OP nach dem Halm-Zielke-Verfahren

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
Allegra
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OP nach dem Halm-Zielke-Verfahren

Beitrag von Allegra »

Hallo, Leidensgenossen!
Ich (28 Jahre) stehe vor der Entscheidung, ob ich mich operieren lassen - und wenn ja, wo bzw. nach welcher Methode! Da hat sich nämlich in den letzten Jahren viel getan! Nach den neueren Verfahren ("Halm-Zielke-Instrumentarium", nach Dr. Halm aus Neustadt/Holstein) muss man vorher nicht mehr gestreckt werden und nachher weder Gips noch Korsett tragen! Angeblich ist das Verfahren viel stabiler als die herkömmlichen Verfahren, wie sie z.B. noch in Bad Wildungen verwendet werden (warum eigentlich? "politische" Gründe?).
Hat vielleicht jemand schon Erfahrungen mit dieser Art der Skoliose-OP gemacht, wurde vielleicht selbst in Neustadt/Holstein operiert? Wenn ja, wäre ich dankbar für Erfahrungsberichte und sonstige Informationen!
Vielen Dank!
Tina:D :D
Manu

Beitrag von Manu »

Hi!
Ich werde im nächsten Jahr auch in Neustadt operiert, nach dem Halm-Zielke-Verfahren! So wie Dr. Halm (er ist übrigens echt total nett und kompetent) mir das erklärt hat, hört sich das eigentlich alles sehr positiv an. Man muss ungefähr 3 Wochen dort im Krankenhaus bleiben und danach ist man natürlich noch nicht sofort wieder fit. Aber nach ein paar Wochen kann man dann schon wieder zur Schule gehen bzw. arbeiten. Danach muss man dann auch kein Korsett oder sonst was tragen. Und er meinte, dass man nach nem dreiviertel oder einem Jahr wieder als ganz gesund gilt und wieder alles machen kann, wozu man Lust hat! Naja, ich hoffe jedenfalls, dass er recht hat und auch bei mir alles gut gehen wird!
Ciaoi Manu!
Andi

Beitrag von Andi »

Hallo Tina,

wie stark ist deine Skoliose? Ich bin "schon" 34 und stehe auch vor der Entscheidung, mich operieren zu lassen. Kannst du näheres zum Halm-Zielke-Verfahren erklären? Wird nur die Wirbelsäule versteift oder auch der Rippenbuckel korrigiert? Vielen Dank für deine Antwort.
Viele Grüße

Andi
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sloopy
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Beitrag von sloopy »

Gepostet von Jenny Tina
Ich (28 Jahre) stehe vor der Entscheidung, ob ich mich operieren lassen - und wenn ja, wo bzw. nach welcher Methode! Da hat sich nämlich in den letzten Jahren viel getan
Liebe Tina,

herzlich willkommen im Forum! Warum willst du dich operieren lassen? Wie stark ist deine Skoliose? Was hast du bisher dagegen unternommen? Fragen über Fragen... Es wäre toll, wenn du uns noch ein paar Infos geben könntest.

Liebe Grüsse, sloopy
gast Daniela

Beitrag von gast Daniela »

Hallo!
Im Januar werde ich in Neustadt operiert, bin deshalb froh, auch über diese Klinik mal was zu lesen. Hat vielleicht noch irgend jemand Lust, seine Erfahrungen in dieser Klinik mitzuteilen, jemand der dort operiert ist ?
Ich war in einigen Kliniken zum Vorstellen u.a. auch in Wildungen und war von dort absolut enttäuscht, verschließt man sich dort eventull vor den neueren, schonenderen Methoden ?
Dr. Steffan, warum empfehlen Sie immer Neustadt ?
Für mich war es die einzige Klinik, wo ich das Gefühl hatte, für so eine OP gut aufgehoben zu sein und auch sehr gut aufgeklärt zu werden, obwohl man mir auch gesagt hat, dass ich mit 3 Monaten Aufenthalt zu rechnen habe.
Auch aus diesem Grund wäre ich an Erfahrungsaustausch mit jemand, der auch dort war, sehr interessiert.

Danke für jede Mitteilung
Daniela
Andi

Beitrag von Andi »

Hallo Daniela,

wie alt bist du? Wie stark ist deine Skoliose? Wieso mußt du 3 Monate in der Klinik bleiben? Weißt du, nach welchem Verfahren du operiert wirst?

Vielen Dank für nähere Infos.

Liebe Grüße

Andi:)
ich

Beitrag von ich »

Hi Daniela!
Ich verstehe auch nicht so wirklich, warum du 3 MONATE in der Klinik bleiben musst! Also ich werde auch bald da an meiner (ziemlich schlimmen) Skoliose operiert und zu mir meinte Dr. Halm, dass ich nach etwa drei WOCHEN schon wieder nach hause kann! Es kann nicht zufällig sein, dass du da was falsch verstanden hast, oder?!
bis dann,
ich!
Allegra
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Beitrag von Allegra »

Hallo!
Sorry, dass ich mich jetzt erst melde...aber ich lage mit Grippe im Bett!

Also, meine Skoliose: 54 Grad, einbogig, thorakolumbal (oder so ähnlich)...Sowohl Bad Wildungen als auch Neustadt rät zur OP (aufgrund der Sorge, dass sich die Skoliose im Laufe der Zeit und insbesondere durch eine mögliche Schwangerschaft deutlich verschlechtern könnte).
Eine OP kam für mich früher nie in Frage, aufgrund der langwierigen Rehabilitation und der Horrorgeschichten, die man z.B. in Bad Sobernheim darüber hörte. Die neuen OP-Techniken aber haben mich überzeugt, die Möglichkeit einer OP geben mir neuen Mut. Ich wäre nur froh, noch andere Meinungen und ERfahrungsberichte (unabhängig von Dr. Halm) darüber zu hören und bin daher dankbar für jeden Tipp, jede weitere Information.
Herzliche Grüße
Jenny

Hallo Daniela,
ich war selbst vor kurzem in Neustadt in der Sprechstunde und bin auch sehr überzeugt von der Klinik und Dr. Halm. Mir sagte man, ich müsse nur 3 Wochen in der Klinik bleiben, evtl. 3-4, je nach Verlauf der OP bzw. der Rehabilitation. Bis jetzt habe ich nur positive Stimmen über Neustadt gehört.
Auch ich würde mich über weitere "Expertenmeinungen", z.B. von Ärzten, zu diesem neuen OP-Verfahren freuen.
Jenny Tina
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Beitrag von sloopy »

Hallo Jenny Tina,

mit 54° musst du dich nicht operieren lassen! Klar raten dir Neustadt und Wildungen zur Op- die wollen ja Geld an dir verdienen. Es gibt bei 54° keinen Grund zur OP und die Schwangerschaft wirkt sich nicht negativ auf die Verkrümmung deiner Skoliose aus!

Hast du dich über Alternativen zur OP informiert? So eine OP ist ein riesiger Eingriff in deinen Körper. Was ist mit einem Korsett? Ich habe auch 50° und brauche keine Operation, bin mir aber ziemlich sicher, dass mir Neustadt und Wildungen auch dazu raten würden!

Lieben Gruss, sloopy
Dr. Steffan
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Beitrag von Dr. Steffan »

Dr. Steffan, warum empfehlen Sie immer Neustadt ?
erstens weil die meiner Meinung nach neben der Lubinus Klinik in Kiel die Besten sind.

Zweitens deshalb
Für mich war es die einzige Klinik, wo ich das Gefühl hatte, für so eine OP gut aufgehoben zu sein und auch sehr gut aufgeklärt zu werden
mit 54° musst du dich nicht operieren lassen!
Als Erwachsene würde ich das auch so sehen. Mit einer deutlichen Verschlechterung ist nicht mehr zu rechnen und bei regelmäßiger KG nach Schroth sind auch die Probleme im Griff zu halten.
Dr. Steffan
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Beitrag von Allegra »

Lieber Dr. Steffan,

angenommen, ich entscheide mich trotz Ihrer Anmerkungen FÜR eine OP (aufgrund meiner Zukunftsangst, aufgrund der Tatsache, dass ich unter meiner Skoliose auch psychisch leide: Wie beurteilen Sie das noch relativ neue Verfahren von Dr. Halm (Halm-Zielke-Instrumentarium) und wo sehen Sie Risiken? In den Kliniken klingt so eine OP heute recht "einfach" oder besser "unkompliziert" (kurze Rehabilitationsphasen etc.), aber ist so ein Eindruck vielleicht trügerisch?

Ich danke Ihnen sehr für Ihre Hilfe.

Jenny Tina



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Hallo Sloopy,

ich bin ja selbst noch nicht wirklich sicher, ob ich mich operieren lasse. Aber ich habe seit meinem fünften Lebensjahr mit der Skoliose zu tun und ich wünsche mir nichts sehnlicher als "Normalität" - ohne ständige Krankengymnastik, Schmerzen, die Zukunftsängste... Ich finde es sehr schwer, als Laie zwischen den einzelnden Meinungen der Ärzte (pro und contra OP) abzuwägen und eine eigene Entscheidung zu treffen. Wem kann man trauen? Keiner kann den weiteren Verlauf meiner Skoliose wirklich vorhersagen! Wer hat Recht? Was mache ich, wenn ich mit 35 oder 40 bereue, mich nicht früher zur OP entschieden zu haben?
Eine wirklich schwierige Entscheidung. Aber es tut sehr gut, mit anderen Betroffenen darüber zu diskutieren.
Danke jedenfalls für die Antworten!
Jenny Tina
Dr. Steffan
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Beitrag von Dr. Steffan »

Wie beurteilen Sie das noch relativ neue Verfahren von Dr. Halm (Halm-Zielke-Instrumentarium) und wo sehen Sie Risiken? In den Kliniken klingt so eine OP heute recht "einfach" oder besser "unkompliziert" (kurze Rehabilitationsphasen etc.), aber ist so ein Eindruck vielleicht trügerisch?

Ganz so unkompliziert ist solch eine Op nicht. Auch wenn sich die Op Verfahren in den letzten Jahre deutlich verbessert haben bestehen immer noch eine Menge Risiken. Angefangen von der Narkose, besteht bei einer Skoliose Op immer das Risiko der Verletzung von Nerven und Rückenmark. Es kann zu Lockerungen des Metalls oder gar zum Bruch der Metallteile kommen. Solch eine Op ist oftmals ein 2 Höhlen Eingriff (Eröffnung des Brustkorbes und des Bauches) und somit für den Körper eine erhebliche Belastung. Wir haben außerdem keine Langzeitergebnisse. Vor 15 Jahren haben die Operateure gesagt das Harrington Verfahren sei der absolute Durchbruch. Heute würde niemand mehr nach Harrington operieren da die Patienten oftmals nach 10 Jahren erhebliche Schmerzen bekommen haben. Im Gegensatz dazu wissen wir aber, dass eine nicht operierte Skoliose, bei regelmäßiger KG, bis ins hohe Alter keine Probleme macht.
Letztendlich muss jeder aber die Entscheidung für sich selbst treffen und die Risiken mit den Vorteilen abwägen. Man darf sich nicht von uns Ärzten beeinflussen lassen (auch nicht von mir) sondern einzig und allein beraten. Dazu sind wir schließlich da. Also hören Sie sich so viele Meinungen an wie nur möglich und entscheiden Sie dann nach reiflicher Überlegung.
Dr. Steffan
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Beitrag von Allegra »

Lieber Dr. Steffan,
vielen Dank für die Informationen. Schön, dass es Ärzte wie Sie gibt!

Jenny Tina
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sloopy
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Beitrag von sloopy »

Hallo Jenny Tina,

den weiteren Verlauf deiner Skoliose kann man insofern voraussagen, dass in deinem Alter mit keiner (nennenswerten) Verschlechterung mehr zu rechnen ist. Man sagt, dass Skoliose bei Erwachsenen im Jahr maximal 1° schlechter werden und wenn du regelmässig KG nach Schroth machst, dann wirst du die 1° pro Jahr auch verhindern können!

Deine Schmerzen könntest du z.b. durch ein Korsett verringern. Ich (23 J.) habe auch vor vier Wochen ein Korsett bekommen und es "wirkt Wunder"- ich bin seitdem fast völlig schmerzfrei, obwohl ich vorher täglich Schmerzen hatte!

Aber wie Dr. Steffan ja schon geschrieben hat, liegt die letztendliche Entscheidung bei dir, die kann dir niemand nehmen. Ich an deiner Stelle würde es nicht machen!

Lieben Gruss, sloopy
Tobias78
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Beitrag von Tobias78 »

Hallo Jenny!

Mir geht es genauso wie Dir, ich denke auch ernsthaft über eine Op nach (hast Du vielleicht schon gelesen). Du sagst, Du leidest psychisch unter Deiner Skoliose. Auch wegen des Aussehens oder nur wegen der Angst vor Verschlechterung? Wenn man sich die Fotos auf der Homepage von Neustadt anschaut, ist schon toll, was so eine Op erreichen kann. Für mich lautet die Frage jedenfalls nicht: „Muß ich mich unbedingt operieren lassen?“ sondern eher „Kann ich das riskieren?“ Geht es Dir auch so? Manchmal muß man vielleicht auch was riskieren um glücklich zu werden. Andere Leute steigen auf den Mount Everest oder laufen durch die Antarktis. Die müßten das auch nicht unbedingt machen. Ich habe jedenfalls auch Angst davor, es später zu bereuen, die Op nicht oder nicht früher gemacht zu haben. Es ist wirklich eine verdammt schwere Entscheidung. Vor allem das ständige hin und her und die ganzen widersprüchlichen Informationen machen einen total fertig und so gut wie keine Information ist quantitativ.
Das es keine Langzeitergebnisse gibt macht mir am meisten Sorgen. Aber die VDS-Methode wurde soviel ich weiß Mitte der siebziger Jahre von Herrn Zielke entwickelt. Das Halm-Zielke-Verfahren ist davon eine Weiterentwicklung, also nichts völlig Neues. Man müßte die Risiken also schon auf ca. 25 Jahre abschätzen können. Und die Häufigkeit von Problemen durch Überlastung benachbarter Segmente müßte man auch abschätzen können, da sie nicht sehr von der Op-Methode abhängen sollten. Aber man erfährt nichts! Ich weiß nicht, machen sich die Ärzte darüber keine Gedanken oder wollen sie es uns nicht sagen? Was Bad Wildungen angeht: Von der Information her absolut enttäuschend. Aber das heißt ja nicht unbedingt, daß sie auch schlecht operieren und ich glaube, sie kommen mit weniger Metall aus und deshalb das Korsett nach der Op. Da das Metall nach der Einheilung eh überflüssig ist, klingt das rein gefühlsmäßig nicht schlecht. Ich weiß aber nicht, ob es dafür auch medizinische Gründe gibt. Vielleicht ist die Methode tatsächlich einfach nur veraltet.
Sloopy schreibt oben, die Kliniken raten Dir zur Op, weil sie daran verdienen. Das ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Aber ich glaube, jeder Arzt, der gleichzeitig eine Therapie anbietet ist irgendwie befangen. Nicht unbedingt wegen dem Geld, sondern weil er von seiner Behandlungsmethode überzeugt ist (und das sollte er ja auch sein). Das ist ganz normal und kommt auch in anderen Lebensbereichen vor (da braucht man nur z.B. einen Gewerkschaftler und einen Unternehmer fragen, wie die Arbeitslosigkeit verringert werden kann). Ich glaube , die „Wahrheit“ liegt irgendwo dazwischen.
Ich hoffe jedenfalls, ich hab Dich mit dem langen Text nicht noch mehr verwirrt und Dir vielleicht etwas weiterhelfen können!

Viele Grüße,
Tobias
Allegra
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Beitrag von Allegra »

Hallo Tobias,

die Entscheidung für oder gegen eine OP kann einem niemand abnehmen, man muss sie ganz allein (nach ausführlicher Beratung natürlich)und individuell treffen. Vieles spricht dagegen, das Risiko ist nicht gerade gering, aber einiges spricht auch dafür, denke ich. Die Informationen pro und contra muss man sich selber mühsam zusammensuchen.

Bei mir ist es so: Ich habe zwar auch häufiger Schmerzen, aber die Schmerzen wären nicht der ausschlaggebende Grund für eine OP. Sondern: Der Hauptgrund ist meine Zukunftsangst und allgemeiner "Skoliose-Überdruss": Ich habe es satt, mir ständig Sorgen über meine Zukunft zu machen, ob die Skoliose "hält" oder schlimmer wird, ob ich ohne größere Probleme Kinder bekommen kann oder nicht, ob ich mehr Krankengymnastik machen muss oder nicht, ob ich irgendwann richtig "bucklig" werde oder nicht...Meine Skoliose soll nicht mein ganzes Leben beherrschen! Es gibt doch so viel Schöneres! Das meinte ich mit "psychischer Belastung".

Aber eine OP ist seine keine Wunder-Lösung. Man muss die Entscheidung sehr vorsichtig und sehr bewusst treffen. Ich erhoffe mir nur eins davon: eine neue Zukunftsperspektive.

Liebe Grüße
und danke an alle Leidgenossen für den gegenseitigen Erfahrungsaustausch!

Jenny Tina

P.S. :

Wenn ich mich operieren lasse, dann auf jeden Fall bei Dr. Halm in Neustadt. Sein Verfahren scheint wirklich das neueste und beste auf dem Markt zu sein, und er ist als Arzt auch menschlich überzeugend. Laut Dr. Halm wird das Halm-Zielke-Instrumentarium in der aktuellen Form seit 1997 regelmäßig eingesetzt - wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Nun sind fünf Jahre Praxis-Erfahrrung keine sehr lange Zeit - aber ohne Vertrauen geht es wohl nicht!

Keep the faith!

Jenny Tina

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Hallo Sloopy,

ich bewundere Deinen Optimismus, aber ich habe auch schon ganz andere Erfahrungsberichte gehört, dass z.B. die Skoliose durch eine Schwangerschaft um 15 Grad "abgerutscht" ist oder eine Frau mit 40 aufgrund der rapiden Verschlechterung unerträgliche Schmerzen bekam und sich doch noch zur OP entschloss usw. usw.. Die Zukunft sieht für Skoliose-Patienten nicht immer rosig aus, fürchte ich. Das meinte ich mit: Keiner kann sagen, was kommen wird...

Hast Du denn gar keine Angst vor der Zukunft? Hast Du nie an eine OP gedacht?
Und wenn eine OP, dann doch lieber in jungen Jahren, oder?

Viele liebe Grüße und danke für die Diskussion!

Jenny Tina
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sloopy
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Beitrag von sloopy »

Hallo Jenny Tina,
Gepostet von Jenny Tina
Hast Du denn gar keine Angst vor der Zukunft?
Nicht wirklich. Natürlich mache ich mir Gedanken über meine Zukunft, aber ich habe KEINE ANGST VOR der Zukunft. Es kann soviel passieren. Ich möchte eher für das hier und jetzt leben, es kann so schnell vorbei sein. Ich weiss auch, dass ich in ein paar Jahren Kinder haben möchte, aber auch davor habe ich keine Angst wegen der Skoliose. Warum sollte ausgerechnet mir was passieren? Wenn ich immer mit dem schlimmsten rechnen würde, dürfte ich nicht mehr mit dem Auto durch die Gegend fahren, nein, eigentlich dürfte ich gar nichts mehr machen. Mir ist das zu stressig, in allem die bedrohlichen Dinge zu suchen, die mir Angst machen könnten.

Gepostet von Jenny Tina
Hast Du nie an eine OP gedacht?
Klar habe ich an eine OP gedacht. Mit 50° und 33° rät einem schliesslich fast jeder Arzt zur Operation. Aber ich habe für mich den Entschluss gefasst, erst einmal alles andere auszuprobieren, bevor ich eine solch endgültige Entscheidung treffe. Eine Operation wäre für mich der allerletzte Schritt.

Ich hatte seit Jahren täglich starke Schmerzen, welche natürlich immer stärker wurden, seit ich als Systemadministratorin arbeite und täglich 8, 10, 12 Stunden am PC sitze. Ich stand also vor der Frage- WAS kann ich tun? KG und Reha konnten meine Schmerzen nicht lindern, also musste etwas Neues her- OP oder Korsett standen mir zur Auswahl, also habe ich mich für's Korsett entschieden. Ich habe durch das Forum mehrere Erwachsene kennengelernt, die sehr gute Erfahrungen mit Korsetts im Erwachsenenalter gemacht haben, also war für mich klar- wenn mich das vor der OP retten kann, ist das der einzig richtige Weg! Schon nach zwei Wochen spürte ich die Wirkung- ich hatte schon da kaum noch Schmerzen. :)


Gepostet von Jenny Tina
Und wenn eine OP, dann doch lieber in jungen Jahren, oder?
Nein, sehe ich auch nicht. Warum sollte ich mich jetzt schon zur Operation entschliessen, wenn ich auch ohne, dafür mit Korsett, (wieder) gut leben kann?! Wenn ich in ein, zwei, zehn, zwanzig Jahren merke, dass es nicht mehr ohne OP geht, kann ich mich noch immer operieren lassen!!!


Lieben Gruß, sloopy
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Und wenn eine OP, dann doch lieber in jungen Jahren, oder?
Was man vielleicht auch bedenken sollte ist, daß die OP Techniken von Jahr zu Jahr besser werden. Schau Dir mal die Fortschritte in den letzten 10 - 20 Jahren an.
Wenn man noch jung ist und nicht gerade mit großen Verschlechetrungen zu rechnen hat, dann denke ich kann es sich schon auszahlen eine OP hinauszuzögern und den Fortschritt mitzunehmen und von den Erfahrungen zu profitieren.
Elen

Beitrag von Elen »

hallo. habe genau die selbe situation u. weiß nicht was ich machen soll. da ich auch keine schmerzen habe u. auch sonst keine größeren beeinträchtigungen fällt es mir sehr schwer mich zu entscheiden.
was hat dich überzeugt?
gruß
elen
;-)
Gast

Beitrag von Gast »

Gepostet von sloopy
Hallo Jenny Tina,

mit 54° musst du dich nicht operieren lassen! Klar raten dir Neustadt und Wildungen zur Op- die wollen ja Geld an dir verdienen. Es gibt bei 54° keinen Grund zur OP und die Schwangerschaft wirkt sich nicht negativ auf die Verkrümmung deiner Skoliose aus!

Hast du dich über Alternativen zur OP informiert? So eine OP ist ein riesiger Eingriff in deinen Körper. Was ist mit einem Korsett? Ich habe auch 50° und brauche keine Operation, bin mir aber ziemlich sicher, dass mir Neustadt und Wildungen auch dazu raten würden!

Lieben Gruss, sloopy
hallo...
wenn ich anmerken dürfte: während einer schwangerschaft gibt evtl. keine probleme. mir wurde allerdings für nach der entbindung erklärt, dass die muskeln halt nach der anspannung total nachlassen u. es dann sein kann, dass sich die wirbelsäule nochmals verschiebt. muss aber nicht sein. ist bei jedem individuell.
ein korsett im erwachsenenalter hab ich auch nichts von gehört. vielleicht finde ich ja noch was auf diesen seiten hier. hoff ich zumindest. wäre froh, denn ich hätte auch lieber eine andre möglichkeit im auge.
bis bald
;-)
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