Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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ELLI
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Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von ELLI »

Hallo zusammen,

Zunächst einmal ein paar Informationen über mich:
Ich bin 18 Jahre alt und habe eine Thorakolumbalskoliose mit rechtkonvexer Thorakalseitneigung (Cobb-Winkel 26°)und thorakolumbalem linkskonvexen Gegenschwung (Cobb-Winkel 25,9°) (nach Korsettbehandlung und Kuraufenthalten)

Obwohl mir mein behandelnder Orthopäde erst ein halbes Jahr vor dem Vorfall bei einer Verlaufskontrolle sagte, dass ich aufgrund der "guten" Werte meiner Skoliose keine Schmerzen bzw. Einschränkungen auch bezüglich der Berufswahl haben werde, erlitt ich während meiner Abiturprüfungen, einen Bandscheibenvorfall. Einen Krankenhausaufenthalt lehnte ich ab, da ich mein Abitur schreiben wollte und entschied mich deswegen für die Schmerztherapie( Spritzen und Schmerztabletten) sowie Krankengymnastik. Die akuten, starken Schmerzen ließen sogar nach 1-2 Wochen nach.
Nach dem Abitur nahm ich die genaue Diagnose der Schmerzen in Angriff und das MRT der LWS bestätigte jetzt den Verdacht des Bandscheibenvorfalls. ( Befund: ausgedehnte, links mediolaterae, subligamentäre, präforaminale Prolabierung, deutliche kaudale Teilsequestration mit Ausbildung einer spinalen Enge) Mir wurde nun von meinem Orthopäden sowie von meiner Hausärztin zu einer Bandscheibenoperation geraten. Der baldige Termin bei einem Neurochirurgen soll klären, ob bzw. wie operiert werden soll.

Ich wollte fragen, ob eine bandscheibenoperation tatsächlich sinnvoll ist, vorallem in meinem Alter?- hat hier jemand Erfahrung bzw. kennt sich auf diesem Gebiet gut aus? SChließlich lese ich in zahlreichen Internetportalen dass eine Bandscheibenoperation nur bei starken Schmerzen und nach erfolgloser konservativer Therapie zu empfehlen ist. ICh leide allerdings nicht mehr unter starken Schmerzen, allerdings sind mir Probleme beim Sport aufgefallen, weswegen ich joggen, reiten etc. auch unterlassen soll. Bei langem sitzen merke ich allerdings auch wieder das "Kribbeln" im Bein bzw. auch eine Art Taubheitsgefühl. Die Schmerzen/Probleme sind also auf jeden Fall nicht weg aber zumindest nicht mehr so stark.

Und noch eine Frage: Hängt der Bandscheibenvorfall mit der Skoliose zusammen? Mein Orthopäde sagt "nein"( womöglich wegen der Aussage ein halbes Jahr vor dem Vorfall?) , meine Hausärztin "auf jeden fall"?! Wem soll ich glauben?:D

Ich hoffe mir kann jmd weiterhelfen.
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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von minimine »

Hallo Elli,

erstmal herzlich willkommen hier im :forum:
Obwohl mir mein behandelnder Orthopäde erst ein halbes Jahr vor dem Vorfall bei einer Verlaufskontrolle sagte, dass ich aufgrund der "guten" Werte meiner Skoliose keine Schmerzen bzw. Einschränkungen auch bezüglich der Berufswahl haben werde, erlitt ich während meiner Abiturprüfungen, einen Bandscheibenvorfall.
Die Gradzahl der Skoliose und Schmerzen sind völlig unabhängig. Es gibt Skoliosepatienten mit sehr sehr starken Krümmung und recht wenig bis keinen Beschwerden und auf der anderen Seite aber Patienten mit nur ganz geringen Krümmungen, aber teilweise erheblichen Beschwerden.

Der Zeitpunkt kommt mir irgendwie bekannt vor. :) Ich hatte nämlich einen während der letzten Phase meiner Diplomarbeit und habe diese im Liegen zu Ende geschrieben. Ob es allerdings tatsächlich ein Bandscheibenvorfall war, kann ich nicht wirklich sagen. Laut Radiologe wars einer, der Orthopäde war sich nicht sicher. :rolleyes:
Mir wurde nun von meinem Orthopäden sowie von meiner Hausärztin zu einer Bandscheibenoperation geraten
WARUM??? Deiner Geschichte lässt sich nicht entnehmen, ob du außer der akuten Schmerztherapie noch weitere Behandlungen schon hinter dir hast. Soweit ich weiß sollten Bandscheibenvorfälle nur operiert werden, wenn auch neurologische Beschwerden auftreten (Taubheit, Blasenschwäche, Kribbeln) oder sehr starke Beschwerden bestehen.
Ich kenne auch Bandscheibengeplagte, die sich operieren liesen und danach noch stärkere Beschwerden hatten, was sogar dazu führte, dass eine zweite OP notwendig war.

Bei mir haben damals spezielle Spritzen (echte Hammerdinger, aber Vorsicht, bei mir haben diese sogar eine leichte depressive Verstimmung ausgelöst) zusammen mit ganz leichter KG und Ruhe geholfen. Mein korrigierendes Korsett hat komischerweise wenig bis kaum geholfen. Ich hatte aber auch keine neurologischen Probleme, lediglich ein leichtes Schwäche-bzw. Kältegefühl im Bein.
Manche Patienten brauchen aber auch ein (vorübergehendes) Stützkorsett, Reha und/oder Schmerztherapie. Außerdem gibt es auch Praxen, die sich speziell auf die Behandlung von Bandscheibenvorfällen spezialisiert haben, da gibt es ja zahlreiche Möglichkeiten ohne gleich zu operieren.

Eine OP würde ich nicht zuerst machen lassen, v.a. nicht mit der Skoliose. Ich habe mir damals auch Gedanken dazu gemacht und mir kam da immer wieder der Gedanke, ob es überhaupt möglich ist, in der LWS nur zwei Wirbel zu versteifen, ohne dass dies in irgendeiner Weise Auswirkungen auf die Skoliose hätte, z.B. die Statik oder auch die Krümmung an sich. Außerdem würde dann ja bestimmt keine Korrektur stattfinden, sondern die Wirbel in der schiefen Haltung versteift werden.
Der baldige Termin bei einem Neurochirurgen soll klären, ob bzw. wie operiert werden soll
Ich würde das wenn, dann nicht bei einem normalen Neurochirurgen machen lassen, sondern eher mal in ein Wirbelsäulenzentrum gehen, die auch Skoliosen operieren.
Und noch eine Frage: Hängt der Bandscheibenvorfall mit der Skoliose zusammen? Mein Orthopäde sagt "nein"( womöglich wegen der Aussage ein halbes Jahr vor dem Vorfall?) , meine Hausärztin "auf jeden fall"?! Wem soll ich glauben?:D
Ich glaube nicht, dass man das eindeutig der Skoliose zuordnen kann. Schließlich gibt es ja auch zahlreiche Bandscheiben-Patienten, die keine Skoliose haben. Andersherum aber auch Skoliose-Patienten ohne Bandscheiben-Probleme.

Aus welcher Gegend kommst du denn, vielleicht können wir dir ja einen kompetenten Arzt empfehlen?!

EDIT: Warum hast du denn eben noch einen zweiten Thread mit dem gleichen Thema eröffnet? Ich lösche den mal wieder.

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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo,
ELLI hat geschrieben:Obwohl mir mein behandelnder Orthopäde erst ein halbes Jahr vor dem Vorfall bei einer Verlaufskontrolle sagte, dass ich aufgrund der "guten" Werte meiner Skoliose keine Schmerzen bzw. Einschränkungen auch bezüglich der Berufswahl haben werde, erlitt ich während meiner Abiturprüfungen, einen Bandscheibenvorfall.
Vielleicht hast Du etwas gehoben, das zu schwer war?
Befund: ausgedehnte, links mediolaterae, subligamentäre, präforaminale Prolabierung, deutliche kaudale Teilsequestration mit Ausbildung einer spinalen Enge) Mir wurde nun von meinem Orthopäden sowie von meiner Hausärztin zu einer Bandscheibenoperation geraten. Der baldige Termin bei einem Neurochirurgen soll klären, ob bzw. wie operiert werden soll.
Dann würde ich da an Deiner Stelle auch hingehen.
Ich wollte fragen, ob eine bandscheibenoperation tatsächlich sinnvoll ist, vorallem in meinem Alter?- hat hier jemand Erfahrung bzw. kennt sich auf diesem Gebiet gut aus? SChließlich lese ich in zahlreichen Internetportalen dass eine Bandscheibenoperation nur bei starken Schmerzen und nach erfolgloser konservativer Therapie zu empfehlen ist. ICh leide allerdings nicht mehr unter starken Schmerzen, allerdings sind mir Probleme beim Sport aufgefallen, weswegen ich joggen, reiten etc. auch unterlassen soll. Bei langem sitzen merke ich allerdings auch wieder das "Kribbeln" im Bein bzw. auch eine Art Taubheitsgefühl.
Bei Bandscheibenvorfällen ist Schmerzbehandlung durch Operation eine frustrierende Sache. Langfristig geht es den Operierten im Durchschnitt nicht besser als den Nichtoperierten. In Deinem Fall soll die OP jedoch nicht wegen der Schmerzen erfolgen, sondern wegen der (aufgrund der im Befund genannten spinalen Enge bestehenden) neurologischen Ausfallerscheinungen (Taubheit, Kribbeln). Das ist eine ganz klare Indikation für eine Bandscheiben-OP, weil nämlich eine Verschlimmerung sowie eine dauerhafte Schädigung der betroffenen Nerven droht.
Und noch eine Frage: Hängt der Bandscheibenvorfall mit der Skoliose zusammen?
Bei diesen moderaten Gradzahlen eher weniger.

minimine hat geschrieben:WARUM??? Deiner Geschichte lässt sich nicht entnehmen, ob du außer der akuten Schmerztherapie noch weitere Behandlungen schon hinter dir hast. Soweit ich weiß sollten Bandscheibenvorfälle nur operiert werden, wenn auch neurologische Beschwerden auftreten (Taubheit, Blasenschwäche, Kribbeln) oder sehr starke Beschwerden bestehen.
Taubheit und Kribbeln sind vorhanden, hat sie zumindest geschrieben.
Ich würde das wenn, dann nicht bei einem normalen Neurochirurgen machen lassen, sondern eher mal in ein Wirbelsäulenzentrum gehen, die auch Skoliosen operieren.
Nein, die richtige Adresse ist hier definitiv der Neurochirurg. Eine Bandscheiben-OP ist nicht mit einer Skoliose-OP zu vergleichen.


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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von minimine »

Hallo Anne,
Taubheit und Kribbeln sind vorhanden, hat sie zumindest geschrieben.
naja, für mich klang es jetzt aber nicht soo dramatisch. Mit einer sofortigen OP-Indikation verbinde ich da eher schon Taubheit in Richtung Lähmungserscheinungen. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass hier noch keine weitere Behandlung überhaupt durchgeführt wurde.
Nein, die richtige Adresse ist hier definitiv der Neurochirurg. Eine Bandscheiben-OP ist nicht mit einer Skoliose-OP zu vergleichen.
Bei Rückenpatienten ohne Skoliose gebe ich dir recht, aber Ellie hat nunmal auch eine Skoliose und wie ich schon geschrieben habe, wäre ich mir nicht so sicher, wie sich so eine OP auf die Skoliose auswirken würde. Außerdem sollten Wirbelsäulenzentren, die Skoliosen operieren ja wohl auch Bandscheiben-Vorfälle operieren können. Zumindest habe ich z.b. mal einen TV-Beitrag von Prof. Halm über spezielle Bandscheiben-Prothesen gesehen.
Mir persönlich wäre es wohler dabei, wenn ich wüsste, mein Chirurg würde auch was von Skoliose verstehen und kann einschätzen, wie sich die Bandscheiben-OP auf diese auswirkt. Ein normaler Neurochirurg ohne Skoliose-Erfahrung kann das bestimmt nicht.

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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

minimine hat geschrieben:Mit einer sofortigen OP-Indikation verbinde ich da eher schon Taubheit in Richtung Lähmungserscheinungen. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass hier noch keine weitere Behandlung überhaupt durchgeführt wurde.
Ihren Angaben zufolge ist der BSV schon eine Weile her, und die neurologischen Symptome sind nicht im gleichen Maße zurückgegangen wie die Schmerzen. In bezug auf diese Symptome ist deshalb wohl keine Besserung mehr zu erwarten, auch nicht durch konservative Maßnahmen: Der Gallertkern der Bandscheibe geht nicht mehr an seinen alten Platz zurück.

Es muß ja nicht gleich eine Spondylodese sein, siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bandscheib ... Behandlung
Ein normaler Neurochirurg ohne Skoliose-Erfahrung kann das bestimmt nicht.
Na ja, ganz so unbedarft sind die sicher nicht, BSV-OP sind für die Routine, und jemand mit viel Erfahrung auf diesem Gebiet wird sicher schon ein paar Patienten mit Skoliose operiert haben.

Wenn sich die Skoliose in der OP-Indikation befände oder deutlich progredient wäre, würde ich Dir zustimmen. Da dies jedoch nicht der Fall ist, halte ich den Aufwand des Aufsuchens eines Skoliose-Experten (was in den meisten Fällen ja auch mit einem langen Weg verbunden ist) nicht für nötig.

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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von minimine »

Wenn sich die Skoliose in der OP-Indikation befände oder deutlich progredient wäre, würde ich Dir zustimmen. Da dies jedoch nicht der Fall ist, halte ich den Aufwand des Aufsuchens eines Skoliose-Experten (was in den meisten Fällen ja auch mit einem langen Weg verbunden ist) nicht für nötig.
Hmh, komisch. Wenn sich Ellie nur mit der 25°-Skoliose angemeldet hätte, hätte ihr hier jeder dazu geraten, einen Skoliose-Spezialisten aufzusuchen.
Wenn jetzt aber auch noch eine OP erfolgen soll, die evtl. in großem Maße die Skoliose beeinflussen könnte, soll das Aufsuchen eines solchen nicht nötig sein?? :gruebel:

Sorry, kann ich nicht nachvollziehen. Guten Gewissens kann ich Niemanden so ins "offene Messer" laufen lassen. Weder du noch ich kennen Elli´s Rücken, noch sind wir Ärzte, die das beurteilen können oder gar sagen können, dass irgendwas "nicht für nötig gehalten" wird. Meiner Meinung nach können mehrere Meinungen nicht schaden, insbesondere die eines Skoliose-und Wirbelsäulenspezialisten.

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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von ELLI »

Hallo:)

Ersteinmal Vielen Dank für die Antworten!!

Zunächst einmal zur Frage von minime: Ich hatte natürlich direkt nach dem Bandscheibenvorfall auch Krankengymnastik speziell hierfür verschrieben bekommen. ( hatte ich vergessen zu schreiben). Hier wurden verschiedenste Übungen zur Dekompression sowie Übungen zur Entspannung des betroffenen Nervs gemacht....Diese habe ich ungefähr 2 -3 wochen durchgeführt, bis mir dann wieder nur Krankengymnastik nach Schroth verschrieben wurde.(wobei ich auch hier gelegentlich bei leichteren Schmerzen Übungen speziell für den Bandscheibenvorfall machen kann)

Der Bandscheibenvorfall war vor 4,5 Monaten. 1-2 wochen danach hatte ich akute, sehr starke Schmerzen (konnte kaum Sitzen, Schlafen war schrecklich, mit Schmerztabletten und Spritzen wars dann einigermaßen auszuhalten) Seitdem habe ich keine starken Schmerzen mehr, aber ich merke dass ich mein Bein nicht mehr so belasten kann wie vorher. (bsp: Joggen kann ich gar nicht(zumindest zur Zeit) mehr, weil ich nach einer kurzen strecke schon wieder so ein komisches Gefühl im bein habe, ähnlich wie ein Krampf, keine Ahnung wie ich das beschreiben soll...)

Ich habe also keine starken Schmerzen mehr. Aber die Möglichkeit dass der Nerv durch den noch vorhandenen Bandscheibenvorfall/spinale Enge langfristig geschädigt werden kann, wie Schwarze SChnecke meint, erscheint mir logisch. Vermutlich wurde mir gerade wegen der Spinalen Enge eine Op empfohlen? Gibt es da also verschiedene "Stufen" von bandscheibenvorfällen? was ist eigentlich einge spinale Enge? (bin auch hier im internet bisher nicht schlauer geworden..)
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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von ELLI »

Achja, und dann noch zum Vorschlag von minime einen Skoliosespezialisten aufzusuchen: mein behandelner Orthopäde ( der meine Krankengeschichte bezüglich der Skoliose auch miterlebt hat/kennt) hat mir ja zu dem Gespräch mit dem Neurochirugen geraten. Sollte das nicht reichen? Der müsste ja wissen, ob die skoliose sich durch einen Eingriff verschlechtert...

und noch zur frage von schwarze schnecke: der Grund für den bandscheibenvorfall ist mir auch ein Rätsel.. Ich habe während der Abizeit nichts schweres getragen.. Womöglich vom langen sitzen beim Lernen? KA!
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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

minimine hat geschrieben:Hmh, komisch. Wenn sich Ellie nur mit der 25°-Skoliose angemeldet hätte, hätte ihr hier jeder dazu geraten, einen Skoliose-Spezialisten aufzusuchen.
Ob ich jemandem das Aufsuchen eines Spezialisten empfehle, mache ich davon abhängig, ob bereits eine saubere Diagnose und passende Behandlung vorhanden ist. Bei der Threaderöffnerin scheint das der Fall zu sein; sie kennt ihre Gradzahlen und hat in ihr Profil eingetragen, daß sie KG nach Schroth macht.
Wenn jetzt aber auch noch eine OP erfolgen soll, die evtl. in großem Maße die Skoliose beeinflussen könnte, soll das Aufsuchen eines solchen nicht nötig sein?? :gruebel:
Welche große Veränderung erwartest Du da. Das betroffene Segment wird ja nicht beweglicher, sondern das Gegenteil ist der Fall. Also kann an dieser Stelle keine Verschlimmerung eintreten. Und der Rest der WS ist ja von dem BSV nicht betroffen.
Guten Gewissens kann ich Niemanden so ins "offene Messer" laufen lassen.
Wieso ist das Aufsuchen eines Neurochirurgen für Dich gleichbedeutend mit "ins offene Messer" laufen.

Und wie Du bereits selber erfahren mußtest, können sich auch Skoliosespezialisten irren, d.h. absolute Sicherheit gibt es nirgendwo.

ELLI hat geschrieben:Vermutlich wurde mir gerade wegen der Spinalen Enge eine Op empfohlen?
Ja, im Zusammenhang mit der neurologischen Symptomatik.
Gibt es da also verschiedene "Stufen" von bandscheibenvorfällen?
Ja. Der Prolaps des Gallertkerns kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. (Wenn die Bandscheibe bereits geschädigt, der Gallertkern jedoch noch nicht prolabiert ist, redet man von einer Bandscheibenprotrusion. Eine solche Protrusion ist die Vorstufe eines BSV und verursacht in vielen Fällen keine Symptome.)
was ist eigentlich einge spinale Enge? (bin auch hier im internet bisher nicht schlauer geworden..)
Siehe hierzu http://de.wikipedia.org/wiki/Spinalnerv und http://de.wikipedia.org/wiki/Wirbelkanal
und noch zur frage von schwarze schnecke: der Grund für den bandscheibenvorfall ist mir auch ein Rätsel.. Ich habe während der Abizeit nichts schweres getragen.. Womöglich vom langen sitzen beim Lernen? KA!
Auch da kann ich nur auf die Wikipedia verweisen: http://de.wikipedia.org/wiki/Bandscheib ... l#Ursachen

Übrigens, kennst Du diese Website: http://diebandscheibe.de/


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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von minimine »

Welche große Veränderung erwartest Du da. Das betroffene Segment wird ja nicht beweglicher, sondern das Gegenteil ist der Fall. Also kann an dieser Stelle keine Verschlimmerung eintreten. Und der Rest der WS ist ja von dem BSV nicht betroffen.
Ja, das Segment wird versteift (evtl. mit einer höheren Abnutzungsgefahr für die angrenzenden Segmente), der restliche Bereich aber nicht, der sich aber weiterverschlechtern kann. Ich könnte mir daher vorstellen, dass die Skoliose somit mit der Zeit aus dem Lot gerät, da sie im LWS-Bereich ja nicht mehr ausgleichen kann. Somit hätte die OP Auswirkungen auf die Statik. Ob das tatsächlich so passieren kann, weiß ich nicht. Ich habe mir damals als es bei mir Thema war, eben so meine Gedanken gemacht. Aber diese Frage beantworten, kann definitv nur ein Skoliose-Spezialist und nicht der nächstbeste Neurochirurg oder Orthopäde.

Ich verstehe somit gerade nicht, warum es für dich ein Problem ist, wenn ich Elli dazu rate, sich noch weitere Meinungen einzuholen. Ich würde mit sowas nicht zu einem "normalen" Neurochirurgen gehen, zumindest nicht ohne mir vorher mehrere Meinungen eingeholt zu haben, und kann es daher auch nicht ohne schlechtes Gewissen so weiterempfehlen.

Hier übrigens noch ein interessanter Bericht dazu: http://www.focus.de/gesundheit/news/med ... 67934.html
Zitat: Operieren sollte man nur, wenn Anzeichen einer Lähmung oder unerträgliche Schmerzen auftreten.

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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

minimine hat geschrieben:Ja, das Segment wird versteift (evtl. mit einer höheren Abnutzungsgefahr für die angrenzenden Segmente), der restliche Bereich aber nicht, der sich aber weiterverschlechtern kann. Ich könnte mir daher vorstellen, dass die Skoliose somit mit der Zeit aus dem Lot gerät, da sie im LWS-Bereich ja nicht mehr ausgleichen kann. Somit hätte die OP Auswirkungen auf die Statik. Ob das tatsächlich so passieren kann, weiß ich nicht. Ich habe mir damals als es bei mir Thema war, eben so meine Gedanken gemacht. Aber diese Frage beantworten, kann definitv nur ein Skoliose-Spezialist und nicht der nächstbeste Neurochirurg oder Orthopäde.
Eine gewisse Versteifung in dem betroffenen Segment wird so oder so (also mit oder ohne OP) erfolgen. Durch eine OP würden zusätzlich die betroffenen Nerven entlastet.
Und ein Skoliosespezialist kann die Frage eben nicht definitiv beantworten, weil auch Skoliosespezialisten nicht wahrsagen können.
Ich verstehe somit gerade nicht, warum es für dich ein Problem ist, wenn ich Elli dazu rate, sich noch weitere Meinungen einzuholen. Ich würde mit sowas nicht zu einem "normalen" Neurochirurgen gehen, zumindest nicht ohne mir vorher mehrere Meinungen eingeholt zu haben, und kann es daher auch nicht ohne schlechtes Gewissen so weiterempfehlen.
Und ich verstehe nicht, warum Du gegenüber Bandscheiben-OP anscheinend so viel kritischer eingestellt bist als gegenüber Skoliose-OP und Kaiserschnitt. Es gibt dafür keine logische Begründung. Und hier ist nun mal eine eindeutige Indikation vorhanden.
Hier übrigens noch ein interessanter Bericht dazu: http://www.focus.de/gesundheit/news/med ... 67934.html
Das ist eine kurze Zusammenfassung, die der Komplexität des Themas bei weitem nicht gerecht wird. Auch ist der "Focus" nicht etwa ein Magazin für Ärzte und/oder Patienten, sondern lediglich eine Art Klatschblatt für Akademiker (analog der "Bild" als Blatt für den "kleinen Mann").

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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von minimine »

Und ein Skoliosespezialist kann die Frage eben nicht definitiv beantworten, weil auch Skoliosespezialisten nicht wahrsagen können.
Es geht ja auch nicht um Wahrsagen, sondern um Erfahrungswerte.
Kennst du denn Bandscheibenoperierte und v.a. kennst du Bandscheibenoperierte mit Skoliose? Ich schon, zum einen aus dem näheren Bekanntenkreis, aber ohne Skoliose. Da hat die Kombination von OP durch den nächstbesten Neurochirurgen und veralteter OP-Methode eine Nach-OP nach gerade mal 2 Monaten bedingt. Und einen Fall mit Skoliose von meiner letzten Reha, die konnte noch nichtmal 10 Min. KG durchhalten ohne Beschwerden zu bekommen, dass da die Skoliose nicht darunter gelitten hat kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Soll jetzt nicht heißen, dass alle Bandscheiben-OP´s so enden müssen, aber sie sollten genauso wie bei Skoliose-OP´s nur durchgeführt werden, wenn sie tatsächlich notwendig sind und man bestenfalls alle anderen Behandlungsmethoden schon durchhat und v.a. auch durch einen Spezialisten. Und ob die OP hier tatsächlich notwendig ist, glaube ich nicht, dass du beurteilen kannst. Dass viel zu oft zu Bandscheiben-OP´s geraten wird dürfte auch klar sein (es gibt sogar eine Initiative von Chirurgen, die das anprangert), selbst wenn bei Elli Taubheitsgefühle auftreten, gibt es bestimmt noch große Unterschiede in der Ausprägung.
Und ich verstehe nicht, warum Du gegenüber Bandscheiben-OP anscheinend so viel kritischer eingestellt bist als gegenüber Skoliose-OP und Kaiserschnitt.
Bin ich doch gar nicht, wenn die Indikation auch stimmt. Und da rate ich eben zu einer Zweit- bzw. auch Drittmeinung. Das würde ich auch bei jedem anderen Eingriff tun.
Auch ist der "Focus" nicht etwa ein Magazin für Ärzte und/oder Patienten, sondern lediglich eine Art Klatschblatt für Akademiker (analog der "Bild" als Blatt für den "kleinen Mann").
Ach, aber Wikipedia schon??

Wie dem auch sei, Elli dürfte mittlerweile so stark verunsichert sein (oder von dir bestärkt), dass sie die OP bestimmt durchführen lassen wird ohne sich nochmal eine andere Meinung anzuhören. Kann man nur hoffen, dass es auch gut ausgehen wird und sie tatsächlich weniger Beschwerden als vorher haben wird, auch langfristig.

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Re: Bandscheibenoperation mit 18 bei Skoliose? Ja oder Nein?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

minimine hat geschrieben:
Auch ist der "Focus" nicht etwa ein Magazin für Ärzte und/oder Patienten, sondern lediglich eine Art Klatschblatt für Akademiker (analog der "Bild" als Blatt für den "kleinen Mann").
Ach, aber Wikipedia schon??
Im Gegensatz zu dem Artikel sollen die Wikipedia-Artikel keine Entscheidungshilfe sein, sondern erst einmal nur der allgemeinen Information dienen. Wer sie gelesen und weitgehend verstanden hat, geht immerhin nicht völlig unbedarft in ein Gespräch mit einem Arzt (welcher auch immer das sein mag) und kann vielleicht sogar ganz gezielte Fragen stellen und anhand der Antworten den Arzt besser einschätzen.
Wie dem auch sei, Elli dürfte mittlerweile so stark verunsichert sein (oder von dir bestärkt), dass sie die OP bestimmt durchführen lassen wird ohne sich nochmal eine andere Meinung anzuhören.
Ich hoffe doch sehr, daß sie inzwischen damit begonnen hat, sich auf der weiter oben von mir verlinkten Bandscheiben-Website samt Forum umzusehen (und sich ggf. auch in diesem Forum angemeldet hat, u.a. um weitere Meinungen einzuholen und einen oder zwei geeignete Neurochirurgen zu finden).

Wegen der Skoliose wird sie sich ohnehin gelegentlich beim Orthopäden vorstellen und Röntgenaufnahmen anfertigen lassen, sodaß man eine Progredienz höchstwahrscheinlich rechtzeitig bemerken würde.

Übrigens habe ich ebenfalls schon mit Leuten gesprochen, die vor nicht allzu langer Zeit eine Bandscheiben-OP (oder deren mehrere) durchführen ließen. Deshalb weiß ich auch, daß der Trend inzwischen bei den meisten Ärzten wieder in die andere Richtung geht, d.h. bis zu einer OP wird eher länger abgewartet als noch vor wenigen Jahren.

Anne
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