Hallo silke,
zunächst mal muss geklärt werden, welche diagnostischen Maßnahmen in Bad Wildungen angewendet wurden.
1. Zur Abklärung der Skoliose ist eine
Röntgen-Ganz-Aufnahme erforderlich, die konkrete Angabe Deines Orthopäden mit 25 und 30 Grad lässt darauf schliessen, dass hier bereits die gesamte (??) Wirbelsäule erfasst wurde.
2. Zur Abklärung der Schmerzen, die angeblich nicht von der Skoliose kommen sollen, ist ein
CT oder MRT notwendig, um evtl. Bandscheibenvorfall oder Einengungen von Nervenkanälen zu erfassen.
In dieser Klink war die erste Frage, ob ich mich operieren lassen will - ich war schokiert. Naja, nach 20 min Untersuchung wurde mir gesagt ,das die Schmerzen nicht von der Skoliose kommen.
Das ist ja widersprüchlich und es muss doch eindeutig gesagt werden, woher denn dann die Schmerzen kommen.
Auf jeden Fall ist eine solche Skoliose noch nicht in der OP Indikation, da würde ich erst mal, unabhängig vom tatsächlichen Schmerzauslöser so schnell wie möglich eine
konservative Behandlung anstreben.
-->Schroth REHA und evtl. ein Korsett, dass allerdings bei Erwachsenen in erster Linie zur Schmerzreduzierung (Skoliose/Kyphose als Schmerzauslöser!) eingesetzt wird.
Da solche Skoliosen massive Veränderungen in der gesamten Rückenstruktur bewirken, liegt es auf der Hand, dass die vielfältigen Begleiterscheinungen auch Bandscheibenvorfall und Einengungen begünstigen oder auch auslösen können.
Eine Schroth REHA ist deshalb auch in solchen Fällen das Mittel der Wahl.
Allerdings sind möglicherweise auch andere Behandlungen notwendig, das ist aber wirklich nur nach sorgfältiger Diagnose zu beurteilen.
Dabei solltest Du Dich immer davon leiten lassen, dass die eigentliche
konservative Behandlung der Skoliose von den meisten Orthopäden leider nicht kompetent angegangen wird. Da muss man selber aktiv eingreifen.
Und Bad Wildungen ist nun mal eine chirurgisch ausgerichtete Klinik, wie leider viele andere Kliniken in den Städten auch.
Gruss
Klaus