Hilfe! Wer bezahlt "techn. Hilfsmittel" für Arbeit

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Blackfriday
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Hilfe! Wer bezahlt "techn. Hilfsmittel" für Arbeit

Beitrag von Blackfriday »

Bitte helft mir bei folgendem Problem:
Vorgeschichte:
Ich habe seit meinem zwölften Lebensjahr eine Spondyloptose L5/S1, die inzwischen (seit 1993, da war ich 17) mehrfach (13 mal) operiert worden ist. Die letzte "große" OP war letztes Jahr im Mai und die war auch sehr erfolgreich (ich hab zwar jetzt nen Wirbel (L5) weniger, aber das macht den Kohl auch nicht fett....). Ich bin jetzt von L3 bis S1 versteift, was aber glücklicherweise keine Probleme bereitet, außer das ich Beulen auf dem Rücken habe, wo die Schrauben drunter sind....
Nach der OP hatte ich drei Monate ein Gips-Korsett und danach noch für 5 Monate eine Rumpforthese (SofTec Lumbo Long). Seit Weihnachten durfte ich dann alles wieder machen, natürlich möglichst vorsichtig. Ich bin also viel schwimmen gegangen etc.... Außerdem habe ich mindestens 2 mal in der Woche Krankengymnastik.
Im Mai ist mir dann ein Stab gebrochen. Weil sowas vorher bei mir schon mal vorkommen war, hatten sie diesmal Titan verwendet. Die Doc´s können sich nicht erklären, woran es lag, vor allem, weil ich weder nicht gestürzt bin oder sonst irgendwie überanstrengt war (Ich hab mich einfach nur nach einem T-Shirt gebückt...). Jedenfalls bin ich dann am 20. Mai noch einmal operiert worden. Dabei wurden mir beide Stäbe ausgetauscht (vorsichtshalber) und ich wurde danach für drei Monate krank geschrieben. Bei fast absolutem Sitzverbot. Autofahren nur als Beifahrer, sitzen nur im Notfall und mit Erhöhung.
Seit heute darf ich wieder arbeiten. Allerdings auch nach Möglichkeit im Stehen. An sich ja kein Ding, aber ich brauche dafür (und das ist jetzt endlich mein Problem), diverse "technische Hilfsmittel". Wir haben im Büro eine Art "Stehpult" improvisiert, auf die aber außer dem Monitor eigentlich nichts draufpasst. Und das ist in meinem Job nicht wirklich überzeugend, weil ich als Steuerfachangestellte arbeite und deshalb zu 99% mit Ordnern arbeite um irgendwas irgendwo einzutippen. Deshalb hab ich heute nicht wirklich was geschafft, weil dieses rumjonglieren mit dem Platz ist doch sehr umständlich.
Mein Chef hat dann vorgeschlagen, ich sollte mich mal erkundigen, ob ich nicht herausfinden kann, was man da von wem dazu bekommt, wenn man sich die richtige Ausrüstung besorgt bzw. besorgen lässt.
Kann mir da jemand helfen? Was genau gibt es für Hilfsmittel und wo bekomme ich sie her? Wer bezahlt das? Muss ich das alles selbst bezahlen? Wie lange dauert so etwas, bis man was bekommt? Ich hab versucht, mit der Behindertenbeauftragten bei uns zu sprechen, aber die hat nur einmal im Monat Sprechstunde und ist natürlich ausgerechnet jetzt im Urlaub (na ja, kann sie ja auch nix für...) ;) Und ich hätte schon ganz gerne ne schnelle Lösung, weil so geht´s ja nicht weiter..........
Bitte helft mir!!! Danke im voraus!

zu allem überfluß muß ich auch das Korsett wieder tragen, d.h. lange sitzen würde sowieso nicht funktionieren, weil es auf den hüftknochen drückt...
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sloopy
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Beitrag von sloopy »

Hallo Blackfriday,

herzlich willkommen in unserem Forum!

Ich an deiner Stelle würde mich an den Rentenversicherungsträger wenden, vielleicht bezahlen die solche Hilfsmittel, wenn dadurch eine Berufsunfähigkeit vermieden werden kann?! Erfahrungen hab ich damit keine, aber ich an deiner Stelle würd mich an die Bfa wenden.

Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
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Beitrag von Dr. Steffan »

Mann oh Mann, eine ganz schöne Krankengeschichte! Wo sind Sie operiert worden?
Den Zuschuss für Hilfsmittel bekommt man beim Rentenversicherungsträger, für Sie ist wahrscheinlich die Bfa zuständig. Es gib in jeder größeren Stadt ein Büro der BfA. Lassen Sie sich dort beraten. Wenn Sie eine Reha planen kann auch von dort direkt eine Mitteilung an die BfA gegeben werden was alles benötigt wird.
Dr. Steffan
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Gast

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Beitrag von Gast »

hi blacky
ich hatte immer gedacht, dass der AG dafür aufkommen muss.
oder kann er nur?
gruß wicky
Blackfriday
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Beitrag von Blackfriday »

Hallöchen... (und hi wicky!!!!)

also: ich bin die ersten Mal von einem Professor an der Uniklinik Gießen operiert worden. Der hat sich auch sehr viel Mühe gegeben, aber es hat jedesmal nicht gehalten. Als ich dann 1999 mal wieder zur Kontrolle da war, hat er mir erzählt, er hätte meine Unterlagen an einen anderen Spezialisten weitergeleitet, und der solle sich den Fall mal angucken. Dieser Spezialist war Professor Harms in Karlsbad-Langensteinbach. Da tat sich dann erst mal nicht sehr viel, bis mein Onkel, der ist Arzt , sich mal dahintergeklemmt ha. Das war Mitte 2001, da hatte ich alle Hoffnung schon aufgeben. Und dann ging auf einmal alles ganz fix. Im Oktober hatte ich den ersten Termin im KKL, im Februar wurde ich dann stationär aufgenommen für die ganzen Voruntersuchungen etc. (daher kenn ich auch Wicky!!!) und im Mai operiert. Zwei Mal. Und diesmal richtig. Am OP-Ergebnis hat sich überhaupt nichts verändert und ich bin absolut überglücklich, das ich jetzt "normal" aussehe. Zum Glück hat sich auch druch den Stabbruch nix geändert, außer meiner "Belastbarkeit"....

Wegen den Hilfsmitteln habe ich mal im Gesetz nachgeschlagen, da steht, man muß das bei der Hauptfürsorgestelle beantragen, das hab ich gestern auch gleich noch gemacht. Sollte ich vielleicht vorsichtshalber zusätzlich noch an die BfA schreiben????

Schönen Dank für die Hilfe!!!
Gruß, Blackfriday

P.s.: zum Thema Reha: hatte ich noch NIE! geht im Korsett angeblich nicht (O-Ton DAK Hannover)
Ein Mensch, der schwer behindert ist, lernt seine inneren Kräfte erst zu nutzen, wenn er wie ein ganz normaler Mensch behandelt wird! (Zitat von Helen..?)
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Beitrag von Blackfriday »

ach ja:

@drsteffan: das sind nur die letzten zehn jahre, ich hab da noch viel mehr von :o(((

@wicky: ja, AG KANN, müssen muß er nicht. nur wenn er das macht, dann sind das seine sachen, wenn ich das beantrage kann ich die mitnehmen, wenn ich mal den AG wechsle, hat man mir gesagt...
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Beitrag von truetschel »

Hallo Blackfriday,

Woher bekomme ich technische HIlfsmittel? Du mußt nicht an die Bfa schreiben sondern du gehst zu deinen Schwerbehindertenvertrauensmann in deiner Firma und er setzt sich für deine Probleme ein.
Diese Vertrauensperson muss die Hauptfürsorgestelle anrufen und diese schicken dann einen technischen Berater zu deinen Arbeistplatz.Er schaut sich mit dir deinen Arbeitsplatz an und du mußt ihn erzählen,was du
für technische Hilfsmittel brauchst.

Nun wünsche ich dir einen guten Erfolg .

Lydia
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Beitrag von Blackfriday »

Hi Lydia!

An sich ne prima Idee, aber ich arbeite in einem kleinen Büro mit "nur" 12 Angestellten, wir haben so einen Schwerbehindertenvertrauensmann leider nicht. Wir haben auch keinen richtigen Betriebsrat....
Aber ich habe ja schon vor zwei Wochen selber an die Hauptfürsorgestelle geschrieben (jetzt: Integrationsamt), die haben sich auch schon gemeldet, das sie noch mehr Infos haben wollen, über die Hilfsmittel, die ich gerne hätte, und über mich. Ich hab denen also ein paar Muster rausgesucht, wie sowas auszusehen hätte, was es kostet und so weiter, ´n schickes Attest von meinem Orthopäden und ein Schreiben vom Arbeitgeber beigelegt und die ganzen Unterlagen, die sie über mich haben wollten (Ausweis, Feststellungsbescheid, Arbeitsplatzbeschreibung, Arbeitsvertrag etc.), den ganzen Kram da hin geschickt und warte jetzt ab, was da kommt.
Trotzdem danke für den Tip!
Gruß, Blackfriday
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