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Chronische Schmerzen

Verfasst: Fr, 22.05.2009 - 21:37
von Spice
Hi zusammen, ich bin 31 und leide seit ca. 2 Jahren an chronischen Schmerzen im LWS Bereich mit Austrahlung ins linke Bein. Eine Skoliose jedoch im unterschwelligen Bereich wurde bei mir erst im Alter von 18 Jahren festgestellt und auch nur weil eine Verwandte, ihres Zeichen Schroth-Physiotherapeutin, meinen Rücken betrachtete, als ich mich gerade bückte. Da ich schon ausgewachsen war kam eine Korsetttherapie nicht mehr in Frage. Da ich keine Beschwerden hatte, hab ich mich damals leider nicht um eine entsprechende Behandlung gekümmert. Mit 21 zog ich mir dann einen BSV zwischen LWS 5 und S1 zu. Der Schmerz ließ jedoch unter der Gabe von Ibuprofen nach und ich war bis vor zwei Jahren komplett beschwerdefrei. Umzugsbedingt musste ich für ein halbes Jahr mit dem Reiten aufhören, da ich erst einen neuen Stall suchen musste. Ich fand ihn und es kamen auch die Schmerzen. Zu Beginn dachte ich, es wären normale Muskelkaterschmerzen durch das Pausieren und Abbau der Muskulatur. Aber die Schmerzen gingen nicht weg sondern wurden schlimmer. Dazu kam morgentliche Steifheit und vor ein paar Monaten erkannte ich schließlich, dass ich morgens nicht mal mehr in der Lage bin Socken ohne große Schmerzen anzuziehen. Ich suchte also einen Orthopäden auf. Befund nach MRT Arthrose zwischen LWS 5 und S1 und Verlagerung eines Rückenbandes. Meine Schmerzen waren zwischenzeitlich noch schlimmer geworden. Mein Orthopäde verordnete mir 6 Behandlungseinheiten Krankengymnastik und ich solle bei Bedarf Ibuprofen nehmen, ich könne ruhig 1200mg am Tag nehmen. Die Krankengymnastin meint nun im Gegensatz zu meinem Orthopäden, dass die Schmerzen von Verspannungen und mangelnder Muskulatur herrühren und dass ich eher Probleme mit dem Iliosakralgelenk als mit dem BSV hätte. Die Übungen halfen mir immerhin so weit, dass ich relativ gut Schmerzfreiheit erreichen kann, wenn ich die Übungen mache bevor das ISG komplett blockiert. Die Krankengymnastin empfahl mir jetzt noch KG nach Schroth zu machen. Tja und was meint mein genialer Orthopäde? Er lehnte eine weitere KG kategorisch ab. Er meinte, es gäbe da so viele Therapiemethoden, ich könne Schroth machen, aber bitte schön auf eigene Kosten, das würde keine Krankenkasse bezahlen. Er empfahl mir stattdessen Rückenschwimmen und Krafttraining im Fitnessstudio. Ach ja und 3 Ibuprofen am Tag seien weniger schlimm als eine Dicloflenac am Tag.Ein Schwimmbad in der Nähe, wo die möglichkeit besteht Rückenschwimmen zu machen, ohne durch einen Mitschwimmer ertränkt zu werden konnte er mir nicht sagen, fand er nur lustig. Empfehlung Fitnesstudio gabs auch nicht. - Nun denn ich persönlich finde Langzeitschäden von Ibuprofen nicht sehr prickelnd, aber ich habe mir nach dieser Empfehlungen meinen Teil über die Qualitäten des Arztes gedacht
:rolleyes:
Jetzt habe ich mehrere Fragen.
1. Gibt es nach wie vor keinen Orthopäden für Skoliosepatienten innerhalb Frankfurts?
2. ist das wirklich wahr, dass die Schroth -Therapie von den Kassen nicht mehr bezahlt wird?
3. Wenn dem nicht so ist, muss man das wirklich so hinnehmen, wenn einem ein Arzt aus Budgetschongründen so ins Gesicht lügt?
4. Es kann doch nicht sein, dass ich bis an mein Lebensende Unmengen an Schmerzmittel schlucke und dies besser als KG sein soll.
5. Gibts Erfahrungen inwieweit man bei Kieser in guten Händen wäre?

Grüße Spice


P.S. Ich reite trotz Schmerzen weiterhin. Ich habe eine zeitlang erneut aufgehört, dann Pferde gewechselt. Es hat keinen Einfluss auf die Schmerzstärke.

Verfasst: Sa, 23.05.2009 - 12:55
von Klaus
spice hat geschrieben:1. Gibt es nach wie vor keinen Orthopäden für Skoliosepatienten innerhalb Frankfurts?
Die Frage muss immer lauten: gibt es keinen wirklich kompetenten Orthopäden.....?
Du kannst es mit Dr. Geiger versuchen:
Priv. Doz. Dr. Florian Geiger
Oberarzt der Abteilung für Wirbelsäulenorthopädie
Uni Frankfurt-Friedrichsheim

Er schreibt hier ab und zu mit (bitte Suchfunktion benutzen).

Allerdings ist die interne Orgnaisation nach meiner Kenntnis so, dass er vorwiegend für Kinder und Jugendliche zuständig ist. Man muss bei der Termin-Anmeldung sagen, dass man mit ihm sprechen möchte (s.a. entsprechende Posts von ihm!).
Auf jeden Fall ist wohl eine Röntgen-Ganz-Aufnahme möglich, anhand der dann eine konkrete Daignose mit Behandlungsvorschlägen gemacht wird. Ich kenne ihn aus 2 Veranstaltungen in Bad Salzungen (Schroth-REHA Klinik) und weiß auch aus diesem Forum, dass er die konservative Therapie so weit wie möglich bevorzugt, obwohl er Spezialist für Skoliose/Kyphose Chirurgie ist.
2. ist das wirklich wahr, dass die Schroth -Therapie von den Kassen nicht mehr bezahlt wird?
1. Die ambulante Schroth KG ist nach der Heilmittelverordnung eine ganz normale KG und wird auch so abgerechnet. Man muss dem Arzt ja nicht erzählen, wo man hingeht :) . Allerdings braucht man jede Menge Verordnungen, weil die Schroth KG zeitaufweniger ist.
Deshalb ist auch immer eine REHA angesagt, nach der man selbstständig die Übungen zuhause weiterführt und nur ab und zu eine Kontrolle braucht.

2. Die stationäre Schroth REHA wird von dem zuständigen Kostenträger bezahlt, das ist bei Berufstätigen im allgemeinen die Deutsche Rentenversicherung, ansonsten die Krankenkasse.
Grundsätzlich gibt es damit nur die Problematik, dass ab und zu solche Anträge abgelehnt werden, was mit einem Widerspruch in vielen Fällen aber erfolgreich ist.
3. Wenn dem nicht so ist, muss man das wirklich so hinnehmen, wenn einem ein Arzt aus Budgetschongründen so ins Gesicht lügt?
Der Arzt hat tatsächlich ein Problem mit seinem Budget, was er aber durchaus übertreiben kann, um sich Arbeit zu ersparen.
Tipp: Schroth Therapeuten fragen, welche Ärzte in Frage kommen. Fachärzte für physikalische Therapie haben ein grösseres Budget (Richtgrösse) bezüglich Heilmittelverordnungen, als Orthopäden. Hausärzte das geringste!
4. Es kann doch nicht sein, dass ich bis an mein Lebensende Unmengen an Schmerzmittel schlucke und dies besser als KG sein soll.
Natürlich nicht, deswegen gibt es optimale konservative Methoden, wie Schroth KG und evtl. auch ein Erwachsenen-Korsett, was aber ein spezielles Thema ist!
5. Gibts Erfahrungen inwieweit man bei Kieser in guten Händen wäre?
Es gilt für alle Fitness Studios gleichermassen, das Training muss individuell angepasst werden! Das geht nur, wenn man durch das richtige Körpergefühl an die Sache geht. Und dies lernt man in einer Schroth REHA ganz individuell!
Selbst wenn ein Trainer auch an Skoliose/Kyphose leiden sollte, und auch tatsächlich weiß, dass er durch das normale Training kein Stück weiter kommt, heißt das noch lange nicht, dass er Dir kompetent helfen könnte. Jeder Rücken ist anders!
Ich spreche da aus 25 Jahren Erfahrung mit Fitness Geräten.
Im übrigen ist nach meiner Ansicht das Fitness Training bei Hyperkyphose am erfolgreichsten, weil man in den Bewegungsausführungen auch in Korrekturpositionen kommt. Das geht bei Skoliose nicht so einfach.

Ich wünsche es Dir zwar nicht, aber eine evtl. zusätzliche Hyperkyphose (Rundrücken) und Hyperlordose(Hohlkreuz) sollten durch die Ganz-Aufnahmen von vorn und von der Seite mit abgeklärt werden.
P.S. Ich reite trotz Schmerzen weiterhin
Heisst das, dass Schmerzen beim Reiten auftreten? Wenn ja, lass es vorerst!
Schmerzen sind, sofern sie nicht chronisch aus dem Schmerzgedächtnis ausgelöst werden, immer ein Warnfaktor.
Im Umkehrschluss heißt das aber auf keinen Fall, dass schmerzlose Aktionen immer günstig sein müssen!
Das ist ja das Fiese bei Skoliose/Kyphose, dass Schmerzen erst sehr spät auftreten können, wenn sich die Situation, auch durch falsche Alltagsbewegungen, schon dramatisch verschlechtert hat.

Gruss
Klaus

Verfasst: Sa, 23.05.2009 - 18:17
von Spice
Hi Klaus, danke für deine ausführliche Antwort. Um deine Frage zu beantworten. Ich wollte sagen, dass die Schmerzen durch das Reiten nicht zunehmen. Ich merke da lediglich einen Unterschied, wenn ich je nachdem ein Pferd habe, was einen härteren Trab hat.Versuche ich diesen zu sitzen, bezahle ich dann mit vermehrten Schmerzen und je nachdem mit einer ISG Blockade dann ein paar Stunden später. Meine Reitlehrerin ist jedoch darüber informiert, so dass ich in den Reitstunden eines der Pferde mit weichen Gangarten habe. Nach dem Reiten bin ich sogar komplett schmerzfrei, auch wenn ich vorher mit Schmerzen schon aufs Pferd bin. Die Wirkung läßt dann nach so ca. 4 Stunden nach und die üblichen Schmerzen kehren zurück. Tätigkeiten wie Einkaufen oder Wohnung sauber machen sind schmerzhafter.
Eine weitere Frage, braucht man eine spezielle Überweisung um die Sprechstunde der Uniklinik wahrzunehmen? Kann man Kassenpatient sein?

Re: Chronische Schmerzen

Verfasst: Sa, 23.05.2009 - 19:52
von SchwarzeSchnecke
Hallo Spice,

Herzlich willkommen hier im Forum! :-)
Spice hat geschrieben:Mein Orthopäde verordnete mir 6 Behandlungseinheiten Krankengymnastik und ich solle bei Bedarf Ibuprofen nehmen, ich könne ruhig 1200mg am Tag nehmen.
6x KG ist natürlich viel zu wenig.
Als Bedarf ist das in Ordnung, aber wenn Du täglich 1200 mg IBUPROFEN nehmen willst, solltest Du einen Magenschutz dazunehmen, z.B. OMEPRAZOL. (Ich selber habe das zwar nicht getan, habe aber im Nachhinein erfahren, daß ich da Glück hatte, keine Probleme mit dem Magen zu bekommen. Als ich mich hier im Forum angemeldet habe, war ich ebenfalls Schmerzpatientin und auf bis zu 2400 IBUPROFEN und 100 mg TETRAZEPAM pro Tag.)
Tja und was meint mein genialer Orthopäde? Er lehnte eine weitere KG kategorisch ab. Er meinte, es gäbe da so viele Therapiemethoden, ich könne Schroth machen, aber bitte schön auf eigene Kosten, das würde keine Krankenkasse bezahlen.
Das ist ein Lügner, der bloß sein Budget nicht belasten will. Ich hätte ihm das ins Gesicht gesagt.
Ach ja und 3 Ibuprofen am Tag seien weniger schlimm als eine Dicloflenac am Tag.
Für den Magen – ja. Aber auf Dauer ist sowohl das eine als auch das andere nicht so toll.
Nun denn ich persönlich finde Langzeitschäden von Ibuprofen nicht sehr prickelnd,
Ich auch nicht. Ich bin durch meine Recherche bezüglich anderer Schmerzmittel auf dieses Forum gestoßen, habe meine Geschichte aufgeschrieben, wertvolle Tips bekommen, mit Schroth KG angefangen, mir ein Korsett verordnen lassen (mittlerweile habe ich das zweite, das ich nur noch nachts trage), eine Schroth-Reha gemacht – und bin nun schon seit einiger Zeit weitgehend schmerzfrei. Als Sportarten mache ich Walking, Schwimmen und ein wenig Klettern.

VG, Anne

Verfasst: So, 24.05.2009 - 10:48
von Klaus
Spice hat geschrieben:Eine weitere Frage, braucht man eine spezielle Überweisung um die Sprechstunde der Uniklinik wahrzunehmen? Kann man Kassenpatient sein?
Ich bitte Dich, dort mal selbst zu recherchieren, um die konkreten Details zu erfahren. Auf jeden Fall kommst Du auch als Kassenpatient dort hin. Bitte lies Dir auch die Posts von Dr. Geiger durch (Suchfunktion).

Ich hatte vor längerer Zeit entsprechende Anfragen an ihn gestellt, die leider nie so konkret beantwortet wurden, dass ich sie hier
viewtopic.php?t=3006&start=40
sozusagen als ganz praktische Vorgehensweise in Kurzform hätte einstellen können. Möglicherweise liegt das auch an dem Werbeverbot für Ärzte, was hier im Forum durchaus schon mal als grenzwertig ausgelegt werden könnte.

Deshalb wäre es mir sehr wichtig, wenn Du mal Deine konkreten Erfahrungen mit ihm sammelst und das Ergebnis sozusagen als Gebrauchsanleitung postest.
Das ist dann die eigentliche Aufgabe des Forums und kann nicht als Werbung ausgelegt werden. So sind ja auch die anderen Sammlungen in der Rubrik Gesucht/Gefunden entstanden, die sich in ähnlicher Form auch in den Suche Posts widerspiegeln.

Gruss
Klaus

Verfasst: Mi, 27.05.2009 - 22:38
von Spice
So ich bin einen Schritt weiter. In einer Woche versuche ich mein Glück bei einem weiteren Orthopäden. Wurde mir von einer Kollegin empfohlen, die das "Glück" hat eine Skoliose mit zwei Versteifungen. August habe ich dann einen Beratungstermin in der Ambulanz der Schroth-Klinik.

Verfasst: Do, 28.05.2009 - 20:32
von Klaus
spice hat geschrieben:In einer Woche versuche ich mein Glück bei einem weiteren Orthopäden
Also nicht Dr. Geiger ??
Schade, dass das nicht mal getestet wird!
August habe ich dann einen Beratungstermin in der Ambulanz der Schroth-Klinik.
In welcher Klinik und bei wem?

Gruss
Klaus

Verfasst: Do, 28.05.2009 - 21:17
von Spice
Also erstens benötige ich eine spezielle Überweisung um überhaupt in die Uniklinik zu dürfen. Mein bisheriger Orthopäde wollte nicht mal das machen. Ich hoffe mit dem Orthopäden, der mir von der Kollegin empfohlen wurde einen Arzt zu bekommen, der zumindest mal ne Überweisung macht und KG verordnet. Damit wäre mir am schnellsten und unkompliziertesten geholfen.
bzgl klinik versteh ich deine Frage nicht ganz. Ich habe einen Termin in der Ambulanz der Asklepios Katharina Schroth Klinik in Bad Sobernheim. Sie bieten dort ambulant Beratungsstunden für Skoliosepatienten an.

Verfasst: Do, 28.05.2009 - 22:29
von Klaus
spice hat geschrieben:Ich hoffe mit dem Orthopäden, der mir von der Kollegin empfohlen wurde einen Arzt zu bekommen, der zumindest mal ne Überweisung macht und KG verordnet
Ja, das ist natürlich etwas anderes. Leider gibt es wohl immer noch zu viele Orthopäden, die nicht einsehen, dass sie nicht alles wissen können.
bzgl klinik versteh ich deine Frage nicht ganz. Ich habe einen Termin in der Ambulanz der Asklepios Katharina Schroth Klinik in Bad Sobernheim. Sie bieten dort ambulant Beratungsstunden für Skoliosepatienten an.
Na ja, in Bad Salzungen gibt es auch eine ambulante Sprechstunde von Dr. Steffan, aber die ist für dieses Jahr ausgebucht.
In Bad Sobernheim hält er ja offenbar auch Sprechstunden ab, die eigentlich nur mit ihm sinnvoll sind. Wenn Du tatsächlich bei ihm einen Termin hast, dann wäre das über den "Umweg" Bad Sobernheim terminlich gesehen eine "geschickte Sache".

Wenn das nicht so sein sollte, würde ich mir das mit Bad Sobernheim gut überlegen. Da können ja vielleicht auch andere was zu sagen, die die aktuelle Lage dort kennen.

Gruss
Klaus

Verfasst: Di, 28.07.2009 - 21:21
von Spice
Hi zusammen ich wollte mal Bericht erstatten. Ich mache jetzt seit Mitte Juni ambulant Physiotherapie nach Schroth und was soll ich sagen. Es geht aufwärts. Schmerztabletten konnte ich auf max. 1 Voltaren am Tag reduzieren. So lange ich meine Übungen mache, ist alles in Ordnung. Die Schmerzen stammen wohl wirklich hauptsächlich von den verspannten Muskeln. Ich hoffe, das das so bleibt, wenn die kalte Jahreszeit wieder kommt. Viele Grüße Spice.

Verfasst: Mi, 29.07.2009 - 11:14
von Klaus
spice hat geschrieben:Hi zusammen ich wollte mal Bericht erstatten. Ich mache jetzt seit Mitte Juni ambulant Physiotherapie nach Schroth und was soll ich sagen. Es geht aufwärts.
Das freut mich für Dich.

Bei wem warst Du nun zur Beratung?
Was ist dabei konkret herausgekommen?
Was ist mit einer stationären REHA?

Gruss
Klaus

Verfasst: So, 02.08.2009 - 19:44
von Spice
Hi ich war bei dem Orthopäden, den mir meine Arbeitskollegin empfohlen hat. Er hat sich die MRT Bilder angesehen, hat ein paar Beweglichkeitsuntersuchungen gemacht und kam dann zum Ergebnis, dass die Schmerzen auf keinen Fall von der WS an sich kommen und seiner Meinung nach von den Muskelverspannungen aufgrund der Skoliose kommen. Er meinte ich müsse dringend KG machen. Ich sagte ihm, ich hätte gerne KG nach Schroth, er schrieb das Rezept. Adresse von der geschulten Physiotherapeutin hatte ich bereits von der Katharina-Schroth Klinik. Also alles sehr unkompliziert. Reha steht daher für mich zurzeit nicht zur Diskussionn. Vor allem nicht, da ich gerade unbefristet in mein AV übernommen wurde und ich bereits auf die ambulante KG gut anspreche.

Verfasst: Do, 27.08.2009 - 21:51
von Spice
So nachdem ich leider wegen einer akuten Magenschleimhautentzündung mehrere Wochen keinerlei Schmerzmittel mehr nehmen konnte, ich dann wieder anfing zu arbeiten, stellte ich fest, die Schmerzen sind zurück. Sitzen ist absolutes Gift für meinen Körper. Ich mache täglich meine Schroth-Übungen und es kristalisiert sich heraus, dass meine schlimmste Schmerzphase seltsamerweise immer Mittwochs ist. Nach wie vor hilft mir das Reiten. Ich habe festgestellt, dass ich nach dem Reiten komplett beweglich im Rücken bin ohne dass irgendwas zwickt oder schmerzt. Nachdem jetzt meine Physiotherapeutin meinte, dass bei mir eventuell ein Erwachsenenkorsett nicht das Schlechteste wäre und natürlich REHA, ist es soweit, ich habe einen Termin bei Dr. Geiger in der Skoliosesprechstunde :D . Am 5.10 macht mein überweisender Orthopäde komplett neue Aufnahmen meiner WS. Einen Tag später bin ich dann in der Skoliosesprechstunde.Ich werde meinen Arzt jetzt noch drum bitten, meine alten Orthopäden zu bitten ihm meine alten Röntgenbilder zukommen zu lassen. Mir ist zum Glück eingefallen, dass es noch Bilder von vor 3 Jahren gibt. Damals hatte ich mir einen HWS Wirbel ausgerengt und der Orthopäde hatte den ganzen Rücken geröntgt. Vor drei Jahren war ich noch komplett schmerzfrei, vielleicht kannt man ja Unterschiede zwischen damals und heute erkennen.
Gruß Spice

Verfasst: Di, 06.10.2009 - 18:35
von Spice
Heute war icih in der Skoliosesprechstunde.
Diagnose: Thorakalskoliose von 36° bei vollständig aufgebrauchter Bandscheibe L5-S1 jedoch keine Olisthese.
Die Schmerzen, die ich habe beruhen wohl auf der abgenutzten Bandscheibe. Jetzt hab ich Möglichkeit 1. Op mit Versteifung 2. Muskelaufbau, notfalls Schmerzmittel oder Variante 3 Infiltration und bei positivem Ergebnis eine HF-Denervation.

Es nervt einfach nur noch. Rein theorethisch müsste ich, glaube ich, meinen Beruf aufgeben und mich von morgens bis abends nur noch um meinen Rücken kümmern.

Ich glaube, ich suche mir neben dem geeignetem Muskelaufbautraining noch gleich einen Psychotherapeuten. Ich frag mich wirklich wie das noch werden soll, wenn ich mal doppelt so alt bin. :(

Verfasst: Di, 06.10.2009 - 21:29
von Klaus
Hallo spice,

mir fällt dazu nur ein:
2. Meinung einholen und zwar von Dr. Hoffmann, der ja im Gegensatz zu Dr. Geiger nicht so chirurgisch orientiert ist.
Da kommt dann evtl. ein Korsett gegen die Schmerzen ins Spiel, wobei ein Extensions-Korsett (Kubin Orthese) vielleicht auch hilfreich wäre. Da wäre dann Dr. Steffan Ansprechpartner.

Auf jeden Fall solltest Du nicht irgendein Muskelaufbautraining machen!
Du solltest evtl. auch mal darüber nachdenken, inwieweit Deine Arbeit wirklich absoluten Vorang hat. Das hat auch etwas mit dem Leidensdruck zu tun, der sicherlich nicht von allein weggeht bzw. durch einfachen Muskelaufbau.

Gruss
Klaus

Verfasst: Mi, 07.10.2009 - 21:55
von Spice
Vielleicht kam das etwas verfälscht rüber. Dr. Geiger hat mir in meinem Fall sogar eher von einer OP abgeraten. Er hat lediglich die Möglichkeiten aufgezählt.
Eventuell werde ich noch entweder zu Dr. Steffan oder Dr. Hoffmann noch gehen.
Vorerst habe ich mich entschlossen wie folgt vorzugehen nachdem ich mit meiner Tante gesprochen habe, die zufälligerweise auch Schroth-Physiotherapeutin:
1. erstmal keine OP
2. Schroth Übungen mach ich weiter
3. einen guten Osteopathen finden
4. noch mehr Muskeltraining zur Stärkung der Rumpfmuskulatur
5. regelmäßig Schwimmen- keine Sorge ich beherrsche die notwendige Schwimmtechnik ;D und weiterhin reiten.
6. weiter Gewichtsreduktion, ich befinde mich derzeit eher am oberen Ende des BMI.

Sollte ich trotz des Intensivprogramms innerhalb von 6 Monaten dann keine Verbesserung erfahren, was das Schmerzempfinden betrifft, werde ich es mit der Infiltration und Denervation versuchen.
@Klaus: Bzgl Vorrang Arbeit. Ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld,keine Möglichkeit Osteopathen, Reiten und sonstige Muskelaufbautrainings zu bezahlen mit dem Ergebnis Schmerzen und Depressionen. War dort, will da nicht mehr hin.

Verfasst: Do, 08.10.2009 - 20:42
von Klaus
Spice hat geschrieben:@Klaus: Bzgl Vorrang Arbeit. Ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld,keine Möglichkeit Osteopathen, Reiten und sonstige Muskelaufbautrainings zu bezahlen mit dem Ergebnis Schmerzen und Depressionen. War dort, will da nicht mehr hin.
Also die Schroth REHA kostet Dich pro Tag 10 € an Zuzahlung. (Verdienst über 1200€, darunter weniger bzw. keine) Wenn Du davon die Kosten abziehst, die Du zuhause hast (Verpflegung, Strom usw,) wird das eine sehr preiswerte und vor allen dingen kompetente Angelegenheit!

Gruss
Klaus