Thoraco-lumbale Kypherskoliose durch Spitzfuß, u.s.w. ?

Skoliosen, die als Folge anderer Erkrankungen entstehen (Nerven- und Muskelerkrankungen, Wirbelfehlbildungen usw.)
DudeOfLiberty
Newbie
Newbie
Beiträge: 9
Registriert: Fr, 25.03.2011 - 00:22
Geschlecht: männlich
Diagnose: 2004: "Statisch Dynamische Haltungsinsuffizienz"

2008: "Thoraco-lumbale Kyphoskoliose mit statisch muskulärer Rückenstreckerinsuffizienz"
Therapie: ...
Wohnort: Hagen in Westfalen
Kontaktdaten:

Re: Thoraco-lumbale Kypherskoliose durch Spitzfuß, u.s.w. ?

Beitrag von DudeOfLiberty »

Zur Aktuallität des Jahres 2011, will ich mich hier nochmal melden.. :juggle:

Im März, habe ich in diesem Forum das erstemal was geschrieben gehabt und einiges zum nachdenken gehabt.

Im Juni wurde ich 25 Jahre alt und habe daher nun mehr Geld, als zuvor in der Hand.
Nachdem ich einige Wochen zuvor von der Krankasse gesagt bekommen habe, dass mir nur der Orthopäde, bei dem ich in "Behandlung" bin, erst eine Überweisung in eine Reha nach Schroth verschreiben könnte, "wenn die Behandlung der KG nichts bringen würde", war ich nochmal bei dem Orthopäden gewesen.

Ich habe ihn auch auf Katharina Schroth nochmals angesprochen, jedoch war er wieder nicht bereit gewesen ein Gespräch darüber vernünftig zuführen.
Nachdem ich aus seinem Behandlungszimmer raus war und an der Info in der Praxis ihm nochmal gegenüberstand, habe ich auch noch explizit gefragt, wie viel Grad denn meine Kyphoskoliose hätte, worauf er sagte, "dass das wohl nicht soviel sein würde". Dass er das aber nicht nachgemessen hat und mich damit im dunkeln stehen gelassen hat, ist schon komisch und zeigt für mich seine Inkompetenz.

Nun gab er mir zum dritten Mal eine Überweisung in KG, die für 1 1/2 Jahre für jeweils zwei Wochen angesetzt wurde.
Im Juni war ich daher bei einem Zentrum für KG und habe dort vertraglich abgemacht, dass ich alle zwei Wochen Gruppe-KG bekommen würde - obwohl ich das eigentlich nicht so wollte, aber muß man hier nehmen was man bekommt - wusste sonst nicht wohin.
Daraufhin wartete ich sage und schreibe 3 Monate (!), bis ich von dem Rehazentrum angerufen wurde und mitgeteilt bekam, dass ich aus Gründen, die mir noch nicht erläutert wurden, nur einmal die Woche zur KG kommen könnte. :rolleyes:

Als ich allerdings das einemal an einem Montag da war und fast eine Stunde die Dinge machte, die der KG-Gruppe vorgemacht wurden, war ich für den rest der Woche hinüber bzw. erschöpft !
Es gab da das Erlebnis, dass man bei einer Trainingsart auf dem Bauch liegen und den Brustkorb anheben musste. Dabei habe ich übelst viel Kraft versucht zu verbauchen, die ich nicht hatte und merkte wie anstregend das alleine schon war. Schon bei kleinen Anstrengungen, bin ich schnell fertig gewesen, so z.B. mit der Luft, was sich auf dem Kreislauf auswirkt, z.B. wenn man sich bückt und wieder aufsteht. Also ist die Bewegung ziemlich beeinträchtigt. Treppensteigen ist u.a. auch sehr anstregend geworden.. :(

Wegen Personalmangel (bei diesem 400€-KG-Job), wurde der nächste Termin der KG dann abgesagt und seitdem habe ich auch keine Lust mehr gehabt mich durch falsches Training und inkompetenz kaputt machen zulassen, denn denke ich, dass die keine Ahnung haben.

Deshalb habe ich mir das Buch "Ich habe Skoliose" gekauft und fand es echt verblüffend wie sehr ich mich darin wiederfinden konnte.

Nun. In der nächsten nahe liegenden Zeit, werde ich mich darum bemühen, nach Dr. Hoffmann in Stuttgart hinzukommen, auch wenn dann das ganze Geld fast dafür drauf gehen wird - Egal, hauptsache der ist Kompetent und kann mir meine Fragen richtig beantworten, dass ich endlich weiß wo ich ganz genau dran bin und wo ich mich orientieren kann.

Vielleicht ist das auch noch angebracht zu schreiben...
Schmerzen, fühle ich oft u.a. hinten im Beckenbereich und hin und wieder kneift das seit kurzem auch im Bereich der Rippen. :/
Und nachdem ich das Training der KG zu hause nachmachte, weil das einmal wegen Personalmangel ausfiel, habe ich die Tage danach in beiden Kniekehle Schmerzen gefühlt - gerade austrecken konnte ich die Knie, noch weniger als sonst! Das zeigt mir dass das der falsche weg zur Gesundheit ist.
Vor kurzen habe ich auch mal andere Schuhe angehabt, die eine sehr flache Sohle haben, wovon ich beim laufen u.a. in den Füßen schmerzen bekam. Bei diesen sportlichen Schuhen habe ich aber auch gemerkt, dass ich dadurch Schmerzen von der Kniekehle bis in die Waden bekam, wodurch ich auf dem Nachhauseweg fast nicht weiterlaufen konnte und öffters mich an einer Wand oder ähnlichen kurz anlehnen musste. Das ist neu für mich, aber mit den anderen Schuhen, die eigentlich für Sicherheitspersonal gemacht wurden, habe ich, wie ich das empfinde, keine Probleme.

Sobald ich mehr weiß oder hier was beantworten kann, werd ich mich auch nochmal melden.. ;)

MfG, DudeOfLiberty
:kleeblatt: "Die Wahrheit ist eine unzerstörbare Pflanze. Man kann sie ruhig unter einen Felsen vergraben, sie stößt trotzdem durch, wenn es an der Zeit ist." -Frank Thiess
DudeOfLiberty
Newbie
Newbie
Beiträge: 9
Registriert: Fr, 25.03.2011 - 00:22
Geschlecht: männlich
Diagnose: 2004: "Statisch Dynamische Haltungsinsuffizienz"

2008: "Thoraco-lumbale Kyphoskoliose mit statisch muskulärer Rückenstreckerinsuffizienz"
Therapie: ...
Wohnort: Hagen in Westfalen
Kontaktdaten:

Re: Thoraco-lumbale Kypherskoliose durch Spitzfuß, u.s.w. ?

Beitrag von DudeOfLiberty »

:oha: Ein sinnfreier Satzbaufehler hat sich trotz Überprüfung gleich zweimal reingeschlichen !
DudeOfLiberty hat geschrieben: ...eine Überweisung in KG, die für 1 1/2 Jahre für jeweils zwei Wochen angesetzt wurde...
...dass ich alle zwei Wochen Gruppe-KG bekommen würde...
Ich meinte bei beiden Sätzen natürlich zwei Termine pro Woche !
:kleeblatt: "Die Wahrheit ist eine unzerstörbare Pflanze. Man kann sie ruhig unter einen Felsen vergraben, sie stößt trotzdem durch, wenn es an der Zeit ist." -Frank Thiess
Benutzeravatar
Kaffeetrinker
Profi
Profi
Beiträge: 1559
Registriert: Mi, 07.10.2009 - 18:46
Geschlecht: männlich
Diagnose: Hyperkyphose
Stand 2010----74°
Stand 2013----74° (ohne mein zutun)
Gut gehalten :)
Therapie: Korsetttherapie abgebrochen,
Reha BaSa 02/03 2014
es war geil und vermiss die Leute echt :) (und die Quälerei^^)
Wohnort: Südpfalz

Re: Thoraco-lumbale Kypherskoliose durch Spitzfuß, u.s.w. ?

Beitrag von Kaffeetrinker »

Moin,

dann verlier keine Zeit und fahr zu Dr. Hoffmann :)

Ich war vor 2 Jahren in einer unnötigen Reha, mein damaliger Ortho wollt auch nix von Schroth wissen und steckte mich in eine "normale" Reha für Rückengeschädigte.
So naiv wie ich war steckte ich alle Hoffnung darein, habe aber schon nach einer Woche gemerkt dass das wohl null bringen würde was auch so war und durch das Gerätetraining mir noch zusätzlich die ganzen Strukturen verkürzt habe :<

Dann war ich bei Dr. Hoffmann, umd es abzukürzen , meine Papiere für Bad Salzungen sind noch im Umlauf, mal schauen ob da gleich ne Ablehnung kommt weils noch keine ganzen 2 Jahre her ist wegen der letzten Reha.
Aber da meine Umschulung gefährdet ist, werden sie hoffentlich einsehen dass die Reha sehr nötig ist.

Gruß
socke
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 417
Registriert: Di, 20.09.2011 - 20:34
Geschlecht: männlich

Re: Thoraco-lumbale Kypherskoliose durch Spitzfuß, u.s.w. ?

Beitrag von socke »

DudeOfLiberty hat geschrieben: Nachdem ich aus seinem Behandlungszimmer raus war und an der Info in der Praxis ihm nochmal gegenüberstand, habe ich auch noch explizit gefragt, wie viel Grad denn meine Kyphoskoliose hätte, worauf er sagte, "dass das wohl nicht soviel sein würde". Dass er das aber nicht nachgemessen hat und mich damit im dunkeln stehen gelassen hat, ist schon komisch und zeigt für mich seine Inkompetenz.
:lach: Kenn ich. "Sie haben irgendwie nen Rundrücken, gehn sie mal schwimmen". Glaub mir, alle Wege führen nach Leonberg ;) Bin jahrelang undiagnostiziert geblieben weil sich Orthopäden auch auf mehrfache Nachfrage weigerten (!) eine seitliche Aufnahme im Stehen zu machen. Auch wenn man manchmal hört, dass ein Orthopäde "gut" sei, heisst das nicht unbedingt was. Vielleicht hat er mal irgendwo nen Glückstreffer in puncto Rücken gehabt (beim Hexenschuss o.ä. kann eine Spritze ja wirklich helfen), oder kennt sich vielleicht gut mit Knie, Schulter, Füße etc. aus. Ich hatte jeden "guten" Orthopäden im Umkreis durch und war danach so weit wie vorher.

Das Thema Rücken scheint für die meisten Orthopäden ein Buch mit sieben Siegeln zu sein, auf dass sie meist schon gereizt reagieren.

Daher fahr auf jeden Fall nach Leonberg. Da Geld gerade ein Problem ist, folgender Hinweis: Google nach "mitfahrzentrale", da kannst du mit etwas Fleiß und Glück für unter 100 Euro dahinkommen, dazu die Pauschale von 65 Euro. Vielleicht musst du eine Nacht dort verbringen, aber es gibt eigtl in jeder Stadt Hotels mit Übernachtung/Frühstück für ~25 Euro. Da wirst du natürlich keinen Bademantel mit deinen Initialen bekommen, aber zum Pennen reicht das.
Gibt glaube ich auch im Internet entsprechende Börsen für Übernachtungen, aber ob du dich darauf einlassen willst bleibt dir überlassen.

Für unter 200 Euro kriegst du dann jedenfalls ne kompetente Diagnose. Und falls außer dem Rücken noch etwas anderes anliegt, wird Dr. Hoffmann sicher nicht mit einer Überweisung geizen. Da deine Lebensqualität scheinbar stark leidet, muss es dir das wert sein. Es mag für dich wirklich viel sein, aber du solltest es tun. Deine Erwerbsfähigkeit ist ja offenbar auch gefährdet bzw. nicht mehr in vollem Umfang gegeben, daher es ist ja auch eine Investition in deine Zukunft.

Deine anderen Symptome hören sich für mich als Laien so an, als wären sie zumindest teilweise Nervenbedingt/psychisch bedingt. Damit will ich dich nicht auf die Psychoschiene schieben, auf gar keinen Fall. Da es dir schon so lange schlecht geht, kann es gut sein dass dein Körper jetzt anfängt auch an anderen Stellen "auszufallen". Mein Hausarzt meinte mal, dass längere Krankheit oder chronische Schmerzen "ganz verrückte" Symptome auslösen können.

Ich hab auch noch das eine oder andere Symptom außer Rückenschmerzen (Schwindel, zittrige Hände, Kribbeln in den Füßen etc.), aber bevor ich dafür entsprechende Fachärzte aufsuche, warte ich erstmal ab wie sich das entwickelt wenn ich mit der Rückenbehandlung anfange.

Möglicherweise bessert sich die eine oder andere Beschwerde ja bei dir, wenn du erstmal dein Rückenproblem angehst. Ich drücke die Daumen.
seitdem habe ich auch keine Lust mehr gehabt mich durch falsches Training und inkompetenz kaputt machen zulassen, denn denke ich, dass die keine Ahnung haben.
Gute Entscheidung, hätte ich auch früher treffen sollen.

Zum Thema Novotergum geb ich jetzt auch mal meinen Senf dazu: Hab auch ein Rezept bekommen mit dem expliziten Hinweis, dieses auch bei Novotergum einzulösen (Gewinnbeteiligung? wer weiss...).

Habs ausprobiert, da ich (außer in diesem Forum ;) ) viel Gutes darüber gelesen hab und damals auch noch undiagnostiziert war. Ende vom Lied ist gewesen, dass ich nach 4 Behandlungen abgebrochen habe.

Grund:
- Es wird einfach immer das Standardprogramm durchgezogen, dass der Computer ausspuckt. Ohne den Patienten anzuschauen. Das ist ja erstmal ein "nettes" Gimmick, dass man einen Zettel mit seinen Defiziten bekommt. Aber welcher Computer kann denn nur anhand von Kraft- und Beweglichkeitsdaten ein passgenaues Programm für den Einzelnen Patienten erstellen?

Folgendes hypothetisches Beispiel: Patientin A ist ein 14jähriges Mädchen mit starker Kyphoskoliose. Patient B ist ein 50-jähriger Informatiker, der seit 30 Jahren Sport meidet und der dazu gezwungen ist 12 Stunden am Tag zu sitzen.

Der Computer wird bei beiden Patienten deutliche Defizite bzgl. Beweglichkeit und Kraft in LWS/BWS ausspucken. Für beide wird der gleiche Trainingsplan erstellt. Patient B mag das helfen, aber was ist mit Patientin A? Sie fixiert ihre Fehlhaltung mit Muskeln.

Ich halte das ganze Prinzip für völligen Murks. Es mag die "Rückenbedürfnisse" von 90% der Bevölkerung abdecken, aber was ist mit den 10% die dadurch alles noch schlimmer machen? Ich finde es unverantwortlich, ohne konkrete Diagnose nur an Hand von Messdaten einen Plan zu erstellen. Da mögen die Maschinen von mir aus 100.000e von Euro kosten, das allein macht nicht die Qualität einer Behandlung aus.

Dazu kam in meinem Fall noch, dass teilweise während einer einzigen KG-Stunde 3mal der Therapeut wechselte. Für die Dehnübungen habe ich einen Zettel bekommen und sollte das dann einfach nachmachen, während meine "Betreuung" mit einem anderen Patienten gequatscht hat. Hatte ziemlich schnell den Kaffee auf.

Naja, soviel dazu. Es mag dem Normalbürger helfen, aber für verformte Menschen ist das nichts.
Antworten