Skoliose mit 22 und keine Lust mehr

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OberTasse

Skoliose mit 22 und keine Lust mehr

Beitrag von OberTasse »

Hallo,

ich bin 22 Jahre alt und habe vor einem 3/4 Jahr die Diagnose der Skoliose LWS bokommen. Vor einem halben Jahr hatte ich nachts einen Anfall, wo ich mich gar nicht mehr bewegen konnte. Es wurde die Skoliose BWS festgestellt. Mein damaliger Orthopäde meinte das wäre alles lächerlich und ich müsste mich damit abfinden das ich für den Rest meines Lebens an Schmerzmittel gebunden sei. Ich bin aber Arzthelferin und will mich damit nicht abgeben. Das war Anfang Oktober 2004. Bin dann zu meinem Hausarzt der mir ein CT verschrieb. Siehe da, Bandscheibe L4/L5. Mit diesen Bildern wurde ich zu dem Orthopäden zurückgeschickt. ( Ich muss dazu sagen er wollte mir kein CT verschrieben, weil er das für Quatsch hält. DIe Schmerzen und die eingeschränkte Bewegung würde nur von den Skoliosen kommen. Ich sollte Sport machen, dann wird alles wieder gut. Wenn ich das aber nicht mache lande ich in spätestens 2 Jahren im Rollstuhl.)

Nun denn, ich bin dann mit den Bildern und dem Befund bei ihm eingelaufen. Er wusste nichts mit den Bildern anzufangen, schaute in den PC und schrie mich an was da denn solle von wem ich das CT hätte, er wäre doch dagegen gewesen, das wären unnötige Strahlen und dabei wäre doch sowieso nichts rausgekommen. Als ich ihn dann nach der Bandscheibe L4/L5 fragte lachte er mich aus und sagte er hätte mich jetzt durchschaut. Ich würde von Arzt zu Arzt laufen um das zu bekommen was ich will. Und nur zu meiner Info: Bandscheibenvorfälle hätte jeder und meine Skoliosengradzahlen würden auch nur oben und unten je 7°C betragen, das wäre lächerlich. Ich solle auch nun seine Praxis verlassen, er will Meschen wie mich nicht behandeln ich solle mir einen neuen Arzt suchen.

Da stand ich dann. Ich habe vor der Praxis erstmal einen Heulkrampf bekommen, weil ich nicht mehr weiter wusste. Mein Freund hat mich dann überredet zu meiner Arbeit zu fahren und das mit denen durchzusprechen und nach Rat zu fragen, da es ja auch 3 Ärztinnen seien. Gesagt, getan. Meine Chefin empfohl mir mich bei einem Belegarzt im Krankenhaus zu melden, er dürfte zwar nicht behalndeln aber eine 2. Meinung abgeben. Und er wäre der Beste Orthopäde den sie kennt. Also ab zu ihm.
Er untersuchte mich, schaute sich die Bilder und den Bericht an, sagte mich dann er hätte eine Aufgabe für mich. Ich solle meine Koffer packen. Er würde mich gerne stationär aufnehmen, da bei mir viel verschlammt wurde und einiges im Argen liegt.

Stationär wurde dann Fango, Krankengymnastik, Wassergymnastik, Strom, Massagen, Einzeltherapie und Schmerztherapie gemacht. Ich bekam jeden Tag Tabletten und eine Spritze mit 7ml Betäubungsmittel ins ISG. Es wurde dann festgestellt das die Skoliose LWS 21°C beträgt und BWS 20°C. Dazu kommen Rippenwülste ( keine Ahnung was das ist), muskuläre Insuffizienz, Reizung des ISG, Beckenschiefstand von 1,5 cm, Bandscheibe L4/L5, dieverse Verhärtungen und Versteifungen der Wirbelsäule, eine Hyperlordose, und alles mögliche sonst noch. Ich wurde dann im Anschluß ans Krankenhaus in die Reha geschickt. Für drei Wochen, wurde aber nach der ersten Woche um eine Woche verlängert, weil die dortigen Ärzte einiges bei mir im Argen sahen, wo Handlungsbedarf bestand. In den ersten 2 Wochen ging es von den Schmerzen her, dann wurde es immer Schlimmer. Dann kam raus das die mich drei Wochen lang in die falsche Gruppen gesteckt habe. Die hätte ich gar nicht mitmachen dürfen, weil ich dazu gar nicht in der Lage bin. Und die Schmerzen wurden schlimmer.

In der letzten Woche kam ich in die einfachste Gruppe, in die ich von vorneherein reingemusst hätte. Wir sollten dann Lockerungsübungen machen. Kreisende Beckenbewegungen. Es knackte 4x in der LWS, es strahlte aus in beide Beine und das wars dann mit dem laufen. Seitdem kann ich das rechte Bein nicht mehr belasten. Ich bekam einen Tag vor meiner Abreise Gehilfen und mir wurde nahegelegt, das ich Berufsunfähig sei und mich schon mal mit dem Gedanken der Rente anfreunden soll.
Wieder zuhause, lief ich von einem Arzt zum anderen. Der eine zog mir an beiden Beinen und meinte es wäre nur mein Ischias entzündet, ich solle Mophium nehmen, dann würde es besser gehen. Mittlerweile bin ich bei einem guten Orthopäden angelangt. Er klärte die Nerven ab, wo nichts rauskam und will nun noch abklären ob es nicht vielleicht eine Abart des Morbus Bechterew ist, da meine ganze Familie Bechterew, MS, Arthritis, Arthrose und Rheuma hat.

Aber was wenn es das auch nicht ist?
Alle sind mit ihrem Latein am Ende. Ich auch.
Keiner kann mir eine Diagnose stellen die mir sagt warum ich mein Rechtes Bein nicht mehr belasten kann.
Mir wurde Tilidin gegeben, weil Tramal zu schwach ist und ich Morphium abgelehnt habe.
Werde mich aber wahrscheinlich im Januar nochmal bei dem Arzt im Krankenhaus vorstellen.
Ach ja, einen Antrag beim Versorgungsamt sollte ich auch stellen. Mir wurde von den Ärtzen gesagt das ich warscheinlich mühelos 80% bekommen werde.

Nun frage ich euch, was haltet ihr davon?
Hat vielleicht einer einen Tip parat?
Mittlerweile bin ich am Ende, die Leute auf der Straße beschimpfen mich, aber nur die Alten und Ausländer, meine Familie wendet sich langsam ab, da sie der Meinung sind ich simuliere, obwohl ich davon keinen Vorteil hätte. Krankengeld bekomme ich immer noch nicht, da meine Chefinnen noch nicht den Antrag der Krankenkasse ausgefüllt haben. Ich habe Schmerzen und bin psychisch am Ende. Ich gebe zwar nicht auf, aber ich weiß langsam nicht mehr wogegen ich kämpfen soll, ohne Diagnose.

Würde mich über Antworten freuen.
Gruß
Yvonne
;(
Mellie26
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Beitrag von Mellie26 »

Hallo Yvonne...
als allererstes würde ich Dir raten,Dich mal bei Dr.Steffan oder Dr.Hoffmann zu melden... hol Dir dort einen Termin,um genaueres bezüglich deiner Skoliose abzuklären.. denn irgendwie liest sich Dein Bericht,als wenn jeder Arzt Dich als Versuchskaninchen ansieht... dann würde ich Deinen cheffinnen mal Druck machen,wieso sie den Antrag noch nicht fertig haben,denn irgendwovon musst du ja auch leben...
Den ersten Ortophäden würde ich evtl sogar schon fast anzeigen..sorry aber so was dreistes..
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Yvonne,

wie Mellie schon schrieb, höchste Zeit, einen Spezialisten aufzusuchen.

Zu Dr.Steffan:
1. kein niedergelassener Arzt, braucht Überweisung vom Orthopäden zur Skoliose-Sprechstunde. Da müsstest Du Dir einen "willigen" suchen.

2. unbedingt WS Ganzaufnahme machen lassen und mitnehmen
notfalls geht es auch mit allen anderen Aufnahmen

3. leider lange Wartezeit von 2-3 Monaten

Gruss
Klaus
Wolfi
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Seit 2003 das 4. Rahmouni
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Beitrag von Wolfi »

Hallo Yvonne,

Deine Ärztetour klingt ja wie der übelste Albtraum.

Du mußt schnellstmöglich zu einem wirklichen Spezialisten, der sich mit Wirbelsäulen auch auskennt.

Für Doc Hoffmann bräuchtest Du nicht einmal eine Überweisung von einem Facharzt, da er ein niedergelassener Orthopäde ist und wenn Du Deine Problematik am Telefon erläuterst, lassen die Dich auch sicherlich keine 2 - 3 Monate warten.

Tel. Nr. gibt es unter Links & Adressen. Am besten öfters anrufen, weil sehr oft belegt ist oder ein Fax schicken.

Viele Grüße!
Wolfi
tinih1984
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Beitrag von tinih1984 »

hallo,
habe in vor einer Woche bei dr. hofmann angerufen und für 24.01 einen termin also solange kann die wartezeit nicht betragen.
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Yvonne,

ich weiß leider nicht wo Du wohnst - vielleicht hatte ich es überlesen? Mit dieser vielschichtigen Problemlage ist für die Skoliose sicherlich Doc Hoffmann eine erste Anlaufstelle. Für den Rest würde ich Dir gerne einen Schmerztherapeuten empfehlen... Vielleicht bekommst Du dort auch einen Termin am 24.01.???? Ich denke, das wichtigste ist, für die Diagnosestellung und notwendige Untersuchungen einen kompetenten Manager zu haben - überflüssige Arztbesuche und Fehldiagnosen müssen eigentlich nicht sein, wenn sich einer die Mühe gibt und die Zeit nimmt, um das komplizierter Zusammenspiel unseres Bewegungsappartes ordentlich anzugucken und die Schwachstellen enlarvt. Und ich hätte dann noch einen sehr guten Physiotherapeuten - von ihm halte ich mehr als von jedem Orthopäden: Der guckt, wie ich stehe und wie ich mich bewege und sieht, wo er und ich weiter arbeiten müssen.

Ich wünsche Dir nur das Beste und vor allem baldige Klarheit,
Grüße
*Katrin*
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Yvonne,

jetzt bin ich endlich dazu gekommen, deinen Beitrag zu lesen, und ich bin sehr betroffen. Gerade wenn man so jung ist, ist das sehr belastend, in eine so ungewisse Zukunft zu blicken.

Dr. Hoffmann ist ein exzellenter Orthopäde. Allerdings ist er auf Skoliosen/Kyphosen spezialisiert. Doch ich denke auch, dass du ihn aufsuchen solltest.

Was die Abklärung von Rheuma betrifft, gibt es bei http://www.rheuma-online.de ein sehr aktives Forum. Falls du zu einem Rheumatologen gehst, gehe bitte zu einem internistischen Rheumatologen, weil er umfassender untersucht als ein orthopädischer Rheumatologe. Im Rheuma-Forum kannst du nach einem Rheumatologen suchen.

Eventuell würde der Besuch bei einem Osteopathen auch weiterbringen, aber bitte achte auf dessen Ausbildung.

Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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OberTasse
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Vielen Dank

Beitrag von OberTasse »

Hallo ihr alle,

ich muss sagen das ich mit sovielen netten Antworten und hilfreichen Tips nicht gerechnet habe.
Zu Mellie26:
Ich denke ich werde mich mal schlau machen bezüglich Dr. Hofmann. Den Arzt zu verklagen habe ich schon überlegt, aber da ich ja auch beim Arzt bin rechne ich mir da keine Chancen aus, ausser das ich schlecht da stehe bei der Ärztekammer, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Trotzdem Danke.
Zu Klaus:
Das mit der Überweisung zu einem Belegarzt ist kein Problem, die brauchte ich ja für den Krankenhausarzt auch. Komplette WS Aufnahmen habe ich im Krankenhaus bekommen. Daraufhin haben die erstmal das Ausmaß gesehen und mir gesagt das ich fanz schön "kaputt" bin. Und das mit der Wartezeit nehme ich gern in Kauf. Vielen Dank.
Zu Wolfi:
Ich werde mein bestes tun, vielen Dank für den Tip wo ich die Adresse herbekomme, ohne den, wäre ich wahrscheinlich aufgeschmissen gewesen. Danke.
Zu tinih 1984:
Ich denke wenn man seinen Fall richtig schildert und eventuell auch ein Quentchen Glück hat, dürfte es kein Problem sein unter 3 Monaten mit einem Termin zu liegen, und selbst wenn ich solange warten muss, werde ich eben warten. Wenn ihr alle so große Stücke auf ihn haltet muss er ja gut sein.
Zu Gast Katrin:
Einen super Physiotherapeuten habe ich auch. Als er mich beim ersten Termin untersucht hat und sich meine Geschichte angehört hat, hat er sofort bei einem Orthopäden angerufen und für den nächsten Tag einen Termin vereinbart, das er nichts mahcne wollte bis sich ein Fachmann das mal richtig angesehen hat. Dieser Orthopäde hat mich ja dann zum Neurologen geschickt und kam als einzigster auf die Bechterew Abart. Mal sehen was draus wird.
Zu Dalia:
Das mit dem Osteopathen wurde mir in der Reha auch geraten. Mal sehen was sich da in meiner Gegend machen lässt. Das er Arzt auf Kyhosen mit spezialisiert ist, finde ich gut, da ich auch eine habe. Danke für den Tip mit dem internistischen Rheumatologen.
Danke an alle
Gruß
Yvonne
Chaney
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Beitrag von Chaney »

Hallo Yvonne,

ein erneuter Bandscheibenvorfall während dieser Reha ist bei Dir ausgeschlossen worden (z.B. per MRT)?

Gruß
chaney
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stonewoman
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Beitrag von stonewoman »

Hallo Yvonne,

ich kann mich Dalia nur anschliessen. Ein Osteopath könnte dir gerade jetzt in der Akut-Phase sehr weiterhelfen....

Hier findest du Infos zur Osteopathie:
http://www.hirzig.de/

Und hier gibt es Therapeutenlisten:
http://www.osteopathie.com/therapeutenliste.html
http://www.osteopathie.de/start.html (gelber Button)

Besonders bei akuten Schmerzen und bei meinen ISG-Problemen mit Lähmungserscheinungen hat mir der Osteopath (vor OP) sehr gut geholfen. Versuchs mal, wird dir bestimmt gut tun.

Liebe Grüße, Stoni.
OberTasse
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Beitrag von OberTasse »

Hallo,

ja, es wurde ien MRT gemacht als ich wieder da war. Da fand sich aber keine Veränderung. Der Bandscheibenvorfall war so wie vorher auch, die Spinalkanalverengungen waren auch gleich. Das Problem ist, das ich in der Nähe keinen Osteopathen habe. Von daher muss ich erstmal sehen was sich da machen lässt. Ich werde erstmal zum Rheumatologen gehen und sehen was er sagt und machen kann.

Gruß
Yvonne
Chaney
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Beitrag von Chaney »

Hallo Yvonne,

Du kannst Dir auch manuelle Therapie verschreiben lassen. Ist (fast) dasselbe wie beim Osteopathen, gibt es aber auch nur in Einheiten von 6x wie bei der Krankengymnastik (wie dort gegen Selbstbeteiligung), es sei denn, Du hast eine Langfristverordnung bekommen.

Gute Besserung!
Chaney
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Chaney,

ich kenne mich mit Ostheopathie nicht aus, aber ich persönlich finde Manuelle Therapie in diesem Fall nicht geeignet, weil es bei dieser Therapieform nur um die Beweglichkeit der Gelenke geht, aber die Organe bleiben dabei außen vor. Ich hatte bei zwei verschiedenen Ärzten eine Zeitlang Manuelle Therapie. Ein falscher Griff und man hat noch mehr Schmerzen... für mich war es das Richtige, aber für Yvonne glaube ich nicht. Ich glaube, da ist Osteopathie die einzige "Wahl".

Liebe Grüße,
Dalia
Zuletzt geändert von Dalia am Mo, 03.01.2005 - 14:11, insgesamt 1-mal geändert.
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stonewoman
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Beitrag von stonewoman »

Chaney hat geschrieben:Du kannst Dir auch manuelle Therapie verschreiben lassen. Ist (fast) dasselbe wie beim Osteopathen...
Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht und ist sicher nicht miteinander zu vergleichen!

@Yvonne: Sonst schau mal in die gelben Seiten, vielleicht findest du dort einen Osteopathen. Er muss aber unbedingt die 5jährige Ausbildung haben (das kann man auch am Telefon fragen).
Chaney
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Beitrag von Chaney »

Hallo,

mir schienen die Inhalte doch verwandt zu sein. Aber das müssen wir hier (in diesem Thread) nicht diskutieren.

Gruß
Chaney
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Katha
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Beitrag von Katha »

Hallo,

ich würd an deiner Stelle nicht verzweifeln, auch wenn alles so plötzlich gekommen ist. So arg scheinen deine Winkel der Skoliose nicht zu sein und außerdem bist du noch relativ jung... (Ich würd dies nicht schreiben, wenn ich nicht vor einem halben Jahr in einer ähnlichen Situation gewesen wäre, mir gehts langsam aber sicher auch wieder besser...)
Wie auch schon die anderen geschrieben haben, würd ich mir als erstes ganz schnell einen kompetenten Orthopäden suchen.
Bezüglich der Schmerzen bzw. eingeschränkter Bewegungsfähigkeit habe ich gute Erfahrungen mit Osteopathie in Kombination mit der Behandlung durch einen Dorn-Therapeuten gemacht. Das hilft zwar nicht gegen die Ursache der Probleme aber durchaus erstmal gegen die Auswirkungen.

Gute Besserung wünsch ich dir!
Katharina
Sweetheart
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Beitrag von Sweetheart »

Hallo Obertasse,
klar gibt es bei uns gute Osthepaten, in Dinslaken z.B., frag mal hier die Gruseline
Aber auch fähige Orthopäden, war nämlich heute bei einem: Dr. Colemont in Bochum wittener str. 186 , sehr netter Doc., wird hier auch empfohlen bei den Links
stonewoman
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Beitrag von stonewoman »

Chaney hat geschrieben:mir schienen die Inhalte doch verwandt zu sein. Aber das müssen wir hier (in diesem Thread) nicht diskutieren.
Hallo Chaney,

Die Ansätze sind vielleicht ähnlich, so ähnlich wie sich ein Urologe und ein Nefrologe sind, und sie tuen beide was völlig unterschiedliches. Und darüber braucht man auch nicht diskutieren, weil es Tatsachen sind. Nur, wenn du nicht soviel darüber weist, lass es doch andere erklären.

Das soll nicht böse gemeint sein.

Liebe Grüße, Stoni.
OberTasse
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Beitrag von OberTasse »

Hallo,

@Chaney:
Manuelle Therapie nutzt bei mir gar nichts, habe ich schon so oft bekommen und es hat immer nur alles verschlimmert. Ich bekomme im Moment eine D1 Verordnung. Das ist genau das Richtige für mich, da der Krankegymnast nicht 100% darauf aus ist das zu machen was die Verordnung vor sieht, sonder er macht das was mir hilft und was ich kann. Da bleibt zwar nicht viel,aber immerhin.
@Katha:
Es geht nicht draum das meine Winkel nicht so ausgeprägt sind das man nur noch operieren kann, das Problem bei mir ist das Zusammenspiel von allen Sachen. Über die Skoliose allein würde ich wahrscheinlich lachen, aber alles zusammen macht mir die Hölle heiß. Ich kann mein rechtes Bein nicht belasten, nicht richtig laufen. Ich kann mich nicht alleine aus ziehen oder irgendwas machen, ich kann noch nicht mal alleine einkaufen.
Wenn du in einer ähnlichen Situation warst, heißt das ja nicht das du das hast was ich habe und das dann logischerweise auch nicht 100% nachfühlen kannst. Ich weiß ja nicht wie es aussieht mit beschimpfungen auf der Straße von Wildfremden Leuten oder wenn sich deine Familie abwendet weil sie keine Erfolge sieht. Ich bin zwar psychisch kein labiler Mensch, aber das zerrt schon an den Nerven. Und wie schon geschrieben habe ich im Moment einen guten Orthoäden der sich wirklich Mühe gibt und mich nicht als bekloppt abstempelt. Trotzdem Danke.
@Sweetheart:
Ich werde mal in den Gelben Seiten nachsehen. Wie gesagt, ein Osteropath wurde mir ja auch in der Reha empfohlen.

Danke an alle!!
Gruß
Yvonne
Karlson vom Dach
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Beitrag von Karlson vom Dach »

Hallo Yvonne,

ich kann mich den anderen nur anschließen: Geh zu Dr. Hoffmann, ich kann ihn auch sehr empfehlen. Er hat bei mir Bechterew und eine beginnende Osteoporose diagnostiziert. Unsere Leidensgenossen haben Dir ja bereits eine Menge Hinweise gegeben, wobei noch niemand auf den Bechterew eingegangen ist. Da ich Parallelen zu meinem Krankheitsverlauf erkenne und Du selbst einen Morbus Bechterew nicht ausschließt, schreib ich noch etwas zu diesem Thema, dass Dir hoffentlich ein wenig hilft....

Vor 10 Jahren hatte ich so extreme Schmerzen beim Gehen, dass ich teilweise nicht einen Fuß vor den anderen setzen konnte – und im Röntgenbild hatte man an den ISG noch nichts gesehen (s. u. !!!!!). Jetzt sind Veränderungen sichtbar. Ich kann Deine Gefühle absolut nachvollziehen.

Hier einige Anmerkungen zu Morbus Bechterew:
Die Ursachen sind unbekannt, von daher gibt es keine „heilende“ Therapie.
Die Krankheit ist in der frühen Phase sehr schwer zu diagnostizieren. Durchschnittlich vergehen zwischen dem Auftreten der Erkrankung und der Diagnose 7 Jahre, wobei gerade die ersten Jahre in der Behandlung besonders wichtig wären. Unglücklicherweise können im Anfangsstadium weder im Blut noch am Röntgenbild Veränderungen festgestellt werden.
Oft haben die Betroffenen Schmerzen bei Ruhe, insbesondere Morgens nach dem Aufstehen, die sich bei Bewegung bessern.
Bei den meisten Bechterew-Erkrankten ist das Gen HLA-B27 positiv, wobei ein positiver Wert auch nur ein wager Hinweis ist, da bei 8% der Europäer der Wert positiv ist. Selbst wenn der Wert negativ ist, kann man trotzdem an M. B. erkranken.
Kinder von Eltern, die an M.B. erkrankt sind, haben ein leicht erhöhtes Risiko, ebenfalls zu erkranken.
Frauen sind übrigens ebenso häufig betroffen wie Männer, nur ist der Verlauf der Krankheit oft schwächer, weshalb die Erkrankung manchmal gar nicht diagnostiziert wird.
Man geht heute davon aus, dass die Psyche den Verlauf der Erkrankung beeinflusst. Oft geht mit dem M.B. eine Osteoporose einher (bin auch davon betroffen)

Es gibt einige Bechterew-Foren (Dalia nannte bereits eines), auf denen Du Dich informieren kannst. Hier die Links:
http://www.bechterew.com/
http://www.morbus.de/
http://www.bechterewforum.de/

Einige Fragen:
Du schreibst, dass Du (Deine WS?) ziemlich kaputt bist. Was meinte der Arzt damit?
Ist Dein HLA-B27 positiv?
Ist bei Dir schon einmal ein Ganzkörper-Szintigramm gemacht worden? Dort erkennt man Entzündungen.
In wie weit ist Deine Beweglichkeit eingeschränkt (Schober/Ott- Werte vorhanden?) ?
Zeichnen sich Deine Knochen im Röntgenbild deutlich ab? (=> Osteoporose)


Sollte bei Dir M.B. vorliegen, ist gerade im frühen Stadium der Erkrankung die KG besonders wichtig!!! Da Du Skoliose hast, solltest Du unbedingt Schroth-KG lernen, wobei Du zusätzlich Bechterew-Gymnastik machen solltest, um die Beweglichkeit von WS und Gelenken zu erhalten. Das sind z.B. Dehnübungen (Gelenke „bis zum Anschlag“ bewegen) und auch Bewegungsübungen (z. B. Kreisen der Oberarme mit Reissäckchen). Das gesamte Programm habe ich auf einer Reha in Bad Salzungen gelernt. Scheue nicht die Einnahme von Medikamenten, da diese die Schmerzen reduzieren und somit die Durchführung der KG ermöglichen.

Ich habe mir gegen meine Kyphose ein Korsett verschreiben lassen, mit dem ich sehr zufrieden bin. Auf die „Entzündungs“-Schmerzen hat mein Plastikpanzer bis jetzt keinen Einfluß, die Schmerzen durch Verspannungen, die durch die Hyperkyphose entstanden sind, sind aber zu 100% weg. Ich kenne mich mit Skoliose nicht aus und weiß daher nicht, ob ein Korsett bei Deinen Werten angebracht ist.
Um einer Osteoporose vorzubeugen, empfiehlt sich die Einnahme von Kalzium und Vitamin D. Vorsicht aber, D ist fettlöslich und kann überdosiert werden.
Um die Entzündungen zu hemmen, kann man Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, die Du in Leinöl (schmeckt furchtbar) und fettem Kaltwasserfisch (z. B. Makrele, Heilbutt) findest. Ferner werden Entzündungen durch Vitamin E und das Spurenelement Selen gehemmt.
Über die orthomolekulare Medizin, also das Heilen mit Vitaminen und Spurenelementen, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch etwas ausführlicher schreiben (Rheumatikern werden noch eine ganze Reihe weiterer Vitamine und Spurenelemente empfohlen).
Dem Hinweis von Dalia, einen internistischen Rheumatologen aufzusuchen, schließe ich mich an. Ich würde vorher aber zu Dr. Hoffmann gehen.

Viel Erfolg,

Karlson vom Dach
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