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Während einer Kur in Salzungen verknackst ?????

Verfasst: Di, 20.07.2004 - 08:20
von J-Maria
Ich habe heute gar nicht gut geschlafen ...

Meine Tochter (14) ist gerade in Salzungen.
Sonntags sagte sie, dass sie Schmerzen an der Wirbelsäule hat.
Sie sagte es tut weh, wenn sie sich da anlehnt oder
auf einer harten Unterlage liegt oder an dieser Stelle angefasst wird.
Bei Nichtberühren und im liegen auf einer weichen Unterlage (im Bett)
hat sie gar nichts gespürt.
Ich hatte es für Muskelkater, oder eine Verspannung gehalten; nichts sehr Ernstes
Montags (gestern) ist sie damit zum Arzt gegangen und hat mir
folgende SMS geschickt: „Ich hab mich verknackst, alles ok“

Ihr „alles ok“ – hat mich überhaupt nicht beruhigt. :nein:

Als wir dann abends telefonierten, erzählte sie, dass Dr. Steffan ihre WS eingerenkt hat, sie sagte ein Knacken :eek: war zu hören, was aber nicht weh getan hat.

Ich mache mir viele Gedanken. :confused:

@ Dr. Steffan,
was ist denn da passiert?
Wie entseht dieser Zustand?
Hat es mit der KG oder sonstigen Anwendungen da vor Ort zu tun?
Und vor allem, wie schlimm ist denn so was?

@alle
Hat jemand Erfahrungen damit gemacht?

LG

J-Maria

Verfasst: Di, 20.07.2004 - 09:33
von netkitty
Hi J-Maria,

mach dir erstmal nicht zu viele Sorgen.
Ich hatte während meiner Reha auch eine Blockade
(das ist das was ich vermute, was deine Tochter erlebt hat)
Wenn sie hypermobil ist, dann ist das nichts außergewöhnliches.
War das das erste mal???
Ich habe das immer mal wieder, kann nicht genau sagen woher es kommt, kann aber inzwischen ganz gut damit umgehen und ich bekomme sie in den meisten Fällen auch ohne Einrenken wieder weg.
Aushängen und eine spezielle Lagerungstechnik haben sich gut bewährt.
z.B. auf dem Bauch über einen Peziball legen.
Vorsicht allerdings bei Blockaden im Bereich der HWS!!!
Da sollte dann doch ein Fachmann ran.

Grüsse
Nicole

Re: Wehrend einer Kur in Salzungen verknackst ?????

Verfasst: Di, 20.07.2004 - 10:59
von Dr. Steffan
J-Maria hat geschrieben:Ich habe heute gar nicht gut geschlafen ...

Meine Tochter (14) ist gerade in Salzungen.
Sonntags sagte sie, dass sie Schmerzen an der Wirbelsäule hat.
Sie sagte es tut weh, wenn sie sich da anlehnt oder
auf einer harten Unterlage liegt oder an dieser Stelle angefasst wird.
Bei Nichtberühren und im liegen auf einer weichen Unterlage (im Bett)
hat sie gar nichts gespürt.
Ich hatte es für Muskelkater, oder eine Verspannung gehalten; nichts sehr Ernstes
Montags (gestern) ist sie damit zum Arzt gegangen und hat mir
folgende SMS geschickt: „Ich hab mich verknackst, alles ok“

Ihr „alles ok“ – hat mich überhaupt nicht beruhigt. :nein:

Als wir dann abends telefonierten, erzählte sie, dass Dr. Steffan ihre WS eingerenkt hat, sie sagte ein Knacken :eek: war zu hören, was aber nicht weh getan hat.

Ich mache mir viele Gedanken. :confused:

@ Dr. Steffan,
was ist denn da passiert?
Wie entseht dieser Zustand?
Hat es mit der KG oder sonstigen Anwendungen da vor Ort zu tun?
Und vor allem, wie schlimm ist denn so was?

@alle
Hat jemand Erfahrungen damit gemacht?

LG

J-Maria
Ich denke nicht, dass wir das im Forum diskutieren sollten. Zunächst einmal müssen sie sich keine Gedanken machen. Rufen sie mich einfach am Mittwoch an. Ich kann ihnen dann gerne mehr dazu sagen. Tel. 03695-651287.

Re: Wehrend einer Kur in Salzungen verknackst ?????

Verfasst: Di, 20.07.2004 - 17:50
von J-Maria
DrSteffan hat geschrieben:
Ich denke nicht, dass wir das im Forum diskutieren sollten. Zunächst einmal müssen sie sich keine Gedanken machen. Rufen sie mich einfach am Mittwoch an. Ich kann ihnen dann gerne mehr dazu sagen. Tel. 03695-651287.
Wollte mich heute noch bei Fr. Dr. Kleineberg erkündigen,
aber melde mich dann also morgen bei Ihnen.

MfG
J-Maria

Verfasst: Di, 20.07.2004 - 18:02
von J-Maria
Hi Nicole,
netkitty hat geschrieben: mach dir erstmal nicht zu viele Sorgen.
leichter gasagt ... :zwinker:

Ja, das war das erste Mal, dass Jenni damit zu tun bekommen hat.
Eigentlich hatte sie bis jetzt gar keine Schmerzen, die mit Skoliose verbunden wären.
Die Skoliose ist ja bei ihr zufällig entdeckt worden ohne, dass sie Beschwerden hätte, und auch die ganze Behandlung (Korsetttherapie, Schroth) läuft – kann ich schon fast sagen, nachdem ich hier im Forum von verschiedensten Problemen gelesen habe – problemlos.

Ich bin hier immer wieder auf das Wort „Blockaden“ gestoßen, habe mich damit aber nicht weiter beschäftigt. Hab’ mich bis jetzt nur auf die Skoliose-Themen konzentriert, die uns unmittelbar betreffen. Dieses Feld scheint sich zu erweitern ... :frown:

Danke für Deine Tipps. :)

Morgen werde ich mit Dr. Steffan telefonieren,
er wird mir genau sagen können was nun ist und
wie Jennifer damit umgehen soll.

LG
J-Maria

Verfasst: Fr, 30.07.2004 - 12:36
von J-Maria
Hallo Nicole,

wie Du schon vermutet hast, es waren Blockaden.

Dr. Steffan hat mir dann in dem Tel-Gespräch mehr dazu erzählt und
ich habe mich auch jetzt mehr mit dem Thema beschäftigt.

Bis jetzt blieb es nur bei diesem einem Mal.
Dr. Steffan sagte, es kommt verstärkt vor, wenn die WS
hin und her geschoben wird.
1. durch intensives Schrothen
2. durch das reduzieren der Korsetttragezeit
Weiter sagte er, dass es nicht unmittelbar gefährlich ist
und wie wir damit umgehen sollen.

Das Gespräch mit Dr. Steffan hat mich nur bedingt beruhigt.
Es liegt daran, dass ich schon weiter denke. Auch wenn das Problem Blockaden
durch chiropraktische Behandlung gut in Griff zu bekommen ist, ist meine Sorge (Vermutung), dass das doch auf Dauer keine gute Auswirkung haben kann.
Wenn an der WS schon in Teenageralter etwas hin und her verrutscht,
dann kann es doch für die Stabilität und Belastbarkeit der WS, langzeitig gesehen, nicht ohne Einfluss sein.

Unser Ziel ist, durch diesen Vorfall um so mehr verstärkt, die Muskulatur
aufzubauen. Ich mach’ mir da nichts vor, es wird nicht leicht sein, vor allem
die Regelmäßigkeit der Übungen einzuhalten. ;)

Parallel werde ich mich mit der Hypermobilität meiner Tochter beschäftigen.
Wie kommt das?
Bindegewebeschwäche? – Wenn ja, wodurch verursacht.

Grüße
J-Maria

Verfasst: So, 01.08.2004 - 23:11
von Toni
Bindegewebeschäche
Das ist für mich schon fast ein Reizwort.
Ich komm da nicht weiter....
Selbst der Begriff "Bindegewebe" ist nicht präzise definiert.
Es sind Gewebestrukturen und "Eiweise" wie Collagen und Gelatine im Spiel. Die Knorpel und deren Dichte (Weichheit/Festigkeit) spielen eine große Rolle.
Eines ist mir auch noch unklar: Welche Rolle spielen weibliche "Weichmacher"-Hormone? Oestrogene, Gestagene, frühe "Pillen"-Einnahme???

Die von Bindegebeschwäche möglichen Symptome und Krankheiten sind sehr vielfältig, das Thema ist extrem komplex und kompliziert.
Mir wurde auch mehrfach "Bindegewebsschwäche"= weiches lockeres Bindegewebe nachgesagt. Tatsächlich habe ich Venen- und Lymphödemprobleme und bekomme z.B. abendlich dicke, geschwollene Beine, wenn ich keine med. Kompressionsstrümpfe trage. Ein mögliches Symptom von Bindegewebsschwäche.
Ich hatte extreme Probleme mit meinem Dickdarm, bis er mir in einer große OP bis auf einen kleinen Rest entfernt wurde. Ichhatte den ganzen Dickdarm übersäht mit Divertikeln, (kleinen sackförmigen Ausstülpungen der Dickdarmwand) die sich immer häufiger und immer stärker entzündeten, bis ich fast daran krepierte.
Daß meine Knorpelanteile der WS ziemlich marode sind (Osteochondrose) ist bei M. Scheuermann ganz normal. Aber wovon kommt diese "Knorpelminderwertigkeit"?
Bei meinem letzten Besuch röngte Dr. Hoffmann erstmal auch mein Knie und Sprunggelenk und stellte deutliche Früharthrosen fest. Auch hier sind meine Knorpelschichten schon sehr verschlissen.

Als ich noch auf die Jagd gegangen bin war ich imer verblüfft über die feste, stabile Konsistenz der Fascien (Zwischenschichtenhäute) bei Wildtieren (Wildschwein im Vergleich zu Hausschwein) Die Wildschweine hatten immer ein extrem festen Bindegewebe , Hausschweine hingegen extrem weiches und fast nicht vorhandenes. Da beide Tierarten genetisch fast völlig identisch sind, muss es stark von der Bewegung der Tiere abhängen! Ich meine schon das Bindegewebe- nicht das Muskelfleisch!-
(oder Extrembeispiel Stallhase (Zuchtkaninchen) zu Wildhase/Wildkaninchen).

Ich bin überzeugt, daß man dem Bindegewebe (und den Muskeln) nur mit intensivem Training UND Kältereizen ( z.B. wie bei den Therapiemethoden von Pfarrer Sebastian Kneipp) festigen und stabilisieren kann.
Ich litt vor meiner Therapie sehr unter extremen Blockaden. Ich hatte (gottseidank) keine einzige Blockade mehr, seit ich Schrothe und mein Korsett trage!
Ich kann heute problemlos auch ohne Korsett wieder Dinge tun, die früher sofort eine Blockade verursacht hätten. Es ist schon eerheblich wie gut die autochtone Muskulatur und ein gefestigtes Bindegewebe die WS stabilisieren und "einpaketieren".
Wenn deine Tochter fleißig an sich arbeitet, dann wäre ich zuversichtlich!
Gruß Toni

Verfasst: Mo, 02.08.2004 - 00:57
von micros
Toni hat geschrieben: Wenn deine Tochter fleißig an sich arbeitet, dann wäre ich zuversichtlich!
... wenn ich fleißig an mir arbeiten würde!

Sag mal gaaaaanz ehrlich, du hast keine einzige Blockade mehr seit du Schroth regelmäig ( + Korsett) machst??

Wenn das wirklich so ist ( was ich dir eigentlich auch glaube), dann weiß ich nicht, warum ich nicht jeden Tag min. eine halbe Stunde Schrothe und auch sonst Sport mache ..... keine Blockaden mehr,das wär schön...

ich glaube,Toni, ich werde jetzt wieder vieeeeeeeel mehr schrothen!!
Danke für die Motivation!!

Verfasst: Mi, 04.08.2004 - 22:15
von J-Maria
Hi Toni
Toni hat geschrieben:
Die von Bindegebeschwäche möglichen Symptome und Krankheiten sind sehr vielfältig, das Thema ist extrem komplex und kompliziert.
Auch wenn es so ist, will ich mich damit beschäftigen.
Als ich noch auf die Jagd gegangen bin war ich imer verblüfft über die feste, stabile Konsistenz der Fascien (Zwischenschichtenhäute) bei Wildtieren (Wildschwein im Vergleich zu Hausschwein) Die Wildschweine hatten immer ein extrem festen Bindegewebe , Hausschweine hingegen extrem weiches und fast nicht vorhandenes. Da beide Tierarten genetisch fast völlig identisch sind, muss es stark von der Bewegung der Tiere abhängen!
Die Ernährung könnte hier auch eine Rolle spielen.
Ich bin überzeugt, daß man dem Bindegewebe (und den Muskeln) nur mit intensivem Training UND Kältereizen ( z.B. wie bei den Therapiemethoden von Pfarrer Sebastian Kneipp) festigen und stabilisieren kann.
Ich kann noch nichts viel zu diesem Thema sagen, bin noch dabei Informationen zu sammeln.
Ich litt vor meiner Therapie sehr unter extremen Blockaden. Ich hatte (gottseidank) keine einzige Blockade mehr, seit ich Schrothe und mein Korsett trage!
Meine Tochter hatte ihre erste (bis jetzt auch einzige) Blockade als sie ihre Korsetttragezeit auf der Kur reduziert hat und gleichzeitig intensiv geschrothet hat.
Wenn deine Tochter fleißig an sich arbeitet, dann wäre ich zuversichtlich!
Wir haben auch vor durch die Physiotherapie die Muskulatur zu stärken.
Was die Bindegewebeschwäche angeht, verfolge ich noch andere Anhaltspunkte.

Grüße

J-Maria