Therapie bei starker Verformung der HWS bei Skoliose mit OP
Therapie bei starker Verformung der HWS bei Skoliose mit OP
Meine Skoliose wurde im Jahr 1981 mit der alten Knochenspan-Methode operiert („Schienen“ der WS mit einem Fremdknochen, so dass das ganze dann verknorpelt und versteift wird, bei mir die ganze BWS). Das war in Leipzig, und eine adäquate Nachsorge und Aufklärung so wie heutzutage fand nicht statt, man hatte wohl damals auch noch keine Erfahrung damit, was dann 20 Jahre später aus den Leuten wird –
Nun bin ich 41 und Mutter von zwei Kindern (16 und 13 J.) und seit einem Jahr nehmen meine Beschwerden in der LWS und der HWS extrem zu. In beiden Bereichen ist je eine Wirbel-Abstützreaktion.
Was für mich am schlimmsten ist, sind die Einschränkungen durch die starke Fehlstellung der Halswirbelsäule, die sich so etwa in den letzten 5-6 Jahren auch noch verbogen hat (20 Grad), und schon seit 20 Jahren Probleme macht Vor fünf Jahren musste ich mich berenten lassen, weil tägliches stundenlanges Sitzen nicht mehr möglich war, mittlerweile wird mir selbst eine Stunde Sitzen ohne starke muskelrelaxierende Medikamente zur Qual. Nehme nun seit Monaten täglich 300-400 mg Katadolon, bei langer Straßenbahnfahrt oder Arzttermin, Elternabend etc., noch zusätzlich Diazepam. Zu Hause gibt es für mich nur Knien oder Sitzen im Schneidersitz. Es macht einem die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ziemlich schwer, nicht normal auf einem Stuhl sitzen zu können –
Ich hatte im Juni eine Reha, seitdem mache ich die Übungen nach K. Schroth, aber muss dabei jegliches Drücken oder Ziehen mit den Armen weglassen, so dass eigentlich nur die Drehwinkel-Atmung übrig bleibt. Mir wurde bei der Reha immer wieder gesagt, dass (leichtes) Krafttraining mit dem rechten Arm unbedingt nötig ist, um die Muskulatur über dem Rippenbuckel rechts zu stärken und eine weitere Krümmung zu verhindern, aber ich kann die Übungen erleichtern oder abwandeln wie ich will, sie sind katastrophal für meine Halswirbelsäule, erzeugen sofort eine weitere scheußliche Verkrampfung der Nackenmuskulatur und noch mehr Beschwerden.
Mir scheint aus den Reaktionen der Therapeuten, dass eine so starke Verformung der HWS bei einer Skoliose wie meiner ungewöhnlich ist, oder kennt jemand von Euch auch sowas ?
Hat denn jemand ähnliche Beschwerden und weiß, welche Krankengymnastik oder sonstige Therapie da überhaupt in Frage kommen kann?
Nun bin ich 41 und Mutter von zwei Kindern (16 und 13 J.) und seit einem Jahr nehmen meine Beschwerden in der LWS und der HWS extrem zu. In beiden Bereichen ist je eine Wirbel-Abstützreaktion.
Was für mich am schlimmsten ist, sind die Einschränkungen durch die starke Fehlstellung der Halswirbelsäule, die sich so etwa in den letzten 5-6 Jahren auch noch verbogen hat (20 Grad), und schon seit 20 Jahren Probleme macht Vor fünf Jahren musste ich mich berenten lassen, weil tägliches stundenlanges Sitzen nicht mehr möglich war, mittlerweile wird mir selbst eine Stunde Sitzen ohne starke muskelrelaxierende Medikamente zur Qual. Nehme nun seit Monaten täglich 300-400 mg Katadolon, bei langer Straßenbahnfahrt oder Arzttermin, Elternabend etc., noch zusätzlich Diazepam. Zu Hause gibt es für mich nur Knien oder Sitzen im Schneidersitz. Es macht einem die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ziemlich schwer, nicht normal auf einem Stuhl sitzen zu können –
Ich hatte im Juni eine Reha, seitdem mache ich die Übungen nach K. Schroth, aber muss dabei jegliches Drücken oder Ziehen mit den Armen weglassen, so dass eigentlich nur die Drehwinkel-Atmung übrig bleibt. Mir wurde bei der Reha immer wieder gesagt, dass (leichtes) Krafttraining mit dem rechten Arm unbedingt nötig ist, um die Muskulatur über dem Rippenbuckel rechts zu stärken und eine weitere Krümmung zu verhindern, aber ich kann die Übungen erleichtern oder abwandeln wie ich will, sie sind katastrophal für meine Halswirbelsäule, erzeugen sofort eine weitere scheußliche Verkrampfung der Nackenmuskulatur und noch mehr Beschwerden.
Mir scheint aus den Reaktionen der Therapeuten, dass eine so starke Verformung der HWS bei einer Skoliose wie meiner ungewöhnlich ist, oder kennt jemand von Euch auch sowas ?
Hat denn jemand ähnliche Beschwerden und weiß, welche Krankengymnastik oder sonstige Therapie da überhaupt in Frage kommen kann?
- Schnecke007
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- Beiträge: 1987
- Registriert: Mi, 21.02.2007 - 22:41
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Skoliose 4-bogig rechts
- Therapie: ambulantes Schroth
- Wohnort: Landkreis KA
Hallo Nurai,
ich bin zwar nicht operiert, aber die HWS ist auch ein bisschen meine Schwachstelle. Dort verkrampfe ich sehr sehr leicht. Meine Physio hat irgendwann vorgeschlagen, dass ich die Schroth-Übungen einfach symmetrisch machen soll, was den Arm-Schulter-Nackenbereich angeht. Wahrscheinlich musst Du Dich erstmal um eine Entkrampfung bemühen, bevor Du gegen die HWS-Skoliose antrainieren kannst. Warst Du schonmal bei einem Osteopathen?
Viele Grüße,
Schnecke
ich bin zwar nicht operiert, aber die HWS ist auch ein bisschen meine Schwachstelle. Dort verkrampfe ich sehr sehr leicht. Meine Physio hat irgendwann vorgeschlagen, dass ich die Schroth-Übungen einfach symmetrisch machen soll, was den Arm-Schulter-Nackenbereich angeht. Wahrscheinlich musst Du Dich erstmal um eine Entkrampfung bemühen, bevor Du gegen die HWS-Skoliose antrainieren kannst. Warst Du schonmal bei einem Osteopathen?
Viele Grüße,
Schnecke
Hallo Schnecke,
vielen Dank für Deine Antwort. Ja, in punkto Entkrampfung der Nackenmuskulatur vor und nach den Übungen habe ich es schon mit Selbst-Massage der Trapezmuskeln versucht, was aber, wie immer bei Massagen (nach meiner bisherigen Erfahrung) nur kurzzeitig hilft, und ich nehme ja auch täglich entkrampfende Medikamente, ohne die ich keinen Tag mehr auskommen könnte. Gibt es denn da noch etwas? Über Osteopathie habe ich erst gestern zum ersten Mal was gelesen, da ist aber die Hürde mit den Kosten, weil gesetzl. Krankenkassen so was nicht übernehmen? Trotzdem interessiert es mich sehr: Was kann da für die HWS getan werden? Hast Du Erfahrung damit?
Viele Grüße,
Nurai
vielen Dank für Deine Antwort. Ja, in punkto Entkrampfung der Nackenmuskulatur vor und nach den Übungen habe ich es schon mit Selbst-Massage der Trapezmuskeln versucht, was aber, wie immer bei Massagen (nach meiner bisherigen Erfahrung) nur kurzzeitig hilft, und ich nehme ja auch täglich entkrampfende Medikamente, ohne die ich keinen Tag mehr auskommen könnte. Gibt es denn da noch etwas? Über Osteopathie habe ich erst gestern zum ersten Mal was gelesen, da ist aber die Hürde mit den Kosten, weil gesetzl. Krankenkassen so was nicht übernehmen? Trotzdem interessiert es mich sehr: Was kann da für die HWS getan werden? Hast Du Erfahrung damit?
Viele Grüße,
Nurai
- Schnecke007
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Hallo Nurai,
meine (private) KK hat die Behandlungen voll bezahlt - auf dem Rezept stand "Manuelle Therapie". Aber auch so wäre die Behandlung nicht soooo teuer, 30 Minuten kosten bei meinem Therapeuten glaub ich 25 Euro.
Das Problem mit den Nackenschmerzen ist, dass die Ursache oft (wie bei vielem) eigentlich an anderer Stelle im Körper sitzt. Deswegen bringt es in dem Fall wenig, den schmerzenden Nacken direkt zu behandeln (durch Massage o. ä.).
Da greift die Osteopathie an - sie hilft dem Körper, unnötige Spannungen zu bemerken und loszulassen.Ich habe damit bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Allerdings steht und fällt die Therapie wie immer mit dem Therapeuten, der sie anwendet.
Viele Grüße,
Schnecke
meine (private) KK hat die Behandlungen voll bezahlt - auf dem Rezept stand "Manuelle Therapie". Aber auch so wäre die Behandlung nicht soooo teuer, 30 Minuten kosten bei meinem Therapeuten glaub ich 25 Euro.
Das Problem mit den Nackenschmerzen ist, dass die Ursache oft (wie bei vielem) eigentlich an anderer Stelle im Körper sitzt. Deswegen bringt es in dem Fall wenig, den schmerzenden Nacken direkt zu behandeln (durch Massage o. ä.).
Da greift die Osteopathie an - sie hilft dem Körper, unnötige Spannungen zu bemerken und loszulassen.Ich habe damit bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Allerdings steht und fällt die Therapie wie immer mit dem Therapeuten, der sie anwendet.
Viele Grüße,
Schnecke
Hallo Schnecke,
vielen Dank für Deine Anregung, dass die Verspannungen im Nacken oft auch andere Ursachen haben. Ich hatte bisher wirklich nur an die Muskeldysbalancen und Verspannungen u. Schonhaltung in der WS gedacht. Da werde ich es mal mit Osteopathie versuchen, und es bringt mich auch auf den Gedanken, dass ich vielleicht doch eine Gesprächstherapie beginnen sollte, wie mir die Psychologin in der Reha geraten hat, denn seelische Belastungen können ja auch zu Nackenverspannungen führen. Lag denn der Grund von Nackenverspannungen bei Dir an einer anderer Stelle des Knochengerüstes oder aber an inneren Organen?
Viele Grüße,
Nurai
vielen Dank für Deine Anregung, dass die Verspannungen im Nacken oft auch andere Ursachen haben. Ich hatte bisher wirklich nur an die Muskeldysbalancen und Verspannungen u. Schonhaltung in der WS gedacht. Da werde ich es mal mit Osteopathie versuchen, und es bringt mich auch auf den Gedanken, dass ich vielleicht doch eine Gesprächstherapie beginnen sollte, wie mir die Psychologin in der Reha geraten hat, denn seelische Belastungen können ja auch zu Nackenverspannungen führen. Lag denn der Grund von Nackenverspannungen bei Dir an einer anderer Stelle des Knochengerüstes oder aber an inneren Organen?
Viele Grüße,
Nurai
- Schnecke007
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