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Grüße von einer Neuen
Verfasst: Di, 02.12.2008 - 19:37
von brande
Hallo zusammen,
habe mich heute angemeldet. Ich bin 46 Jahre alt. Meine Skoliose wurde im Alter von 14 Jahren festgestellt. Damals hatte ich LWS 32° und BWS 28°. Bis zum Ende des Wachstums mußte ich in einer Gipsschale schlafen und regelmäßig zur KG. Danach konnte man nichts mehr für mich tun. So habe ich mir bei Schmerzen KG und Massagen verschreiben lassen. Inzwischen habe ich LWS 52° und BWS 42° sowie Wirbeldrehgleiten und allerlei Abnutzungserscheinungen mit deren Folgen (Protrusionen, Wirbelanbauten, Knochenmarködeme usw.).
Vom 29.10.-19.11.2008 war ich in Bad Salzungen. Davon habe ich durch Zufall im Internet gelesen und mir den Aufenthalt selbst organisiert. Man kann ja doch was tun...
LG Brande
Verfasst: Di, 02.12.2008 - 22:18
von Lady S
Hallo Brande,
willkommen im Forum! Mir (55) ging es so ähnlich wie Dir - erst mit fast 50 Jahren kam ich per Internet auf Schroth-KG und Reha... ich war bisher zweimal in Bad Salzungen. Hat Dir die Reha denn was gebracht?
Grüsse, Lady S
Verfasst: Mi, 03.12.2008 - 09:16
von brande
Hallo Lady S,
vielen Dank für den Willkommensgruß.
Die Reha hat mir tatsächlich was gebracht. Der Skoliometer hat am Lendenwulst eine Verbesserung von 22° auf 14° angezeigt. Das hat mich ziemlich überrascht, weil ich die ganze Zeit gedacht habe, daß ich gar nichts richtig kapiert habe. Scheinbar war ich doch nicht so schlecht. Leider habe ich oft mit Burn-Out-Problemen zu kämpfen. Ab der 2. Woche lagen meine Nerven ziemlich blank. In der 3. Woche fiel es mir immer schwerer, die Tränen zurück zu halten. Ich habe es ziemlich stressig empfunden. Gleich in der 1. Woche begannen die Schmerzen. Das behinderte mich sehr, alles Neue zu erlernen. Später war ich nur noch dauermüde - körperlich und seelisch. Außerdem hatte ich mit Gleichgewichtsstörungen zu kämpfen. Nach der Reha habe ich fast 2 Wochen durchgeschlafen.
Bis vor kurzem dachte ich immer, daß die Skoliose mit dem Ende des Wachstums einen Stillstand erreicht hat. Kein Arzt hat mir was anderes erzählt. Nachdem ich Ende September meinen MRT-Bericht gelesen habe und die jetzigen Cobb-Werte erfahren habe, war ich ziemlich geschockt. Während der Reha habe ich mich auch mit Leuten unterhalten, die älter sind als ich. Denen ging es vor ein paar Jahren auch noch besser. Nun hat mir die Reha ganz erhebliche Zukunftsängste eingeflößt. Auch meine Orthopädin sagte, daß ich in 10-15 Jahren vielleicht gelähmt sein kann, aber auf jeden Fall noch weitere Probleme durch die begonnene Abnutzung bekommen werde.
Ich bin arbeitslos und habe keine Kraft mehr, mich zu bewerben. In den letzten Monaten habe ich bemerkt, daß ich wegen der Beschwerden sowieso keine Probezeit ohne Krankschreibung durchgehalten hätte. Zwischenzeitlich habe ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt, weil mir wegen der Bedarfsgemeinschaft und einem Nebenjob kein ALG II zusteht. Allerdings gehe ich in meinem Alter nicht davon aus, daß ich mir da große Hoffnungen auf eine Rente machen kann. Würde aber auch kaum was bringen, weil ich noch gar nicht viel eingezahlt habe.
LG Brande