Ist das "Post-Scheuermann-Syndrom" eine neue Krankheit?
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cyberwriter
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Kyphosewinkel 66 Grad nach Stagnara - Therapie: Schroth-Gymnastik
Rhamouni-Korsett (noch nicht begonnen)
u. a.
Ist das "Post-Scheuermann-Syndrom" eine neue Krankheit?
Liebe DiskutantInnen,
ich habe lange gezögert, hier etwas zu schreiben, aber nunmehr bin ich mit meinem Latein am Ende - NACH einer Schroth-Kur in Bad Salzungen, NACH einem Besuch bei Dr. Hoffmann und Herrn Rahmouni und nach vielen anderen Versuchen.
Kurz zur Ausgangslage: Ich bin 43 Jahre alt und männlich. In der Jugend, irgendwann während oder nach der Pubertät, wurde bei mir Morbus Scheuermann diagnostiziert. Ich hatte bis zu meinem ca. 22. Lebensjahr viel Physiotherapie absolviert (an Unterwassermassagen und Strom kann ich mich noch erinnern). Berufsberatung wurde mir keine zuteil. Auch eine "Langzeitüberwachung" (etwa Ganz-WS-Röntgen alle paar Jahre zur Verlaufskontrolle) wurde mir von meinem damaligen Orthopäden nicht empfohlen. Ich kann mich aber noch erinnern, dass er bei einer Ganz-Wirbelsäulen-Aufnahme den Kyphosewinkel gemessen hat. Laut heutigen in die EDV übertragenen Aufzeichnungen in seiner Praxis lag dieser im Jahr 1993 bei 40 Grad. Die Bilder selbst sind verschollen.
Irgendwann verschwand das Problem nahezu komplett, sowohl kosmetisch als auch was die Schmerzen anbelangt. Der fixierte Hohlrundrücken war natürlich da, aber ich war weitestgehend mobil, konnte jeden Sport betreiben (Skifahren, Fitnesscenter) und hatte keine Schmerzen - nicht einmal nach längerem Sitzen. Ich war mir aber immer der Tatsache bewusst, dass ich "was tun muss". 2005 startete ich etwa mit Kieser Training. So weit, so gut.
Im Jahr 2012 hatte ich einen neuen Job angetreten, bei dem ich acht Stunden täglich vor dem Computer saß (vorher saß ich nie in dieser Intensität am Stück). Nach fünf Monaten ging nichts mehr. Nach 20 Minuten Sitzen wurden Schmerzen sowie Steifheits- und Krummheitsgefühl unerträglich (bei der PC-Arbeit wie beim Autofahren). Parallel zur "Ermüdung" und zunehmenden Einkrümmung der Wirbelsäule bemerkte ich auch einen geistigen Leistungsabfall. Im Sommer 2012 wurde ein Kyphosewinkel von 66 Grad festgestellt (andere Messungen 68 bis 72 Grad) und ein Lordosewinkel von 41 Grad. Diagnose bei Dr. Hoffmann: Ausgeprägte Scheuermann-Kyphose und ausgeprägte Lendenstrecksteife. Im MRT sichbar: Deformiert sind Th9 bis Th12 (im Bericht von 1993 war noch nur von Th11 und Th12 die Rede), Bandscheibendegeneration Th11/12 und L4/5.
Ich war seitdem bei zahlreichen Orthopäden und Physiotherapeuten, auch bei Chefärzten, Oberärzten und Klinikprofessoren. Alle sprachen vom Zustand nach Morbus Scheuermann. Einige gestanden ihre Ratlosigkeit über meinen Verlauf offen ein. Einer sprach vom "schicksalhaften Verlauf". Keiner ging mit der Hypothese mit, dass sich mein Zustand durch langes Sitzen vor zwei Jahren rasch und massiv verschlechtert hatte. Wiederholt hörte ich aber auch von Ärzten, "im Lehrbuch steht das so" oder "das haben wir so gelernt". Sie meinten damit etwa, dass der Morbus Scheuermann nach Wachstumsabschluss nicht weiter fortschreitet oder Korsette im Erwachsenenalter nichts bringen. Nun steht aber selbst in der Wikipedia etwas anderes, und meine Geschichte erzählt doch etwas völlig anderes als die meisten Lehrbücher.
Nun habe ich dazu folgende Fragen:
- Wie kann so etwas nach 20 Jahren passieren? Spricht das nicht eher für eine neue Krankheit(sform), die die Medizin so noch nicht korrekt wahrnimmt? (In Bad Salzungen traf ich mehrere "Leidensgenossen".)
- Warum wurde ich in meiner Jugend nicht eindrücklicher vor solchen Spätfolgen gewarnt? Wenn diese tatsächlich Jahrzehnte nach "absolviertem" Scheuermann auftreten können, müsste man doch heute z. B. jeden jungen "Scheuermannianer" nachdrücklich vor zu langem Sitzen im Erwachsenenalter warnen?
- Was kann ich nun tun? Oder ist das jetzt irreversibel?
Ich würde alles geben, damit meine BWS wieder mobil und weniger krumm wird. Würde mich auch über eine Rückmeldung von Toni freuen - Dr. Hoffmann hat mir empfohlen, mit ihm Kontakt aufzunehmen.
Die Vorstellung, dass der Rücken nun zunehmend krummer und steifer wird und irgendwann auf Grund der nicht mehr annehmbaren Optik und der Schmerzen operiert werden muss (mit allen möglichen Folgen danach), ist keine erbauliche.
Mein Rahmouni-Korsett wartet noch auf seinen Einsatz. Ich möchte mir vorher auch noch dazu Meinungen hier im Forum anhören. Mich macht doch sehr stutzig, dass nur Dr. Hoffmann via Rahmouni ein Korsett empfiehlt und ALLE anderen Orthopäden davon zum Teil energisch abgeraten haben.
LG
Euer
Stefan
ich habe lange gezögert, hier etwas zu schreiben, aber nunmehr bin ich mit meinem Latein am Ende - NACH einer Schroth-Kur in Bad Salzungen, NACH einem Besuch bei Dr. Hoffmann und Herrn Rahmouni und nach vielen anderen Versuchen.
Kurz zur Ausgangslage: Ich bin 43 Jahre alt und männlich. In der Jugend, irgendwann während oder nach der Pubertät, wurde bei mir Morbus Scheuermann diagnostiziert. Ich hatte bis zu meinem ca. 22. Lebensjahr viel Physiotherapie absolviert (an Unterwassermassagen und Strom kann ich mich noch erinnern). Berufsberatung wurde mir keine zuteil. Auch eine "Langzeitüberwachung" (etwa Ganz-WS-Röntgen alle paar Jahre zur Verlaufskontrolle) wurde mir von meinem damaligen Orthopäden nicht empfohlen. Ich kann mich aber noch erinnern, dass er bei einer Ganz-Wirbelsäulen-Aufnahme den Kyphosewinkel gemessen hat. Laut heutigen in die EDV übertragenen Aufzeichnungen in seiner Praxis lag dieser im Jahr 1993 bei 40 Grad. Die Bilder selbst sind verschollen.
Irgendwann verschwand das Problem nahezu komplett, sowohl kosmetisch als auch was die Schmerzen anbelangt. Der fixierte Hohlrundrücken war natürlich da, aber ich war weitestgehend mobil, konnte jeden Sport betreiben (Skifahren, Fitnesscenter) und hatte keine Schmerzen - nicht einmal nach längerem Sitzen. Ich war mir aber immer der Tatsache bewusst, dass ich "was tun muss". 2005 startete ich etwa mit Kieser Training. So weit, so gut.
Im Jahr 2012 hatte ich einen neuen Job angetreten, bei dem ich acht Stunden täglich vor dem Computer saß (vorher saß ich nie in dieser Intensität am Stück). Nach fünf Monaten ging nichts mehr. Nach 20 Minuten Sitzen wurden Schmerzen sowie Steifheits- und Krummheitsgefühl unerträglich (bei der PC-Arbeit wie beim Autofahren). Parallel zur "Ermüdung" und zunehmenden Einkrümmung der Wirbelsäule bemerkte ich auch einen geistigen Leistungsabfall. Im Sommer 2012 wurde ein Kyphosewinkel von 66 Grad festgestellt (andere Messungen 68 bis 72 Grad) und ein Lordosewinkel von 41 Grad. Diagnose bei Dr. Hoffmann: Ausgeprägte Scheuermann-Kyphose und ausgeprägte Lendenstrecksteife. Im MRT sichbar: Deformiert sind Th9 bis Th12 (im Bericht von 1993 war noch nur von Th11 und Th12 die Rede), Bandscheibendegeneration Th11/12 und L4/5.
Ich war seitdem bei zahlreichen Orthopäden und Physiotherapeuten, auch bei Chefärzten, Oberärzten und Klinikprofessoren. Alle sprachen vom Zustand nach Morbus Scheuermann. Einige gestanden ihre Ratlosigkeit über meinen Verlauf offen ein. Einer sprach vom "schicksalhaften Verlauf". Keiner ging mit der Hypothese mit, dass sich mein Zustand durch langes Sitzen vor zwei Jahren rasch und massiv verschlechtert hatte. Wiederholt hörte ich aber auch von Ärzten, "im Lehrbuch steht das so" oder "das haben wir so gelernt". Sie meinten damit etwa, dass der Morbus Scheuermann nach Wachstumsabschluss nicht weiter fortschreitet oder Korsette im Erwachsenenalter nichts bringen. Nun steht aber selbst in der Wikipedia etwas anderes, und meine Geschichte erzählt doch etwas völlig anderes als die meisten Lehrbücher.
Nun habe ich dazu folgende Fragen:
- Wie kann so etwas nach 20 Jahren passieren? Spricht das nicht eher für eine neue Krankheit(sform), die die Medizin so noch nicht korrekt wahrnimmt? (In Bad Salzungen traf ich mehrere "Leidensgenossen".)
- Warum wurde ich in meiner Jugend nicht eindrücklicher vor solchen Spätfolgen gewarnt? Wenn diese tatsächlich Jahrzehnte nach "absolviertem" Scheuermann auftreten können, müsste man doch heute z. B. jeden jungen "Scheuermannianer" nachdrücklich vor zu langem Sitzen im Erwachsenenalter warnen?
- Was kann ich nun tun? Oder ist das jetzt irreversibel?
Ich würde alles geben, damit meine BWS wieder mobil und weniger krumm wird. Würde mich auch über eine Rückmeldung von Toni freuen - Dr. Hoffmann hat mir empfohlen, mit ihm Kontakt aufzunehmen.
Die Vorstellung, dass der Rücken nun zunehmend krummer und steifer wird und irgendwann auf Grund der nicht mehr annehmbaren Optik und der Schmerzen operiert werden muss (mit allen möglichen Folgen danach), ist keine erbauliche.
Mein Rahmouni-Korsett wartet noch auf seinen Einsatz. Ich möchte mir vorher auch noch dazu Meinungen hier im Forum anhören. Mich macht doch sehr stutzig, dass nur Dr. Hoffmann via Rahmouni ein Korsett empfiehlt und ALLE anderen Orthopäden davon zum Teil energisch abgeraten haben.
LG
Euer
Stefan
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minimine
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Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015 - Kontaktdaten:
Re: Ist das "Post-Scheuermann-Syndrom" eine neue Krankheit?
Hallo Stefan,
herzlich willkommen hier im
Ich wundere mich ein wenig, dass du zwar bereits bei Dr. Hoffmann und auch in der Reha warst, aber dennoch so viele Fragezeichen zu haben scheinst.
Lies am Besten mal den Wikipedia-Artikel dazu, ich finde, dass die Zusammenhänge v.a. wie Scheuermann entsteht gut erklärt sind: http://de.wikipedia.org/wiki/Scheuermann-Krankheit
Kurz gefasst, Morbus Scheuermann gibt es nur im Jugendalter, im Erwachsenenalter nennt man das immer "Zustand nach Morbus Scheuermann". Das heißt aber nicht, dass die Krümmung an sich nicht schlechter werden kann. Von daher verstehe ich jetzt ehrlich gesagt nicht, warum Professoren und Co. so ratlos waren. Das ist doch etwas, was man tatsächlich so in jedem Lehrbuch lesen kann.
Problematisch ist bei Ärzten eher die Behandlung. Viele Ärzte gehen halt auch hierbei so vor, was in irgendwelchen Lehrbüchern steht und andere Ärzte (sehr sehr wenige) sehen den Menschen und behandeln diesen auch.
herzlich willkommen hier im

Ich wundere mich ein wenig, dass du zwar bereits bei Dr. Hoffmann und auch in der Reha warst, aber dennoch so viele Fragezeichen zu haben scheinst.
Lies am Besten mal den Wikipedia-Artikel dazu, ich finde, dass die Zusammenhänge v.a. wie Scheuermann entsteht gut erklärt sind: http://de.wikipedia.org/wiki/Scheuermann-Krankheit
Kurz gefasst, Morbus Scheuermann gibt es nur im Jugendalter, im Erwachsenenalter nennt man das immer "Zustand nach Morbus Scheuermann". Das heißt aber nicht, dass die Krümmung an sich nicht schlechter werden kann. Von daher verstehe ich jetzt ehrlich gesagt nicht, warum Professoren und Co. so ratlos waren. Das ist doch etwas, was man tatsächlich so in jedem Lehrbuch lesen kann.
LG
Minimine
Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
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- Klaus
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Re: Ist das "Post-Scheuermann-Syndrom" eine neue Krankheit?
Hallo Stefan,
Wenn ja, dann ist das isoliert betrachtet im "Normalbereich" einer Kyphose von 25-40 Grad, allerdings an der oberen Grenze. Man sollte da eigentlich nicht vermuten, dass sich die Situation so drastisch verschlechtert.
Zunächst mal fehlt der Lordose Ausgangswinkel und der aktuelle Lordosewinkel von 41 Grad ist völlig normal ("Normalbereich" 35-55 Grad). Eine Hyperlordose (Hohlkreuz) ist das nicht.
Was meinst Du mit fixiert?
Eigentlich passt das zur Lendenstrecksteife, die Dr. Hoffmann festgestellt hat. Und möglicherweise hat es die auch vorher schon in abgeschwächter Form gegeben. Solche meist verkürzten Strukturen können die Situation natürlich verschlechtern, wenn da nicht gezielt vorgegangen wird.
Er ist schon ein besonderes Beispiel dafür, wie sehr insbesondere sein Korsett zur seiner Lebensaufgabe geworden ist. Möglicherweise hat Dich Dr. Hoffmann damit auch animieren wollen. Ein Korsett ist schon eine besondere Herausforderung, weil es keine Garantie darstellt und als Versuch schon eine Menge an Motivation braucht. Hier berichten aber schon viele User über gute persönliche Erfolge.
Gruß
Klaus
Bezüglich vergleichender Gradzahl müste man natürlich wissen, ob die 40 Grad vor 20 Jahren auch tatsächlich stimmen.- Wie kann so etwas nach 20 Jahren passieren? Spricht das nicht eher für eine neue Krankheit(sform), die die Medizin so noch nicht korrekt wahrnimmt? (In Bad Salzungen traf ich mehrere "Leidensgenossen".)
Wenn ja, dann ist das isoliert betrachtet im "Normalbereich" einer Kyphose von 25-40 Grad, allerdings an der oberen Grenze. Man sollte da eigentlich nicht vermuten, dass sich die Situation so drastisch verschlechtert.
Es ist natürlich schon ein Widerspruch, wenn Du von einem nahezu komplett verschwundenen Problem sprichst, aber gleichzeitig von einem fixierten Hohlrundrücken. (Hyperkyphose und Hyperlordose).Irgendwann verschwand das Problem nahezu komplett, sowohl kosmetisch als auch was die Schmerzen anbelangt. Der fixierte Hohlrundrücken war natürlich da, aber ich war weitestgehend mobil, konnte jeden Sport betreiben (Skifahren, Fitnesscenter) und hatte keine Schmerzen - nicht einmal nach längerem Sitzen. Ich war mir aber immer der Tatsache bewusst, dass ich "was tun muss".
Zunächst mal fehlt der Lordose Ausgangswinkel und der aktuelle Lordosewinkel von 41 Grad ist völlig normal ("Normalbereich" 35-55 Grad). Eine Hyperlordose (Hohlkreuz) ist das nicht.
Was meinst Du mit fixiert?
Eigentlich passt das zur Lendenstrecksteife, die Dr. Hoffmann festgestellt hat. Und möglicherweise hat es die auch vorher schon in abgeschwächter Form gegeben. Solche meist verkürzten Strukturen können die Situation natürlich verschlechtern, wenn da nicht gezielt vorgegangen wird.
Auch ich habe in einem anderen Studio einfach angefangen und leider nicht bemerkt, wie sich allmählich meine Situation dadurch verschlechtert hat. Jedes Training, was man in einer Fehlhaltung/Fehlstellung macht, ist kontraproduktiv. Und das Fiese daran ist, dass die Endorphine beim Training vieles überdecken können.2005 startete ich etwa mit Kieser Training. So weit, so gut.
Es nützt leider überhaupt nichts, wenn man da nach Antworten sucht. Auch heute noch wirst Du noch auf viele inkompetente Orthopäden stoßen. Da bleibt nur der Weg zum Spezialisten, den Du ja gottseidank auch gegangen bist.- Warum wurde ich in meiner Jugend nicht eindrücklicher vor solchen Spätfolgen gewarnt? Wenn diese tatsächlich Jahrzehnte nach "absolviertem" Scheuermann auftreten können, müsste man doch heute z. B. jeden jungen "Scheuermannianer" nachdrücklich vor zu langem Sitzen im Erwachsenenalter warnen?
Auch das gehört leider zur allgemeinen Inkompetenz der Orthopäden bei Fehlstellung/Haltung. Allerdings baut auch die Fa. CCtec gute Erwachsenen Korsette, im Zusammenhang mit Dr. Wilke in Berlin und Dr. Verres in Bad Sobernheim. Jedenfalls kann man das den vielen Erfahrungsberichten hier im Forum entnehmen. Aber es sind in der Tat nur wenige Möglichkeiten.Mich macht doch sehr stutzig, dass nur Dr. Hoffmann via Rahmouni ein Korsett empfiehlt und ALLE anderen Orthopäden davon zum Teil energisch abgeraten haben.
Toni hat sich im Augenblick etwas zurückgezogen.Würde mich auch über eine Rückmeldung von Toni freuen - Dr. Hoffmann hat mir empfohlen, mit ihm Kontakt aufzunehmen.
Er ist schon ein besonderes Beispiel dafür, wie sehr insbesondere sein Korsett zur seiner Lebensaufgabe geworden ist. Möglicherweise hat Dich Dr. Hoffmann damit auch animieren wollen. Ein Korsett ist schon eine besondere Herausforderung, weil es keine Garantie darstellt und als Versuch schon eine Menge an Motivation braucht. Hier berichten aber schon viele User über gute persönliche Erfolge.
Gruß
Klaus
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cyberwriter
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u. a.
Re: Ist das "Post-Scheuermann-Syndrom" eine neue Krankheit?
Erst vorgestern war ich bei Prof. Dr. N.N. Er sagte, der Winkel könne sich innnerhalb von 20 Jahren nicht wesentlich verschlechtert haben, das gäbe es nicht, außer, es wäre irgendwas eingebrochen, "Wirbeleinbrüche" etc.minimine hat geschrieben:Von daher verstehe ich jetzt ehrlich gesagt nicht, warum Professoren und Co. so ratlos waren. Das ist doch etwas, was man tatsächlich so in jedem Lehrbuch lesen kann.![]()
Den Wikipedia-Eintrag habe ich längst auswendig gelernt
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cyberwriter
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Re: Ist das "Post-Scheuermann-Syndrom" eine neue Krankheit?
Dieser Widerspruch war ja offenbar das Trügerische. Der "fixierte Hohlrundrücken" stand 1993 in einem Befund, und diese Formulierung wurde sicher korrekt in die EDV übertragen (habe ich schwarz auf weiß ausgedruckt vor mir), weil ich mich an sie noch erinnern kann: "Sie haben jetzt einen fixierten Hohlrundrücken nach durchgemachtem Scheuermann" oder so, sprach der Orthopäde damals... Über die Messung in Bad Salzungen wunderte ich mich auch. M. E. habe ich ein klar sichtbares Hohlkreuz. Die Gradzahl 41 ist aber auch schwarz auf weiß.Klaus hat geschrieben: Es ist natürlich schon ein Widerspruch, wenn Du von einem nahezu komplett verschwundenen Problem sprichst, aber gleichzeitig von einem fixierten Hohlrundrücken. (Hyperkyphose und Hyperlordose).
Zunächst mal fehlt der Lordose Ausgangswinkel und der aktuelle Lordosewinkel von 41 Grad ist völlig normal ("Normalbereich" 35-55 Grad). Eine Hyperlordose (Hohlkreuz) ist das nicht.
Was meinst Du mit fixiert?
Eigentlich passt das zur Lendenstrecksteife, die Dr. Hoffmann festgestellt hat. Und möglicherweise hat es die auch vorher schon in abgeschwächter Form gegeben. Solche meist verkürzten Strukturen können die Situation natürlich verschlechtern, wenn da nicht gezielt vorgegangen wird.
Ich kann nur wiederholen, dass ich zwischen meinem ca. 22. und 41. Lebensjahr keine nennenswerten Probleme hatte und es für mich deshalb weiter Rätsel aufgibt, wie und warum es so schnell "abwärts" gehen kann. Es gab für mich vor 2012 keinen Hinweis darauf, dass so eine Verschlechterung eintreten kann. Ich habe noch im Kopf, dass es damals hieß, die Scheuermann-Krankheit sei "selbstlimitierend", die Schäden würden nach Ende des Wachstums nicht fortschreiten etc. Von einem "Post-Scheuermann" oder "Zustand nach M.S." hat mir bis 2012 niemand etwas gesagt. Insofern war keine Prävention oder schnellere Erkennung des Problems möglich, was mich heute mehr als ärgert.
- Klaus
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Re: Ist das "Post-Scheuermann-Syndrom" eine neue Krankheit?
Hallo Stefan,
Immerhin muss ein Hohlkreuz entsprechend beachtet werden, Art der Übungen, Unterlagerung durch Reissäckchen usw.
Und die diagnostizierte Lendenstrecksteife muss sich ja auch ausgewirkt haben. Immerhin gehört zur BWS Kyphose als Ausgleich eine LWS Lordose. Wenn diese Lordose aber durch Muskelhartspann fixiert ist, hat das auch Auswirkung auf die BWS Kyphose.
Gruß
Klaus
Was haben denn die Therapeuten gesagt?Über die Messung in Bad Salzungen wunderte ich mich auch. M. E. habe ich ein klar sichtbares Hohlkreuz. Die Gradzahl 41 ist aber auch schwarz auf weiß.
Immerhin muss ein Hohlkreuz entsprechend beachtet werden, Art der Übungen, Unterlagerung durch Reissäckchen usw.
Und die diagnostizierte Lendenstrecksteife muss sich ja auch ausgewirkt haben. Immerhin gehört zur BWS Kyphose als Ausgleich eine LWS Lordose. Wenn diese Lordose aber durch Muskelhartspann fixiert ist, hat das auch Auswirkung auf die BWS Kyphose.
Gruß
Klaus
- Dalia
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- Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Re: Ist das "Post-Scheuermann-Syndrom" eine neue Krankheit?
Hallo cyberwriter, es ist für mich sehr gut vorstellbar, dass du dein Wirbelsäulenproblem schon jahrelang hattest, es sich aber erst viele Jahre später in Form von Schmerzen bemerkbar macht. Das war bei mir auch ähnlich und ist nicht ungewöhnlich, vor allem wenn die Lebensumstände sich ändern, so wie es bei dir wegen Antritt einer neuen Arbeitsstelle der Fall war.
Ich hatte bzw. habe eine schwere Skoliose, schulte mein Korsett mit 21 Jahre ab, verdrängte meine Wirbelsäule etwa 10 bis 12 Jahre lang, bis Beschwerden kamen und ich mich nur noch krumm fühlte. Die ganzen Jahre hatte ich keinen Kopf für meine Skoliose. Mit Beginn der Korsetttherapie - der Wiedereinstig war hart - besserte sich meine Situation. Jetzt trage ich mein Korsett nachts zum Schlafen und es geht mir immer noch besser als damals kurz vor Beginn der Korsetttherapie. Meine Skoliose ist zwar nicht besser geworden (hatte ich auch nicht erhofft), aber die Schmerzen sind eindeutig besser und auch die Vitalität hat sich verbessert. Das alles natürlich nur, weil ich aktiv wurde, und Vieles ist sicher auch Kopfsache.
Von Toni kannst du dir hier im Forum keine Antworten erhoffen, er ist hier praktisch nicht mehr aktiv. Du könntest ihn allerdings privat kontaktieren, indem du ihm eine PN schreibst, vielleicht meldet er sich dann. Aber ich habe den Eindruck, dass er seine Zeit und Energie nicht mehr für wildfremde Menschen mit Wirbelsäulenproblemen investieren möchte. In seinem Leben gibt es andere Aufgaben, denen er sich mit Hingabe widmet.
Neben Korsett hast du auch noch die Option von Schroth-Krankengymastik.
Ich hatte bzw. habe eine schwere Skoliose, schulte mein Korsett mit 21 Jahre ab, verdrängte meine Wirbelsäule etwa 10 bis 12 Jahre lang, bis Beschwerden kamen und ich mich nur noch krumm fühlte. Die ganzen Jahre hatte ich keinen Kopf für meine Skoliose. Mit Beginn der Korsetttherapie - der Wiedereinstig war hart - besserte sich meine Situation. Jetzt trage ich mein Korsett nachts zum Schlafen und es geht mir immer noch besser als damals kurz vor Beginn der Korsetttherapie. Meine Skoliose ist zwar nicht besser geworden (hatte ich auch nicht erhofft), aber die Schmerzen sind eindeutig besser und auch die Vitalität hat sich verbessert. Das alles natürlich nur, weil ich aktiv wurde, und Vieles ist sicher auch Kopfsache.
Von Toni kannst du dir hier im Forum keine Antworten erhoffen, er ist hier praktisch nicht mehr aktiv. Du könntest ihn allerdings privat kontaktieren, indem du ihm eine PN schreibst, vielleicht meldet er sich dann. Aber ich habe den Eindruck, dass er seine Zeit und Energie nicht mehr für wildfremde Menschen mit Wirbelsäulenproblemen investieren möchte. In seinem Leben gibt es andere Aufgaben, denen er sich mit Hingabe widmet.
Neben Korsett hast du auch noch die Option von Schroth-Krankengymastik.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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tani1230
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- Registriert: Sa, 22.02.2014 - 11:22
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Kyphose 91°und Skoliose th 25°, lu 22°
1. Röntgen im Korsett 08.05.14 Kyphose 77 °,
1. Röntgen ohne Korsett 12.02.15 Kyphose 71° - Therapie: 1. Rahmouni-Korsett seit 25.03.14,
2. Rahmouni-Korsett seit 17.06.15
1.Cctec Korsett seit 29.04.16
Wechsel zurück zu Rahmouni: 06.07.16,
Seit Dezember 2016 BSV in der HWS - Wohnort: Baden Württemberg- Biberach/Riss
Re: Ist das "Post-Scheuermann-Syndrom" eine neue Krankheit?
Hi Cyberwriter,
ich hatte auch im Jugendalter Morbus Scheuermann. Mittlerweile bin ich 36 Jahre und habe einen Kyphosewinkel von 91°.
Ich hatte jahrelang auch keine Schmerzen und mein Rundrücken hat sich innerhalb von ein paar Jahren sehr verschlechtert. Ich stehe ziemlich krumm da
Ich habe mich vor kurzem für ein Korsett von Rahmouni entschieden, da ich zuviel Angst vor einer OP hab.
Das wäre für Dich bestimmt auch ein Weg. Er ist nicht immer leicht, aber es wäre ein Versuch wert!
Viele Grüße Tanja
ich hatte auch im Jugendalter Morbus Scheuermann. Mittlerweile bin ich 36 Jahre und habe einen Kyphosewinkel von 91°.
Ich hatte jahrelang auch keine Schmerzen und mein Rundrücken hat sich innerhalb von ein paar Jahren sehr verschlechtert. Ich stehe ziemlich krumm da
Ich habe mich vor kurzem für ein Korsett von Rahmouni entschieden, da ich zuviel Angst vor einer OP hab.
Das wäre für Dich bestimmt auch ein Weg. Er ist nicht immer leicht, aber es wäre ein Versuch wert!
Viele Grüße Tanja