Ich bin ganz neu hier im Forum und weiß nicht recht ob ich hier richtig bin, da ich nicht die oben genannten Krankheiten habe.
Ich bin kleinwüchsig (118cm) und meine Art Kleinwuchs nennt sich Enchondrale Dysostose. Meine Hüftgelenke sind nur zum Teil vorhanden, und die Wirbelsäule ist nicht so gerade wie man es bei großgewachsenen sieht. Habe auch leichte Fehlstellung der Beine. Aber sehe eigentlich relativ "normal" aus, halt nur kleiner geraten
Bis jetzt ging es mir in den letzten 33 jahren meines Lebens recht gut. Außer die Beschwerden, die jeder gesunde Mensch auch haben kann, wie zB Spannungskopfschmerzen ab und zu, oder mal hier und da Rückenschmerzen, die aber nach ein paar mal einreiben wieder verschwinden. Ich kann auch laufen, aber halt lange nicht so weit wie andere.
Nun dachte ich mir vor ein paar Wochen, suche ich mir mal einen Orthopäden des Vertrauens, falls z.B. eine Behörde mal wieder in einem Vordruck nach dem behandelnden Facharzt fragt (Der den ich früher hatte gibt es nicht mehr)
Erst war ich ganz begeistert von meiner neuen Arzt-Wahl. Denn ich bekam doch tatsächlich ohne zu fragen direkt ein Rezept für Krankengymnastik für meine Schulterblatt-Schmerzen (hatte mich verhoben) Dann kam jedoch direkt der Vorschlag, daß ich mal nach Langensteinbach zum Prof. Harms fahren soll. Der sollte sich dann mal ein Bild von mir machen wegen meiner Dens-Dysplasie. (Mir fehlt, wie vielen Kleinwüchsigen, der Dens ganz oben an der HWS) Bis jetzt sagten immer alle Ärzte das sei nicht weiter tragisch, man kann gut damit leben, im Alltag kann nix passieren. Man sollte sich halt im Nacken nicht einrenken lassen usw...
Dann mußte ich, bevor man einen Termin bekommt für Langensteinbach, einen Neurologischen Befund einholen, weil ich seit Kindheitstagen ein Taubheits-Gefühl in den Fingerspitzen habe. Und zur Kernspin wegen HWS.
Ok, gesagt, getan... Der Arzt, bei dem ich den MRT machen ließ, zeigte mir hinterher die Bilder und sagte daß 3. und 4. Halswirbel wohl mal nen leichten Bandscheibenvorfall hatten, und daß oberhalb eine leichte Vernarbung am Rückenmark sei. Ich sagte daß ich als Kind einen schlimmen Treppensturz hatte, und 2 Wochen mit Halskrause im KH war. Und er meinte dann sei es wahrscheinlich davon, und es sei nichts schlimmes wo man handeln müßte, weil das alles schon "veraltete Wunden" seien, die ja bis jetzt keine Nachwirkungen hatten in den letzten 29 Jahren. Da war ich erstmal erleichtert....
So, ich wieder zu meinem neuen Orthopäden... Der machte jedoch voll die Panik wegen der Narben im Rückenmark. "Ich könnte froh sein daß ich bis jetzt noch nicht querschnittsgelähmt bin, und wenn ich zB nen Unfall hätte würde das direkt eintreten. usw" Ich erwiederte daß ich bereits 2 Auffahrunfälle hatte und immernoch fit bin. Da sagte er mir daß das dann reine Glückssache war. Und ich soll unbedingt zum Prof. Harms daß der sich das "mal anschaut" ob man die HWS nicht vielleicht stabilisiern sollte mit ner OP. Und er hat nur den schriftlichen Befund gelesen. Die CD mit den Fotos hatte ich dabei, die wollte er gar nicht sehen...
Ich sagte daß es mir bis jetzt auch ohne OP ganz gut geht, und daß gerade eine HWS-OP ja nicht ganz ohne sei. Aber er sagte daß er sich nicht "an mich ran traut" solange nicht der Prof. Harms seine Meinung sagt, und wenn er meint daß müßte operiert werden, dann sollte ich das auch tun. Wenn nicht hätte ich halt Glück.
Und außerdem hätte das nichts zu heißen daß es mir bis jetzt gut geht, ich könnte ja auch morgen schon querschnittsgelähmt sein wenn ich pech habe... WOOT???
Jeder normale Mensch kann das auch sein wenn er die Treppe runterfällt, oder?
Meine Physiotherapeutin meint ich soll da nicht wieder hingehen und mir nen "fähigen" Orthopäden suchen. Alle anderen bei denen ich früher war haben mir nie solche "Schauergeschichten" erzählt, obwohl sie meine Krankenakten und Röntgenbilder auch kennen...
Ich hab mich total aufgeregt, weil es mir so vor kommt, als wolle er mir unbedingt ne HWS-OP aufdrängen.
Aber was soll ich in Langensteinbach? 3 Std Autofahrt für einen Befund den ich schon kenne und vielleicht eine Aussage wie: "wenn sie das nicht operieren dann..." Wo ich doch bis heute gar keine Schmerzen habe?
Was sagt ihr dazu? Hat vielleicht jemand ähnliche Diagnosen bzw Erfahrungen?
Gruß,
binehase

