Bilder sind aussagekräftig, darum habe ich einige angefügt.
Das Röntgenbild vom November 2011 ist etwa 6 Wochen nach der Kur in Bad Salzungen geschossen worden. Mit 26° thorakal war das mein bester Wert, den ich je hatte. Leider bin ich dann wieder auf das Anfangsniveau von 34° thorakal zurück gefallen, trotz Korsett von cctec und ca. 120 Minuten Schroth-KG pro Woche. Ich muss dazu noch sagen, dass ich von Oktober 2010 bis November 2011 ein Korsett von Rahmouni getragen habe, allerdings nur etwa 8 Stunden am Tag, und die auch nicht am Stück. Das Korsett von cctec habe ich im Schnitt auch nur 8-10 Stunden pro Tag getragen. Aus privaten Gründen trage ich es seit Dezember 2013 nur noch sehr unregelmäßig, manchmal 3 Tage am Stück gar nicht, dann wieder 8 Stunden.
Ich musste mir inzwischen leider ingestehen, dass ich eine Art Korsett-Abhängigkeit entwickelt habe. Trage ich es mal einen ganzen Tag gar nicht, tut mir mein Rücken im Bereich des Pakets weh. Das war natürlich nicht das, was ich wollte.
Mein Ziel war es immer gewesen, sowohl den Cobb-Winkel zu reduzieren als auch meinen Rücken zu symmetrisieren. Ersteres hat nicht geklappt. Und das zweite Ziel auch nicht wirklich. Der thorakale Skoliometer-Wert mag ein wenig geringer geworden sein, und die Hautfalte an der schwachen Stelle etwas unscheinbarer, aber ich bin immer noch krumm. Und ich fürchte, dass sich das mit konservativen Behandlungen bei mir auch nicht ändern wird. Immerhin sind Dr. Wilke und Herr Nahr mit meinem Rücken zufrieden.
Das ganze macht mich traurig. Ich akzeptiere zwar meine Krankheit, und mir ist selbstverständlich bewusst, dass eine Menge andere Patienten mit mir tauschen würden. Aber ich komme mir damit trotzdem sehr selten, unnormal, und einfach nicht schön vor. Kaum einer von 100 Männern hat den Grad an Skoliose oder einen stärkeren als ich.
Ich warte immer noch auf die Nachricht, dass nach einer neuen, minimal-invasiven (und am besten noch völlig risikofreien
Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt...
Fast hätte ich es vergessen: Ich mache weder einen Orthopädiemechaniker noch einen mich behandelnden Arzt dafür verantwortlich, dass ich nicht zufrieden mit meiner Situation bin. Man hatte mich vor Behandlungsbeginn ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es keine Garantie für einen Behandlungserfolg gibt. Das Risiko bin ich allein eingegangen.

