Verschiedene Aussagen von verschiedenen Ärzten - ratlos

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Jessica
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Verschiedene Aussagen von verschiedenen Ärzten - ratlos

Beitrag von Jessica »

Hallo,

ich hatte ja schon im Skoliose-Forum angefragt, ob eine Therapie im Erwachsenenalter möglich ist, woraufhin Toni mir auch freundlich geantwortet hat.

Nun war ich bei meinem Orthopäden und habe ihn auf die Skoliose und auch auf M. Scheuermann angesprochen. Seine Aussage: die Skoliose macht normalerweise keine Beschwerden und sei bei mir auch nicht sehr ausgeprägt, die Kyphose wäre wohl mehr ausgeprägt. Auf Schroth angesprochen, meinte er noch, in meinem Alter (38 ) könnte man da nichts mehr aufrichten oder ändern. Meine Schmerzen kämen vom BSV und Fehlhaltung und dagegen sollte ich KG machen. Auf mein Bitten hin hat er mir aber eine Überweisung für die Ganz-WS-Rö-Aufnahme gegeben (mit der Bemerkung, das seien akademische Werte, die mir nichts nützen würden.)
Die Rö-Aufnahme habe ich nun, aber ausmessen konnte die Radiologie nicht (wer kann denn so etwas wohl?)

Die Kyphose wird in der nächsten Woche, auch auf mein Bitten hin, vom Orthopäden noch ausgemessen.

Zusätzlich hatte ich heute einen Termin in einer Schmerzklinik. Dort war ich beim Physiotherapeuten zur Befundung. Der Physio hat alles mögliche festgestellt (linke Schulter höher, Becken schief, Rippenbuckel?, Taillendreieck ungleich etc.). Auch den Arzt in der Schmerzklinik habe ich auf die Skoliose und Scheuermann angesprochen. Aussage dort: Skoliose könnte schon mal Schmerzen verursachen, Scheuermann sei eine "Verlegenheits-Diagnose", die die Orthopäden bei fast jedem dritten Patienten stellen würden.

Ich bekam noch ein Rezept zur KG. Darauf steht Schmerzreduzierung und Mobilisation (hatte ich hier nicht irgendwo gelesen, daß Stabilisation wichtiger sei?).

Nun stehe ich da mit meinem Rezept und meinem Rö-Bild und bin etwas ratlos.

Gehe ich mit dem Rezept zu einem Schroth-Therapeuten (Adressen in meiner Gegend habe ich schon von Bad Sobernheim bekommen)Eine Schroht-Reha will mein HA für mich beantragen, aber was tut man bis zur Genehmigung? Es wird doch immer darauf hingewiesen, daß man Schroth eigentlich nur in der Reha lernen kann.

Ist die Schroth-Reha auch sinnvoll, wenn die Skoliose nur gering ist oder wird man dann gar nicht ernst genommen?

Viele Fragen, sorry, wenn's so lang geworden ist, aber ich habe fast das Gefühl, daß ich hier sinnvollere Antworten bekomme als in den Arztpraxen.

Liebe Grüße
Jessica
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Kypho60
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Beitrag von Kypho60 »

Hi Jessica.

ja,ja, die "große" Kompetenz unserer weis(s)en Halbgötter.

Also, du hast Probleme und kein Arzt hilft dir richtig; das ist eine von vielen gemachte Erfahrung. Lies dich mal im Forum durch, benutze evtl. die Suchfunktion und schau mal unter Basiswissen nach.

Hier im Forum gibt es einige, denen auch im hohen Alter (also über 20 oder so) noch geholfen werden konnte.
Schau mal unter Links und Adressen.
(Auch) Bei Oldies hat sich oft die Kombination Orthopäde Dr. Hoffmann (Leonberg) / Orthopädie-Technik Rahmouni (Stuttgart) als hilfreich herausgestellt.
Vielleicht gibt es andere gute Adressen, ich selbst habe aber leider keine andere kennengelernt.

Besonders zur Gradzahl steht in diesem Forum unter dem Bereich Basiswissen zu dem Begriff "Cobb" eine Anleitung, wie man aus vorhandenen RöBis selbst den Winkel ermitteln kann.

Die Aussage zu Scheuermann (...Scheuermann sei eine "Verlegenheits-Diagnose", die die Orthopäden bei fast jedem dritten Patienten stellen würden...) ist insofern zu verstehen, dass sehr viele Scheuermänner (-frauen) zwar deutliche Anzeichen an der WS haben, die Krümmung der WS aber noch nicht im pathologischen Bereich liegt. (Sehr) oft sind nach Wachstumsende bei nur leichter WS-Kyphose (angeblich) keine Schmerzen zu erwarten. Die anderen paar % mit Problemen sind den meisten Ärzten wohl ein Rätsel, das mit gut gemeinten Ratschlägen eher weggeschoben als gelöst wird.

Also meine Empfehlung: geh zu einem guten Orthopäden, der dir empfohlen wurde (meine Empfehlung s.o.), verschwende keine Zeit und Energie, irgendwelche Feld- Wald- und Wiesen -Fachärzte um Rat zu ersuchen.

LG
Kypho 60
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Jessica hat geschrieben:Eine Schroht-Reha will mein HA für mich beantragen.
Na, das ist doch schon mal der erste richtige Schritt!!
In der REHA wirst Du eingehend untersucht und Deine Ganz-Aufnahme wird dabei gute Dienste leisten.
Das sollte so schnell wie möglich eingeleitet werden und weitere Untersuchungen sind erst mal überflüssig.
.... aber was tut man bis zur Genehmigung? Es wird doch immer darauf hingewiesen, daß man Schroth eigentlich nur in der Reha lernen kann.
Richtig, trotzdem kann man die Zeit wirklich am besten damit überbrücken, dass man bei einem Schroth-Therapeuten schon mal einen Eindruck bekommt. Das ist allemal besser, als normale KG!
Die Schroth Therapie gilt übrigens als ganz normale KG laut Heilmittelverordnung. Entscheidend ist, dass der Orthopäde verschreibungswillig ist, denn 1x 6 Behandlungen wäre Zeitverschwendung, es sollten mindestens 3x6 Behandlungen sein. Der Therapeut kann Dir sicherlich ggf. einen Orthopäden nennen, der auch "ausserhalb des Regelfalles" verschreibt, dh. mehr als 18 Behandlungen.

Gruss
Klaus
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