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Lenaluna
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Klaus,

vielen Dank für Deine Antwort!
Klaus hat geschrieben:
Keine Hyoerkyphose oder -Lordose
Also da muss ich passen, ich sehe eine Hyperlordose (Hohlkreuz).
Das sehe ich genauso und meine - jetzt ehemalige Orthopädin - hat mir das auch bestätigt.
- Massiv verkürzte Rückemuskulatur mit Lendenstrecksteife (dank KG)
Soll der Zusatz eine bissige Bemerkung sein ? :)
Ist ja durchaus möglich und wenn man durch intensive Dehnung die "Hohlkreuz" Situation verbessern kann, ist das möglicherweise kein Hohlkreuz per Definition.
Ja, der Zusatz ist eine bissige Bemerkung! Coxa valga hat im Grunde 2 Entstehungsgründe:

1. Angeboren (fällt bei mir weg, da ich a) per Kaiserschnitt zur Welt kam und b) durch 500 g Untergewicht meine ersten 6 Lebenswochen im Kinderkrankenhaus verbracht habe, damals war "soviel" Untergewicht nämlich recht heftig - im Gegensatz zu heute; dabei wurde ich jeden Tag von Ärzten untersucht und - ich denke - dabei wäre eine Beckenschiefstellung aufgefallen - auch da ich ja recht zierlich war).

2. Durch heftigen Aufprall auf die Seite (das hatte ich im Januar) bzw. Muskelverkürzung (die ich mir durch den nur Muskelaufbau auch noch eingeheimst habe). Anhand der Röbis von Januar bis jetzt kann man sehen, dass die WS allmählich schief wurde, da das Becken kippte (bei der 1 Aufnahme nur wenig, aber sichtbar - bei der letzten nun deutlich). Ich habe nicht alle Röbis hier eingestellt - wäre auch zuviel!
Hat Dr. Hoffmann versucht, durch entsprechenden Druck Dich in diesem Bereich aufzurichten?
Nein. Er hat sich auf die Hüften konzentriert.
Aber meine Figur ist eher Hohlkreuz: Po sticht nach hinten raus und der Bauch nach vorne.
Anhand des Röntgenbildes hätte ich eher gedacht, dass Deine optische Figur weniger ein "Hohlkreuz" aufweist, als die tatsächliche Stellung der Wirbelkörper.
Ich sehe jetzt eher aus wie eine Ente samt passenden Watschel-Gang. Muss mir nur noch Federn für meinen Bürzel besorgen :D

Ich spekuliere ja auch, zumal ich jetzt 3 kontroverse Meinungen habe. Allerdings sind die Symptome von Coxa valga die Einzigen, die wirklich zu meinen Schmerzen passen.

Kannst Du oder vielleicht jemand Anderes etwas mit den Zahlen f. d. Hüften anfangen? Der Winkel für die Hüften soll lt. Dr. Hoffmanns Messung bei 150 ° liegen. Ist das viel oder wenig?

LG
Lenaluna
Sommer

Beitrag von Sommer »

Hallo,
Lenaluna hat geschrieben:
Ja, der Zusatz ist eine bissige Bemerkung! Coxa valga hat im Grunde 2 Entstehungsgründe:

1. Angeboren (fällt bei mir weg, da ich a) per Kaiserschnitt zur Welt kam und b) durch 500 g Untergewicht meine ersten 6 Lebenswochen im Kinderkrankenhaus verbracht habe, damals war "soviel" Untergewicht nämlich recht heftig - im Gegensatz zu heute; dabei wurde ich jeden Tag von Ärzten untersucht und - ich denke - dabei wäre eine Beckenschiefstellung aufgefallen - auch da ich ja recht zierlich war).

2. Durch heftigen Aufprall auf die Seite (das hatte ich im Januar) bzw. Muskelverkürzung (die ich mir durch den nur Muskelaufbau auch noch eingeheimst habe). Anhand der Röbis von Januar bis jetzt kann man sehen, dass die WS allmählich schief wurde, da das Becken kippte (bei der 1 Aufnahme nur wenig, aber sichtbar - bei der letzten nun deutlich). Ich habe nicht alle Röbis hier eingestellt - wäre auch zuviel!
Coxa valga bedeutet Steilstellung der Oberschenkelhälse und kann in meinen Augen nicht durch den Aufprall passiert sein!
http://www.medizinfo.de/becken/coxa_valga/start.shtml

Hast du das Röntgenbild deiner Hüfte mitbekommen?

Gruß
Sommer
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Lenaluna hat geschrieben:Kannst Du oder vielleicht jemand Anderes etwas mit den Zahlen f. d. Hüften anfangen? Der Winkel für die Hüften soll lt. Dr. Hoffmanns Messung bei 150 ° liegen. Ist das viel oder wenig?
Da muss ich leider passen.

Gruss
Klaus
Saphira
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Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

ich habe leider auch eine Hüftfehlstellung. Bei mir wurde auch eine coxa valga festgestellt. Ich habe rechts einen Schenkelhaslwinkel von 128° (was noch normal wäre) und links von 140°, was zu steil ist. Ich glaube, der optimale Schenkelhalswinkel liegt so zwischen 125° und 130°. Ich will mich da aber nicht festlegen, ist wohl auch ein wenig altersabhängig (also bei Kleinkindern anders, als bei Erwachsenen). Dies verändert dann auch die Rotationsfähigkeit der betroffenen Hüfte im Vergleich zu einer gesunden Hüfte. 150° sind definitiv zu steil. Die Rückenschmerzen könnten dann auch von den die Hüfte und den Po umgebenden Muskeln stammen, die ja unten am Rücken entstammen und dort auch mit dem Rücken und den Rückenmuskeln zusammenhängen (vor allem Rückenschmerzen im Lendenbereich). Und diese Muskeln spannen sich dann wohl wegen der Fehlstellung falsch an und lösen dadurch Schmerzen aus. Und Muskeln können fiese Schmerzen auslösen, vor allem, wenn sie verspannt sind. Das Problem merke ich zur Zeit :D .

Bei mir ist es vermutlich angeboren, wurde bei sämtlichen Vorsorgeuntersuchungen aber nicht ernst genommen. Obwohl mal ein Arzt den Verdacht äußerte, dass da was nicht ganz in Ordnung ist, weil meine Pofalten wohl unterschiedlich waren. Es wurde sogar geröntgt, hieß dann aber, es sei alles normal bzw. es verwächst sich wieder :wall: . Es kann also durchaus trotzdem angeboren sein und wurde nur übersehen bzw. ignoriert. Dass es eine Folge des Sturzes ist, kann ich mir auch schwer vorstellen. Dann müsstest du ja fast schon einen Oberschenkelhalsbruch gehabt haben und das wäre dann irgendwie komisch zusammengewachsen.

Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter.

Grüßle,

Saphira
Lenaluna
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure tollen Antworten!

@ Saphira


Danke, das hilft mir schon sehr!
Ich habe Deinen Beitrag zu der Hüftfehlstellung hier im Forum gelesen und denke, dass wir beide die gleiche Behandlung bekommen (habe auch ein Muskelrelaxan und entsprechende KG verschrieben bekommen). Ich habe Tolperisol bekommen. Und Du? Kannst Du mir etwas zu der KG sagen (ist die so schmerzhaft wie normale KG)?

Verwachsen kann sich so etwas doch eigentlich nicht; soweit ich weiß, bekommen Kinder mit Coxa valga eine "Spreizhose" verordnet, da ja gerade im Säuglingsalter viel viel mehr korrigiert werden kann als bei einem ausgewachsenen Menschen. Hat Dein Doc wohl keine Ahnung gehabt... ;(

Ich glaube, dass die Muskeln mittlerweile so stramm sind, dass sie insgesamt mein Becken verziehen (Doc Hoffmann meinte, das sei wie zu stramm gespannte Gummibänder).

Aber bei Herrn Hambüchen wurde ein Genickbruch ja auch erst 2 Jahre nach Sturz festgestellt (und ich dachte immer, Sportler hätten tolle Ärzte... ;D )

Vielleicht soll ich deshalb auch zur Skelettszinti? Damit können alte Brüche aufgedeckt werden. Allerdings glaube ich nicht, dass was gebrochen war - hätte ich doch gemerkt...

Ich möchte mal eine Zusatzinfo dazugeben (vielleicht wird die Diagnostik dann klar):
Nach dem Wegeunfall wurde bei mir in erster Linie nach Verschleiß gesucht, der so gravierend ist, dass er Schmerzen auslöst. Sinn der Suche nach Vorerkrankungen ist, dass die BG nicht zahlen braucht, denn man war ja vorher schon krank. Es gibt also immer Streitereien um Unfallfolgen und so ziemlich jeder Doc hat Angst davor, die Wahrheit zu sagen (ist ja auch verständlich). Bei mir wurde als "Abnutzung" eine Protusion HWK 5/6 festgestellt. Ich glaube, die kann mein Becken nicht bewegen..

Doc Hoffmann sagte:
Bei Coxa valga ab Geburt nutzen die Knochen stärker und schneller ab, als bei einem normalen Menschen (durch die falsch verteilte Belastung), auch kommt oft Osteoporose schon im jungen Alter dazu. Bei Ihnen ist eine Abnutzung auch nicht sichtbar oder festgestellt worden.

Ich muss dazu sagen, ich habe erstmal nichts von Sturz gesagt, sondern Befunde und Bilder abgegeben mit der Begründung, Schmerzen zu haben. Durch seine Aussage musste ich dann erklären, warum (war auch schön peinlich :ja: ). Daher komme ich wieder auf den Sturz zurück.

@ Sommer
Nein, das Röbi meiner Hüften habe ich nicht mitbekommen - nur die Ganzaufnahmen meiner WS.

LG
Lenaluna
Sommer

Beitrag von Sommer »

Hallo,

@Saphira

Danke für deine guten Erklärungen. Ich schliesse mich an, dass Rückenschmerzen durch aus auch von Hüfte kommen können.

@ Lenaluna

Ich schliesse mich Saphira an, dass ich mir auch nicht vorstellen kann, dass die Coxa valga Folge des Sturzes ist. Weil einen (an) gebrochenen Oberschenkelhalsknochen hätten die Ärzte bemerkt und du hättest vor Schmerz vermutlich geschrien und das Bein wäre nicht normal belastbar gewesen.

Ich denke du hattest die Fehlstellung schon vor dem Sturz... Unser Körper kann Fehlbelastungen ganz gut kompensieren, bis halt irgendwann zuviel -
der Sturz und mit dem Sturz resultierenden Schmerzen und vermutlich Schonhaltung war vielleicht Signal zu Stop der Kompensation.

Ist doch gut das kein Verschleiss entdeckt wurde.

Wenn dir unklar ist, wieso du zur Szintigrafie sollst, frag nochmal nach und lass es dir erklären.

Du schriebst weiter oben von "bekommt mir die KG nicht" - darf ich fragen was du da für Probleme hast ?
Und sowas solltest du mit dem Physiotherapeuten auch besprechen.

Was hast du vor dem Sturz an Sport gemacht? Machst du momentan Sport?

Gruß
Sommer
Saphira
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Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

ja, Dr. Hoffmann hat mir auch Tolperison verschrieben. Leider wirkt das bei mir bisher überhaupt nicht (und ich nehme die jetzt seit Donnerstag) :( . Ich traue mich aber auch nicht, bis zur Höchstdosis zu gehen und nehme nur die geringere Dosis. Heute Nachmittag habe ich meinen ersten Termin für die spezielle Massage und Fango, die er mir noch verschrieben hat. Da bin ich ziemlich skeptisch, da mir Wärme bisher nicht gut getan hat und keinerlei Linderung verschafft. Die letzte KG, die er mir verschrieben hat, konnte nicht wirklich so durchgeführt werden und endete auch in Massage - ohne Verbesserung :( . Die Verspannungen scheinen bei mir wirklich ziemlich hartnäckig zu sein. Allerdings kommen die bei mir dieses Mal wirklich auch vom Rücken und nicht mehr nur von der Hüfte (da ich gerade auch im Nacken- und Schulterbereich sehr verspannt bin). Ich hatte aber auch schon Poschmerzen, Hüftschmerzen und Schmerzen im Lendenbereich, die wirklich von den Muskeln rund um die Hüfte kamen. Da konnte ich teilweise kaum mehr richtig laufen oder sitzen :D . Deshalb war ich letztes Jahr beim Orthopäden, der damals schon die Coxa valga festgestellt hat und mir dann ja manuelle Therapie verschrieben hat. Mein Physiotherapeut damals hat dann nach Dorn gearbeitet und das tat nur kurz mal weh, danach wurde es aber echt deutlich besser und die Verspannungen an dem Muskel rund um die Hüfte, auch hinten am Rücken wo der Muskel beginnt, haben sich gelockert. Der hat da irgendwie viel mit Zentrierung der Hüfte gearbeitet. Leider war die Wirkung dann nach einem dreiviertel Jahr wieder fast dahin. Außer, dass meine Hüfte (bzw. genauer die Muskeln drumrum) momentan nicht mehr so schnell wehtut, wenn ich länger laufe :D .

Was hat Dr. Hoffmann dir denn verschrieben? Normale KG oder auch spezielle KG mit Fango und Massage? Für das Problem mit der Hüfte kann ich dir aus eigener Erfahrung empfehlen, dir einen Theraoeuten zu suchen, der auch nach Dorn arbeitet (das ist auch ne spezielle Methode, so wie Schroth bei Skoliose z.B.). Das war bei mir bisher so ziemlich die einzige KG, die mal eine Wirkung erzielt hat. Alles andere hat mir nicht viel geholfen, so wie die "normale" KG jetzt ja leider auch. Jetzt bin ich mal auf die Fango/Massage gespannt. Und danach muss ich ja wieder zu Dr. Hoffmann. Mal sehen, was er sich dann noch einfallen lässt, um dem Problem Herr zu werden :D .

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute, dass du deine Schmerzen loswirst und eine Therapie findest, die dir hilft. Das ist immer nicht so ganz einfach. Da ist man manchmal wirklich am verzweifeln.

Grüßle,

Saphira
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

ich war heute im Krankenhaus bei meiner D-Ärztin. Sie hat mir auch eine spezielle Massage- u. Fangoart verschrieben (gem. Vorlage Dr. Hoffmann). Ich reagiere auf Wärme auch nicht gut (meist sind die Schmerzen beim Abkühlen schlimmer als sie vor der Fango waren), aber nur "KG" hält sie für sinnlos. Wie die KG aussehen wird weiß ich noch nicht.

Mir hat Dr. Hoffmann gesagt, dass Coxa valga-Schmerzen bis in den Kopf ziehen können (ich hatte Kopfschmerzen mit Erbrechen nach KG). Ich glaube daher, dass das bei Dir auch so ist. Die Muskeln, die durch das Becken verlaufen sind durch Coxa valga viel angespannter als normal. Diese Muskeln ziehen sich doch entlang der WS bis ganz nach oben. Meine Muckis sind so stramm, dass die WS schon ganz ganz leicht von der Norm abweicht (siehe Röbis weiter oben). Ist Deine WS gerade?

Ich versuche jetzt, eine Behandlung nach Schroth zu bekommen.
Da ist alles drin: dehnen, lockern, strecken und kein "nur Muskelaufbau". Wäre das vielleicht auch was für Dich? Allerdings habe ich von Allem 10 x bekommen von meiner D-Ärztin und nicht 6 x wie von Dr. Hoffmann. Dank Silas weiß ich, dass man auch mit normalen Rezept "schrothen" kann (siehe weiter oben). :D

Warum ging die KG bei Dir nicht? Mich hat man mehr oder weniger durch die normale KG "durchgeprügelt" ("das schaffen Sie doch!"). Freue mich für Dich, dass es "nur" in Massagen endete!

Die Schmerzen beim Sitzen, Stehen, Gehen, Liegen und allen anderen Tätigkeiten kann ich so gut nachvollziehen :) . Bist Du auch immer so schnell schlapp nach körplicher Betätigung - auch wenn die nur ganz klein war (zum Beispiel Küche wischen o. Ä.)? Ich schwitze auch schneller als sonst. Wie sieht es bei Dir aus?

Fast vergessen: meine D-Ärztin hat mich vor Tolperidon gewarnt! Es ist eigentlich ein Mittel gegen Spastiken! Ich soll mir die Einnahme gut überlegen!

LG
Lenaluna
Sommer

Beitrag von Sommer »

Hallo Lenaluna,

was meint den deine D-Ärztin zu den Hüften?

Kopfschmerzen mit Erbrechen nach Krankengymnastik finde ich heftig - sicher das dies von der KG kam? Was hat die Physiotherapeutin den mit dir gemacht gehabt?

Hast mehr Schmerzprobleme mit dem Rücken oder eher beim Laufen, Sitzen, Stehen?
Und siehe weiter oben nochmal meine Frage was Sport angeht bei dir?

Ich weiss nicht, ob Schroth das nonplus ultra für dich wird. Um es richtig zu lernen halte ich Schrothreha für nötig.
Und wenn die Schmerzen durch Hüftproblematik verursacht werden, bringt Schroth nicht wirklich was zumindest meine Erfahrung. Such dir mal einen guten Physiotherapeuten und rede mit dem was er meint.

Gruß
Sommer
Lenaluna
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Sommer,

zu den Hüften hat sie Nichts gesagt. Von der Szinti will sie nichts wissen.

Die Therapeutin hat Crunches gerade und quer mit mir gemacht, dann eine Übung die aussah, wie die Hebefigur aus "Dirty Dancing", dann "auf den Pobacken "laufen" (auf der Liege nach vorne u. hinten) und danach auf den Galileo für ein paar Minuten (Gesamzeit: 20 Minuten).

Mein Rücken schmerzt immer - außer wenn ich mich mit Schmerzmitteln ins Land der Träume beame.

Sitzen geht nicht lange - dann schmerzt der Po bis in die Beine, Liegen kann ich nicht lange auf einer Stelle, auf dem Bauch geht gar nicht mehr. Laufen - ich nenne es Watschelgang à la Daisy Duck und z. T. "therapeutisches Hinken nach Quasimodo" (wenn der Schmerz sehr heftig ist ziehe ich mein Bein nach).

Die Frage nach Sport habe ich überlesen - entschuldigung. Also: ich schwimme - ohne Brustschwimmen, da ich den Kopf irgendwie nicht mehr lange hochhalten kann (war in meiner Jungend Rettungsschwimmerin beim DLRG - aber ist auch egal), wenn das Wetter es zulässt fahre ich Rad (City-Bike - kein Sportrad) und mit den Hunden jeden Tag spazieren (hab seit 11 Jahren einen Husky, der braucht viel Spiel und Sport täglich) . Das mache ich momentan (plus Haushalt & Garten) so gut es geht.

Bis zum 17.06.10 war ich 5 Mal die Woche bei der Physio: 3 x KG, 2 x WS-Bad.

Ich denke auch, dass nichts gebrochen war/ist.


Wieso keinen Verschleiß: Im Januar, Februar, März, April hatte ich keinen Verschleiß beim Röntgen, CT u. MRT. Am Begutachtungstermin im Mai hatte ich etliches an Verschleiß (alles im Anfangsstadium). Zur Info: es wurden beim Röntgen immer die gleichen Aufnahmen gemacht und von den gleichen Ärzten beurteilt.

Nun frage ich mich: Okay, Coxa valga kann ja vorher gewesen sein - hab ich halt nicht gemerkt. Aber wie kann ich dann innerhalb von 5 Monaten Verschleißerscheinungen entwickeln, die auch komischerweise alle im Anfangsstadium sind?

Wenn ich nun annehme, dass Coxa valga vorher bestand, müssten die ja dann am Unfalltag samt Verschleiß schon entdeckt worden sein bzw. spätestens bei den Kontrollen (ich wurde ja nicht geboren und hab dann bis zum Unfalltag auf der Couch gesessen).

Zu der KG finde ich Deinen Rat einleuchtend; ich werde mal eine versierte Kraft interviewen :)

LG
Lenaluna
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Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

na ja, die "normale" KG konnte nicht wirklich so durchgeführt werden, da sich bei mir so ein spezieller Muskel im Lendenbereich bei sämtlichen Übungen nur noch mehr verkrampft hat und ich einfach generell zu verspannt bin. Deshalb endete es in Massage. Am Dienstag war es ja auch erstmal nur Massage, noch ohne Fango. Sobald man an der einen Stelle etwas fester drückt, werden die Schmerzen fast unerträglich und mir kamen dann am Dienstag fast die Tränen. Das kann ja nicht die Lösung sein, das Problem in den Griff zu bekommen :( .

Und bei mir ist das Problem ja eine Kombination aus mehreren Sachen. Ich habe zum einen die einseitige (rechtsseitige) coxa valga, durch die seitendifferenten Schenkelhalswinkel einen Beckenschiefstand und einer vermutlich daraus resultierenden Lumbalskoliose von 17° mit einer mittelstarken Rotation (Dr. Hoffmann meinte, so etwas um die 15° Rotation). Da es bei mir dann eben gleich mehrere "Baustellen" sind, ist es immer ein wenig schwierig zu sagen, welche Schmerzen jetzt von was kommen :D . Aber allmählich erkenne ich die Unterschiede. Und mein einer heftigst verspannter Muskel im Lendenbereich ist wegen der Skoliose und der damit verbundenen Lotabweichung bei mir so arg verspannt. Die weiter unten und rund ums Gesäß, vor allem links, wegen der coxa valga. Nur meine Schulter-/Nackenmuskeln momentan, keine Ahnung. Vielleicht wegen zu viel Stress und falscher Haltung und zu wenig Bewegung. Kopfschmerzen und Überlkeit habe ich zum Glück keine und Ausdauer habe ich auch genug :D . Aber was die Ausdauer betrifft, habe ich ja tägliches Training mit Treppensteigen :D . Also da werde ich nicht schnell müde oder komme außer Atem. Nur beim längeren Laufen tut mir die linke Hüfte weh und mein Rücken und manchmal auch die Knie und die Fersen. Wahrscheinlich wegen der ganzen Fehlbelastung.

Na ja, jetzt zieh ich die Massage und das Fango mal durch und geh dann nochmal zu Dr. Hoffmann und bitte ihn dringlichst, sich da noch was anderes einfallen zu lassen, was hilft. Was ich mit dem Tolperison-Zeugs machen soll, weiß ich nicht. Wirken tun sie ja eh nicht :nein: , also kann ich sie ja eigentlich auch wieder weg lassen. Die ganze Zeit irgendwelche Medikamente zu schlucken ist ja auf Dauer auch nicht so gesund.

Grüßle,

Saphira
Sommer

Beitrag von Sommer »

Hallo Lenaluna,

Was ist "auf den Pobacken laufen"?
Hat die Therapeutin mit dir jedesmal das Galileo-Gerät verwendet?
Das erzeugt Vibrationen, vielleicht bekam dir das nicht ?

Die Krankengymnastik erscheint mir etwas einseitig.

Meine Frage nach Sport kam deswegen, ob du stark gelenkbelastenden Sport machst. Sieht nicht so aus - und Rückenschwimmen denke ich ist eh besser als Brust. Wie bekam dir die Therapie im Wasser - du schriebst WS-Bad?

Bzgl. der Verschleisserscheinungen, ab einem gewissen Alter ist das normal und die müssen wohl keine Probleme machen.
Und ich kann von meinen Erfahrungen her sagen, das nicht jeder Arzt ein Röntgenbild so interpretiert wie sein Kollege - da sieht der eine das, ein anderer sagt das ist ok - da gehen Meinungen teilweise auch voll auseinander.
Von daher muss die Coxa valga auch am Unfalltag nicht erkannt worden sein - ich denke Unfallärzte schauen da auch eher nach Brüchen und Bandverletzungen und so.

Genauso unterscheiden sich manchmal die Diagnosen der Ärzte und Behandlungswege - Arzt finden zu dem man das meiste Vertrauen hat in seine Diagnose, weil die nachvollziehbar und Therapiecompliance haben.

Also bei Verordnung von KG bei den Übungseinheiten aktiv mitmachen und sich auch für zuhause Übungen zeigen lassen, daheim machen.

Ein guter Physiotherapeut fragt auch nochmal nach Problemen, macht seinen Befund, gezielt Übungen/Therapie und gibt Heimübungsaufgaben.
Und ich habe es schon öfter erlebt, dass der erklären kann wie die Beschwerden zusammenhängen.

Und ich denke das braucht ganzheitliche Betrachtung weil Hüfte, Becken und Rücken hängen da auch zusammen meiner Meinung nach.

Viel Erfolg!

Gruß
Sommer
Lenaluna
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo ihr Lieben!

@ Saphira
Massagen u. Fango hatte ich auch schon und ich kann den Druckschmerz von Dir so gut nachvollziehen!!! Manchmal tat es schon weh, wenn die Therapeutin das Öl verteilt hat... Dann hat meine Physio weniger gedrückt. Die Muskeln im LWS-Bereich hat sie so gelockert: ich musste auf dem Bauch liegen, sie auf mir drauf und dann hat sie mein Becken von einer Seite zur anderen immer hin- u. hergeschaukelt - dadurch soll sich die Verspannung lösen. Das ging bei mir nur auf dem Rücken liegend, denn in Bauchlage tat es zu weh. Vielleicht möchtest Du die Übung mal bei Deiner Massage ausprobieren? Wie ging es Dir nach der Anwendung?

Doc Hoffmann hatte mir erklärt, dass die Muskeln, die durch das Becken kommen Schmerzen bis hin zu Kopfschmerzen verursachen können. Vielleicht kommt es daher (die Muckis hängen ja alle irgendwie zusammen) und Du spürst den Schmerz im Nacken / Schultern. Ich kann mir vorstellen, dass die Verspannungen auch ein Ausgleichsversuch Deines Körpers sind.

Ich würde bei Massage und Fango aber aufpassen: da kann sehr schnell sehr viel verkehrt laufen - vor allem wenn der Physio auf Teufel komm raus die Verspannungen lockern will. Überreizte Muskeln, Sehnen und Nerven sind nämlich auch kein Vergnügen ;)

Wenigstens hast Du noch Deine Leistungsfähigkeit - das ist viel wert!

Die Tolperison habe ich heute in der Apo bestellt. Ich bin schon auf den Waschzettel gespannt!

Ich nehme seit dem Sturz Medis. Die leeren Packungen habe ich spaßeshalber mal gesammelt und mittlerweile eine Tasche davon voll...

@Sommer
Pobacken-Laufen:
Man setzt sich auf die Pritsche, lässt die Beine im 90 ° Winkel baumeln, dann hebt man erst eine Pobacke an und macht einen "Schritt" nach hinten, danach die andere usw. Bei der Übung darf sich der Rest des Körpers nicht bewegen, d. h. der Oberkörper muss gerade bleiben und die Beine dürfen auch nicht mithelfen; es muss aus der Hüfte bewegt werden.

Auf dem Galileo war ich 2x (2 x 30 Sekunden jeweils) von April bis Mitte Juni. Ich glaube, davon kann es nicht kommen.

Die KG habe ich immer aktiv mitgemacht (will ja Besserung); die Übungen habe ich von April bis Juni auch Zuhause gemacht (jeden Tag 30 Minuten) - Muskeln habe ich ja auch aufgebaut, nur der Schmerz ist schlimmer geworden.

Die Therapeutin hat immer andere Übungen gemacht. Damit ich mir die leichter merken kann (Haltung, Spannung usw.) haben wir denen halt lustige Namen gegeben - die Fachbegriffe habe ich dadurch nur teilweise noch im Kopf. Sie hat auch jedes Mal gefragt, wie es war und dann reagiert. Ich kann wirklich nichts Negatives über sie sagen!

Allerdings war sie es auch, die sagte, ich würde immer krummer werden, auf einmal einen Watschelgang haben und hinken - obwohl ich Muskeln aktiv durch die Übungen (auch Zuhause) aufgebaut habe.
Und ich denke das braucht ganzheitliche Betrachtung weil Hüfte, Becken und Rücken hängen da auch zusammen meiner Meinung nach.
Aus dem Grund habe ich ja die Ganzaufnahmen, nur hat mich das nicht weitergebracht. Ich glaube nicht, dass ich an den Knochen etwas habe, sondern dass die Muskeln meine Knochen "krumm machen" (ich kann mich da nicht so gut ausdrücken). Schließlich hat man doch im Oberkörper ein Muskelkorsett (habe ich mal beim DLRG gelernt). Ich glaube eher, dass das zu "gespannt" ist (und durch den Muskelaufbau noch mehr) und ich mich deshalb verbiege. Was meinst Du dazu?

LG
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Beitrag von Lenaluna »

@Sommer:
Hab noch was vergessen: die Röbis wurden immer von den gleichen Ärzten beurteilt.

Sonst würde mich der plötzliche Verschleiß nicht wundern!
Sommer

Beitrag von Sommer »

Hallo,

also die Ärzte haben nach dem Sturz deine Röntgenbilder beurteilt und nach einiger Zeit nochmal neue gemacht und wieder draufgeschaut? Versteh ich das so richtig?

Mein Satz bzgl. ganzheitliche Betrachtung bezog sich auch mit auf Muskulatur, das hängt alles zusammen.

Was ich komisch finde ist, dass sich trotz KG und fleissigem Üben der Schmerz verschlimmert hat - da ist irgendwas "faul".
Ich kann dir aus meiner Erfahrung nur sagen, dass für mich Übungen die auf Dauer den Schmerz verstärken, nicht passende Übungen sind.

Es geht auch nicht darum was Negatives über deine Therapeutin zu sagen, ich habe nur den Eindruck sorichtig positive Wirkung hat die KG noch nicht. Wäre für mich ein Punkt zu forschen wieso.

Nochmal meine Frage, wie war dir das WS-Bad bekommen (war doch Gymnastik im Wasser, oder)?

Gruß
Sommer
Lenaluna
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Sommer,

ich hoffe, die nachstehende Aufstellung erklärt ein wenig besser (bitte daran denken: alle Diagnosen kommen von denselben Ärzten!).

12. Januar: Sturz, CT, MRT + röntgen, Diagnosen:
HWS-CT:
- Diskrete Streckfehlhaltung, HWS-MRT: diskrete Protusion 5/6, sonst oB
BWS (3 Ebenen): oB
LWS (2 Ebenen):

- Geringe Facettengelenksarthrosen lumbosakral

Februar, März, April: röntgen, Diagnosen:
wie vor!


12. Mai: Begutachtung, röntgen, Diagnosen:
HWS (2 Ebenen):
- Im Bereich der HWS geringe Unkovertebralarthrosen,
- Initiale Verkalkungen der ventralen Bandscheiben HWK 5/6 u. 6/7
BWS (3 Ebenen): oB
LWS (2 Ebenen):

- Initiale Verkalkungen der ventralen Bandscheiben HWK 5/6 u. 6/7
- Lumbal Osteochondrose bei LWK 5/SWK 1
- Im selben Segment geringe Spondylarthrosen
- Lumbal Osteochondrose bei LWK 5/SWK 1
- Im selben Segment geringe Spondylarthrosen

Dass ich mit 33 Verschleiß habe ist normal. Aber wo bitte kommen die ganzen Verschleißerscheinungen (wenn auch nur geringe) in 4 Monaten her??? Ich finde, dass da was faul ist. Vielleicht ist es jetzt verständlicher, warum ich mich aufrege? Übrigens wollen die Ärzte im KH nichts von dem plötzlichen Verschleiß wissen = keine Unfallfolgen. Eine Erklärung, woher das so schnell kommt, haben sie mir nicht gegeben. Wenn eine Kleinigkeit übersehen wurde - okay, kann ich verstehen, im KH ist halt Streß. Aber eine ganze Liste?? Ich habe versucht, den Blick meiner D-Ärztin auf das "ganzheitlich" (so wie Du es auch sagst) zu richten: sie bezweifelt Zusammenhänge zwischen Muskeln und Knochen...

Wegen der Schmerzverstärkung hatte meine Therapeutin mich wieder zu meiner ehemaligen Ortho geschickt. Diese sagte bzgl. des immer weiter krumm werdens: "Ihre WS ist kerzengerade!" Dann bzgl. der Schmerzen durch KG:"Ihre WS richtet sich halt jetzt wieder auf." Auf die Frage; WS ist doch kerzengerade, was richtet sich jetzt auf? - wurde gesagt:"Die Schmerzen sind von der Contusio spinalis." (Erklärung: Contusio spinalis kann keine Schmerzen verursachen). Deshalb bin ich (voller Hoffnung) zu Doc Hoffmann. Er sagt:"Mit der KG haben sie mehr kaputt gemacht als alles andere. Ich kann nicht verstehen, warum Sie diese KG bekommen haben?!" Deshalb habe ich ja jetzt eine andere KG-Art zum ausprobieren bekommen (nennt sich: Detonisierung).

WS-Bad hat mir nix gebracht.

LG
Lenaluna
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Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

ich kann mir das mit dem Erkennen oder Auftreten des Verschleißes erst nach mehreren Monaten höchstens dadurch erklären, dass du deine Muskeln um die Wirbelsäule aufgrund von Schmerzen zu sehr angespannt hast. Diese Anspannung tut noch mehr weh und die Muskeln spannen sich weiter an (Teufelskreis). Dadurch kam es dann wohl zur Schiefhaltung der Wirbelsäule und aufgrunddessen wurde vielleicht der Verschleiß beschleunigt, sodass er ab dann erst im Röbi sichtbar wurde. Ich bin mir da aber nicht sicher, ob das so überhaupt möglich ist, könnte ich mir aber vorstellen. Aber ich bin ja kein Arzt :D .

Na ja, Fango bekommt mir überhaupt nicht. Das ist ja nicht nur warm, sondern auch feucht. Und warm + feucht empfinde ich irgendwie als ekelhaft und deshalb haben sich bei mir nach 15 Minuten sämtliche Muskeln angespannt und regelrecht dagegen gesträubt. Die anschließende Massage konnte dem auch nicht mehr viel entgegensetzen und ich hatte danach leider mehr Schmerzen als vorher :( . Das Fango lassen wir jetzt weg und probieren es das nächste Mal mit Rotlichtbestrahlung und anschließender Massage. Vielleicht bekommt mir diese Art von Wärme besser. Die Tolperison-Tabletten lasse ich jetzt wieder weg. Ich habe sie ja eine Woche genommen und sie haben ja nicht gewirkt. Mir ist da deshalb das Risiko höher als der Nutzen und deshalb lasse ich sie jetzt weg.

Ich glaube, ich sollte dringend wieder öfter zum Klettern gehen :D . Als ich das regelmäßiger gemacht habe, hatte ich kaum Schmerzen und Verspannungen. Nur komme ich momentan irgendwie leider nicht dazu, das muss sich aber ändern :D .

Wie sieht es bei dir aus? Gibt es auch einen Sport, der dir gut tut und wo die Beschwerden danach zumindest für eine Weile besser sind?

Grüßle,

Saphira
Lenaluna
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

schade, dass Dir die Fango nicht gut getan hat und die Massage dann auch nicht half! Vielleicht ist es nicht nur das feucht-warme Gefühl sondern auch der Fango-Geruch (es müffelt ja doch schon ganz schön). Ich kann mir gut vorstellen, dass sich bei Ekel die Muskeln verkrampfen. Das Rotlicht ist diesbezüglich alle Male besser! Ich hoffe, dass es Dir helfen wird! Ich meine, es gibt auch die Möglichkeit von Warmluft - ich bin mir aber nicht sicher.

Du hast erwähnt, dass Du auch Skoliose hast. Kommt die bei Dir von der coxa valga oder ist sie noch zusätzlich aufgetreten?

Eine echte Sportart kann ich derzeit schlecht machen, da meine Kondition weg ist - schnief. Lange Wanderungen mit den Hunden habe ich am WE oft gemacht sowie Schwimmen und Rad fahren - das tat mir sehr gut. Naja, ein richtiges Sportass war ich aber nie :lach: Du scheinst aber richtig gut drauf zu sein! Was für Klettern machst Du?

Wegen Deiner und Sommers Gedankenanregungen habe ich mal bzgl. Muskelverkürzung (auch bei coxa valga geforscht). Ich hoffe, Dich interessieren die Infos:

Wirklich verlängern lässt sich die Muskulatur nicht - nur dehnen. Danach legt sie sich wieder genauso wie vor dem Dehnen, da die Knochenstellung sich ja nicht verändert bzw. durch die zu kurzen Muskeln nicht verändern kann (nennt sich statische Skelettveränderung bzw. sekundäre Skelettveränderung). D. h. man muss die Knochenstellung beeinflussen und die Muskeln auf die gesunde Skeletthaltung trainieren (sprich dehnen, lockern, aufbauen).

Es gibt dann noch strukturelle Muskelverkürzungen, die reversible oder irreversible sein können. Irreversible sind sie nur, wenn die Muskeln sich bereits in Bindegewebe verwandelt haben und damit nicht mehr zu gebrauchen sind. Alles Andere ist korrigierbar!!

So wie ich verstanden habe gibt es zur Knochenkorrektur 2 Möglichkeiten: OP, in der Knochen gerichtet werden (z. B. durch Schrauben und Platten) oder Korsett.

Ich habe mir diesbezüglich meine Befunde durchgelesen: zum einen wird mir attestiert, dass ich "Schiefstellung mit Überhang durch Ungleichgewichte in der muskulären Führung (durch Unfall)" habe zum Anderen damit zusammenhängende massive reflektorische Muskelverkürzung und Lendenstreckteife.

Du könntest mit Deiner Vermutung also durchaus Recht haben, da reflektorische Muskelverkürzungen aufgrund eines Reizzustandes (in meinem Fall halt Schmerz u. Nervenreizung) stattfinden. Muss ich schnell wieder loswerden, sonst gibt es noch mehr Verschleiß :D . Oh je, ich werd alt...

Wie sieht es bei Dir mit Verschleißerscheinungen aus (auch bzgl. Deiner leichten Skoliose)?

LG
Lenaluna
Saphira
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Diagnose: Skoliose: hochthorakal 15°, thorakolumbal 19°;
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Therapie: "normale" KG; Schroth-Reha in Sobi 04.2011 und 12.2013; seit 11.2013 Korsett von CCtec -> Mitte 2014 wg. Hüft- und Knieproblemen samt OPs abgebrochen

Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

ich mache ganz normales Hallenklettern an einer Kletterwand. Draußen an einem echten Felsen oder Berg traue ich mich noch nicht, da ich erst letztes Jahr mit dem Klettern angefangen habe :D . Aber so eine wirkliche Sportskanone bin ich nicht. Sportunterricht in der Schule war immer ein Alptraum für mich :D .

Na ja, also ich glaube, die coxa valga war zuerst da und daraus hat sich dann der Beckenschiefstand entwickelt und erst im Laufe der Jahre mit dem Wachstum dann irgendwann vollends die Skoliose. Die hat man bei mir das erste Mal vor 8 Jahren mit 17 festgestellt. Da hatte ich die aber wohl schon einige Jahre. Gemacht wurde damals nicht viel. KG zum Muskelaufbau, was sehr kontraproduktiv war und ich bekam eine Schuherhöhung von 2 cm verordnet, mit denen ich nicht laufen konnte und die ich deshalb so gut wie nie getragen habe. Die 0,5 cm Einlegesohlen jetzt merke ich zum Glück kaum.

Und mit dem Dehnen der Muskulatur habe ich eigentlich schon den Eindruck, dass ich die nachhaltig dehnen könnte. Jedenfalls schaffe ich es inzwischen endlich wieder, mit durchgestreckten Knien mich so weit zu bücken, dass ich mit den Händen auf den Boden komme :D . Das habe ich längere Zeit nicht mehr geschafft. Wobei da bei mir eher die rückseitige Beinmuskulatur verkürzt ist und die lässt sich relativ gut dehnen. Aber da hängt echt muskelmäßig irgendwie alles zusammen :D . Ich weiß aber auch nicht, wo die Grenzen der Krankengymnastik liegen. Coxa valga und andere Fehlstellungen sind da glaube ich echt nur bedingt zu behandeln. Aber auf eine OP habe ich da definitiv (noch) keine Lust. Das wurde bisher zum Glück auch noch nicht erwähnt. Das ist aber meines Wissens der letzte Schritt vor dem Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes. Dass man die Hüftfehlstellung operativ korrigiert, um den Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes nochmal ein paar Jahre hinauszögern zu können. Ob das so sinnvoll ist, darüber lässt sich wohl streiten.

Also Verschleiß an der Wirbelsäule ist noch keiner zu erkennen. Allerdings meinte mein alter Orthopäde letztes Jahr, als er die Hüfte geröntgt hat, dass da schon leicht vermehrt weiße Stellen sichtbar wären, was auf Verschleiß hindeute :confused: . Es sei aber noch nicht schlimm. Allerdings haben mir sowohl mein alter Orthopäde als auch Dr. Hoffmann gesagt, dass ich da wohl früher oder später ein künstliches Hüftgelenk bräuchte und man da dringend was machen muss (also KG). Ich weiß nicht, wie lange man das hinauszögern kann oder ob man es gar doch noch verhindern kann. Ich bin ja erst 25 und habe keine Lust in 10 oder 15 Jahren schon ein künstliches Hüftgelenk zu brauchen :nein: .

Ich sollte mich aber glaub echt wieder mehr bewegen :D . Momentan sitze ich definitiv zu viel und das tut meinem Rücken nicht gut.

Grüßle,

Saphira
Lenaluna
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

Sportunterricht in der Schule wurde bei uns eher als Hochleistung aufgepimpt - und das von einer 1,70 m im Quadrat-Lehrerin :D . Ich konnte das auch nicht leiden, habe aber so manche lustige Erinnerung (schon mal einen Elefanten beim Hochsprung erlebt :lach: ).

Trotzdem finde ich Klettern super! Da hat man ja auch alles: strecken, dadurch dehnen, Muskelaufbau, Koordination. Klingt wirklich Klasse!!!

Ich finde es traurig, was da vor 8 Jahren mit Dir gemacht wurde. Vielleicht hättest Du die Probleme heute nicht. Dass Muskelaufbau nicht das Non-Plus-Ultra ist (ich denke Du hast genauso wie ich einfaches Hohlrundrücken-Aufbauttraining "genossen") habe ich ja leider auch festgestellt -aber es ist halt die passende 08/15-Therapie :D Der Patient bleibt dabei aber auf der Strecke.

Welche Muskeln jetzt genau wie weit zu dehnen gehen weiß ich nicht. Aber man kann die Muckis nicht verlängern - also wenn Du aufhörst mit regelmäßigem Training geht alles wieder in die alte Form zurück und - falls die Knochen noch schief sind - auch wieder in die vorhandene Fehlstellung, vielleicht noch schlimmer als vorher. Aber ich denke die Beinmuskeln müssen ja doch einiges aushalten können - ich hoffe für Dich, dass Du das schnell in den Griff bekommst.

Die OP ist auch nur letztes Mittel für mich - aber es ist eben eine Möglichkeit. Ich denke, bevor jemand im Rollstuhl landet wird dazu gegriffen. Für mich wäre es auch nur in dem Fall überlegenswert.

Auf den Verschleiß solltest Du unbedingt einen Blick haben! Ich bin zwar älter als Du (aber nur ein Bißchen :D ), aber Du siehst ja wie schnell dann auf einmal Verschleiß da ist - und keiner hat es bedacht vorher.

Ich denke aber genauso in die Zukunft wie Du: was wird in 10 oder 15 Jahren sein? Deshalb versuche ich auch vorzusorgen.

Musst Du bei den Dehnübungen aktiv was machen? Ich hatte gestern zum ersten Mal die neue KG und frage deshalb.

Meine neue Therapeutin ist der Hammer! Sie kannte keine Diagnosen und sprudelte sofort los: mein Rücken hätte eine anfängliche Skoliose (ganz minimal, aber dafür deutlich erkennbar - ich hatte gedacht, da die Röbis ja doch eher milde aussehen, ist das nicht so wild. Aber der Rücken sieht wohl doch optisch schlechter aus), die Taillendreiecke, Schultern sind unterschiedlich hoch, meine Muskeln wären so angespannt, dass sie die Hüfte und das Bein hochziehen (also keine Beinunterschiede von sich aus sondern durch Muckis hochgezogen). Nach den Dehnübungen war zumindest die Hüfte wieder an ihrem Platz, die WS wieder gerade und keine Coxa valga mehr. Außerdem ist meine natürliche Kyphose (Hohlrücken) durch die verspannten Muckis als Hohlkreuz zu sehen (ich schäme mich für meinen Entenhintern :nein: ). Nach 30 Minuten allerdings hatte sich der Zustand wieder verflogen :/ .

Übrings hat sie mir Schroth empfohlen. Sie hat mir auch das Prinzip von Schroth erklärt. Mein Lieblingsthema Korsett hat sie von sich aus angesprochen und bejaht :( , um die Arbeit vom Dehnen der Muckis (also das Begradigen der Knochen) nicht hinterher mit erneutem Muskelaufbau wieder platt zu machen (sprich die Knochen wieder schief zu trainieren, das hängt mit meinen Muckis zusammen).

Wäre das nicht auch was für Dich? Da ich ja alles nur "erworben" habe und es noch nicht richtig in den Knochen ist (alles Anfangsstadien), glaube ich, dass Dir so etwas vielleicht auch dauerhaft helfen könnte, alle Baustellen zu bearbeiten und die Schmerzen loszuwerden?

Bewegung ist sehr gut - es sollte aber die Richtige sein :D

@ Alle
Wisst ihr etwas von Verschleiß durch Korsett? Wenn ja, bitte melden!

LG
Lenaluna
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