Scheuermann-Bandscheibenvorfälle-Skoliose-Osteoporose...
Scheuermann-Bandscheibenvorfälle-Skoliose-Osteoporose...
Ich schreibe hier stellvertretend für meine Frau. Sie kann wg. starker Schmerzen - und die sind auch das drängendste Problem - nicht längere Zeit am Rechner sitzen (bzw. überhaupt in irgendeiner Position verharren).
Ihre Krankengeschichte (sie ist heute 38 J. alt) begann mit einer nicht-wirbelsäulenbezogenen Krankheit vor ca. zweieinhalb Jahren, in deren Verlauf sie sehr stark abgenommen hat (BMI unter 14) und sich entsprechend auch ihre Muskeln zurückbildeten (sie hat, als leidenschaftliche Schwimmerin, immer viel Sport getrieben und war von schlankem, aber kräftigem Körperbau). Ausgelöst durch die starke Abmagerung wurde ein erster Bandscheibenvorfall im letzten Frühjahr festgestellt. Hier der damalige Befund:
"Steckfehlhaltung der HWS, Osteochondrose C5/C6. Bilaterale geringgradige Retrospondylose. Kräftiger li. mediolateraler und präforaminaler Bandscheibenvorfall C6/C7. V.a. Kompression der C7-Wurzel links. Flacher li. mediolateraler subligamentärer Bandscheibenvorfali C7/TH1" (MRT-Bericht).
Nach einem weiteren halben Jahr kam dann folgender Befund hinzu:
"Breitbasiger Bandscheibenprolaps im Segment L4/L5 mit deutlicher Pelottierung des Duralsackes aber ohne intraforaminale Nervenwurzelkompression. Zugrundeliegende Osteochondrosis intervertebralis. Ausgeprägte Grund- und Deckplattenimpressionen wie bei altem Morbus Scheuermann im thorakolumbalen Übergang bis einschließlich LWK 3" (MRT-Bericht).
Das Ganze wurde schließlich ergänzt durch eine Osteoporose (T-Score: 2,9) und "HWS: degenerative Bandscheibenveränderung C5/C6 mit kräftigem Spondylophyt oder Fehlanlage der Bandscheibe; BWS: Rechtskonvexe Skoliose. Unregelmäßig begrenzte Wirbelkörper mit gewellten Grund- und Deckplatten zwischen TH 5 und TH 10 mit angedeuteten Keilwirbeln. Fragliche Schmorl'sche Knötchen in allen Wirbelkörpern zwischen TH 5 und TH 10. LWS: Reduzierte Lordose. Geringe, linkskonvexe Skoliose. Unregelmäßige Deckplatten LWK 2 und 3 mit Sklerose und Einsenkungen. Ausgeprägte Ossifikationsstörung. LWK 1 mit Reduktion der Vorderkantenhöhe. Reduzierte Höhe des Zwischenwirbelraums (Röntgen der Wirbelsäule im Stehen).
Als herausragend wurde von allen bisher konsultierten Ärzten der Befund L4/L5 und der ausgeprägte Scheuermann bewertet. Darüber hinaus hat der Befund aber zu einer ganzen Reihe von ärztlichen Ratschlägen geführt, die sich z.T. widersprechen bzw. ausschließen. Lt. Charité (Wirbelsäulensprechstunde) soll sie sich umgehend operieren lassen (Bandscheibenprothese L4/L5). Andere raten wieder von einer OP ab (schon wg. der Osteoporose) und empfehlen Sport bzw. KG (bekommt sie seit längerem, bleibt aber wirkungslos; Sport ist wg. der anhaltenden Schmerzproblematik illusorisch). Wieder andere empfehlen eine Reha (von der KK bereits abgelehnt).
Mittlerweile sind wir, trotz (oder wegen?) der Vielzahl an Ratschlägen, nun bald völlig rat- und orientierungslos. Vertrauenserweckend erschienen uns aber die hier im Forum geschilderten Erfahrungen mit der Schroth KG. Könnte diese vielleicht auch bei ihrem komplexen Beschwerdebild helfen? Wir wären auch bereit, die letzten Cents zusammenzukratzen und als Selbstzahler nach Bad Salzungen zu gehen, wenn es zumindest Hoffnung gibt, daß es was bringt.
Sind für alle Hinweise dankbar (wir wohnen übrigens in Berlin).
Ihre Krankengeschichte (sie ist heute 38 J. alt) begann mit einer nicht-wirbelsäulenbezogenen Krankheit vor ca. zweieinhalb Jahren, in deren Verlauf sie sehr stark abgenommen hat (BMI unter 14) und sich entsprechend auch ihre Muskeln zurückbildeten (sie hat, als leidenschaftliche Schwimmerin, immer viel Sport getrieben und war von schlankem, aber kräftigem Körperbau). Ausgelöst durch die starke Abmagerung wurde ein erster Bandscheibenvorfall im letzten Frühjahr festgestellt. Hier der damalige Befund:
"Steckfehlhaltung der HWS, Osteochondrose C5/C6. Bilaterale geringgradige Retrospondylose. Kräftiger li. mediolateraler und präforaminaler Bandscheibenvorfall C6/C7. V.a. Kompression der C7-Wurzel links. Flacher li. mediolateraler subligamentärer Bandscheibenvorfali C7/TH1" (MRT-Bericht).
Nach einem weiteren halben Jahr kam dann folgender Befund hinzu:
"Breitbasiger Bandscheibenprolaps im Segment L4/L5 mit deutlicher Pelottierung des Duralsackes aber ohne intraforaminale Nervenwurzelkompression. Zugrundeliegende Osteochondrosis intervertebralis. Ausgeprägte Grund- und Deckplattenimpressionen wie bei altem Morbus Scheuermann im thorakolumbalen Übergang bis einschließlich LWK 3" (MRT-Bericht).
Das Ganze wurde schließlich ergänzt durch eine Osteoporose (T-Score: 2,9) und "HWS: degenerative Bandscheibenveränderung C5/C6 mit kräftigem Spondylophyt oder Fehlanlage der Bandscheibe; BWS: Rechtskonvexe Skoliose. Unregelmäßig begrenzte Wirbelkörper mit gewellten Grund- und Deckplatten zwischen TH 5 und TH 10 mit angedeuteten Keilwirbeln. Fragliche Schmorl'sche Knötchen in allen Wirbelkörpern zwischen TH 5 und TH 10. LWS: Reduzierte Lordose. Geringe, linkskonvexe Skoliose. Unregelmäßige Deckplatten LWK 2 und 3 mit Sklerose und Einsenkungen. Ausgeprägte Ossifikationsstörung. LWK 1 mit Reduktion der Vorderkantenhöhe. Reduzierte Höhe des Zwischenwirbelraums (Röntgen der Wirbelsäule im Stehen).
Als herausragend wurde von allen bisher konsultierten Ärzten der Befund L4/L5 und der ausgeprägte Scheuermann bewertet. Darüber hinaus hat der Befund aber zu einer ganzen Reihe von ärztlichen Ratschlägen geführt, die sich z.T. widersprechen bzw. ausschließen. Lt. Charité (Wirbelsäulensprechstunde) soll sie sich umgehend operieren lassen (Bandscheibenprothese L4/L5). Andere raten wieder von einer OP ab (schon wg. der Osteoporose) und empfehlen Sport bzw. KG (bekommt sie seit längerem, bleibt aber wirkungslos; Sport ist wg. der anhaltenden Schmerzproblematik illusorisch). Wieder andere empfehlen eine Reha (von der KK bereits abgelehnt).
Mittlerweile sind wir, trotz (oder wegen?) der Vielzahl an Ratschlägen, nun bald völlig rat- und orientierungslos. Vertrauenserweckend erschienen uns aber die hier im Forum geschilderten Erfahrungen mit der Schroth KG. Könnte diese vielleicht auch bei ihrem komplexen Beschwerdebild helfen? Wir wären auch bereit, die letzten Cents zusammenzukratzen und als Selbstzahler nach Bad Salzungen zu gehen, wenn es zumindest Hoffnung gibt, daß es was bringt.
Sind für alle Hinweise dankbar (wir wohnen übrigens in Berlin).
- Thomas
- Tech-Admin

- Beiträge: 3587
- Registriert: So, 19.02.2006 - 10:23
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Kyphose anfangs 59 Grad, inzwischen nur noch 49 Grad, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
- Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
- Wohnort: Nähe Stuttgart
Hallo ro,
Deine Frau benötigt vor allem eine klare Diagnose, wie ihre Wirbelsäule entwickelt ist. Dazu benötigt sie Röntgen-Ganzwirbelsäulenaufnahmen im Stehen von vorne und von der Seite, und einen Orthopäden, der sie Skoliose- und Kyphosewinkel dann auch ausmessen kann.
Laut Deinem Bericht hat deine Frau eine Skoliose und einen Zustand nach Schueremann mit Schmorlschen Knoten und Keilwirbeln. Das läßt vermuten, dass sie auch einen Rundrücken (Kyphose) entwickelt hat, der ihr möglicherweise auch zu schaffen macht. Aber wie gesagt, genaure Informationen liefern hier nur die beschriebenen Röntgenbilder, da MRT-Bilder zum Ausmessen der Winkel nicht herangezogen werden können, da die MRT-Aufnahmen ja im Liegen gemacht werden.
Falls wirklich eine Skoliose und/oder ein stärker ausgeprägter Rundrücken vorliegen, kann eine Reha in Sobernheim oder Bad Salzungen und/oder ein Korsett ziemlich sicher helfen. Gerade bei starken Schmerzen haben beide Thearpien schon oft große Erfolge erzielt.
Gruß Thomas
Deine Frau benötigt vor allem eine klare Diagnose, wie ihre Wirbelsäule entwickelt ist. Dazu benötigt sie Röntgen-Ganzwirbelsäulenaufnahmen im Stehen von vorne und von der Seite, und einen Orthopäden, der sie Skoliose- und Kyphosewinkel dann auch ausmessen kann.
Laut Deinem Bericht hat deine Frau eine Skoliose und einen Zustand nach Schueremann mit Schmorlschen Knoten und Keilwirbeln. Das läßt vermuten, dass sie auch einen Rundrücken (Kyphose) entwickelt hat, der ihr möglicherweise auch zu schaffen macht. Aber wie gesagt, genaure Informationen liefern hier nur die beschriebenen Röntgenbilder, da MRT-Bilder zum Ausmessen der Winkel nicht herangezogen werden können, da die MRT-Aufnahmen ja im Liegen gemacht werden.
Falls wirklich eine Skoliose und/oder ein stärker ausgeprägter Rundrücken vorliegen, kann eine Reha in Sobernheim oder Bad Salzungen und/oder ein Korsett ziemlich sicher helfen. Gerade bei starken Schmerzen haben beide Thearpien schon oft große Erfolge erzielt.
Gruß Thomas
-
minimine
- Co-Admin

- Beiträge: 6145
- Registriert: So, 17.02.2008 - 13:21
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Skoliose
- Therapie: 3x Reha (2005, 2007, 2009),
Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015 - Kontaktdaten:
Hallo ro,
herzlich Willkommen hier im
Die Befunde deiner Frau klingen sehr nach MRT-Befunden. Wurde deine Frau denn schonmal geröntgt, also die gesamte Wirbelsäule in einem Stück?
Ich denke, ihr solltet erstmal zu einem Spezialisten fahren und möchte euch dafür Dr. Hoffmann in Leonberg bei Stuttgart empfehlen.
Er kann dann auch entscheiden, ob Schroth mit den Bandscheibenproblemen überhaupt möglich ist oder ob eine andere Reha-Einrichtung besser wäre, in der Schroth nicht ganz so intensiv wie in Salzungen gemacht wird.
Wie lange ist die Reha-Ablehnung denn schon her? Wenn da schon so 2-3 Monate vergangen sind, kann man es erneut mit einem Antrag versuchen. Dr. Hoffmann kann euch da sicherlich helfen und notfalls auch einen Widerspruch unterstützen. Es kommt auch viel darauf an, wie in dem Antrag argumentiert wurde und wie der Arzt dahintersteht.
LG
Minimine
herzlich Willkommen hier im

Die Befunde deiner Frau klingen sehr nach MRT-Befunden. Wurde deine Frau denn schonmal geröntgt, also die gesamte Wirbelsäule in einem Stück?
Ich denke, ihr solltet erstmal zu einem Spezialisten fahren und möchte euch dafür Dr. Hoffmann in Leonberg bei Stuttgart empfehlen.
Er kann dann auch entscheiden, ob Schroth mit den Bandscheibenproblemen überhaupt möglich ist oder ob eine andere Reha-Einrichtung besser wäre, in der Schroth nicht ganz so intensiv wie in Salzungen gemacht wird.
Wie lange ist die Reha-Ablehnung denn schon her? Wenn da schon so 2-3 Monate vergangen sind, kann man es erneut mit einem Antrag versuchen. Dr. Hoffmann kann euch da sicherlich helfen und notfalls auch einen Widerspruch unterstützen. Es kommt auch viel darauf an, wie in dem Antrag argumentiert wurde und wie der Arzt dahintersteht.
LG
Minimine
LG
Minimine
Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
Minimine
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Albert Einstein
Danke...
...für Eure Antworten.
Die zitierten Befunde waren tatsächlich in der Hauptsache MRT, eine Komplettunteruchung der Wirbelsäule per Röntgen (im Stehen) wurde jedoch ebenfalls schon vorgenommen. Eine Kyphose gibt es demnach zwar auch, ist aber nicht so ausgeprägt.
Dei Beantragung (und Ablehnung) der Reha geschah erst kürzlich. Es war allerdings schon schwierig, überhaupt einen Arzt zu finden, der die Mühen eines Reha-Antrags auf sich nimmt, nach der Ablehnung nun wollte der (bzw. die, es ist eine Ärztin) nicht mehr viel davon hören bzw. dafür tun (Widerspruchsbegründung schreiben o.ä.). Das Theater mit der KK und den Rehaanträgen hatten wir schon bei ihrer Vorerkrankung durch, da wurde auch erstmal abgelehnt und dann allerdings im Widerspruchsverfahren genehmigt. Das war nun erst letztes Jahr, sodaß ich mir für dieses Jahr nicht mehr viel Hoffnungen mache.
Danke auch für den Verweis auf Dr. Hoffmann. Eine so weite Reise ist im Moment aber nicht möglich (mit dem Auto geht überhaupt nicht und Zug nur für kurze Strecken. Von Berlin bis Stuttgart wären es mit dem ICE aber schon sechseinhalb Stunden...). Habe in der Sammlung zu den Adressen im Raum Berlin mal gestöbert aber nix rechtes gefunden. Hat irgendjmd. vielleicht noch einen Tip?
Danke aber nochmals.
Die zitierten Befunde waren tatsächlich in der Hauptsache MRT, eine Komplettunteruchung der Wirbelsäule per Röntgen (im Stehen) wurde jedoch ebenfalls schon vorgenommen. Eine Kyphose gibt es demnach zwar auch, ist aber nicht so ausgeprägt.
Dei Beantragung (und Ablehnung) der Reha geschah erst kürzlich. Es war allerdings schon schwierig, überhaupt einen Arzt zu finden, der die Mühen eines Reha-Antrags auf sich nimmt, nach der Ablehnung nun wollte der (bzw. die, es ist eine Ärztin) nicht mehr viel davon hören bzw. dafür tun (Widerspruchsbegründung schreiben o.ä.). Das Theater mit der KK und den Rehaanträgen hatten wir schon bei ihrer Vorerkrankung durch, da wurde auch erstmal abgelehnt und dann allerdings im Widerspruchsverfahren genehmigt. Das war nun erst letztes Jahr, sodaß ich mir für dieses Jahr nicht mehr viel Hoffnungen mache.
Danke auch für den Verweis auf Dr. Hoffmann. Eine so weite Reise ist im Moment aber nicht möglich (mit dem Auto geht überhaupt nicht und Zug nur für kurze Strecken. Von Berlin bis Stuttgart wären es mit dem ICE aber schon sechseinhalb Stunden...). Habe in der Sammlung zu den Adressen im Raum Berlin mal gestöbert aber nix rechtes gefunden. Hat irgendjmd. vielleicht noch einen Tip?
Danke aber nochmals.
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minimine
- Co-Admin

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- Diagnose: Skoliose
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Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
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Hallo ro,
du könntest mal J-Maria oder chili-pepper per PN kontaktieren und fragen, ob sie euch einen Arzt in Berlin oder Umgebung empfehlen können. Oder du schaust hier mal: http://www.skolinale.de/adressen___link ... index.html
Ich kann dir aber leider nicht sagen, wie gut die dort empfohlenen Ärzte wirklich sind, da wir hier auch noch keine Erfahrungsberichte dazu haben. Kontaktiere dazu am Besten J-Maria.
LG
Minimine
du könntest mal J-Maria oder chili-pepper per PN kontaktieren und fragen, ob sie euch einen Arzt in Berlin oder Umgebung empfehlen können. Oder du schaust hier mal: http://www.skolinale.de/adressen___link ... index.html
Ich kann dir aber leider nicht sagen, wie gut die dort empfohlenen Ärzte wirklich sind, da wir hier auch noch keine Erfahrungsberichte dazu haben. Kontaktiere dazu am Besten J-Maria.
LG
Minimine
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Albert Einstein
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