Medikamente,Schmerzen und die Arbeit.

Schreibe deinen Erfahrungsbericht zur Skoliose, Schmerzbekämpfung etc. oder tausche Erfahrungen mit Leidensgenossen aus
Antworten
Steffen.W

Medikamente,Schmerzen und die Arbeit.

Beitrag von Steffen.W »

Hallo,
wollte mal hier im Forum nachforschen wie Ihr das mit euren Medikamenten und den Schmerzen und der Arbeit macht.!!!!!

Also ich bekomme seit ca 4 Jahren einen ganz netten Medicoktail,da wären: Tanstec-Pflaster stärke 52,5,dazu Novalgin je nach Schmerzen ne menge Tropfen,Tranxiliuim um besser zu Pennen ,und noch einiges mehr.
Meine Schmerzen sind nicht immer so heftig wie jetzt bzw heute und gestern,aber um mich überhaupt bewegen zu können muß ich mich volldröhnen,(ist das richtige Wort dafür) und das ende vom lied,heißt aufstehen und Kotzen!!!!!!!!! Was unwahrscheinlich Spaß macht.Und das Prob ist so geht das Arbeiten eben nicht,und das macht mich schon richtig Depressiv.Ich liebe meinen job,und habe in unserer Firma schon ne Schriftliche Ermahnung bekommen das ich mit Medikamenten nich mehr arbeiten darf,es macht mich aber viel Kranker wenn ich hier zu hause rumhänge mit meinen Schmerzen.Aber bei uns in der Firma gibt es eben leider genug Leute (auch Behinderte) die das Krank sein regelrecht ausnutzen,und somit nicht gerad förderlich für die einstellung neuer Behinderter sind ,ich zb habe mich 3mal dort beworben,2mal mit Behinderung und 1mal Ohne,ohne gab es dann ne zusage,da war was Los als ich das nach meiner Probe beichtete,bin jetzt 7 Jahre dort.Früher glaube ich konnte ich besser mit meiner Skoliose umgehen,wird aber von Jahr zu Jahr bescheidener.Was für mich persönlich sehr Schlimm ist das meine Frau darunter sehr leiden muß wenn es mir besch***en geht,auch wenn sie alles nur gut meint,aber umso mehr sie für mich tun will umso mehr fühle ich mich wie ein kleines Kind.!!!!!!!!!!!!!

Naja so ist das eben.
Was nehmt Ihr so gegen eure Schmerzen für mittel und wie kommt Ihr mit den mittel klar?

Würde mich über ein paar Antworten sehr Freuen.
Gruß und Danke
Steffen


PS:Persönliche Mails an : SFeuerklinge@aol.com
nina

Beitrag von nina »

Hey Steffen!

Ich hatte zu meiner Korsettzeit auch viel Schmerzen, hab aber nie etwas genommen.
Du solltest dir auch bewusst darüber sein, dass je mehr du nimmst, dein Körper es nicht mehr annimmt. Die Körpereigenen Endorphine werden nicht mehr produziert und du wirst quasi Immun gegen das was du einnimmst. Da kann man genausogut Kaugummi kauen.
Vielleicht solltest du mal darüber nachdenken etwas gegen die Ursache zu tun und nicht gegen das Ergebnis. Wie es heutzutage mit der Arbeit aussieht, das braucht man keinem zu sagen. Da sollte man seine Stelle möglichst nicht aufgeben.

Was genau hast du denn? Skoliose? Wieviel wie lange, jemals in Therapie gewesen?
Bei Männern ist es ja viel seltener als bei Frauen.
Und ich als eiserner Verfechter der OP, schon mal darüber nachgedacht, oder hast du es vielleicht schon hinter dir?

So, das wären die Fragen für den Anfang, ich könnte noch viel mehr Fragen stellen und erzählen, aber ich warte erst mal ab. ;)
Schreibe dir auch gerne mal eine Mail, wenn du das lieber hast. :)
Steffen.W

Beitrag von Steffen.W »

Also zu Deinen Fragen.

Also OP`s waren es bis jetzt 2 stück,wenn es nach Neustadt (Halm),bzw WWK-Bad Wildungen (Chefarzt fällt mir gerad nicht ein) würden beide OP nr.3 anstreben,da man aber nach 2stück schon ein wenig bediennt ist,bzw bediennt wurde weil seit meiner Geburt 1972 ,wurde an mir rumgedoktort.
Habe also ein volles Pogramm hinter mir,klar ist die Medizin heute weiter als vor 20 Jahren,und nach heutigem stand hätte ich auch keinen Rippenbuckel mehr ,aber nee irgendwie langt es.Klar die Schmerzen und die Medikamente sind zum Kotzen,klar braucht man auch mehr,nach einiger Zeit,aber Glaub mir gerne nehme ich die bestimmt nicht.Wollte wie gesagt mal wissen wie Ihr das so Handhaben tut mit Medikamenten zu Arbeiten.Also ich bin Metaller und werde im Job auch Körperlich hart gefordert,ist bestimmt nicht unbedingt der Idealjob für meine Skoli,aber als ich das Lernte,hatte ich noch keine Probs,aber es ist ja nun bekannt das Harrington nicht die Top lösung war,aber damals war es halt das beste.Ich hoffe konnte ein paar fragen von Dir beantworten.
Gruß
Steffen
Chaney
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 376
Registriert: Di, 20.01.2004 - 19:43
Wohnort: Darmstadt

Beitrag von Chaney »

Hallo Steffen,

wenn Du eigentlich (so verstehe ich die Aussage Deines Chefs) wegen der Medis Deinen derzeitigen Job nicht ausüben kannst, das aber trotzdem immer noch tust, bin ich ehrlich gesagt etwas überrascht, da es dort doch auch Vorschriften in Bezug auf Arbeitsschutz gibt. Ein Bekannter von mir wurde aus ähnlichen Gründen ziemlich schnell ins Büro "verfrachtet". Ist das in Deinem Fall nicht möglich?

Ist vielleicht nicht der Tip, den Du haben wolltest, aber einen anderen kann ich Dir nicht geben.

Gruss
chaney

P.S.: Ich denke, Du solltest Dir auch nicht den Schuh anziehen, daß Du Deinem Chef weniger wert bist, wenn Du Deine Gesundheit ernst nimmst. Klar kann man das übertreiben, diese Gefahr sehe ich bei Dir aber nicht. :)
Halte an Deinem Stolz fest. (japan. Sprichwort)
Steffen.w

Beitrag von Steffen.w »

Also wie gesagt,meine Arbeit kann ich schon ausüben ,Ok es gibt einschränkungen an sehr schlechten Tagen,da hab ich auch schon mal an eine Maschine gekotzt,nach dem reinigen habe ich dann weiter gemacht,das Problem ist das mein Chef mich so halt nicht lassen will,ist ja auch eigentlich korekkt,aber wie gesagt das daheim bleiben ist für mich Schlimmer als die Schmerzen.Letztes mal sagte mein Chef ich solle mir nen Hund kaufen wenn ich nicht wüßte was ich zu hause machen soll ,und er wüßte das ich arbeiten will,aber es eben durch die Medis nicht möglich ist.Was nehmt Ihr den so und was für ehrfahrungen habt Ihr gemacht?Meine Schmerzen sind zum Glück keine dauerschmerzen.Mal besser mal schlechter.
Chaney
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 376
Registriert: Di, 20.01.2004 - 19:43
Wohnort: Darmstadt

Beitrag von Chaney »

Hm.

Also, ich bleib bei meiner Aussage, daß Du Dich um eine Versetzung bemühen solltest.

Vielleicht ist es auch sinnvoll,. sich noch mal bei einem Schmerztherapeuten vorzustellen, auch wenn ich aus Deinem Bericht fast herauslese, daß Du schon alle bekannten Mittelchen mal genommen hast.

Gruß
Chaney
Halte an Deinem Stolz fest. (japan. Sprichwort)
Shinoa
Newbie
Newbie
Beiträge: 2
Registriert: Fr, 25.04.2003 - 02:32

Beitrag von Shinoa »

Hallo Steffen,
mir geht es so ähnlich wie Dir, ohne starke Medikamente könnte ich nicht mehr arbeiten oder mich überhaupt bewegen und Gott sei Dank, habe ich einen Arzt gefunden, der mich nicht länger mit Glukokortikoiden vollstopft -die sowieso nicht geholfen haben- sondern mir mit effektiveren Schmerzmitteln weiterhilft. Es ist vielleicht nicht die eleganteste Lösung, aber es ist zumindest die Möglichkeit wieder am Leben teilzunehmen, bis sich andere Lösungen finden! Schliesslich nützt es auch nichts, wenn man sich vor lauter Schmerzen das Leben nimmt!!!
Liebe Grüsse und vor allem schmerzfreie Tage,
Shinoa
Benutzeravatar
seemannskiste
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 198
Registriert: Mo, 14.02.2005 - 20:02
Geschlecht: männlich
Wohnort: kassel

Beitrag von seemannskiste »

hallo steffen,

ich bin auch gelernter metaller, ich habe vor 6 jahren direkt nach meiner op mit der ausbildung angefangen...
am anfang währe ich manchmal fast gestorben vor schmerzen, aber ich habe die letzten 6 jahre keinen einzigen tropfen schmerzmittel genommen.

nun seit etwa 3 monaten nehme ich hin und wieder mal diclophenac,
oder lasse mir ein paar quaddeln verpassen.

wenn du kotzen muß verträgt dein magen die medies sicher nicht so gut.
versuchs mal mit quaddeln, wenn du´s nicht schon mal probiert hast.

ist ja schon mal ganz gut das dein chef verständniss aufbringt...

ich arbeite seit 2 jahren nicht mehr als industriemechaniker...

lass den kopf nicht hängen...schließlich hast du´s bis hier her geschafft, und das war sicher nicht so easy...

kollegialer gruß dave
Umwege im Leben erweitern die Ortskenntnis.
Antworten