@heaven:
ein Training mit mehr Koordination ist z.B. Training mit freien Gewichten (Lang- bzw. Kurzhanteln) und Seilzügen. Aber ohne Fixierung eines oder mehrerer Körperteile.
@Klaus:
Ich habe nie gesagt, dass 1-Satz-Training und Fixationen immer zusammengehen. Allerdings ist dies bei Kieser der Fall.
Du hast selbst davon gesprochen, dass Du im 1-Satz-Training mit Fixation trainierst.
Klaus hat geschrieben:Es geht doch eher darum, wo ich das mache, an welchen Geräten, nur beim freien Training oder in einer Mischform.
Mit "freiem Training" meinst Du wahrscheinlich das Training mit freien Gewichten, oder?
Training mit freien Gewichten erfordert ein hohes Maß an Koordination. Damit ist es natürlich auch für Fehler offen. Das ist einer der Gründe, warum es in Studios nicht so häufig gesehen wird. Denn in Geräten, vor allem mit Fixation, ist das Fehlerpotential reduziert. Allerdings auch die Effektivität und der Alltagstransfer (siehe mein letztes Posting).
Klaus hat geschrieben:Ob ich nun 1 Satz oder 3 Sätze mache, hat nichts mit Fixierung zu tun. Es geht doch eher darum, wo ich das mache, an welchen Geräten, nur beim freien Training oder in einer Mischform.
Man kann sich dann wissenschaftlich streiten, ob nun der Muskelaufbau durch unterschiedlich angebrachte Energie unterschiedlich reagiert. Man kann ja die Energie zum Ermüden des Muskels durch sehr langsame Bewegung im 1 Satz Training anbringen oder durch schnellere Bewegungen im 3 Satz Training.
Der springende Punkt ist der schon von mir genannte Grundsatz: "Das was ich trainiere wird sich verbessern".
Also muss ich schauen, was ich im Alltag brauche. Brauche ich mehr langsame Bewegungen, die nicht häufig wiederholt werden oder Bewegungen in normalem Tempo, die eine gewisse Wiederholungszahl aufweisen? Das kann jeder mal an sich schauen, welche Arten mehr im Alltag vorkommen.
Es macht sicher Sinn, die eine oder andere Einheit 1-Satz-Training mit sehr langsamem Bewegungsablauf mit einzubauen.
Die reine Ermüdung der Muskulatur ist auch nicht das Ziel. Diese kann man auf viele verschiedene Arten erreichen. Es geht vielmehr um den Trainingsreiz, der die Wirkung des Trainings ausmacht.
Ein Beispiel: macht es für eine Sprinter Sinn, schwerpunkmäßig Marathon zu trainieren? Mit Sicherheit nicht. Die Spritzigkeit und Explosivität würde verloren gehen. Macht es für einen Marathonläufer Sinn, schwerpunktmäßig Sprint zu trainieren? Nein: unter anderem die Ausdauer geht verloren.
Das heisst aber nicht, dass Sprinter nicht Ausdauer trainieren und Marathonläufer nicht den Sprint. Nur niemals als Schwerpunkt.
Den Sport kann man gut auf den Alltag übertragen. Denn die Trainingsprinzipien bleiben dieselben. Muskulatur reagiert auf spezifische Reize - egal, ob als Sportler oder "Normalsterblicher".
Klaus hat geschrieben:Ich denke, ich trainiere in einem "normalen" Studio, aber Alex, was ist für Dich ein "normales" Studio. Ist das evtl. kein Fitness Studio, sondern eher das, was in den erweiterten KG Praxen zu finden ist?
Ein "normales Studio" ist für mich eines, welches nicht in erster Linie mit Fixationen arbeitet, sondern einen großen Bereich mit freien Gewichten und Seilzügen anbietet. Ich meine damit keine Physiopraxis.
Ich finde es gut, wenn Du Dich in Deinem Studio wohlfühlst und es so für Dich passt.
Aber es gibt genug andere Forumteilnehmer hier, die nicht die Erfahrung von Dir haben. Und für die finde ich es wichtig, die Unterschiede darzustellen. Dann kann sich jeder selber entscheiden, wie er trainieren möchte.
Gruß,
Alex