Korsettversorgung bei Erwachsenen/ Verunsicherung
- Alana
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Hi,
keine Ahnung, welche Vorgehensweise besser ist, ob in kleinen Schritten oder direkt ganz doll. Ich hab ja gar keinen Vergleich, weil ich ja leider noch nie ein Rahmouni hatte. Angeblich kann man die ja am Anfang sowieso erst nur zehn Minuten oder so anziehen, weil die so unglaublich stark sind. Mein altes kann ich stundenlang tragen, aber ich krieg davon trotzdem Rückenschmerzen, besonders dann, nachdem ich es ausgezogen habe. Vielleicht ist das bei dem Rahmouni ja anders. Wenn du es hast, würde ich es dann auf jeden Fall so lange wie möglich anlassen, weil man dann ja nicht zusammensackt. Sonst ist das gar nicht gut und macht den Körper instabil, das hab ich jetzt selbst feststellen können. Ich lass lieber die Finger davon, mir bereitet das bestimmt nur Rückenschmerzen. Ich bin ja froh, dass die dann wieder weg gegangen sind.
Super, dass die DAK so schnell zugestimmt hat, dann scheinen die ja ebenfalls viel von der Therapie zu halten. Dann würde ich mir auf jeden Fall eins machen lassen. Auf so ein schickes Teil sollte man wirklich nicht verzichten. Zusätzlich solltest du unbedingt zur Kur fahren, Bad Sobernheim ist doch eh praktisch bei dir um die Ecke. Das lohnt sich auf jeden Fall. Ich will ja auch zur Kur, aber momentan hab ich leider so viele Verpflichtungen.
Das mit der Beweglichkeit sollte man, denke ich, auch nicht überbewerten. Ich bin wirklich und wahrhaftig auch sehr beweglich, da ist gar nichts mit „versteift“. Die Ärzte redeten auch ständig von einer Bindegewebeschwäche. Wichtig ist, dass man seine Haltung im Spiegel kontrolliert. Das mit der zusätzlichen Mobilisation lass ich ja schon lange bleiben, das ist schädlich. Bei mir ist es trotz der übermäßigen Beweglichkeit nicht sooo stark progredient, nur oben hat es sich ein paar Grad verschlechtert, jetzt sind es 44 grad und früher waren es unter 40… Kneippanwendungen sind auch sehr empfehlenswert, die stärken das Gewebe und machen die Bänder fester.
keine Ahnung, welche Vorgehensweise besser ist, ob in kleinen Schritten oder direkt ganz doll. Ich hab ja gar keinen Vergleich, weil ich ja leider noch nie ein Rahmouni hatte. Angeblich kann man die ja am Anfang sowieso erst nur zehn Minuten oder so anziehen, weil die so unglaublich stark sind. Mein altes kann ich stundenlang tragen, aber ich krieg davon trotzdem Rückenschmerzen, besonders dann, nachdem ich es ausgezogen habe. Vielleicht ist das bei dem Rahmouni ja anders. Wenn du es hast, würde ich es dann auf jeden Fall so lange wie möglich anlassen, weil man dann ja nicht zusammensackt. Sonst ist das gar nicht gut und macht den Körper instabil, das hab ich jetzt selbst feststellen können. Ich lass lieber die Finger davon, mir bereitet das bestimmt nur Rückenschmerzen. Ich bin ja froh, dass die dann wieder weg gegangen sind.
Super, dass die DAK so schnell zugestimmt hat, dann scheinen die ja ebenfalls viel von der Therapie zu halten. Dann würde ich mir auf jeden Fall eins machen lassen. Auf so ein schickes Teil sollte man wirklich nicht verzichten. Zusätzlich solltest du unbedingt zur Kur fahren, Bad Sobernheim ist doch eh praktisch bei dir um die Ecke. Das lohnt sich auf jeden Fall. Ich will ja auch zur Kur, aber momentan hab ich leider so viele Verpflichtungen.
Das mit der Beweglichkeit sollte man, denke ich, auch nicht überbewerten. Ich bin wirklich und wahrhaftig auch sehr beweglich, da ist gar nichts mit „versteift“. Die Ärzte redeten auch ständig von einer Bindegewebeschwäche. Wichtig ist, dass man seine Haltung im Spiegel kontrolliert. Das mit der zusätzlichen Mobilisation lass ich ja schon lange bleiben, das ist schädlich. Bei mir ist es trotz der übermäßigen Beweglichkeit nicht sooo stark progredient, nur oben hat es sich ein paar Grad verschlechtert, jetzt sind es 44 grad und früher waren es unter 40… Kneippanwendungen sind auch sehr empfehlenswert, die stärken das Gewebe und machen die Bänder fester.
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off78
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Re: Rahmouni-Korsett mit 22 bei Kyphose und Lordose
Hallo SchwarzeSchnecke,SchwarzeSchnecke hat geschrieben:Meines Wissens gibt es die. Z.B. hier: http://www.medi.de/Spinomed_R__-_medi_O ... ml?id=3656Mich würde aber genau wie Klaus interessieren, ob es nicht auch eine Art reklinationsunterstützender Bandage gibt, die zum einen wirklich alltagstauglich ist und zumindest eine eigenständige Selbstaufrichtung über einen längeren Zeitraum ermöglicht.
Ich werde in Kürze eines bekommen, als Ergänzung zu meinem Rahmouni-Panzer.
Das SPINOMED (welches mir ebenfalls Dr. Hoffmann verschrieben hat) soll ich dann tagsüber tragen, und Klemmi nur noch nachts.
Wenn ich das Teil dann eine Weile habe, werde ich hier über meine Erfahrungen schreiben.
sehr interessant, dazu hätte ich mal ein paar Fragen:
Hat Dr. Hoffmann Dir das von sich aus vorgeschlagen, oder war das Deine Idee? Weißt Du, ob die gesetzliche Krankenversicherung das übernimmt? Lässt Du Dir das bei Rahmouni anfertigen?
Ich habe es noch nie geschafft, mein Korsett bei der Arbeit zu tragen, aber das scheint mir eine interessante Alternative zu sein, zumindest für den Tag.
Viele Grüße
off78
- SchwarzeSchnecke
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Re: Re: Rahmouni-Korsett mit 22 bei Kyphose und Lordose
Ich fragte ihn nach einem leichteren Korsett o.Ä. für tagsüber, das mich nicht so einschränken würde und worin ich das Problem mit dem Schwitzen nicht hätte. Daraufhin schlug er mir das SPINOMED vor.off78 hat geschrieben:Hallo SchwarzeSchnecke,
sehr interessant, dazu hätte ich mal ein paar Fragen:
Hat Dr. Hoffmann Dir das von sich aus vorgeschlagen, oder war das Deine Idee?
Das wird bei jedem einzeln geprüft.Weißt Du, ob die gesetzliche Krankenversicherung das übernimmt?
In meinem Fall werden die Kosten übernommen.
Ja.Lässt Du Dir das bei Rahmouni anfertigen?
VG, Anne
- Dalia
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Hallo SchwarzeSchnecke,
ich finde das auch eine sehr interessante Variante der Korsetttherapie.
Hallo Bluecat,
eine Veränderung von 8 bis 10° kann man nicht mit bloßem Auge erkennen. Das ist eine optische Täuschung, weil Röntgenaufnahmen nie auf identische Weise zustandekommen. Der Patient braucht sich beim Röntgen nur 1 cm nach rechts oder nach links hinstellen, so dass die Mittellinie auf den Röntgenbild anders verläuft. Oder die Wirbelsäule ist auf dem Röntgenbild leicht schräg abgebildet. Oder das eine Röntgenbild ist größer als das andere. Man müsste vielmehr Röntgenbilder übereinander legen könne, und ich könnte mir vorstellen, dass man in müdem Zustand ein bisschen schlechtere Werte hat als in entspannten Zustand, sofern überhaupt messbar.
ich finde das auch eine sehr interessante Variante der Korsetttherapie.
Hallo Bluecat,
eine Veränderung von 8 bis 10° kann man nicht mit bloßem Auge erkennen. Das ist eine optische Täuschung, weil Röntgenaufnahmen nie auf identische Weise zustandekommen. Der Patient braucht sich beim Röntgen nur 1 cm nach rechts oder nach links hinstellen, so dass die Mittellinie auf den Röntgenbild anders verläuft. Oder die Wirbelsäule ist auf dem Röntgenbild leicht schräg abgebildet. Oder das eine Röntgenbild ist größer als das andere. Man müsste vielmehr Röntgenbilder übereinander legen könne, und ich könnte mir vorstellen, dass man in müdem Zustand ein bisschen schlechtere Werte hat als in entspannten Zustand, sofern überhaupt messbar.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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- Klaus
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Also bei der Spinomed fällt mir in der Beschreibung auf:
Oder wird hier die Erkenntnis, dass bei einem korrigierenden Korsett schon ein gewisses Muskeltraining durch Ausweichmöglichkeiten im Korsett passiert, einfach als "besonderes Werbemittel" auf eine Stützorthese übertragen?
Gruss
Klaus
Wieso das mit Spinomed passiert und bei anderen Stützorthesen nicht, ist mir nicht klar.Die Brustmuskulatur wird gedehnt und die Muskulatur der Rückenstrecker gekräftigt. Statt zu einer passiven Zwangshaltung kommt es – durch Biofeedback – zu einem aktiven Muskeltraining und einer aufrechten Haltung.
Oder wird hier die Erkenntnis, dass bei einem korrigierenden Korsett schon ein gewisses Muskeltraining durch Ausweichmöglichkeiten im Korsett passiert, einfach als "besonderes Werbemittel" auf eine Stützorthese übertragen?
Gruss
Klaus
- Silas
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Schroth KG
Ihr habt mich was Beweglichkeit angeht missverstanden. Natürlich meinte ich nicht, dass man eine Hypermobilität in alle nur denkbaren Richtungen bekommt, gemeint war vielmehr, dass überhaupt wieder Beweglichkeit da ist.
Vor der Korsetttherapie waren alltägliche Bewegungen nicht mehr möglich und auch keine aktiven Bewegungen in Richtung Korrektur.
Mit Schroth allein hat sich die Skoliose nämlich keinen Millimeter aufrichten lassen.
Erst seit ich das Korsett trage, kann ich überhaupt aktiv gegen die Verkrümmung schrothen.
Ganz abgesehen davon wäre mir eine noch so krumme, schmerzfreie, bewegliche Wirbelsäule lieber als eine gerade, die mir in Ermangelung von Beweglichkeit nichts nützt und Schmerzen bereitet.
Das Korsett stabilisiert gleichzeitig viel intensiver als das einige Minuten Schroth am Tag schaffen können (damit das nicht falsch verstanden wird, unter stabilisieren ist zu verstehen, dass durchaus noch Beweglichkeit da ist, der Rücken aber grundsätzlich in der gewünschten Achse steht). Es dehnt ganz gezielt die verkürzten Strukturen auf der einen Seite, auf der anderen Seite sorgt der in die richtige Haltung gebrachte Körper ganz von alleine dafür, die überdehnten Strukturen zu verkürzen. Das gleiche passiert übrigens auch bei Menschen, die ausschließlich Schuhe mit hohen Absätzen tragen - nach einer Weile ist die Achillessehne so verkürzt, dass sie überhaupt nicht mehr normal laufen können.
Vor der Korsetttherapie waren alltägliche Bewegungen nicht mehr möglich und auch keine aktiven Bewegungen in Richtung Korrektur.
Mit Schroth allein hat sich die Skoliose nämlich keinen Millimeter aufrichten lassen.
Erst seit ich das Korsett trage, kann ich überhaupt aktiv gegen die Verkrümmung schrothen.
Ganz abgesehen davon wäre mir eine noch so krumme, schmerzfreie, bewegliche Wirbelsäule lieber als eine gerade, die mir in Ermangelung von Beweglichkeit nichts nützt und Schmerzen bereitet.
Das Korsett stabilisiert gleichzeitig viel intensiver als das einige Minuten Schroth am Tag schaffen können (damit das nicht falsch verstanden wird, unter stabilisieren ist zu verstehen, dass durchaus noch Beweglichkeit da ist, der Rücken aber grundsätzlich in der gewünschten Achse steht). Es dehnt ganz gezielt die verkürzten Strukturen auf der einen Seite, auf der anderen Seite sorgt der in die richtige Haltung gebrachte Körper ganz von alleine dafür, die überdehnten Strukturen zu verkürzen. Das gleiche passiert übrigens auch bei Menschen, die ausschließlich Schuhe mit hohen Absätzen tragen - nach einer Weile ist die Achillessehne so verkürzt, dass sie überhaupt nicht mehr normal laufen können.
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
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- bluecat
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- Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3 - Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung - Wohnort: Hessen
Hallo edda,
nein, ich habe es nicht mehr überprüfen lassen. Es gibt immer wieder Phasen, da würde ich mich gerne röntgen lassen, weil man vor lauter "an die WS denken" immer wieder meint es wäre schlechter geworden. Meine letzten Bilder stammen vom Mai. Dann war ich nochmal im CT und beim Zahnarzt beim Röntgen, ich möchte es nicht zu oft machen lassen.
Das Bedürfnis sich immer hinlegen zu wollen kenne ich. Bei mir war es oft dann, wenn ich in der LWS die Probleme bekommen habe. Auch mit Korsett.
Deine Bewilligung hing ganz schön schnell über die Bühne. Porbleme hatte ich mit der AOK auch keine. Wer weiß, vielleicht schaffst du es ja wirklich auch wie Silas das Korsett so konsequent zu tragen. Dann kann es nur helfen. Übrigens habe ich sehr großen Respekt vor Silas! Das ist eine tolle Leistung.
LG
bluecat
nein, ich habe es nicht mehr überprüfen lassen. Es gibt immer wieder Phasen, da würde ich mich gerne röntgen lassen, weil man vor lauter "an die WS denken" immer wieder meint es wäre schlechter geworden. Meine letzten Bilder stammen vom Mai. Dann war ich nochmal im CT und beim Zahnarzt beim Röntgen, ich möchte es nicht zu oft machen lassen.
Das Bedürfnis sich immer hinlegen zu wollen kenne ich. Bei mir war es oft dann, wenn ich in der LWS die Probleme bekommen habe. Auch mit Korsett.
Deine Bewilligung hing ganz schön schnell über die Bühne. Porbleme hatte ich mit der AOK auch keine. Wer weiß, vielleicht schaffst du es ja wirklich auch wie Silas das Korsett so konsequent zu tragen. Dann kann es nur helfen. Übrigens habe ich sehr großen Respekt vor Silas! Das ist eine tolle Leistung.
LG
bluecat
- Klaus
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Das ist natürlich eine andere Situation, Du hattest es vorher ziemlich allgemein geschrieben.Silas hat geschrieben:Vor der Korsetttherapie waren alltägliche Bewegungen nicht mehr möglich und auch keine aktiven Bewegungen in Richtung Korrektur.
Mit Schroth allein hat sich die Skoliose nämlich keinen Millimeter aufrichten lassen.
Erst seit ich das Korsett trage, kann ich überhaupt aktiv gegen die Verkrümmung schrothen.
Bezüglich Stabilisierung hast Du natürlich Recht, wenn Du davon ausgehst, das Korsett mehr oder weniger immer zu tragen.
Aber nicht nur Bänder und Sehnen, sondern auch die Muskeln müssen den korrigierten Zustand halten können, wenn das Korsett mal länger nicht getragen werden kann, aus welchem Grund auch immer.
Wer da mehr Sicherheit haben möchte, fragt sich natürlich, ob die jeweils erreichte Korrektur auch mit entsprechender Muskelpflege so stabilisiert werden müsste, dass die mögliche Endkorrektur dann auch eine längerfristige Situation ohne Korsett problemlos aushält.
Für viele ist das offensichtlich ein Thema, wenn sie plötzlich realisieren, dass eine sehr grosse Abhängigkeit vom Korsett entsteht, wenn man eigentlich ohne große Not (relativ geringe Beschwerden) damit anfängt. Dazu kommt, dass viele auch ihre Schmerzen durch Schrothen minimieren oder sogar abschalten und eine Progression aufhalten können.
Gruss
Klaus
- SchwarzeSchnecke
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SPINOMED
Hallo Dalia,Dalia hat geschrieben:Hallo SchwarzeSchnecke,
ich finde das auch eine sehr interessante Variante der Korsetttherapie.
Ich werde in Kürze einen eigenen Thread dazu eröffnen.
[EDIT 21. 11. 2007:
Hier der Link: viewtopic.php?p=79224#79224]
VG, Anne
Zuletzt geändert von SchwarzeSchnecke am Mi, 21.11.2007 - 15:39, insgesamt 1-mal geändert.
- Alana
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[equote="Dalia"]eine Veränderung von 8 bis 10° kann man nicht mit bloßem Auge erkennen. Das ist eine optische Täuschung, weil Röntgenaufnahmen nie auf identische Weise zustandekommen. Der Patient braucht sich beim Röntgen nur 1 cm nach rechts oder nach links hinstellen, so dass die Mittellinie auf den Röntgenbild anders verläuft.[/equote]
Als ob wir uns beim Röntgen schief hinstellen würden! Ich stell mich natürlich in meiner allergeradesten Haltung vor den Röntgenapparat. Ich glaube auf keinen Fall, dass da so große Differenzen entstehen können. Die Winkel sind und bleiben so wie sie sind, das Röbi schafft schon ein sehr genaues Abbild wahren Werte. Bei mir sieht man die Veränderung auch ohne Röbi, wenn man genau hinguckt. Das Paket ist größer geworden, nicht viel, aber etwas, dafür steht die Hüfte nicht mehr so heraus. Das kommt alles daher, dass sich der obere Bogen verschlechtert hat.
[equote="Silas"]Ihr habt mich was Beweglichkeit angeht missverstanden. Natürlich meinte ich nicht, dass man eine Hypermobilität in alle nur denkbaren Richtungen bekommt, gemeint war vielmehr, dass überhaupt wieder Beweglichkeit da ist.
Vor der Korsetttherapie waren alltägliche Bewegungen nicht mehr möglich und auch keine aktiven Bewegungen in Richtung Korrektur.
Mit Schroth allein hat sich die Skoliose nämlich keinen Millimeter aufrichten lassen.
Erst seit ich das Korsett trage, kann ich überhaupt aktiv gegen die Verkrümmung schrothen.[/equote]
Das Korsett hilft in Richtung Streckung und Aufrichtung. Das ist natürlich eine sehr gewünschte Bewegung. Und dass du die dann auch halten kannst, finde ich toll. Vielleicht sind die verkrümmten Strukturen bei dir noch nicht so fixiert gewesen, weil du ja von einer starken Verschlechterung in sehr kurzer Zeit vor Korsettbehandlung schriebst. Dann lässt sich das leichter wieder in die ursprüngliche Form zurückführen.
Bei mir helfen einige Minuten Schroth am Tag sehr. Das lässt sich schon alles in die gewünschte Form bringen, da ist noch genügend Beweglichkeit da. Aber langfristig verbessert es sich trotzdem nicht. Ich hoffe, es bleibt jetzt gleich, vielleicht lass ich in fünf Jahren noch mal ein Bild machen.
Als ob wir uns beim Röntgen schief hinstellen würden! Ich stell mich natürlich in meiner allergeradesten Haltung vor den Röntgenapparat. Ich glaube auf keinen Fall, dass da so große Differenzen entstehen können. Die Winkel sind und bleiben so wie sie sind, das Röbi schafft schon ein sehr genaues Abbild wahren Werte. Bei mir sieht man die Veränderung auch ohne Röbi, wenn man genau hinguckt. Das Paket ist größer geworden, nicht viel, aber etwas, dafür steht die Hüfte nicht mehr so heraus. Das kommt alles daher, dass sich der obere Bogen verschlechtert hat.
[equote="Silas"]Ihr habt mich was Beweglichkeit angeht missverstanden. Natürlich meinte ich nicht, dass man eine Hypermobilität in alle nur denkbaren Richtungen bekommt, gemeint war vielmehr, dass überhaupt wieder Beweglichkeit da ist.
Vor der Korsetttherapie waren alltägliche Bewegungen nicht mehr möglich und auch keine aktiven Bewegungen in Richtung Korrektur.
Mit Schroth allein hat sich die Skoliose nämlich keinen Millimeter aufrichten lassen.
Erst seit ich das Korsett trage, kann ich überhaupt aktiv gegen die Verkrümmung schrothen.[/equote]
Das Korsett hilft in Richtung Streckung und Aufrichtung. Das ist natürlich eine sehr gewünschte Bewegung. Und dass du die dann auch halten kannst, finde ich toll. Vielleicht sind die verkrümmten Strukturen bei dir noch nicht so fixiert gewesen, weil du ja von einer starken Verschlechterung in sehr kurzer Zeit vor Korsettbehandlung schriebst. Dann lässt sich das leichter wieder in die ursprüngliche Form zurückführen.
Bei mir helfen einige Minuten Schroth am Tag sehr. Das lässt sich schon alles in die gewünschte Form bringen, da ist noch genügend Beweglichkeit da. Aber langfristig verbessert es sich trotzdem nicht. Ich hoffe, es bleibt jetzt gleich, vielleicht lass ich in fünf Jahren noch mal ein Bild machen.
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Hallo Alana,
es wäre gut, wenn du nochmal lesen würdest, was ich geschrieben habe, bevor du dich aufregst. Du redest ja total an mir vorbei.
es wäre gut, wenn du nochmal lesen würdest, was ich geschrieben habe, bevor du dich aufregst. Du redest ja total an mir vorbei.
Wo habe ich das behauptet?Alana hat geschrieben:Als ob wir uns beim Röntgen schief hinstellen würden!
Da ist nicht so empfehlenswert, man sollte sich entspannt hinstellen, also auch so, wie man sich im Alltag auch hält.Ich stell mich natürlich in meiner allergeradesten Haltung vor den Röntgenapparat.
Wo habe ich das behauptet?Ich glaube auf keinen Fall, dass da so große Differenzen entstehen können.
Nicht unbedingt. Es kommt darauf an, wie groß die äußerliche Veränderung ist. Wenn sie nicht sehr groß ist, muss es nicht bedeuten, dass sich die Skoliose verschlechtert hat. Das beste Beispiel sind Patienten, die in Sobernheim waren und eine viel bessere Körperhaltung haben, aber immer noch mit den selben Krümmungswinkeln. Ich z.B. habe festgestellt, dass mit ein paar Kilos mehr mein Rücken schlechter aussieht, weil die Haut stärker hervortritt.Bei mir sieht man die Veränderung auch ohne Röbi, wenn man genau hinguckt. Das Paket ist größer geworden, nicht viel, aber etwas, dafür steht die Hüfte nicht mehr so heraus. Das kommt alles daher, dass sich der obere Bogen verschlechtert hat.
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Ist es bei @silas tatsächlich so, dass sie das halten kann?Alana hat geschrieben:Das Korsett hilft in Richtung Streckung und Aufrichtung. Das ist natürlich eine sehr gewünschte Bewegung. Und dass du die dann auch halten kannst, finde ich toll.
Ich kann das nicht aus dem Post herauslesen und wenn doch, müsste man doch unterscheiden, ob sie das im Korsett oder ohne Korsett halten kann!
Gruss
Klaus