indikation für ein Korsett liege, da ich keine Schmerzen habe.
Ich könne es mir ja mal überlegen, ich werde auf der Kur inkl. Korsett evtl. eine größere Besserung erfahren also ohne.
Dann lobte er noch meine Muskulatur....
Ach so! Ja siehste mal, das passiert, wenn man nur Bruchstücke an Infos liefert. Na, dass du dir das erstmal überlegen sollst finde ich doch eine gute Lösung, ist ja auch offenbar notwendig bei dir. (Nur so nebenbei, dies sollten vielleicht auch mal diejenigen zur Kenntnis nehmen, die immer behaupten, Dr. Hoffmann würde zu schnell zu einem Korsett raten!)
Hat Dr. Hoffmann denn überhaupt eine OP angesprochen oder hast du nur den Rückschluss daraus gezogen?

Es hat natürlich schon Vorteile, bereits vor der Reha ein Korsett zu haben. Dadurch bist du schonmal vorgedehnt und kennst bereits die richtige Haltung und Atmung. Du kennst die richtige Richtunng, und kannst dann die erreichte Korsettkorrektur durch die Übungen festigen.
Außerdem erreicht man richtigere Werte.
Man wird nämlich zu Beginn der Reha gemessen und am Ende auch. Nur am Anfang soll man sich normal hinstellen und am Ende in korrigierter Haltung, was dann als Erfolg bezeichnet wird ;) Wenn man aber bereits vorher ein Korsett hat, dann steht man auch zu Beginn schon korrigiert, so dass eben nicht so viel gemogelt werden kann.
Ich gehöre z.B. auch zu denjenigen, bei denen Schroth erst seit dem Korsett so richtig funktioniert und was bewirkt.
Und wie gesagt, für nach der Kur wäre es echt toll, würde ich gleichgesinnte finden, mit denen man zusammen die Übungen machen kann - z.B. bei einem Physiotherapeuten...
Ja, jetzt kommt Klaus wieder und sagt, dass das nicht geht, weil das zu speziell ist... aber warum soll sich ein Therapeut nicht 4 Leute gleichzeitig beaufsichtigen können... Man muss es doch sowieso selber machen?!?
Also mir würde das auch psyhisch helfen, wenn ich mich wöchentlich 2x mit anderen zum Sport treffe.
Also so abwägig finde ich diese Idee gar nicht. In der Zeitschrift Lichtblick des Bundesverbandes berichten z.B. öfters Selbsthilfegruppen, die aktiv zusammen Schrothen, manchmal auch mit einem Physiotherapeuten zusammen. Das ist dann aber nicht das Gleiche, wie wenn man mit einem KG-Rezept zum Schroth-Therapeuten geht (was man regelmäßig tun sollte!), denn dort ist eine 1:1 Behandlung notwendig.
Vielleicht gibt es ja bei dir in der Nähe eine Selbsthilfegruppe, die sowas anbieten.

LG
Minimine
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
marco2000
Newbie
Newbie
Beiträge: 46
Registriert: Di, 30.06.2009 - 19:49
Wohnort: Mannheim / Rostock

Beitrag von marco2000 »

Eine OP hat er nicht angesprochen, das hab ich... Er meinte, das operiert man noch nicht, wenn dann nur drosal...

Zu der Kur:

Also ich bin eigentlich immer in korrigierter Haltung. Ich habe immer den Bauch angespannt und die Schultern nicht hängend.

Minimimii, wenn ich fragen darf, um wie viel Grad hast du dich verbessert, seit dem du Kur, regelm. KG machst und zusätzlich das Korsett trägst? Wie lange am Tag machst du KG / trägst das Korsett?



minimine hat geschrieben:
Das krasse ist ja, dass er mir das gar nicht empfohlen hat. Er meinte, dass ich nicht in der Indikation für ein Korsett liege, da ich keine Schmerzen habe.
Ich könne es mir ja mal überlegen, ich werde auf der Kur inkl. Korsett evtl. eine größere Besserung erfahren also ohne.
Dann lobte er noch meine Muskulatur....
Ach so! Ja siehste mal, das passiert, wenn man nur Bruchstücke an Infos liefert. Na, dass du dir das erstmal überlegen sollst finde ich doch eine gute Lösung, ist ja auch offenbar notwendig bei dir. (Nur so nebenbei, dies sollten vielleicht auch mal diejenigen zur Kenntnis nehmen, die immer behaupten, Dr. Hoffmann würde zu schnell zu einem Korsett raten!)
Hat Dr. Hoffmann denn überhaupt eine OP angesprochen oder hast du nur den Rückschluss daraus gezogen?

Es hat natürlich schon Vorteile, bereits vor der Reha ein Korsett zu haben. Dadurch bist du schonmal vorgedehnt und kennst bereits die richtige Haltung und Atmung. Du kennst die richtige Richtunng, und kannst dann die erreichte Korsettkorrektur durch die Übungen festigen.
Außerdem erreicht man richtigere Werte.
Man wird nämlich zu Beginn der Reha gemessen und am Ende auch. Nur am Anfang soll man sich normal hinstellen und am Ende in korrigierter Haltung, was dann als Erfolg bezeichnet wird ;) Wenn man aber bereits vorher ein Korsett hat, dann steht man auch zu Beginn schon korrigiert, so dass eben nicht so viel gemogelt werden kann.
Ich gehöre z.B. auch zu denjenigen, bei denen Schroth erst seit dem Korsett so richtig funktioniert und was bewirkt.
Und wie gesagt, für nach der Kur wäre es echt toll, würde ich gleichgesinnte finden, mit denen man zusammen die Übungen machen kann - z.B. bei einem Physiotherapeuten...
Ja, jetzt kommt Klaus wieder und sagt, dass das nicht geht, weil das zu speziell ist... aber warum soll sich ein Therapeut nicht 4 Leute gleichzeitig beaufsichtigen können... Man muss es doch sowieso selber machen?!?
Also mir würde das auch psyhisch helfen, wenn ich mich wöchentlich 2x mit anderen zum Sport treffe.
Also so abwägig finde ich diese Idee gar nicht. In der Zeitschrift Lichtblick des Bundesverbandes berichten z.B. öfters Selbsthilfegruppen, die aktiv zusammen Schrothen, manchmal auch mit einem Physiotherapeuten zusammen. Das ist dann aber nicht das Gleiche, wie wenn man mit einem KG-Rezept zum Schroth-Therapeuten geht (was man regelmäßig tun sollte!), denn dort ist eine 1:1 Behandlung notwendig.
Vielleicht gibt es ja bei dir in der Nähe eine Selbsthilfegruppe, die sowas anbieten.

LG
Minimine
Benutzeravatar
benipat
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 312
Registriert: So, 17.02.2008 - 15:13
Wohnort: Ba-Wü

Beitrag von benipat »

Marco,

während der Reha würdest du das Korsett ohnehin nur nachts tragen und so schnell korrigiert ein Korsett auch nicht. Es dauert ja schon einige Zeit, bis es angeschult ist. Zumal ich dich so verstanden habe, dass du ohnehin nicht bereit bist, eines zu tragen.

Warum lässt du dich nicht in der Reha beraten, wegen eines Korsetts ? Dort gibt es auch eine Sprechstunde und du kannst es dir auch dort verordnen lassen.

Lass dich doch bitte nicht von irgendwelchen Gradzahlen beeinflussen ! So schlimm sieht dein Rücken doch gar nicht aus *find* und wichtig wäre es doch eine dauerhafte Haltung zu finden, die keine Schmerzen bereitet, oder ?
Dabei sollte die Lebensqualität erhalten bleiben.

Und keine Sorge, der Erfolg in der Reha spornt an !

Sicher ist eine Interessengemeinschaft klasse, aber das bindet auch und nicht jeder hat nachher die gleichen Lieblingsübungen, mit denen man gute Erfolge erreicht. Schroth kann man überall machen. Fast jeder Stuhl kann dafür genutzt werden. Es muss auch nicht am Stück geschrothet werden 3 x 10 min. am Tag geht auch usw.

Lass es auf dich zukommen !

Grüßle

benipat
Antworten