ich bin 26 Jahre alt und komme aus Köln - um mich kurz vorzustellen - und habe mich heute hier angemeldet. Ich habe nun schon eine ganze Weile in den verschiedenen Rubriken gestöbert, muss aber zugeben, dass mich manche Antworten noch eher verwirren - oder es unterschiedliche Auffassungen gibt - so dass ich euch gerne meinen "Fall" erzählen würde. Ich hoffe sehr, dass ihr mir weiterhelfen könnt.
Letztes Jahr war ich aufgrund anhaltender Rückenschmerzen beim Orthopäden, der mir eine Skoliose attestierte. Er sagte, in meinem Alter könne man daran außer Gymnastik zur Stärkung der Rumpfmuskulatur grundsätzlich nichts mehr ändern. Den Krümmungsgrad habe ich mir leider nicht gemerkt (den müsste ich noch einmal erfragen), kann aber sagen, dass mein Rücken auf den ersten Blick halbwegs gerade aussieht, wenn man genauer hinsieht, sieht man aber auch von außen eine leichte Krümmung.
Der Arzt verschrieb mir Krankengymnastik und ich war dann auch einige Mal dort; der Krankengymnast behandelte mich allerdings "nur" osteopathisch-schmerzlindernd, so dass ich an Übungen nichts mitnahm (ich hätte auch selbst drauf kommen können, dass das nur Bekämpfung der Symptome ist!).
Erst dieses Jahr war ich dann noch mal bei einem anderen Krankengymnasten und habe angefangen, regelmäßig Übungen zu machen (einfache Gymnastik für Rücken und Bauch).
Seit letztem Jahr habe ich immerwiederkehrend Schmerzen gehabt, meist für einige Tage erheblich und dann war es wieder für ein oder zwei Wochen halbwegs ok.
Mittlerweile bin ich regelrecht verzweifelt. Ich mache nun seit einiger Zeit wie gesagt regelmäßig Übungen zuhause. Allerdings habe ich das Gefühl, dass es dadurch (noch?) gar nicht wirklich besser wird.
Seit anderthalb Wochen habe ich so schlimme Schmerzen im Bereich der linken Lendenwirbelsäule (und ausstrahlend ins Bein), dass ich sogar Schmerztabletten nehme.
Ich habe mich kürzlich im Fitnesstudio angemeldet, in der Hoffnung, dass der Aufbau allgemeiner Fitness auch den Rücken stärkt und die Schmerzen lindert.
Ich muss sagen, dass ich unheimlich Panik kriege, wenn ich mir vor Augen führe, dass ich mit 26 Jahren schon so krasse "Auswirkungen" spüre (ja wohl bedingt durch den verfrühten Verschleiß) ...wie sieht das denn dann in 10, 20 Jahren aus?
Ich frage mich:
- Wie lange dauert es, bis regelmäßige Gymnastik die Schmerzen vermindert? Kann "normale" Gymnastik (eben keine Schroth-Spezialgymnastik, von der ich heute gelesen habe und die man ja wohl nur in einer Kur erlernen kann (?)) überhaupt wirklich etwas ausrichten?
- Manche sagen hier, dass Fitnessstudio bzw. allgemein Sport gut für den Rücken ist, andere, dass es sogar kontraproduktiv sein kann. Was ist richtig?
- Macht es Sinn, zu einem Spezialisten in Köln zu gehen und sich eine weitere professionelle Meinung einzuholen?
Ich danke euch schon jetzt für eure Hilfe.
Viele Grüße,
Sara



