Seite 1 von 1

Heute neu

Verfasst: Sa, 29.01.2011 - 17:14
von fischotter
Hallo,
hab durch Zufall dieses Forum gefunden. Meine Name ist Peter und bin noch 55 jahre alt. Seit dem 14.Lebensjahr hab ich Probleme mit meinem Rücken. Bei der Aufnahme zur Gymnasium wurde bei mir Haltungsschäden festgestellt. Der nächste Weg war mit meiner Mutter zum Orthopäden. Der gab aber den Satz von sich: die knochen sind zu weich, kommen Sie in einem Jahr wieder. Nach einem halben Jahr wurden stärkere Haltungsschäden wurden festgestellt.Also wieder zum Orthopäden.Diesmal kam der Kommentar: jetzt sind die Knochen zu Hart und können nichts mehr machen. Er hat mit Gipsbett, Korsett, Geradehalter und weiss ich Gott noch alles, aber die Krümmung war da. Bis 1980 hat ich keine Probleme, aber meine damalige Frau mußte da zur Untersuchung und ich hab da mich auch zu einer Untersuchung angemeldet und landete bei einem Professor Zimmermann. Der wollte mich vorne aufschneiden, ausgleichen was fehlte, zunähen und 14 Tage später hinten aufschneiden und 2 Stangen zu Stabilität und Aufrichtung. Auf meine Frage auf den Erfolg der Op, sagte er mir 80zu20. Ich fragte ihn noch auf Schmerzfreiheit und wie es mit der Arbeit aussähe. Die Antwort kam prompt: Schmerzfrei kann er nicht Garantieren, Arbeit kaum möglich den Beruf den ich ausübte (elektriker) durfte ich nicht mehr ausüben. Ich stocksauer sagte ihm: wenn das so aussieht bin ich 100% dagegen. Er dann: mit v30 sind sie frührentner. Ich hab mich jedenfall nicht darauf eingelassen. Hinterher hab ich erfahren, dass er mich als Versuchskaninchen haben wollte.
Die nächsten Jahre hat ich Ruh, bis 2002 die Schmerzen und Bandscheinbenprobleme grösser wurden, bin ich zum Orthopäden gegangen. Tja. da hab ich einen Fehler gemacht und mich auf die Urteile über die Gute Arbeit jener Orthopäden verlassen und ließ mich auf eine OP ein. 1 Tag vor der OP kam der Arzt rein und sagte mir platt vor Kopf, dass wenn ich mich nicht operieren lassen würde, wäre ich kurz oder lang tot. Ich war 7 Wochen im Krankenhaus und bin mit einem einem Gipskorsett vom Hals bis zum Po. Ich kam mir vor wie eine Schildkröte. Ich konnte mich selbst nicht waschen und ebenso nicht den Po abputzen nach einem Klo gang. Nach 6 Monaten bekam ich den Gips ab und brach fast vor Schmerzen zusammen. Die Tante in der Praxis meinte ich solle die Hose hochziehen und zum Röntgen kommen. Wie ich das geschafft habe, weiß ich nicht.ich hatte von denen jedenfalls die nase voll. Nach einem Haben Jahr hat mich Hausarzt zu den Annastift in Hannover
geschickt. Dort wurde ganz ohne Regung gesagt; wer hat den Pfusch gemacht.Solche OP Methoden haben wir vor 7-8 Jahren nicht mehr gemacht. Die Ursache der Schmerzen war, eine 12mm Titan-Stange war gebrochen.
Die nächste OP stand an. Ich hab jedenfalls 2 OP-Teams verbraucht. Eine hat Stunden gebraucht die alten Stangen/schrauben rauszukloppen und die 2. brauchte wieder Stunden neue einzubauen. Nach 2 wochen sollte ich entlassen werden, aber eine ehrgeizige AIP bestand darauf mich noch 1 tag vor der Entlassung zu Röntgen. Am Nachmmitag kam sie rein und meinte ob ich den nächsten Tag nach Hause wollte. Ich antwortete na Klar. Sie ganz Kurz: Das können sie vergessen, morgen früh liegen sie als Notfall auf dem OP-Tisch. Ich fragte wieso und sie fing zu erklären an. Bei der Op hatten sie mir oben am Ende der Stangen Haken angeschraubt und in den Wirbeln eingehakt. Das Problem war jedoch, die Haken hatten sich aus den Wirbeln gelöst. Nach wiederrum 14 Tage wurde ich mnit Schrauben im Rücken entlassen. Nach knapp einem Jahr fingen die schmerzen im Rücken wieder an. Diagnose: Stangenbruch. Ich also nach Hannover hin. Untersucht, Diagnose Stangenbruch- wohl Matereialfehler. Nächstmüglicher Term zur OP, in März des naächsten Jahres. Ich zu dem Arzt. ich kann doch nicht 6 monate mit einem Stangenbruch rumlaufen. Er antwortete, das wäre ihm klar, aber es wäre kein Termin eher möglich.
Ich dann in die Haus und Hof Klinik meines Orthopäden nach Hessisch Lichtenau.imSommer 2008 die, erstmal letzte OP und 6 Monate KunststoffKorsett. Alles lief Wunderbar, bis nach ca. 15 Monaten die Schemrzen wieder an. Nach den vielen Problemen mit Stangenbrüche, ging ich zum Orthopäden, Er untersucht und stellt nichts fest und gibt mir Schmerzmittel. Viox. Ich war schmerzfrei und hatte keine Probleme.
Am Tage, als Viox verboten wurde ging es wieder richtig los. Schmerzen wurden Stärker. Ich nach hessisch lichtenau umd nichts gefunden. Begründung der Schemrzen: keine Ahnung, müssen sie mit leben lernen. Im laufe der Zeit bekam ich Fentanyl µ50 Pflaster und mußte zusätzlich noch 20-30 Tropfen Tramal nehmen. Wieder in Hessisch Lichtenau sagte der große Professor: der Patient hat offentsichtlich Schmerzen, die auch zu sehen sind. Er hat ein Fentanyl µ50 Pflaster und nimt 30 Tropfen Tramal. Wenn die Schmerzen stärker werden muß er eben 50,100,200 oder sogar 300 oder noch mehr Tramal nehmen. Ich hab ihn angeschaut und geantwortet ich wäre kein Junkie.
Meine Neurologin/Schmerztherapeutin hat mir als Ersatz für alles ein µ75 Fentanyl Plaster mit dem Versprechen kein Tramal zu nehmen. Zwischen zeitlich nehme ich wieder Tramal dazu.
Ende Letzten Jahres war ich in Bad Oeynhausen in einer Orhopädischen Klinik wegen verdacht auf Bandscheibenvorfälle. Da bekam ich eine Schmerzstillenden Tropf. Schmerzen hatte ich immernoch 3-4. Die Ärzte wollten die Plaster abgewöhnen, doch am nächsten Tag kam eine Schwester und klebte mir ein Schmerzpflaster wieder auf dem Arm. Zusätzlich bekam ich noch 4Gramm Tramal. Auf meine Bemerkung hin, dass ich meine Neurologin versprochen habe kein Tramal zu nehmen, bekam ich dannohne kommentar 4 gramm Novalgin. Meine Leber hat sich gefreut. Die GPT-Werte stiegen auf 256.Rntlassen wurde ich mit dem Hinweis die Ärzte sollte auf eine "adequate" Schmerzmittelversorung für mich schaffen.
Seit einem dreiviertel Jahr muß ich mich ständig Kratzen. Da ich ein bisschen im Netz suche, bin ich inzwischen der Meinung, dass ich eine Metallunverträglichkeit entwickele bzw. sich eingestellt hat. Bei den Orthopäden bei denen ich in Behandlung war, haben mich als Austherapiert festgelegt und Kümmern sich nur darum mein Schmermittel vorrat stimmt.
Inzwischen hab ich Kontakt mit der Galenus-Klinik in Stuttgart aufgenommen und denen meine Probleme erzählt. Die haben mir per Email geantwortet ich solle schnellstens einen Termin machen. Ich weiß nur nicht, nachdem ich die Homepage von denen im Internet gesehen und hab die Befürchtung dass das eine Privatklinik ist. Auf meine Anfrage dazu bekomme ich keine antwort dazu, sondern nur die Aufforgerung einen Termin zu machen. Kennt einer diese Klinik und aknn was dazu sagen? Ich leide übrigens an Kyphoskoliose mit Scheuermann. Mein Lumgenvolumen beträgt nur noch 4,7l und ich leide an COPD und MS.

So das war meine Leidensgeschichte meiner Skoliose, die noch nicht zu ende ist.

Schönes Wochenede

Peter

Re: Heute neu

Verfasst: Sa, 29.01.2011 - 18:46
von robinho
Es ist ein sehr glücklicher Umstand, dass es Internet gibt.

Re: Heute neu

Verfasst: Sa, 29.01.2011 - 19:27
von Pirat1988
Wow das ist eine schlimme Geschichte
Du hast ja schon einiges an Ärzten und OPs durchgemacht.

Warst du bei einem Schmerztherapeut? Wurdest du schon mal mit einem TENS Gerät behandelt? Es ist eigentlich unglaublich,dass heutzutage noch jemand mit solchen Schmerzen dauerhaft leben muss.

Wie wird deine MS behandelt? Kommen die Schmerzen nur von der Skoliose oder auch von der MS?

LG und alles Gute
Pirat

Re: Heute neu

Verfasst: Sa, 29.01.2011 - 20:46
von fischotter
Die Schmerzen sind laut meiner Neurologin nicht von der MS. Schmerztherapie hab ich mal angesprochen, aber bei mir in der Umgebung gibt es nur 2 Stellen, wo ich so was machen kann. Die Zulassungsbedingungen sind ziemlich heftig dafür. Ein Halbes Jahr Lang muß man ein Lückenloses Schmerztagebuch führen und dann ist es noch fraglich ob man reinkommt. Die nachfrage ist bei uns im Kreis riesengross. Meine Neorologin hat auch die Zualassung als Schmerztherapeuten. Anfang März hab ich einen Termin bei Ihr und werde sie dazu fragen.

Ciao

Peter

Re: Heute neu

Verfasst: Sa, 29.01.2011 - 21:21
von mamaratlos
:hallo: Hallo Peter


Herzlich Willkommen hier im Forum :blume: :flower:

:eek: Mensch da hast du dir ja schon einiges über dich ergehn lassen müssen.Wahnsinn.

Leider kann ich dir in Sachen op-folgeerscheinungen nicht weiterhelfen,aber es gibt hier den einen oder anderen die dir bestimmt weiterhelfen können ;D :ja:


Viele liebe grüße aus den Ruhrpott

Mamaratlos

Re: Heute neu

Verfasst: Sa, 29.01.2011 - 21:23
von Pirat1988
hallo peter
Na dann bleib am Ball und frag deine Neurologin danach. Denn es gibt mittlerweile sehr gute Methoden zur Schmerztherapie. Am besten mit einer festen Schmerzmedikation eingestellt werden kann man aber stationär auf einer Schmerztherapie Gruppe.

Frag deine Neurologin auch mal nach einer Therapie mit einem TENS Gerät.

LG Pirat

Re: Heute neu

Verfasst: So, 30.01.2011 - 12:02
von minimine
Hallo Fischotter,

auch von mir herzlich willkommen hier im :forum:

Deine Geschichte ist echt erschreckend. Es tut mir leid für dich, dass du soviel durchmachen musstest und noch immer musst.

LG
Minimine

Re: Heute neu

Verfasst: Do, 17.02.2011 - 17:01
von fischotter
hallo,

hab von 2003 gefunden, vor der ersten OP, wo viel vermurkst worden ist. Da steht was von "ausgeprägte kyphose thorako-lumbal" , FBA von 10cm. Lasegue Li. ab 70grad pos, Re. ab 80grad pos.

Keine Ahnung was das alles heißt, aber das war bei mir damals der Anfang vom Elend.

Ciao

Peter

P.S.: Hier ist alles Genial!

Re: Heute neu

Verfasst: Do, 17.02.2011 - 17:19
von Lady S
fischotter hat geschrieben: Keine Ahnung was das alles heißt, aber das war bei mir damals der Anfang vom Elend.
Tja... wenn man bei seiner Therapie mitreden möchte, ist die erste Pflicht, sich selbst gut zu informieren.
FBA = Finger-Boden-Abstand (beim Vorbeugen)
Lasègue-Zeichen (siehe Wikipedia) ist für links und rechts angegeben.
Grüsse, Lady S

Re: Heute neu

Verfasst: Do, 17.02.2011 - 17:29
von fischotter
Falsch verstanden. das sollte nir ein Zusatz zur Anmeldeung gewesen sein.

Ciao

Peter