Taubheitsgefühl, extreme Verspannungen im BWS-Bereich

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
Antworten
Rosenfee
Newbie
Newbie
Beiträge: 41
Registriert: Di, 14.12.2004 - 16:23
Geschlecht: weiblich
Wohnort: Hannover

Taubheitsgefühl, extreme Verspannungen im BWS-Bereich

Beitrag von Rosenfee »

Hallo liebe Foris,

lang, lang ist es her (letzter Besuch 2008 :rolleyes:), dass ich nicht mehr hier geschrieben habe.
Deshalb meine Krankengeschichte in Kurzfassung:

Skoliose festgestellt mit 6 oder 7 Jahren. Ab 11. Lj. Korsett (Rehatechnik Dresden) bis zum 17. Lj.

Chobb-Winkel bei letzter Messung bei Dr. Hoffmann BWS: ca.48°, LWS: ca. 37° (soweit ich mich erinnere)
Reha in BaSa im März 2006, seit Jan 2006 Erwachsenenkorsett von Ramouni (allerdings nach Schwangerschaft derzeit zu "eng" :/ , derzeit einmal wöchentlich Schroth-Gruppe in Hannover.

Nun zu meinen Problemen: Seitdem unser Kind auf der Welt ist (1 Jahr) habe ich oft sehr starke Verspannungen im BWS-Bereich, aufgrund des tragens, die sogar schon dazu führten, dass ich mit stechenden Schmerzen im Brustbereich und starken Atemproblemen in der Notaufnahme im KH landete (Verdacht auf Gallenkolik). Dort stellte man dann fest, dass es "nur" Verspannungen sind und mich mit Paracetamol nach Hause schickte. An Schmerzen bin ich eigentlich gewöhnt, aber diese waren echt heftig und ich bekomme diese jetzt meistens bei den ersten Anzeichen mit Ibu 600 in den Griff. Was mir nun Sorgen bereitet ist, dass in dem BWS-Bereich, in dem die Krümmung und die Verspannung ist, eine Stelle taub ist und zeitweise kribbelt. Egal, was ich mache, es bleibt taub. Das selbe im Fuß. Ich habe seit einiger Zeit einen Senkfuß und angeblich daraus resultierend zwei taube Zehen (besteht da evtl. ein Zusammenhang zwischen Fuß- und Rückenfehlstellungen?). Wegen diesen war ich dann bei einem "Orthopäden", der mir Einlagen für meine Schuhe verschrieb, den Rücken aber weder angeschaut hat, noch irgendwelche Behandlungsvorschläge gemacht hat. Auf meinen Wunsch hin und Erklärung darüber, was Schroth-Therapie ist, schrieb er mir zumindest ein Rezept für KG aus, sodass ich wieder zur Schroth-Gruppe gehen kann. Wenn es meine Zeit erlaubt, gehe ich schwimmen und schrothe nun auch ab und an zuhause, aber ich gestehe, meistens trainiere ich nur in der Gruppe einmal die Woche. Leider sind noch 5kg zuviel auf den rippen, dann paßt auch mein Korsett wieder hoffe ich. Aber ein Allheilmittel ist das sicher auch nicht.

Nun zu meinen Fragen: Da die IBU600 nun langsam nicht mehr helfen, Schroth oft anfänglich mit weiteren Schmerzen verbunden ist und der Weg zu Dr. Hoffmann mittlerweile nach meinem Umzug von München nach Hannover zu weit ist, habt Ihr noch irgendwelche Ideen, was ich noch gegen meine Schmerzen tun kann? Von Orthopäden hier vor Ort wird man nicht ernst genommen (ich bin allerdings auch niemand, der weinend vor nem Arzt sitzen würde, obwohl mir vielleicht so zumute ist) und ich habe einfach Angst, dass es nie wieder besser wird und die Stelle für immer taub bleibt. Würde manuelle Therapie helfen und wenn ja, bekomme ich das neben dem Rezept für Schroth-KG? Was haltet ihr in dem Fall von Osteopathie oder macht man da noch mehr Schaden? Habe mir jetzt von meiner Hausärztin noch ne Überweisung zum Neurologen geholt, nächster freier Termin 6.7.12. Wartezeit von über zwei Monaten. Bis dahin kann doch ein Nerv auch zerstört werden, oder? Naja, lange Rede, kurzer Sinn, wäre schön, wenn jemand mal aus dem Nähkästchen plaudert. Vielleicht hatte ja jemand die selben Probleme und die in den Griff bekommen?
Gesunde haben viele Wünsche, Kranke nur einen...
Benutzeravatar
Silas
Profi
Profi
Beiträge: 3067
Registriert: Sa, 06.11.2004 - 23:34
Geschlecht: weiblich
Therapie: Rahmouni Korsett
Schroth KG

Re: Taubheitsgefühl, extreme Verspannungen im BWS-Bereich

Beitrag von Silas »

Es ist schon mal sehr gut, dass Du Dir eine Überweisung zum Neurologen besorgt hast, Taubheitsgefühle sind immer ein Alarmzeichen.

Der Wartezeitraum ist inakzeptabel. Entweder solltest Du nochmal die Situation beschreiben, um einen früheren Termin zu bekommen oder im Krankenhaus nachfragen, ob die Dich notfallmäßig zwischenschieben können.

Ich halte es für keine gute Idee, nicht mehr zu Rahmouni zu gehen. Mit dem Zug bist Du in 4h bei ihm - das sollte Dir Deine Gesundheit wert sein.
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15225
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Re: Taubheitsgefühl, extreme Verspannungen im BWS-Bereich

Beitrag von Klaus »

Rosenfee hat geschrieben:Auf meinen Wunsch hin und Erklärung darüber, was Schroth-Therapie ist, schrieb er mir zumindest ein Rezept für KG aus, sodass ich wieder zur Schroth-Gruppe gehen kann.
Bist Du in der Podbi REHA?
Gibt es dort Tipps, um auch langfristig KG Verordnungen zu bekommen, also "entsprechend geeignete" Orthopäden?
habt Ihr noch irgendwelche Ideen, was ich noch gegen meine Schmerzen tun kann?
Du könntest z. Bsp. die Schmerztherapeutische Gemeinschafts-Praxis in der Bodestr. (Nordstadt) aufsuchen.
Würde manuelle Therapie helfen und wenn ja, bekomme ich das neben dem Rezept für Schroth-KG?
Wenn es sich um Blockaden handelt, möglicherweise ja. Bei gleicher Diagnose wird es schwierig mit 2 Verordnungen.
Wenn es 2 unterschiedliche Ärzte und Therapeuten sind, wird das wohl klappen, wenn diese jeweils von den anderen nichts wissen, aber formal ist das nicht in Ordnung !
Habe mir jetzt von meiner Hausärztin noch ne Überweisung zum Neurologen geholt, nächster freier Termin 6.7.12. Wartezeit von über zwei Monaten.
Mein Versuch, ein MRT mit einem Neurologen in Hannover abzuklären, hat bei einigen eine Wartezeit von 3 Monaten ergeben, einmal war sogar Aufnahmestopp für neue Patienten. Jetzt kläre ich das erst mal über einen Bekannten, der als Neurologe einen wahrscheinlich anderen Schwerpunkt hat.
Was haltet ihr in dem Fall von Osteopathie oder macht man da noch mehr Schaden?
Wenn Du zufällig bei der Techniker Krankenkasse versichert bist, guck mal bitte hier:
viewtopic.php?f=6&t=23688
und insbesondere hier
viewtopic.php?f=6&t=25191
Der dort von mir erwähnte Osteopath arbeitet nach dem Fasziendistorsionsmodell (FDM) und orientiert sich ganz nach den auftretenden Schmerzen. Du könntest zumindest für 70 € als Privatpatient während ca. 1 Stunde die Wirkung seiner Methode testen. Es gibt allerdings in Hannover auch andere Osteopathen, die auch nach derselben Methode arbeiten incl. der MHH.

Gruß
Klaus
Antworten