Ständige Schmerzen infolge angeborener Wirbelsäulenerkrankun

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Netty60
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Ständige Schmerzen infolge angeborener Wirbelsäulenerkrankun

Beitrag von Netty60 »

Hallo Fories

da ich hier neu bin, zuerst einmal ein paar Erklärungen.
Ich bin 60,5 Jahre alt und mit einer li. konvexen Drehskoliose geboren.
Desweiteren habe ich 2 x Blockwirbelbildung, Rundrücken, bin inzwischen
ca. 5 cm geschrumpft, Spondylose, Oesteochondrose, Beckenschiefstand,
Lendenlordose.
Inzwischen leide ich auch im li. Hüftgelenk und im rechten Knie unter
Arthrose.
Ich bekomme von meinem Arzt lediglich Schmerzmittel, keine Physio,
nichts. Begründung : Kosten-Nutzen-Verhältnis zu ungünstig.
Nach 37 Berufsjahren bin ich nun zum Hartz-IV-empfänger degradiert
worden.
Habe vor ca. 2 Jahren eine ambulante Reha beantragt : abgelehnt
:<
Wahrscheinlich keine große Verbesserung zu erwarten. Naja, war damals
auch schon 58 Jahre alt.
Da mir die finanziellen Mittel fehlen, kann ich privat Nichts unternehmen.
Kann mir noch nicht einmal Schuhe mit Fußbett kaufen, einfach zu teuer.
Bringt eventuell ein Klage vor dem Sozialgericht auf mehr Hartz-IV-Geld
etwas ???
Habe mir meine Krankheit ja nicht ausgesucht.
Kann mir hier vielleicht einer der Fories einen Link einstellen, daß ich mir
einen besseren Arzt suchen kann ???
Letzte Frage : Kann ich einen Behindertenausweis beantragen ???
Würde so ein Ausweis etwas bringen ????
Ich weiß einfach nicht mehr weiter !!!!!!
Liebe Grüße
Netty60
Ramses
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Beitrag von Ramses »

Hallo Netty,

Du hast auch ein Recht auf Physiotherapie oder Reha wie alle anderen auch. Du bist gesetzlich krankenversichert und dies gehört zu den Leistungen der Krankenversicherung bzw Rentenversicherung. Du hast auch freie Arztwahl, mit der Einschränkung dass der Arzt eine Kassenzulassung haben muss, hier (viewforum.php?f=25) kannst Du nachsehen ob Du einen besseren Arzt in Deiner Nähe findest.

Natürlich kannst Du einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen, jedoch solltest Du vorher einen guten Arzt (Ärzte) suchen, damit der Antrag medizinisch richtig begründet wird. das Versorgungsamt entscheidet nur nach Aktenlage. Wenn Du es hinbekommst, dass Dir wegen der Arthrose im Knie und Hüfte eine aussergewöhnliche Gehbehinderung zuerkannt wird, kannst Du damit Freifahrten im öffentlichen Nahverkehr erhalten. Welche Vergünstigungen Du damit in Anspruch nehmen kannst hängt auch von dem Behinderungsgrad ab.

Ob Dich eine Klage vor dem Sozialgericht weiter bringt kann ich nicht beurteilen.

Gruß

Ramses
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Eichhörnchen
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Registriert: Fr, 25.04.2008 - 18:37
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Beitrag von Eichhörnchen »

Hallo Netty,
Von wo kommst Du? Bundesland, Stadt,
Wieviel Grad Skoliose hast Du denn?
Es gibt leider nicht sehr viele gute Ärzte die sich mit Skoliose auskennen.
Ich habe hier in Oldenburg noch keinen gefunden (außer einen Privat-Arzt). Ich bin bei meiner Orthopädin "aus-therapiert". Mehr alls Schmerzmittel vorschreibt Sie mir nicht. Ich bin schon nach Münster gefahren dort haben sie eine Skoliose- Sprechstunde.Ich fahre
nächste Woche nach Karlsbach Langenstein ca.600 km von Oldenburg entfernt. Der Prof. ist Spezialist für angeborene Skoliosen. Ich habe fast das gleich wie Du.
ich würde unbedingt noch einmal mit Deinen Orthopäden wegen einer "Reha sprechen. Es sollte aber eine Schroth- Reha sein. dort sind nur Skoliose- Patienten. Es gibt die Klinik in Bad Salzungen und die in Sobernheim. Ich war in Bad Salzungen dort sind mehr Erwachsene als in Sobernheim. Solltes Du eine Absage bekommen würde ich Widerspruch einreichen meistens reicht das aus. Aber es sollte wirklich einen der genannten Reha- Einrichtungen sein. Darauf solltets Du achten und gebebenfalls um eine wechsel bitten.
Nun noch zum Behinderten -Ausweis.
Je nachdem vieviel Grad Deine Skoliose ist, bekommst Du die %. Ich habe auch einen Antrag gestellt und Habe nur 30% zugesprochenbekommen
Ich bin nun gegen angegangen. Ob ich Erfolg haben werde weiß ich nicht.
Hier in Niedersachsen ist es sehr schwer, obwohl ich wegen meiner
Grad-Zahl in anderen Bundesländern schon längst einen Ausweis bekommen hätte
Beantrage unbedingt eine Ausweis dann mußt Du auch nicht alles an Arbeit annehmen die Dir das Arbeitsamt eventuell anbieten will.
Ich wünsche Dir viel Glück.
Liebe Grüße
Eichhörnchen
Cleo
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Registriert: Do, 30.04.2009 - 19:50

Beitrag von Cleo »

Hallo Netty,
ich kann Dir nur raten unbedingt einen SB-Ausweis zu beantragen. Solltest Du vielleich sogar 50 % bekommen, kannst Du ja auch viel eher in Rente gehen. Ohne Abzüge mit 63 Jahren und mit 60 Jahren mit Abzügen (max. 10,8 %). Da würdest Du bestimmt besser dastehen als jetzt. Wenn es Probleme mit dem Arzt gibt, kannst Du Dich auch an die Krankenkasse wenden. Die haben auch Verträge mit Ärzten zu denen Du gehen kannst. Ich habe da gute Erfahrungen gemacht. Ich habe sogar ein Rezept für Reha-Sport bekommen. Beim Kurantrag haben sie mir auch geholfen. Ziel ist ja auch Tabletteneinnahme zu reduzieren (also Kosten senken). (Habe aber schon 50 % und G, Erhöhungsantrag läuft auch schon.) Wichtig ist, daß Du Befunde vorlegst, vielleicht sogar die Verschlimmerung des Gesundheitszustandes nachweisen kannst. Es gibt ja auch Ärzte die sagen, damit mußten sie doch schon immer leben (Eigene Erfahrung).
Laß Dich nicht unterkriegen, Du hast auch Rechte. Wir müssen mit den Schmerzen leben, das haben wir uns ja nicht ausgesucht.

Viele Grüße
Cleo
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