Das erste Mal bei einer Schroth-Therapeutin
Verfasst: Di, 08.08.2006 - 10:59
Hallo in die Runde,
wie ich ja bereits in der letzten Woche schrieb, sind wir durch Bad Sobernheim aufmerksam gemacht worden, dass auch wir vor Ort eine Schroth-Therapeutin haben.
Ich nun in der letzten Woche zu der normalen KG unserer Tochter hin und ihr mitgeteilt, dass sie das vorhandene Rezept abturnt und wir dann den Therapeuten wechseln. So richtiges Verständnis konnte sie nicht aufbringen, da auch sie angeblich viele Skoliose Kinder versorgt.
Naja, wie dem auch sei, wir haben gewechselt. Gestern nun der erste Termin bei der neuen Therapeutin. Ich sag nur: holla, die Waldfee, da geht's rund. Als erstes verlangte sie die Röntgenbilder, die ich ja nun nicht hatte. Nun ja, die holen wir uns jetzt und am Do. können wir sie auch mitnehmen zur nächsten Stunde.
Dann ging's daran, dass sich unsere Tochter ausziehen sollte. Bisher habe ich ihr immer geholfen. So z. B. beim Bücken, gerade auch beim Anziehen. Ne, ne, meinte die gute Frau, das müsse unsere Tochter schon selber machen. Sie zeigte ihr auch gleich ein paar "Tricks" und was soll ich sagen: es klappt! Für unsere Tochter sicherlich ein großer Erfolg!
Dann musste sich unsere Tochter vor einen Spiegel stellen mit Korsett. Dabei legte sie größtes Augenmerk auf die Haltung. Knie nicht überstreckt (wie sie besonders gerne tut) und Füße gleichmäßig belastet. Hier und da noch ein paar Mängel angesprochen. Dann das Korsett ausziehen.
Unsere Tochter musste sich vorneigen und die KG zeichnete mit einem Bleistift alles in die Zeichnung ihrer Krankenakte ein. Wiederholt bat sie unbedingt um die Röntgenbilder, damit sie ihre Diagnose auch noch mal bestätigt bekommt und richtig behandeln kann. Dann wiederum Korrektur im Stehen ohne Korsett. Knie nicht durchdrücken, Schultern nicht nach vorn hängen lassen, Füße gleichmäßig belasten usw.
Ich bekam auch gleich mein "Fett weg", weil ich schief saß und genauso schlecht stand. Sie sagte zu unserer Tochter, dass die Haltung ihr in Fleisch und Blut übergehen müsse und sie auch unbedingt uns (ihre Eltern) korrigieren darf. Wir müssen in diesem Fall wie ein Team zusammen arbeiten, betonte sie. Wir alle sollen jetzt immer gegenseitig auf unsere Haltung achten. Im Stehen wie auch im Sitzen.
Was soll ich sagen, nach gut 40 Minuten war die erste Stunde KG vorbei und wir haben ne Menge Tipps für die Zukunft mit auf den Weg bekommen. Das macht Hoffnung! Sie erzählte mir außerdem, dass sie die Schroth-Therapie noch unter der Tochter von Katharina Schroth gelernt hat. Die Dame sei heut schon über 80, verfüge aber über ein Wissen, dass sie nur bewundern kann. Jetzt weilt sie, soweit es ihre Zeit zulässt, immer wieder in Bad Sobernheim zum hozpitieren. Leider sei ein wenig der "Strenge" in Bad Sobernheim in den letzten Jahren verloren gegangen, bedauerte sie.
Aber sie sei sehr konsequent und unsere Tochter bräuchte gar nicht erst versuchen, ihr was vorzumachen. So, von wegen, sie trägt das Korsett und tut's dann doch nicht. Spätenstens nach der 10. Stunde würde auch unsere Tochter sie mit einem Fluch belegen, aber das nütze nichts, da muss sie jetzt durch. Denn nur diese Therapie wäre die einzig richtige bei Skoliose.
Alles in allem habe ich das Gefühl, dort den absolut richtigen Griff getan zu haben. Ich hoffe, dass das das Beste für unsere Tochter ist.
Einen schönen Tag wünscht Euch Mischidel
wie ich ja bereits in der letzten Woche schrieb, sind wir durch Bad Sobernheim aufmerksam gemacht worden, dass auch wir vor Ort eine Schroth-Therapeutin haben.
Ich nun in der letzten Woche zu der normalen KG unserer Tochter hin und ihr mitgeteilt, dass sie das vorhandene Rezept abturnt und wir dann den Therapeuten wechseln. So richtiges Verständnis konnte sie nicht aufbringen, da auch sie angeblich viele Skoliose Kinder versorgt.
Naja, wie dem auch sei, wir haben gewechselt. Gestern nun der erste Termin bei der neuen Therapeutin. Ich sag nur: holla, die Waldfee, da geht's rund. Als erstes verlangte sie die Röntgenbilder, die ich ja nun nicht hatte. Nun ja, die holen wir uns jetzt und am Do. können wir sie auch mitnehmen zur nächsten Stunde.
Dann ging's daran, dass sich unsere Tochter ausziehen sollte. Bisher habe ich ihr immer geholfen. So z. B. beim Bücken, gerade auch beim Anziehen. Ne, ne, meinte die gute Frau, das müsse unsere Tochter schon selber machen. Sie zeigte ihr auch gleich ein paar "Tricks" und was soll ich sagen: es klappt! Für unsere Tochter sicherlich ein großer Erfolg!
Dann musste sich unsere Tochter vor einen Spiegel stellen mit Korsett. Dabei legte sie größtes Augenmerk auf die Haltung. Knie nicht überstreckt (wie sie besonders gerne tut) und Füße gleichmäßig belastet. Hier und da noch ein paar Mängel angesprochen. Dann das Korsett ausziehen.
Unsere Tochter musste sich vorneigen und die KG zeichnete mit einem Bleistift alles in die Zeichnung ihrer Krankenakte ein. Wiederholt bat sie unbedingt um die Röntgenbilder, damit sie ihre Diagnose auch noch mal bestätigt bekommt und richtig behandeln kann. Dann wiederum Korrektur im Stehen ohne Korsett. Knie nicht durchdrücken, Schultern nicht nach vorn hängen lassen, Füße gleichmäßig belasten usw.
Ich bekam auch gleich mein "Fett weg", weil ich schief saß und genauso schlecht stand. Sie sagte zu unserer Tochter, dass die Haltung ihr in Fleisch und Blut übergehen müsse und sie auch unbedingt uns (ihre Eltern) korrigieren darf. Wir müssen in diesem Fall wie ein Team zusammen arbeiten, betonte sie. Wir alle sollen jetzt immer gegenseitig auf unsere Haltung achten. Im Stehen wie auch im Sitzen.
Was soll ich sagen, nach gut 40 Minuten war die erste Stunde KG vorbei und wir haben ne Menge Tipps für die Zukunft mit auf den Weg bekommen. Das macht Hoffnung! Sie erzählte mir außerdem, dass sie die Schroth-Therapie noch unter der Tochter von Katharina Schroth gelernt hat. Die Dame sei heut schon über 80, verfüge aber über ein Wissen, dass sie nur bewundern kann. Jetzt weilt sie, soweit es ihre Zeit zulässt, immer wieder in Bad Sobernheim zum hozpitieren. Leider sei ein wenig der "Strenge" in Bad Sobernheim in den letzten Jahren verloren gegangen, bedauerte sie.
Aber sie sei sehr konsequent und unsere Tochter bräuchte gar nicht erst versuchen, ihr was vorzumachen. So, von wegen, sie trägt das Korsett und tut's dann doch nicht. Spätenstens nach der 10. Stunde würde auch unsere Tochter sie mit einem Fluch belegen, aber das nütze nichts, da muss sie jetzt durch. Denn nur diese Therapie wäre die einzig richtige bei Skoliose.
Alles in allem habe ich das Gefühl, dort den absolut richtigen Griff getan zu haben. Ich hoffe, dass das das Beste für unsere Tochter ist.
Einen schönen Tag wünscht Euch Mischidel