Hallöchen,
ich bin Olivia und vor kurzem 17 geworden. Ich hab eine starke (idiopathische) Skoliose (BWS 50° und LWS 52°), und werde am 17. Juli operiert. Betroffen sind 12 Wirbel bei mir, und 4 Bandscheiben werden mir rausgenommen und durch Schrauben ersetzt, soweit wie ich das verstanden habe. Ich wohne mit meiner Mutter in Hannover, und wir fahren für die OP nach Münster. Am Freitag hatten wir auch eine Sprechstunde mit dem Chirurgen, der mich Operieren soll.
Ich bin so ziemlich unaufgeklärt, was die Risiken angeht und wie es nach der OP aussehen soll. Der Chirurg redet meistens nur mit meiner Mutter auf irgendeinem Medizinischen Chinesisch, da meine Mutter sich in dem Berecih total auskennt. Wenn ich mit meiner Mutter drüber spreche, sagt sie mir nur das alles gut wird, und es nur geringe Risiken gibt. Da der Termin für die OP immer näher kommt, wächst auch meine Angst.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen!
Liebe Grüße
bevorstehende OP, bin zum Teil unaufgeklärt :(
-
minimine
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Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015 - Kontaktdaten:
Re: bevorstehende OP, bin zum Teil unaufgeklärt :(
Hallo oliekeks,
herzlich willkommen hier im
Oh je, so bald schon die OP und du weißt nicht wirklich was auf dich zukommt...
Ich glaube aber, deine Mutter meint das nicht böse. Mütter wollen immer alles Schlimme von ihren Kindern fernhalten, so denke ich, dass sie dir keine Angst machen will. Aber warst du denn beim Aufklärungsgespräch nicht dabei? Hattest du denn Zeit, Fragen zu stellen?
Ich denke, du solltest nochmal ernsthaft mit deiner Mutter reden, dass das so nicht geht. Du hast ja ein Recht darauf zu erfahren, was mit dir gemacht wird.
Kennst du auch das Skoliose-OP-Forum? Dort findest du jede Menge berichte zu Skoliose-OP´s, ich finde, man bekommt da einen recht guten Eindruck, was so auf einen zukommt.
Bezüglich der Risiken solltest du wirklich nochmal mit deiner Mutter sprechen, du bist alt genug um ebenfalls mit zu entscheiden, ob du die OP durchführen lassen möchtest oder es lieber nochmal mit Korsett und KG versuchen willst.
Ich wünsche dir alles Gute!
LG
Minimine
herzlich willkommen hier im

Oh je, so bald schon die OP und du weißt nicht wirklich was auf dich zukommt...
Ich glaube aber, deine Mutter meint das nicht böse. Mütter wollen immer alles Schlimme von ihren Kindern fernhalten, so denke ich, dass sie dir keine Angst machen will. Aber warst du denn beim Aufklärungsgespräch nicht dabei? Hattest du denn Zeit, Fragen zu stellen?
Ich denke, du solltest nochmal ernsthaft mit deiner Mutter reden, dass das so nicht geht. Du hast ja ein Recht darauf zu erfahren, was mit dir gemacht wird.
Kennst du auch das Skoliose-OP-Forum? Dort findest du jede Menge berichte zu Skoliose-OP´s, ich finde, man bekommt da einen recht guten Eindruck, was so auf einen zukommt.
Bezüglich der Risiken solltest du wirklich nochmal mit deiner Mutter sprechen, du bist alt genug um ebenfalls mit zu entscheiden, ob du die OP durchführen lassen möchtest oder es lieber nochmal mit Korsett und KG versuchen willst.
Ich wünsche dir alles Gute!
LG
Minimine
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Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
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- sloopy
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- Beiträge: 6123
- Registriert: Do, 01.11.2001 - 10:17
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: idiopathische thorakolumbal Skoliose
01/2010 thorakal 48°
09/2010 im Korsett 21°
08/2011 72h ohne Korsett ~37° - Therapie: Schroth-KG, 7 Rehas in Bad Sobernheim (91,92,93,95,97,'03,'10)
Rahmouni-Korsett 2002-2004
CCtec-Korsett 2010-2013 - Wohnort: Eifel
- Kontaktdaten:
Re: bevorstehende OP, bin zum Teil unaufgeklärt :(
Hallo Olivia,
erstmal
Ich finde das Verhalten des Chirurgen und auch deiner Mutter absolut nicht in Ordnung. Du bist ja kein Kleinkind mehr und du hast ein Recht darauf zu erfahren, was bei der OP passiert, die dein ganzes Leben verändern wird. Ich finde es nicht ok, dich solch einer OP zu unterziehen, wenn du so unsicher und uninformiert bist. Du solltest deiner Mutter unbedingt deine Bedenken mitteilen und offen mit ihr sprechen.
Hast du Beschwerden? Hat sich deine Skoliose in letzter Zeit stark verschlechtert? Ich frage, weil du schreibst, du hast eine starke Skoliose von 50° und 52° mit 17 Jahren. Allein diese Diagnose ist nicht unbedingt ein Grund operieren zu müssen. Wenn du keine Schmerzen oder sonstige Einschränkungen hast, würde ich mich an deiner Stelle nicht operieren lassen. Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter:
Trägst du ein qualitativ hochwertiges, hochkorrigierendes(!) Korsett? Hast du eine/mehrere Skoliose-Intensiv-Reha/s in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen gemacht? Ohne diese beiden Fragen mit JA beantwortet zu haben, würde ich mich keinesfalls operieren lassen, denn eine OP sollte immer der letzte Schritt sein, nachdem alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft wurden und keinen Erfolg gebracht haben.
Wenn du natürlich total überzeugt von der OP bist und hinter dieser Entscheidung stehst, kann ich dir auch das Skoliose OP Forum empfehlen, dort findest du unheimlich viele (positive wie negative) Erfahrungsberichte von Operierten.
Ich wünsche dir die richtige Entscheidung!
Herzliche Grüße,
sloopy
erstmal
Ich finde das Verhalten des Chirurgen und auch deiner Mutter absolut nicht in Ordnung. Du bist ja kein Kleinkind mehr und du hast ein Recht darauf zu erfahren, was bei der OP passiert, die dein ganzes Leben verändern wird. Ich finde es nicht ok, dich solch einer OP zu unterziehen, wenn du so unsicher und uninformiert bist. Du solltest deiner Mutter unbedingt deine Bedenken mitteilen und offen mit ihr sprechen.
Hast du Beschwerden? Hat sich deine Skoliose in letzter Zeit stark verschlechtert? Ich frage, weil du schreibst, du hast eine starke Skoliose von 50° und 52° mit 17 Jahren. Allein diese Diagnose ist nicht unbedingt ein Grund operieren zu müssen. Wenn du keine Schmerzen oder sonstige Einschränkungen hast, würde ich mich an deiner Stelle nicht operieren lassen. Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter:
Trägst du ein qualitativ hochwertiges, hochkorrigierendes(!) Korsett? Hast du eine/mehrere Skoliose-Intensiv-Reha/s in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen gemacht? Ohne diese beiden Fragen mit JA beantwortet zu haben, würde ich mich keinesfalls operieren lassen, denn eine OP sollte immer der letzte Schritt sein, nachdem alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft wurden und keinen Erfolg gebracht haben.
Wenn du natürlich total überzeugt von der OP bist und hinter dieser Entscheidung stehst, kann ich dir auch das Skoliose OP Forum empfehlen, dort findest du unheimlich viele (positive wie negative) Erfahrungsberichte von Operierten.
Ich wünsche dir die richtige Entscheidung!
Herzliche Grüße,
sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich
"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
- Raven
- Profi

- Beiträge: 1530
- Registriert: Fr, 21.01.2011 - 21:33
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
- Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade
Re: bevorstehende OP, bin zum Teil unaufgeklärt :(
Hallo Olivia,
ich finde es wirklich schade, dass die Ärzte mit dir so wenig darüber gesprochen haben. Bei mir war das ganz anders, und ich war jünger (13).
Die Reaktion deiner Mutter kann ich zwar irgendwie verstehen, bringt dich aber natürlich nicht weiter...
Ich kann dir unbedingt das Skoliose-OP-Forum http://www.skoliose-op.info empfehlen, ich bin dort auch
Da kannst du dich mit anderen darüber austauschen
Dem, was sloopy geschrieben hat bezüglich anderer Therapiemöglichkeiten, kann ich auf jeden Fall nur zustimmen. Aber, kleine Ergänzung/Einschränkung, ins Skoliose-OP-Forum kannst du natürlich auch kommen, wenn du von einer OP nicht wirklich überzeugt bist.
Liebe Grüße,
Raven
ich finde es wirklich schade, dass die Ärzte mit dir so wenig darüber gesprochen haben. Bei mir war das ganz anders, und ich war jünger (13).
Die Reaktion deiner Mutter kann ich zwar irgendwie verstehen, bringt dich aber natürlich nicht weiter...
Ich kann dir unbedingt das Skoliose-OP-Forum http://www.skoliose-op.info empfehlen, ich bin dort auch
Dem, was sloopy geschrieben hat bezüglich anderer Therapiemöglichkeiten, kann ich auf jeden Fall nur zustimmen. Aber, kleine Ergänzung/Einschränkung, ins Skoliose-OP-Forum kannst du natürlich auch kommen, wenn du von einer OP nicht wirklich überzeugt bist.
Liebe Grüße,
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
OP-Röntgenbilder
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