Scheuermann - Therapie

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
Marko

Beitrag von Marko »

MH hat geschrieben: Ich möchte mich nochmal wiederholen:

Rechtes Bild 35 Grad

Linkes Bild 60 Grad nach Cobb
Ich finde ehrlich gesagt, dass das Recht Bild nicht nach 35 Grad aussieht :/

Kannst Du es vielleicht nochmal besser aufnehmen?

Danke
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Dalia
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Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Hallo MH,

kannst du nicht die beiden Mini-Bildchen vergrößern, ohne gleichzeitig was wegzuschneiden? Die Vergrößerung des letzten Bildchens wäre zwar gut, aber da ist vom gesamten Rücken recht viel weggeschnitten worden, so dass man nicht richtig miteinander vergleichen kann. :(

Die Verbesserung von 60 auf 35° ist super. :zustimm: Man sieht beim Mini-Bildchen, dass das Hohlkreuz links stärker ausgeprägt ist.

Marko, das Auge kann nur sehr ungenau messen. Viel aussagekräftiger sind Winkelmesser.

Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
abc

Beitrag von abc »

:-)
anteilnehmender beobachte

Beitrag von anteilnehmender beobachte »

Vielleicht müsste mal genau gesagt werden, wie die Winkel bei Kyphose überhaupt auszumessen sind.
Bei Skoliose wird ja jeweils zwischen den Neutralwirbeln gemessen, d.h. dort wo die Links- in die Rechtskrümmung übergeht und umgekehrt.
Wie ist das bei Kyphose? Muss dann dort gemessen werden, wo die Kyphose in die HWS- bzw. LWS- Lordose übergeht?
Soweit man die gezeichneten Linien auf dem Bild überhaupt erkennen kann, ist das hier jedenfalls nicht so gemacht worden. Eindeutig ist eine deutliche Kyphose im oberen Teil der BWS vorhanden, die Linien sind irgendwo darunter .
Regina und Solveig

Beitrag von Regina und Solveig »

Liebe Forumsmitglieder und Gäste,
wir sind zwei Physiotherapieschülerinnen und brauchen eure Hilfe. Wir schreiben eine Facharbeit über die Behandlung des Morbus Scheuermann und brauchen Erfahrungsberichte, ob sich durch Physiotherapie eine Verbesserung einstellt. Ist es bei jemandem vielleicht sogar zur Verschlechterung gekommen nach physiotherapeutischer Behandlung? Welche physiotherapeutischen Methoden sind empfehlenswert, welche weniger?
Für zahlreiche Antworten sind wir euch sehr dankbar.
Gruß,
Regina und Solveig
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Toni
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Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
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Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen!
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Beitrag von Toni »

Hallo Regina und Solveig
DANKE daß Ihr Euch für uns Scheuermänner und Scheuerfrauen interessiert.
Wir Scheuermann-Patienten sind und waren immer die "Stiefkinder" der Physiotherapie.
Es ist niederschmetternd, wie erbärmlich wenig Ärzte, auch Fachärzte für Orthopädie und Pysiotherapeuten über M.Scheuermann wissen.
Selbst in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen ausgebildete Schroth-Therapeuten haben erschreckend wenig Ahnung und kaum Erfahrung mit den sagittalen Indikationen, (Hyper-Kyphosen und Hyper-Lordosen) oder gar mit dem selteneren lumbalen Scheuermann-Typ II , weil die kurze Ausbildungszeit kaum reicht um die Skoliosen in all ihren Variationen ausreichend zu behandeln.
Immer wieder behaupten Ärzte und auch Physiotherapeuten , daß Schroth nur für die Behandlung von Skoliosen geignet sei. Erst kürzlich wieder eine Orthopädin "Expertin" im AOK-Forum.

Frau Lehnert-Schroth selbst hat mir versichert, daß schon ihre Mutter fast von Anfang an die Methode auch sehr erfolgreich bei Rundrücken und Scheuermann angewendet hat und die Methode SCHROTH immer auch für sagittale Indikationen unabhängig von der Ursache der Kyphose/Lordose geeigenet ist.


Regina und Solveig hat geschrieben:Liebe Forumsmitglieder und Gäste,
wir sind zwei Physiotherapieschülerinnen und brauchen eure Hilfe. Wir schreiben eine Facharbeit über die Behandlung des Morbus Scheuermann und brauchen Erfahrungsberichte, ob sich durch Physiotherapie eine Verbesserung einstellt.
Ich bin 51 Jahre alt, habe seit Pubertät einen starken Hohlrundrücken. Scheuermann wurde erst mit 17 im Röntgenbild diagnostiziert. Betroffen ist bei mit die BWS mit einem Kyphosescheitel bei Th 5. Letzte Messungen Dr. Hoffmann und BaSa bei 68° Cobb Kyphosewinkel.
Im Röbi die typischen Scheuermanzeichen: Zerfurchte Wirbelkörperdeckplatten, Schmorlsche Knoten, Keilwirbel und in der BWS kaum noch Wirbelkörperdistanz mit fast "scheuernden" Berührungen der ventralen WK-Kanten.

Typische Symptome beim adulten Scheuermann (Krankenkassendeutsch: Zustand NACH Scheuermann) Blockaden, Intercostalneuralgien, unklare Brustraumschmerzen, "pseudokardiale Schmerzen" Verspannungen, teilweise starke stechende Schmerzen zwischen den Schulterblättern auf Höhe des Kyphosescheitels, Nach SCHOBER/OTT-Messung war ich fixiert.
Lumbal starkes Hohlkreuz und als Folge der Hyperlordose Morbus Baastrup ebenfalls mit starken Schmerzen.
Zeitweise hoher Konsum von Diclophenac und Ibuprophen um überhaupt arbeitsfähig zu bleiben.

Ich habe ca. 18 Jahre lang, vom 34. bis zum 48. Lebenjahr folgende Sportarten und Physiotherapien versucht:
Schwimmen (tut gut, aber nur in Thermalbädern)
Laufen, joggen, (Katastrophe! extreme Schmerzverstärkung!)
Radfahren: Nur in sehr aufrechter Position mit rel. hohem Lenker. Rennradposition oder Versuch mit Liegerad (extrem kyphoisierend): Katastrophe!
Skilanglaufen: Gut, mit Einschränkungen.
Kanuwandern: Im Kajak Katastrophe, im Canadier sehr gut.

Allgemeine Rückengymnastik des örtlichen Sportvereins mit ausgebildeter Gymnastiklehrerin: Teilweise gut, manche Übunggen extrem schmerzverstärkend, einige Übungen und Bewegungsabläufe unmöglich.

Dazwischen auch Versuche mit Yoga-Kurs, Feldenkrais und "5 Tibeter"

Sportstudio Krafttraining, gezieltes Rückentraining, Einweisung durch Physiotherapeuten: Zuerst nur möglich mit Boston-Overlap-Korsett. Manche Übungen und Geräte unmöglich, da extrem schmerzverstärkend, Einweisung war aus meiner heutigen Sicht nicht befundspezifisch und teilweise unqualifiziert. Ich habe selbst schnell gemerkt, was mir guttut und was mir schadet.
Alles was drückt, belastet und staucht schadet.
Alles was streckt, dehnt, zieht und entlastet tut gut.

Dann bei MEDOBS in Wangen
http://www.medobs.de/frames.html
ein spezifisches Rücken-Trainingsprogramm der AOK Allgäu/Oberschwaben ein Jahr lang mitgemacht. Auch hier wieder sehr differenzierte Ergebnisse. Zum teil keine gute Einweisung, kein gezieltes Eingehen auf den befund hochthoraklaler Scheuermann. Im Prinzip haben alle Patienten nahezu das gleiche Standart- Übungsprogramm erhalten, ganz egal ob es sich um einen BSV, Ischias, Hexenschuss, oder sonstige Rückenschmerzen gehandelt hatte. Etwas war aber besser: es wurde dort erstmal verstärkt auf die Bauchmuskulatur eingegangen. Andererseits waren auch Übungen dabei, die eindeutig Kyphose und damit auch die Schmerzen verstärkten.
Ichhatte in diesem Jahr das eindeutige gefühl, daß meine Krümmung weitzer zunahm und die Schmerzen weiter eskalierten. Daher gab ich dort auf. Ich machte auch einen kurzen Versuch bei KIESER in Friedrichshafen, aber das war noch schlechter als MEDOBS, aber viel teurer. Nur das mit dem festgeschnallten Becken habe ich seit KIESER beibehalten.

Dann habe ich KG in Einzeltherapie bei meiner damaligen und wirklich sehr engagierten Physioterapeutin und zu Hause gemacht.
Es war eine Mischung aus BOBATH, BRÜGGER, KLAPP (kriechen)
MT (vorher heiße Rolle, Massagen, DORN usw....)
Es war komisch.
Es hat mir teilweise sehr gut getan, war oft kurzfristig sehr schmerzbefreiend und ich freute mich jedesmal auf die knappe halbe Stunde 2 mal die Woche.
Die Physiotherapeutin gab sich mit mir allergrößte Mühe und behandelte mich erstklassig. Ich war auch fleißig, machte brav zu Hause meine Home-Übungen täglich, ging auch noch ins Sportstudio und trainierte dort, was mir gut tat.

ABER: Ich hatte keinen nachhaltigen Effekt. Im Gegenteil, ich fühlte mich immer buckliger. Die Schmerzen wurden immer noch mehr statt weniger.

Vieles was wir machten hatte das klare Ziel der MOBILISIERUNG.
Immer ging es nur um die BEWEGLICHKEIT der Wirbelsäule und um Kräftigung der Bewegungsmuskulatur.
Regina und Solveig hat geschrieben: Ist es bei jemandem vielleicht sogar zur Verschlechterung gekommen nach physiotherapeutischer Behandlung?
Ja. ich kann klar sagen, daß es bei mir und meiner Frau (auch Kyphose ca. 65° aber ohne jedes Scheuermann-Symptom im RöBi) bei der oben beschriebenen Behandlung weder zu einer Verringerung der Schmerzen noch zu einer Verbesserung des Kyphose-Lordose-Winkels.

IM GEGENTEIL, alles hatte immer weiter in die "Verschlimmbesserung" hineingeführt.
Regina und Solveig hat geschrieben: Welche physiotherapeutischen Methoden sind empfehlenswert, welche weniger?
Die absolute Wende kam eigentlich erst über DIESES Forum!
Keiner der 9 Orthopäden, bei denen ich vorher in Behandlung war hatte mir SCHROTH empfohlen oder verschrieben oder auch nur erwähnt.

Meine Physiotherapeutin kannte zwar Schroth und Bad Sobernheim, hatte damals sogar einen 3-Tage-Schnupperkurs als Vorbereitung/Information zur Schroth-Therapeutin gemacht, hatte aber offensichtlich nicht die geringste Ahnung wie man Schroth-Übungen für Kyphosen-Lordosen aufbaut und einübt.

Ich ging durch die Empfehlung dieses Forums zu Dr. Hoffmann, der mir und meiner Frau sofort Korsette verschrieb und eine Reha in Bad Salzungen unterstützte/beantragte.

Das war die Wende!

Die Physiotherapeutin war zuerst total gegen das Korsett und versuchte mich wieder davon abzubringen. Sie ist die Frau meines früheren und vorletzten Orthopäden und "drohte" mir sogar mit ihrem Mann, der auch ganz gegen die Korsett-Therapie eingestellt war.
Standardspruch: Das bringt nix mehr bei Erwachsenen.

Doch als ich das Korsett hatte und ich weiter zu ihr ging zur KG, da war sie verblüfft und fasziniert, in welch kurzer Zeit sich meine Haltung und mein Rücken veränderte und aufrichtete.
Ich hatte nach 4 Wochen Korsett viel mehr erreicht als ein ganzes Jahr Arbeit bei ihr zuvor. Nun waren reklinierende und aufrichtende Übungen (immer noch kein Schroth!) möglich, bei denen ich vorher nur schmerzverzerrt aufgeschrien habe.

Sie änderte ihre Meinung und Haltung zur Korsett-Therapie völlig und unterstützte mich nun im Korsett-Tragen und übte mit mir z.B. Bewegungsabläufe im Alltag MIT KORSETT. Über meine Erfolge als "fixierter Erwachsener" war sie verblüfft und begeistert!

Das ging noch ca. 2 Monate so und dann kam die REHA in Bad Salzungen.

Ich und meine Frau hatten mit Schroth ein AHA-Erlebnis nach dem Anderen. Die REHA wurde ein voller Erfolg!

Nach der 4-Wochen-Reha hatte ich in der optischen 3-D Vermessung 10° weniger Kyphosewinkel und 10° weniger Lordose.

Das Korsett hing lasch und schlapp an meinem Körper, ich spürte keinen Kyphosepelotten- oder Reklinationspelottendruck mehr und Rahmouni musste das Korsett völlig umbauen, enger machen und massiv verschärfen, daß ich damit eine weitere Korrekturphase erreichen konnte.

Erfolg beflügelt!

Wir lernten sooooo viel, nicht nur Schroth und Atemlenkung, was am Allerwichtigsten war, sondern auch richtiges und befundspezifisches Trainieren mit Sequenzgeräten und hilfreiche Selbstentschmerzungstechniken aus dem Bereich der Kinesiologie (z.B. Anwendung der "Kastanienschlange" usw.....)

Nun wurde mir erstmal völlig klar, was ich und alle meine bisherigen Sportlehrer, Gymnastiklehrer, Krankengymnasten, Physioherapeuten und auch Ärzte bisher FALSCH oder unzureichend gemacht haben.

Ich wurde total wütend bei dem Gedanken, wieviel Jahre und wieviel Schmerzen ich mich sooooo lange umsonst und teilweise mit Verschlechterung geplagt habe und wieviel Geld meine Krankenkasse und ich sinnlos für teilweise schmerzverstärkende Maßnahmen hinausgeworfen haben!
Nur beim Schrothen ging man gezielt und direkt auf die Form und fehlstatik der Wirbelsäule ein.
Systematisch und Schritt für Schritt wurde die für MICH optimale Haltung anhand von vielen verschiedenen Übungen entwickelt und die Korrekturen von der Fußstellung über die Beckenkorrekturen, über die gezielte bewusste Brustkorbformung durch Raffen und Atmung bis zur Kopfhaltung aufgebaut und "einprogrammiert", geübt bis zum Muskelzittern. Erstmalig gelang es mir z.B. die LWS-Lordose UND die BWS-Kyphose gleichzeitig auszugleichen und aus eigener Kraft aufzurichten und das kurz selbst (ohne Korsett!) zu halten.
Das war mir mit KEINER anderen physiotherapeutischen Methode vorher jemals gelungen!

Die Schroth-Reha und das Korsett sind das ALLERBESTE, was mir in meiner ganzen "Scheuermann-Karriere" wiederfahren ist.

Daher engagiere ich mich auch so dafür, daß Andere Mitpatienten nicht auch jahrelang auf Irrwegen und Abstellgleisen verkümmern und verkrümmen.

Meine Grunderfahrung war, daß die meisten angeblichen Fachleute die MOBILITÄT wie eine "heilige Kuh" behandeln und nur der sportliche, super bewegliche und leistungsfähige Patient der Idealpatient ist. Alle waren der völlig falschen Meinung, im Korsett verkommt und verkümmert die Muskulatur und damit auch die ganze Wirbelsäule. Das ist eine völlig falsche Irrmeinung!

Die isometrischen Übungen die NICHT zu mehr Beweglichkeit sondern zu mehr Stabilität, zum längeren Halten der Aufrichtung, zur Entlordoisierung (Schrothsche Beckenkorrekturen) und zur Reklination der BWS-Kyphose führen wurden immer unterschätzt und vernachlässigt.

Stabilität wurden der Mobilität und Flexibilität geopfert.
Es wurde immer nur die Bewegungsmuskulatur trainiert und nie gezielt die autochtone Muskulatur.
Hätte ich so weitergemacht wie die allermeisten Scheuermann-ahnungslosen PT´und KG´s mich behandelt hätten, so hätte ich irgendwann ausgesehen wie ein "buckliger Schwarzenegger" hätte eine sportliche Figur und Power wie ein Bodybuilder, wäre aber mit meiner Wirbelsäule in einem Meer von Schmerz und Tränen versunken!
Das kanns und darfs doch nicht sein!

Das ist fast schon ein Zeitgeist-Phänomen, das sich auch in die Physiotherapie hineinzieht.

Wenn man aber mal neutral betrachtet, was die chirurgische Orthopädie bei Wirbelsäulenproblemen zu bieten hat, ist es genau so.

Bei Fuß-, Knie-, Hüfte-, Schulterproblemen zielt die chirurgische Orthopädie z.B. durch Einbau von Endoprothesen (künstl.Gelenke) nur noch auf die Wiederherstellung der Beweglichkeit ab. Das gelingt der chir. Orthopädie auch sehr gut.

Bei Wirbelsäulen-OP´s ist es genau umgekehrt.
Da hat die chirurgische Orthopädie noch nichts anderes anzubieten als die Spondylodese= Versteifung. Es werden bewegliche Strukturen der Wirbelsäule (Bandscheiben) bewusst zerstört und durch Knochenmasse und Titankörbchen ersetzt.
Man fixiert mit primärstabilen Implantaten und stabilisiert die Wirbelsäulen.
Dort hat man seltsamerweise überhaupt nicht das Ziel der Wiederherstellung der Beweglichkeit sondern das Ziel der ultimativen Stabilisierung, sowohl bei Skoliosen als auch bei Kyphosen und Hyperlordosen.

Da sollte man mal drüber nachdenken, auch IHR angehenden Physiotherapeuten!

Regina und Solveig hat geschrieben: Für zahlreiche Antworten sind wir euch sehr dankbar.
Gruß,
Regina und Solveig
Da bin ich jetzt auch gespannt und freue mich über weitere erfahrungen und eine konstruktive Diskussion!
Gruß Toni
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MH
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Beitrag von MH »

Hallo,

wollt mich auch mal wieder melden.

Mein Kurantrag läuft und ich hoffe er wird genehmigt werden.

Ansonsten trainier ich wenns zeitlich klappt 2-3 mal die Woche um meinen Rücken, auch ohne Schroth, zu stärken.

Auffällig ist jedoch, dass meine Wirbelsäule bzw. eher die umliegenden Bänder und Sehnen deutlich knacken, wenn ich versuche die BWS nach vorne durchzustrecken. Oftmals ergibt sich dann ein befreiendes Gefühl danach. Meine Korrektur von 59 auf ca. 35 Grad konnte ich bisher, zumindest nach eigenen Einschätzungen, ohne Korsett problemlos halten.

Die extremen Schmerzen sind auch weitestgehend weg, nur bei längerem Sitzen in unveränderter Position fangen die Verspannungen an.

Ich wünsche allen Forumsmitgliedern eine geruhsame und schmerzfreie Vorweihnachtszeit. Haltet Euch gerade :-)

Gruß Micha (der diesen Thread als "Gast" 2004 eröffnet hatte)
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Beitrag von MH »

Hallo an alle,

einen guten Rutsch und ein frohes, schmerzfreies neues Jahr wünscht Euch Micha. Vielen Dank nochmal an alle (besonders Toni) die mir in diesem Jahr geholfen haben "gerader" zu werden.

Gruß Micha (der innerhalb dieses Jahres von 60 Grad auf 35 Grad Kyphose gekommen ist :-)
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Beitrag von MH »

Hallo zusammen,

Herr Dr. Hofmann hat folgende Diagnose in den Reha-Antrag geschrieben. Bin jetzt doch irritiert, da mir z.B. die HWS-Protrusion nicht bekannt ist. Oder versucht er durch "leichte Dramatik" in der Diagnose eine schnellere Antragsgenehmigung zu erreichen, habe erst in einiger Zeit den nächsten Termin, daher meine Frage.

Diagnose: Bandscheibenprotrusion im Bereich der HWS, Beinlängendifferenz zu ungunsten der linken Seite, deutliche Rotation mit Rippenbuckel und Schiefhals links. Kyphose, Hyperlordose, Aussenrotation deutlich seitendifferent verändert. Es besteht eine Kyphose von über 50 Grad, im Korsett 33 Grad, im August 05 zeigt eine erneute Aufnahme einen Kyphosewinkel von 35 Grad (!)

Kann mir jemand die Diagnose näher erläutern bzw. die Vorgehensweise von Doc Hofmann diesbezüglich erklären ?!

Gruß Micha
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Beitrag von MH »

Hallo,

hat keiner eine Idee bezüglich Diagnose ?!

Gruß Micha
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Beitrag von MH »

Hallo,

hatte nun einen Termin bei Doc Hoffmann, wurde nochmal 3D vermessen, war über die Ergebnisse etwas enttäuscht, da beim Röntgen im August 05 wesentlich bessere Werte festgestellt worden sind, allerdings kann man lt. Doc Hoffmann die Röntgen-Cobb-Werte nicht mit den 3D Cobb-Werten vergleichen.

Kyphosewinkel

ICT-ITL max - 60,4 Grad
VP-ITL - 52,6 Grad
VP-T 12 - 52,4 Grad

Lordosewinkel

ITL-ILS max - 42,2 Grad
ITL-DM - 35,9 Grad
T 12-DM - 35,8 Grad

Wer kann mir die genauen Gradzahlen nochmals "übersetzen" ?! Doc Hoffmann meinte ich habe meinen Kyphosewinkel von 60 Grad auf 52 Grad verbessert, was bedeuten die anderen Werte ?!

Werd weiter Krafttraining betreiben bis Schroth-Reha genehmigt wird.

Gruß Micha
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Beitrag von MH »

Hallo miteinander,

melde mich nach langer Abstinenz mal wieder. Meine Kyphose lässt mich weitestgehend in Ruhe, eine REHA habe ich aus zeitlichen Gründen immernoch nicht gemacht. Kann mir jemand die Werte von weiter oben einigermaßen deuten?! Das Korsett trage ich nur noch bei akuten Schmerzen.

Gruß Micha
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

eine REHA habe ich aus zeitlichen Gründen immernoch nicht gemacht.......Das Korsett trage ich nur noch bei akuten Schmerzen.
Wie willst Du damit weiterkommen??

Eine "Deutung" Deiner Kyphose Winkel bringt Dir überhaupt nichts, ausser der Tatsache, das Du Schroth und Korsett intensiv kombinieren solltest, damit es nicht schlimmer wird.
Deine Situation erfordert das dringend!!

Gruss
Klaus
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Beitrag von MH »

Servus Klaus,
da hast Du sicherlich Recht. Im Moment ist allerdings eine stationäre Reha schwer möglich, es sei denn der Leidensdruck wäre höher. Mittelfristig bleibt die Reha allerdings, auch bei mir, DAS Mittel der Wahl.

Die letzen 2 Jahre bin ich allerdings mit meinem individuellen (Anti-kyphose)-Krafttraining auch ganz gut gefahren und es hat eine Schmerzreduktion, sowie eine deutliche Haltungsverbesserung stattgefunden.

Ich habe mir fest vorgenommen, die Reha in meinem nächsten Winterurlaub durchzuziehen.

Gruß Micha
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