Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Dolphingirl94
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von Dolphingirl94 »

Hallo,
emjay hat geschrieben:Das Grundproblem ist, das ich momentan noch gar nicht so richtig weiß, wie stark mein Rücken verkrümmt ist und wie gravierend das Problem ist.
Genau dieses Problem solltest du erst mal mit einer vernünftigen Diagnostik angehen. Das Problem ist, dass du dazu sowohl seitliche als auch frontale Röngtenbilder von der ganzen Wirbelsäule brauchst. Diese können aber nur wenige Ärzte machen, weil es ihnen schlicht und ergreifend an den Geräten fehlt.
emjay hat geschrieben:Skoliose schließe ich mal aus, da ich keine seitwärts gedrehte Wirbelsäule habe. Diagnostiziert wurde bis jetzt ein Rundrücken und Hohlkreuz, ausgelöst durch abgelaufenen Morbus Scheuermann.
Von Gradzahlen etc. wusste ich bisher überhaupt nichts.
Die meisten Ärzte kennen sich ungefähr genauso gut aus wie du. Deswegen unser Rat, direkt zu einem Spezialisten zu gehen und nicht erst drei andere, unfähige Orthopäden abzuklappern (was du ja wohl auch schon hinter dir hast).
Und eine Skoliose kann man von außen gar nicht sehen (oder hast du Röntgenbilder?) und somit auch nicht beurteilen.
emjay hat geschrieben:Was erwartet mich denn in Bad Sobernheim? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es denn überhaupt bei einem Rundrücken? Wie ich die heutige Situation der Krankenkassen kenne, müssen schon sehr starke Beschwerden vorhanden sein, um eine stationäre Reha bezahlt zu bekommen. Und die hier gepriesene Schroth-KG könnte ich ja auch in Trier bekommen. Momentan höre ich zwar den Rat: "geh nach Bad Sobernheim", weiß aber einfach nicht was dort anders ist.
Für eine Reha brauchst du tatsächliche eine saubere Diagnose und vor allem einen Arzt, der sich auskennt und dich unterstützt. Es gibt jedoch auch eine ambulante Sprechstunde dort, wo du vorstellig werden könntest und dir direkt eine vernünftige Diagnose machen lassen könntest. Je nachdem ob du privat versichert bist oder nicht, kannst du dir einen Termin bei Dr. Steffan oder Dr. Verres geben lassen.
LG, Dolphingirl
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von emjay28 »

Vielleicht verstehe ich ja auch etwas falsch. Momentan interpretiere ich eure Aussagen so:

es gibt kaum Spezialisten in Deutschland, in Bad Sobernheim sind welche vorhanden
die Behandlung erfolgt durch stationäre Reha über mehrere Wochen
hier stellen sich die Fragen:
in Bad Sobernheim?
wie lange?
bezahlt das meine Krankenkasse?
unterstützt das mein jetziger Orthopäde (der die Überweisung schreiben muss)?

Dann bleiben die Fragen:
was ist nach einer möglichen Reha? Wie/wo geht es weiter?
was mache ich wenn ich keine Überweisung für Bad Sobernheim bekomme?

Ihr seht, ich mache mir schon Gedanken, auch über eine mögliche Behandlung in Bad Soberneheim.
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Klaus
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von Klaus »

emjay28 hat geschrieben:es gibt kaum Spezialisten in Deutschland, in Bad Sobernheim sind welche vorhanden
Also Du solltest schon mal intensiv in das Forum einsteigen und viel lesen, insbesondere in die einzelnen Rubriken gehen.
In der Rubrik Gesucht/Gefunden findest Du die Speziailisten in der "Überregionalen Sprechstunde" und generell in der Rubrik die Versorgungssituation in den Regionen.
in Bad Sobernheim?
Auch in Bad Salzungen.
wie lange?
bezahlt das meine Krankenkasse?
3-4 Wochen, bezahlt der Kostenträger, Krankenkasse oder Deutsche Rentenversicherung.
unterstützt das mein jetziger Orthopäde (der die Überweisung schreiben muss)?
Da musst Du ihn fragen, aber alle bisherigen Tipps an Dich beruhen auf der Tatsache, dass die meisten Orthopäden Schroth nicht kennen oder zumindest bei Erwachsenen dies nicht für wirksam halten.
Ihr seht, ich mache mir schon Gedanken, auch über eine mögliche Behandlung in Bad Soberneheim.
Und bitte dazu auch mal wirklich intensiv im Forum lesen!!

Gruss
Klaus
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von emjay28 »

Gestern Abend ist mir eingefallen, dass ich noch irgendwo einen Attest meines momentan Orthopäden haben müsste. Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht, ich bitte um Entschuldigung.

Den ganzen Text will ich nicht abtippen, deswegen nur auszugsweise:

Diagnose: Myostatisches Wirbelsäulensyndrom bei hohlrundem Rücken, abgelaufener Morbus Scheuermann der BWS

Klinisch findet man eine Betonung der Brustkyphose und Lendenlordose. Die segmentale Untersuchung der Lendenwirbelsäule zeigt eine Bewegungsstürung im lumbosacralen Übrgang links [...]

Röngten:
BWS in 2 Ebenen: gerader Aufbau, betonte Brustkyphose, Konturunregelmäßigkeit der Grund- und Deckplatten der mittleren BWS, angedeutete Keilform TH 7.

LWS in 2 Ebenen:
Hyperlordose bei Saerum arknatum Diskrete Rechtsausbiegung der Lendenwirbelsäule. Normale Abbildung der Lendenwirbelkörper, der Zwischenwirbelräume.

Könnt ihr mir diese Fachausdrücke übersetzen?
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von Dolphingirl94 »

Hallo,
Mit dem Befund kann ich dir leider nicht helfen, aber ich wollte nur noch mal anmerken, dass du dich auch als ambulanter Patient in Bad Sobernheim untersuchen lassen kannst. Das wäre vielleicht eine Alternative für dich, wo du endlich eine Diagnose bekommst.
Dort kann man dir auch mit weiteren Therapiemöglichkeiten (Korsett, KG, Reha...) weiterhelfen.
LG, Dolphingirl
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von emjay28 »

Der Stand ist nun folgender:

Ich habe nochmals 6xKG verschrieben bekommen, diese werde ich in einer Physiotherapie-Praxis machen die auch Lehnert-Schroth anbietet.

Wenn ich merke dass mir diese KG etwas bringt (wovon ich stark ausgehe), muss ich danach schauen wie es weiter geht. Entweder ich kann längerfristig in dieser Praxis die KG machen (natürlich werde ich die gezeigten Übungen zu Hause auch machen), oder ich muss mich ernsthaft mit dem Gedanken anfreunden eine längere Reha in Bad Sobernheim zu machen.

Mein jetziger Orthopäde wollte mal den Grad vermessen, obwohl er es für recht sinnlos hielt (auf mein Bitten, macht er es jetzt anhand der vorhandenen Röntgenbilder).
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von Dolphingirl94 »

Hallo,
Mein jetziger Orthopäde wollte mal den Grad vermessen, obwohl er es für recht sinnlos hielt (auf mein Bitten, macht er es jetzt anhand der vorhandenen Röntgenbilder).
Das zeigt meiner Meinung nach, wie unkompetent dein Orthopäde ist. Warum findet er es sinnlos? Mit den Gradzahlen kann man wesentlich besser einschätzen, was für eine Therapie du brauchst bzw. Therapieergebnisse vergleichen. Ich an deiner Stelle, würde auf jeden Fall wechseln!
LG, Dolphingirl
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von emjay28 »

Ich habe die 6x KG gemacht, sie hat mir sehr gut getan, meine Haltung hat sich verbessert und meine Beschwerden verschwanden fast gänzlich.

Nun habe ich über das verlängerte Wochende einen Ausflug gemacht, bei dem ich viel gegangen bin (zum Teil auch mit Rucksack) und meine Beschwerden sind wieder so stark als hätte ich nie KG gemacht! Wie kann das denn sein? Ich habe zwischendurch immer wieder versucht meine Haltung zu korrigieren, die Übungen habe ich im Hotel nicht gemacht, werde dies aber heute Abend nach der Arbeit nachholen.

Ich finde es sehr erschreckend, dass der Erfolg einer KG durch ein Wochenende zunichte gemacht werden kann.
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von Klaus »

emjay28 hat geschrieben:Ich finde es sehr erschreckend, dass der Erfolg einer KG durch ein Wochenende zunichte gemacht werden kann.
Auch wenn es keine konkrete Diagnose gibt, die KG nach Schroth muss regelmässig und dauerhaft gemacht werden!
6 x KG ist auf jeden Fall viel zu wenig, um eine offensichtliche "Wochenend-Sünde" abzufedern.
...oder ich muss mich ernsthaft mit dem Gedanken anfreunden eine längere Reha in Bad Sobernheim zu machen.
Das würde ich Dir dringend raten.

Gruss
Klaus
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von emjay28 »

Ich habe selbstverständlich die Übungen zu Hause wiederholt. Ich werde mich nun eingehend mit meinem Orthopäden beraten was zu tun ist.
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von Kaffeetrinker »

Ich habe mal den Thread kurz überflogen,
du bist wohl ziemlich beratungsresistent???
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von emjay28 »

Ich bin nicht beratungsresistent. Ich habe verstanden (und es wahrscheinlich nur nicht wahrhaben wollen) dass mir wohl nur der Gang in eine Spezialklinik helfen wird. Vorher wollte ich allerdings noch andere Möglichkeiten (Schroth-KG) ausschöpfen. Da diese leider nur kurzfristigen Erfolg brachte, was auf die kurze Behandlungsdauer zurückzuführen ist, muss ich nun ernsthaft überlegen was zu tun ist.

Ich habe nun nächste Woche einen Termin bei meinem Orthopäden. Ich werde ihn gezielt fragen, was er für sinnvoll hält, dabei auch fragen ob er eine Reha für notwendig erachtet. Notfalls muss ich ohne Überweisung nach Bad Sobernheim (das ist am nächsten gelegen) fahren und mich dort eingehend untersuchen lassen.

Verwunderlich finde ich dass, obwohl laut Internet rund 15% der Bevölkerung an Morbus Scheuermann leidet, kaum ein Arzt diese Erkrankung richtig diagnostiziert. Die Dunkelziffer müsste dann ja erheblich höher sein.
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von Kaffeetrinker »

Naja du scheinst ja auf deinen Orthopäden zu schwören :rolleyes:

Solche habe ich schon ein paar mal gewechselt bis ich nach Stuttgart kam und mir meine richtige Diagnose incl. Therapie.

Ich kann dir jetzt schon sagen dass du deinen Orthopäden in diser Hinsicht vergessen kannst, da würde ich diesbezüglich nicht mehr hingehn.

Ich habe selber wertvolle Zeit Zeit verplempert, ne unnötige(falsche) Reha gemacht und darf jetzt warten bis ich die nächste richtige Reha machen darf.......


Gruß
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von emjay28 »

Ich möchte jetzt nicht wieder eine Diskussion vom Zaun brechen, ABER:

wenn du diesen (ziemlich langen) Beitrag gelesen hättest wüsstest du, dass ich mittlereweile bei einigen Orthopäden war und mein jetziger Orthopäde derjenige ist, der es immerhin geschafft hat Morbus Scheuermann zu erkennen! Von daher ist er der momentan kompetenteste! Deswegen "schwöre" ich auf ihn. Außerdem ist es denke ich besser eine Überweisung für eine Klinik zu habe als einfach so dort aufzutauchen! Und irgendjemand muss ja diese Überweisung schreiben.
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von Kaffeetrinker »

Naja den Scheuermann hatten alle erkannt^^(gut bis auf einen :D ) aber das wars dann auch....
dann hoffen wir mal dass es bei dir klappt :-)
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Klaus
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von Klaus »

emjay28 hat geschrieben:Notfalls muss ich ohne Überweisung nach Bad Sobernheim (das ist am nächsten gelegen) fahren und mich dort eingehend untersuchen lassen.....Außerdem ist es denke ich besser eine Überweisung für eine Klinik zu habe als einfach so dort aufzutauchen! Und irgendjemand muss ja diese Überweisung schreiben.
Du hast Dir die Bedingungen für Bad Sobernheim genau angeguckt? s.a. Gesucht/Gefunden "Überregionale Sprechstunden".
Verwunderlich finde ich dass, obwohl laut Internet rund 15% der Bevölkerung an Morbus Scheuermann leidet, kaum ein Arzt diese Erkrankung richtig diagnostiziert. Die Dunkelziffer müsste dann ja erheblich höher sein.
Dabei ist noch nicht mal entscheidend, ob ein im Erwachsenen Alter bereits abgelaufener Morbus Scheuermann erkannt wird, sondern in erster Linie, welche Fehlstellungen mit konkreten Grad Angaben das zur Folge hatte !!
der es immerhin geschafft hat Morbus Scheuermann zu erkennen! Von daher ist er der momentan kompetenteste! Deswegen "schwöre" ich auf ihn
Wenn er denn wie gesagt, auch die Fehlstellungen genau konkretisieren kann und was noch viel entscheidender ist, die richtige Behandlung einleitet bzw. unterstützt, würde ich Dir Recht geben.
Ich finde, man sollte bei diesem Thema nicht relativ, sondern absolut denken. Es sei denn, man hat vor, den Arzt so zu lenken, dass er Deine Vorstellungen auch mitmacht.
Ich werde ihn gezielt fragen, was er für sinnvoll hält, dabei auch fragen ob er eine Reha für notwendig erachtet.
Das müsste dann aber in eine andere Richtung gehen, nämlich das Du sagst, was Du willst.

Gruss
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von emjay28 »

Nachtrag. Ich war schon heute aufgrund mehrtägier heftiger Schmerzen bei meinem Orthopäden. Er hat mich eingerenkt, daraufhin wurden die Beschwerden etwas besser. Er hatte mir mal erklärt dass es durch meine Fehlhaltung dazu kommen kann dass ein Wirbel einen Nerv einklemmt. Dies ist bisher zwei oder dreimal vorgekommen.

Ferner hat er mir nochmals KG aufgeschrieben. Beim letzten Besuch bat ich ihn darum den Winkel zu bestimmen, dieser läge bei 30°. Leider habe ich nicht daran gedacht zu fragen wie er den Winkel bestimmt hat und was er zu bedeuten hat. Auch habe ich konkret die Informationssuche im Internet und die Klinik in Bad Sobernheim angesprochen. Daraufhin meinte er nur, dass diese laut anderen Patienten privat sei und ich mich dort erkundigen müsste.
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von Dolphingirl94 »

Hallo emjay,

Es ist richtig, dass Dr. Steffan momentan nur Privatpatienten behandelt. Dr. Verres behandelt jedoch auch Kassenpatienten ambulant.
Siehe auch den schon von Klaus aufgeführten Thread, Gesucht/Gefunden, Überregionale Sprechstunden:
Dr. med. Kay Steffan, Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin, Chirotherapie und Sozialmedizin
arbeitet zur Zeit nur auf Privat-Basis, bitte telefonisch über Bedingungen informieren !!
und
Dr. med. Christof Verres, Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin.
Wer sucht, der findet... ;)
LG, Dolphingirl
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Re: Diagnose Morbus Scheuermann - und nun?

Beitrag von Klaus »

emjay28 hat geschrieben:Beim letzten Besuch bat ich ihn darum den Winkel zu bestimmen, dieser läge bei 30°
Welcher Winkel soll das sein?
Die Hyperkyphose (Rundrücken) hat, abhängig vom Alter, einen normalen Winkel von ca. 30 Grad !

Gruss
Klaus
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