Hier kurz meine Geschichte (ich bin männlich, 21 jahre alt):
- Im Jahre 2002 hat mein damaliger orthopäde ein hüftröntgen machen lassen und einen leichten beckenschiefstand und leichte skoliose diagnostiziert...ohne therapeutische konsequenz (hat gemeint das sei was „ganz normales“.
- Im jahre 2005 hab ich dann (mit 18 jahren) schmerzen bekommen. ich hab den orthopäden gewechselt. der hat dann ein weiteres röntgen gemacht - diesmal ganze wirbelsäule inklusive becken und hat einiges diagnostiziert. Das wesentliche:
- Beckentiefstand links von 1 bis 1,2 cm
- linkskonvexe skoliose im thorakolumbalen übergangsbereich mit einem
skoliosewinkel von 12 grad
- verstärkte lordose der Lendenwirbelsäule
- asymetrischer wirbelbogeschluss eines wirbels (im bereich zwischen kreuzbein und lendenwirbelsäule -welcher genau müsst ich jetzt nachschaun)...scheint also so eine spina bifida occulta zu sein?
- Defekt einer Bandscheibe der Lendenwirbelsäule
Die Therapie lautete: Physikalische Therapie und Schmerzmittel bei bedarf. Außerdem orthopädische schuheinlagen mit erhöhung für beinlängenausgleich von 6 mm links
- Ende 2008 bekam ich dann plötzlich furchtbare muskelschmerzen im rückenbereich. Bin tagelang nur mehr im bett gelegen vor schmerzen!!! ich ging zu dem orthopäden und er verschrieb mir wieder nur parkemed. Jetzt hatte ich auch von diesem arzt genug und suchte mir einen dritten orthopäden - einen wirbelsäulenspezialist der früher mal in einer wirbelsäulenspezialambulanz einer uniklinik gearbeitet hat...
Also ich ging geplagt von schmerzen zu ihm und bevor er noch ein röntgen machte untersuchte er meine skoliose (vorbeugen etc.) und kam zum entschluss, dass meine skoliose durch den beckenschiefstand bedingt sei. Er legte ein 1cm hohes brett unter meinen fuss und meinte, dass jetzt der beckenschiefstand ziemlich ausgeglichen sei und die skoliose ziemlich gerade stehen würde. Er ordnete als beweis ein wirbelsäulenröntgen an und meinte, ich soll einfach physiotherapie machen (egal welche) und einlagen mit einer erhöhung links von 8mm tragen!! Dann würde sich die skoliose bessern…. Der röntgenbefund von anfang februar 2009 lautete dann:
- linkskonvexe torsionsskoliose (ja...ich schau wirklich ziemlich verdreht aus) und verstärkte lordose der lendenwirbelsäule mit einem skoliosewinkel von ca 15-20 grad, sonst findet sich ein normaler achsenverlauf. leichter beckenhochstand rechts, der rechte femurkopf steht 8 mm höher als der linke
- Mein orthopäde meinte, dass daher die primäre therapie, wie schon zuvor besprochen die die erhöhte schuheinlage und nebenbei physiotherapie sei.
- Hab mir dann eine physiotherapeutin, die nach schroth arbeitet gesucht. die hat dann das erste mal mit einem skoliometer die wirbelsäule ausgemessen (hat zuvor nichtmal der wirbelsäulenspezialist gemacht!) und eine seitenabweichung (LWS) von 1,5 cm nach links gemessen. Mach jetzt seit mitte februar täglich meine übungen und bin wie durch ein wunder plötzlich schmerzfrei!! Die 8mm einlagen trag ich nicht – nur die alten mit 6mm. Letzte woche hat die physiotherapeutin wieder mit dem skoliometer nachgemessen und siehe da - die seitenabweichung hat sich in den paar wochen um 2 mm in richtung mittellinie verbessert.
Jetzt gibt es aber doch bedenken, die mir irgendwie keine ruhe lassen:
1.) ich bin jetzt 4 jahre meine 6mm einlagen gewöhnt. bei vielen schuhen bin ich mit denen jedoch schon an der grenze der untragbarkeit, weil ich mit der ferse bei jedem schritt rausschlüpfe. 8 mm kann ich mir daher irgendwie nicht vorstellen und auch meine physiotherapeutin meinte, dass das doch ein bisschen sehr viel sei und ich doch lieber bei 6. mm bleiben soll (weil man den beckenschiefstand nur teilweise ausgleicht) und die dann dafür aber konsequent in den meisten alltagsschuhen tragen soll…. Find das erhlich gesagt auch besser so.
2.) Seit ich die übungen mache bin ich wie gesagt weitgehend schmerzfrei, jedoch hab ich jetzt bei jedem schritt den ich geh ein unangenehmes knacksen in der lendenwirbelsäule. Es tut mir zwar nicht weh aber es hört sich total ungut an und ich mach mir sorgen dass dadurch meine bandscheiben oder irgendwas kaputtgehen könnte.
Weiters fürchte ich mich davor, dass obwohl sich einerseits die skoliose durch die übungen bessert, der beckenschiefstand schlimmer werden könnte (und mein linkes bein dann quasi noch mehr einlagenerhöhung brauchern könnte?), weil die skoliose ja laut orthopäden den beckenschiefstand kompensiert oder sowas… gibt´s sowas oder mach ich mir da umsonst angst? Die Physiotherapeutin (die mir ehrlich gesagt kompetenter als der wirbelsäulenspezialist scheint!) hat gemeint, dass der beckenschieftstand selbst, bei ausgewachsenen menschen wie mir, nicht mehr schlimmer werden kann – nur die skoliose, und die müsse man eben duch konsequentes aufbauen der muskeln festigen und ins lot bringen (was laut der skoliometermessung schon minimal geklappt hat). Aus diesem grund sei der aufbau der muskulatur langfristig viel wichtiger als 2mm auf oder ab bei der schuheinlage.
Hab langsam vor lauter meinungen keinen durchblick mehr. Bitte helft mir – was meint ihr dazu?
lg
