mit der Bitte um Hilfe ... sehr starken Rückenschmerzn

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miko
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Diagnose: Skoliose, Kyphose, kleiner Bandscheibenvorfall LWS

mit der Bitte um Hilfe ... sehr starken Rückenschmerzn

Beitrag von miko »

Hallo,

ich bitte hiermit um Hilfe !

Zu meiner Vorgeschichte:
2008 wurde ich wegen eines Tumors an der Bauchspeicheldrüse operiert (Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes, Entfernung der Gallenblase, Entfernung umliegender Lymphknoten);
gem. Nachsorgeuntersuchungen ist am Restpankreas soweit alles in Ordnung.
Ca. nach einen halben Jahr hatte ich diese mittlerweile unerträglichen Rückenschmerzen festgestellt:
Ort: Brustwirbelsäule in Höhe des 6./7. Brustwirbels; die Muskulatur ist neben der Wirbelsäule verhärtet
Der Schmerz besteht dauernd, ist nicht atumgs- oder bewegungsabhängig, eher dumpf, drückend ... aber auch stechend und brennend.
Vor kurzen hatte ich endlich eine Schmerztherapie begonnen: Fentanyl-Plaster 75 Microgramm, bei Schmerzspitzen Palladon (Hydromorphon), Lyrica 25 mg 1-0-1. Mittlerweile bin ich dadurch halbwegs schmerzfrei geworden.

Diagnosen durch Orthopäden, Radiologen (MRT/ Knochenszyntigraphie)
1. akutes BWS-Syndrom
2. leichte Skoliose
3. Rundrücken (tiefsitzende Brustkyphose)
4. HWS kleiner linker medio lateraler Bandscheibenvorfall C6/7
5. degenerative Verändungen der BWS / LWS im Sinne einer Spondylarthrose (L4/5)
6. myotenditisches Dorsal- wie auch Lumbalsycdrom

Was bedeuten diese Diagnosen ?

Bisherige Therapien:
erweiterte Physiotherapie, Massagen, Fangopackungen, Akupunktur
welche jedoch in bezug auf die Schmerzlinderung nicht viel gebracht haben !

Was ist nun , außer der Schmerztherapie, Physiotherapie weiter zu tun ?
Ich habe die Vermutung, daß meine Ärzte eher den Kopf in den Sand stecken und nicht weiter wissen !
Ist denn eine Skoliose, Brustkyphose, Bandscheibenvorfall .... usw. (siehe Befunde)
heilbar ? Oder kann man da nur entgegenwirken ?

Ich wäre über Antworten sehr dankbar bzw. auch Vorschläge, was ich nun weiter unternehmen kann ?

Danke und viele Grüße

MIKO
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Klaus
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Re: mit der Bitte um Hilfe ... sehr starken Rückenschmerzn

Beitrag von Klaus »

Hallo Miko,

hier im Forum geht es in erster Linie um Fehlstellungen der Wirbelsäule und die möglichen Folgen.
Deswegen beantworte ich mal folgendermassen:
1. akutes BWS-Syndrom
Ist eine übliche Beschreibung, wenn man nichts konkretes weiß. :)
2. leichte Skoliose
3. Rundrücken (tiefsitzende Brustkyphose)
Eine leichte Skoliose tritt häufig mit einem Rundrücken (BWS Hyperkyphose) zusammen auf, wobei dieser Rundrücken das eigentliche Problem sein kann. Dazu kommt häufig auch ein Hohlkreuz (LWS Hyperlordose). Ausgelöst werden kann das durch einen abgelaufenen Morbus Scheuermann mit Keilwirbelbildung, muss aber nicht unbedingt. Die gesamte Situation kann zu Bandscheibenvorfällen aber auch Einengungen führen (Nerven-Schmerzen) und/oder auch zu Überlastungen der Muskeln (Muskel-Schmerzen).
Eine Behandlung dieser Fehlstellungen als Ursache ist daher das primäre Ziel.

Unklar ist für mich der Begriff "tiefsitzende" Brustkyphose. Ich habe nämlich so etwas (siehe mein avatare) und dann gibt es keinen Rundrücken mehr, sondern einen Flachrücken, je nachdem wo der Kyphose Scheitel liegt.
Ich habe die Vermutung, daß meine Ärzte eher den Kopf in den Sand stecken und nicht weiter wissen !
Die meisten Orthopäden haben leider bei Hyperkyphose/Skoliose keine Ahnung! Deswegen sollte man sich auf den Besuch eines Spezialisten einstellen, s.a. Rubrik Gesucht/Gefunden und da insbesondere "Überregionale Sprechstunden".
Ist denn eine Skoliose, Brustkyphose, Bandscheibenvorfall .... usw. (siehe Befunde)
heilbar ? Oder kann man da nur entgegenwirken ?
Wie schon gesagt, die Ursache für die Beschwerden liegt meistens in den Fehlstellungen. Deswegen muss man die gezielt angehen. Da die Rückensituationen sehr unterschiedlich sein können, gibt es ab dem Erwachsenen-Alter grundsätzlich keine Heilung mehr im Sinne einer vollständigen bleibenden Korrektur. Aber durchaus Korrekturen, die zur Beschwerdefreiheit führen können und natürlich auch eine weitere Verschlimmerung vermeiden helfen.
Grundsätzlich heißt, dass es je nach Rückensituation Ausnahmen geben kann. Die sind hier aber bislang kaum beschrieben worden. Von Fehl-Haltungen, was etwas anderes ist und Zwischenformen bis zu Fehl-Stellungen mal abgesehen.
Ich wäre über Antworten sehr dankbar bzw. auch Vorschläge, was ich nun weiter unternehmen kann ?
Am besten einen Spezialisten aufsuchen, eine konkrete kompetente Diagnose erstellen und optimale Behandlungsvorschläge (KG nach Katharina Schroth, evtl. Korsett) vorschlagen lassen.

Und natürlich mal ausführlich im Forum lesen. Man braucht bei Hyperkyphose/Skoliose seine eigene Kompetenz!
Speziell die Rubrik ANDERE WIRBELSÄULENDEFORMITÄTEN ist Deine. :)

Gruss
Klaus
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