OP nach dem Halm-Zielke-Verfahren

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
Stumpfi

Meine OP

Beitrag von Stumpfi »

Also ich bin 15 und wurde im August 07 in Neustadt nach dem Halm-Zielke-Verfahren operiert. Hatte eine Skoliose von über 110° oben und unten ungefähr 70° trotz 23 Stunden am Tag Korsett und Krankengymnastik. Da ich operiert werden musste habe ich micht zuerst in Bad Wildungen vorgestellt. Doch die ganze Klinik hat mir nicht gefallen die Ärzte auch nicht usw... hätte mich einfach nicht freiwillig dort auf den Op-Tisch gelegt. Dann hat mein Orthopäde mir Prof. Dr. med. Henry Halm vorgeschlagen, da er nach der Meinung meines Orthopäden die Besten am Platze seien ;) . Halm machte einfach einen netten Eindruck und ich habe mich sozusagen "aufgehoben gefühlt" und mich dazu entschlossen mich operieren zu lassen (eigentlich wäre mir auch gar nichts anderes übrig geblieben). Meine Skoliose wurde dann nach dem Halm-Zielke-Verfahren von der Seite und von hinten operiert, die Bandscheiben entfernt und mit Schrauben und Stäben versteift. Zusätzlich wurden noch Teile meiner Rippe "drübergestreut" um es auf Dauer zu festigen. Ich war 2 Tage auf der Intensivstation wo ich laut Aussagen meiner Eltern schon aufgestellt wurde. An die 1. Woche erinnere ich mich gar nicht mehr oder nur noch flüchtig.
Ich habe es bis jetzt noch nicht bereut operiert zu sein. Ich kann wieder alles machen und habe keine Einschränkungen.
Fühle mich fit und lebendig wie nie ;)
Locke
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OP nach halm-Zielke

Beitrag von Locke »

Hallo Stumpfi,

ich habe deine Meldung über Halm Zielke mit viel Interesse gelesen. Du hast geschrieben, dass du nun wieder alles machen kannst und keine Einschränkungen hast. Heißt das, dass bei Halm-Zilke keine Versteifung erfolgt??

Der Grund meiner Frage ist, dass bei unserem Sohn (7 Jahre) demnächst auch eine OP ansteht. Derzeit informieren wir uns gerade über mögliche OP-Verfahren (VEPTR, SMA). Aufgrund seines Alters suchen wir eine Methode bei der keine Versteifung erforderlich ist und trotzdem ein größtmögliches Maß an Beweglichkeit gegeben ist.
Es wäre schön, wenn du kurz erklären könntest was bei dem das Halm-Zielke Verfahren gemacht wird..

Gruß Locke
Lady S
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Geschlecht: weiblich
Diagnose: idiopathische Adoleszenzskoliose
2013: lumbal 64°, thorakal 56°, inzwischen vermutlich deutlich mehr.
Therapie: Seit 2003 Schroth-KG, 3 Rehas in Bad Salzungen.
Wohnort: Nähe Stuttgart

Beitrag von Lady S »

Hallo Locke,
ich glaube, da hast Du was mussverstanden:
Stumpfi hat geschrieben: die Bandscheiben entfernt und mit Schrauben und Stäben versteift.
Hast Du Dich auch schon mal im http://www.skoliose-op.info umgeschaut?
Grüsse, Lady S
Locke
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OP nach Halm-Zielke Verfahren

Beitrag von Locke »

Hallo Lady S.,
sorry, dies hatte ich überlesen.
Danke für den Tipp mit skoliose-op.info. Dort habe ich auch schon gestöbert. Derzeit sind mir die Verfahren VEPTR und SMA bekannt, bei denen ein normales Wachstum möglich sein soll. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann gibt es zwar bei VEPTR keine Versteifung, dennoch liegen Einschränkungen in der Bewegung vor, wobei ich diese nicht genauer benennen könnte.
Bei SMA gibt es wohl keine Bewegungseinschränkungen, aber ich weiß derzeit noch nicht, ob dieses Verfahren auch bei Halbwirbelbildung eingesetzt werden kann. Dieses Methode ist wohl relativ neu, so das kaum Infos zu finden sind.

Hast du vielleicht noch eine Idee wo man sich ganz allgemein informieren kann?

Gruß Locke
BeaBu82

Beitrag von BeaBu82 »

Hi,
ich wurde in Neustadt/Holstein von Dr.Halm operiert nach der Halm-Zielke Methode. Meine Skoliose betrug 92Grad und war auf der rechten Seite. Trotz Korsett (seit ich 13 war) musste/wollte ich mich mit 19Jahren operieren lassen. Das Krankenhaus ist wirklich sehr schön die Ärzte und Schwestern sehr sehr nett. Ich war 3 Wochen da. Eine Woche zu Voruntersuchungen, eine Woche Intensivstation, und die letzte bis alle meine Werte/Blut wieder im Lot waren.
Dann war ich noch 6 Wochen daheim und bin dann wieder zur Schule/hatte Ausbildung gemacht.

Die Schmerzen sind tatsächlich sehr schlimm, ohne Schmerzmittel ging die ersten zwei Woche gar nichts. Liegen kann man nicht egal was man tut es schmerzt. In der Klinik war der Gang den Flur runter (100m) ein wahre Leistung. Ich will nix beschönigen, es ist die Hölle und es tut wirklich Schweine weh. Am schlimmsten habe ich aber die Intensivstation im Gedächtniss. .... aber wieder sich normal Kleiden zu können wenn alles abgeheilt ist macht auch diese Erfahrung wieder gut.
Jetzt ist meine Skoliose 52Grad. Hört sich immer noch viel an, ist aber kein Vergleich mehr zu vorher. Meine rechte Schulter war erhöht die wurde wieder gut begradigt und rein optisch fällt es keinem ausser mir mehr auf das ich einen krummen Rücken habe.

Ich würde diese OP auch noch mal machen und stehe selber gerade wieder vor der Entscheidung eine Rippenbuckelresektion machen zu lassen, auch in Neustadt/Holstein und suche dazu noch Infos.

Ich hoffe ich konnte dir helfen, wenn du noch fragen hast:
BeateBudai@gmx.de

Liebe Grüße Bea
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